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  1. Inaktiver User

    AW: Alleine bleiben

    Aber trauern tue ich nach wie vor.
    Und ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass sich das niemals ändern wird.
    das finde ich interessant.
    das ist bei mir nämlich anders.
    ich bin - sehr selten -melancholisch, was diese trennung damals betrifft.
    so etwa, wie ich , wenn ich einen spielplatz sehe, melancholisch werde, weil meine kinder schon "groß" sind.


    zeitweise "bearbeite" ich sie -in der bricom...

    Meine "Weisheiten" betreffend die oft unterschätzte
    Dynamik von familiären Mustern gebe ich meinen Kindern weiter, indem wir
    darüber reden. Und so hoffe ich, etwas Wertvolles zu ihrer Zukunft beizutragen.
    ja, das mach' ich auch -naja, obwohl ich da recht vorsichtig geworden bin,um sie nicht zu sehr damit zu überfrachten.es kommt eher in allgemeinen gesprächen über die familiensituation von freunden, oder wenn sie damit anfangen.


    edit: zb und schafwolle
    darf ich fragen, was genau ihr "betrauert"?
    den mann, die liebe, oder eher den "lebensplan", der nicht weiter geführt wurde?
    Geändert von Inaktiver User (13.06.2015 um 14:21 Uhr)

  2. Avatar von donnamobile
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    (...)

    Je mehr und intensiver ich mich mit der gescheiterten und so unschön zu Ende
    gegangenen Beziehung beschäftigt und sie von allen Seiten ausgeleuchtet habe,
    desto tiefer wurde meine Trauer.

    (...)
    Darf ich da nochmals nachfragen. Ich verstehe das nicht ganz.

    Bist du traurig ganz generell, weil deine Beziehung keine Lebensbeziehung war oder traurig, weil du deinen Exmann verloren hast?

    Ich bin manchmal etwas wehmütig, dass ich es nicht geschafft habe, eine lebenslange Beziehung zu führen. Gemeinsam Großeltern zu werden, z.B.

    Aber ich trauere nicht um meinen ersten Mann, bin glücklich, dass ich meinen jetzigen Mann gefunden habe. Das gleicht dann die "allgemeine" Wehmut wieder aus.
    bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb

    Werde, die du bist




  3. Avatar von Julifrau
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Ich lese seit Anfang an mit...



    *Energie ziehen* ist nun mein Stichwort.

    Es stellt sich mir die Frage: Was zieht mehr Energie: Allein sein oder verpartnert?
    Lässt sich diese Frage pauschal beantworten?

    Ich meine nicht.

    Bin ich mit mir und meinen Leben zufrieden - alleine oder mit Partner - spendet mir das Energie.

    Bin ich mit mir und meinem Leben, respektive meiner Partnerschaft, unzufrieden - raubt mir das die Energie.

    Ich meine, das sind die beiden Formeln. Mehr ist es nicht.


    Sich anpassen müssen, halte ich für keine Glücksformel. Es ist aber durchaus auch die Frage, ob diese Anpassung nötig ist.

    Sind die eigenen Bedürfnisse klar und es ist die Angst davor, sie zu leben, würde die Partnerschaft gefährden - dann fehlt der Mut. Und auch die Bereitschaft, ggf. eben eine Trennung zu riskieren. Der Preis ist Ungewissheit, was die Zukunft bringt. Das Glück ist es, 'befreit zu sein' und den eigenen Weg zu gehen.

    Sind die eigenen Bedürfnisse aber nicht einmal wirklich klar, dann hat das Herumgeiere möglicherweise wenig mit dem Partner zu tun.

    Du hast dich entschieden, keine zweite Scheidung mehr erleben zu wollen. Bist aber unglücklich. Wäre eine zweite Scheidung eine Niederlage? Würdest du dich schämen? Meinen, versagt zu haben?
    ************************************************** **
    What if I fall?
    Oh, but my darling, what if you fly?





  4. Avatar von donnamobile
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Julifrau Beitrag anzeigen
    (...)

    Sich anpassen müssen, halte ich für keine Glücksformel. Es ist aber durchaus auch die Frage, ob diese Anpassung nötig ist.

    (...)
    Ich auch nicht. Kompromisse eingehen, ok. Aber das dann gegenseitig. Aber Anpassung hat für mich viel mit Verbiegen zu tun und das würde mich unglücklicher machen als alleine zu leben. Dann lieber unangepasst alleine
    bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb

    Werde, die du bist




  5. Moderation Avatar von katelbach
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Integrieren dieser Grundtrauer ins aktuelle Leben habe ich noch nicht gepackt.
    Das ist mir auch noch nicht gelungen.
    Nicht mal mein Hirn versteht immer, dass er tot ist. Wie soll da das Gefühl mithalten.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  6. Avatar von Julifrau
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen

    Ich stecke gerade noch in einer Beziehung und ich glaube, ich kämpfe gerade so sehr darum, bei uns nochmal etwas zum Besseren zu wenden, weil auch ich glaube, es gäbe nach einem Scheitern meiner knapp 20 jährigen Partnerschaft für mich kein neues Beziehungsglück.
    Ich verstehe nicht ganz. Bleibst du lieber ständig unzufrieden als alleine zu sein?

    Ich würde zu verletzt und zu desillusioniert aus dieser Partnerschaft gehen-
    und ich würde mich niemals mehr so vertrauensvoll auf einen Mann einlassen, natürlich würde ich nicht mehr aus tiefstem Herzen glauben, daß es ein "für immer" gibt, weil ich dann aus entsprechender Erfahrung realistischer geworden wäre.
    Vielleicht würdest du dich sogar erst dann wirklich auf einen Mann einlassen können. Eine genaue Innenbeschau allerdings vorausgesetzt.

    Das war/ist zumindest mein Weg.


    Ich finde das Bild bei entsprechender Persönlichkeitsstruktur eigentlich sehr passend,
    wenn man sich einmal oder mehrmals derartig das Herz verbrannt hat, dann versucht man, sich vor weiteren Verletzungen zu schützen.
    Das streite ich nicht ab. Gleichzeitig haben unsere unglücklichen Beziehungen ein Muster. Wer das Muster kennt, muss es nicht wiederholen. Das kann mann/frau lernen. Allerdings dauert dies sicherlich so seine Zeit.
    ************************************************** **
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  7. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von zwischenrose Beitrag anzeigen
    und es geht NICHT darum, sich zu ändern, DAMIT man wieder eine paarbeziehung findet.
    aber ich dachte echt, dass ich das ausreichend beschrieben hatte.
    Kam so bei mir an - überprüf deine albernen Kriterien und schwupp kommt Mr. Right.

    Das mag bei dir so funktioniert haben, bei tausenden anderen, die noch dazu so alberne Kriterien schon lang nicht mehr haben, eben nicht.


    @ hilfskonstruktion

    fast musste ich schmunzeln, weil ich vor 5-6 jahren (der sinds schon sieben) fast wörtlich postings wie deine geschrieben habe.
    und gerade "anpassen/ändern/brav werden" ist wirklich das aller, allerletzte, was ich hier ausdrücken möchte.
    Verstanden. Ich für meinen Geschmack kenne nämlich auch zu viele klasse Frauen, die sich für unsägliche Typen die ihnen nicht das Wasser reichen können klein machen und von denen klein machen lassen, und als Person bis zur Unkenntlichkeit verschwinden. Und sich das dann noch hochjubeln.

    Das tut schon beim Zuschauen weh.

    wenn man da, bei der zufriedenheit, angelangt ist, ist es dann eher wurscht, ob beziehung oder nicht.
    Definitiv.

    Aber da kann man so mitten in einer Trennung wie honey ist noch gar nicht sein.
    Liebhaben von Mensch zu Mensch, das ist vielleicht das Schwerste, was uns aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, die Arbeit, für die alle andere Arbeit nur Vorbereitung ist.
    Rainer Maria Rilke

  8. Avatar von Julifrau
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ich möchte da auf einen (für mich interessanten und relevanten) Zusammenhang
    zwischen "bearbeiten" und "trauern" hinweisen.

    Je mehr und intensiver ich mich mit der gescheiterten und so unschön zu Ende
    gegangenen Beziehung beschäftigt und sie von allen Seiten ausgeleuchtet habe,
    desto tiefer wurde meine Trauer.

    Ich trauerte all den verpassten Chancen hinterher, die sich in der Beziehung
    selbst zeigten. So oft hätte es in kritischen Situationen Möglichkeiten gegeben,
    sich selbst zu hinterfragen, sich zu bemühen (auch um Verständnis für den Partner),
    Verläufen schon im Vorfeld eine andere Richtung zu geben.

    Heute, aus der Retrospektive, ist mir vieles, wenn nicht gar alles, klar. Warum
    es so kommen musste, wie es kam.

    Mit dieser Erkenntnis habe ich wohl das Kriterium "aufarbeiten" (das viele Jahre
    lang gedauert hat) erfüllt. Meine "Weisheiten" betreffend die oft unterschätzte
    Dynamik von familiären Mustern gebe ich meinen Kindern weiter, indem wir
    darüber reden. Und so hoffe ich, etwas Wertvolles zu ihrer Zukunft beizutragen.

    Aber trauern tue ich nach wie vor.
    Und ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass sich das niemals ändern wird.

    Nein, ich bin deshalb kein "Trauerkloß" ;).

    Aber diese Grundstimmung, die bleibt mir.
    Und die Zufriedenheit ergibt sich u.a. daraus, dass ich sie in mein Leben integriert
    habe und nicht dagegen ankämpfe.
    Ja, manchmal bin ich auch noch traurig um das, was ich nicht gelebt habe.

    Meinem Kind nie eine komplette Familie geboten zu haben. Nie gezeigt zu haben, wie eine Partnerschaft funktioniert. Mir selbst alles alleine erarbeiten haben zu müssen - was mich zeitweise sehr hart machte. Ein Sternenkind wirklich betrauern zu können - aber erst nach vielen Jahren. Und kein zweites Kind zu haben.

    Nicht die Karriere gemacht zu haben, die ich hätte machen können. Etc. pp.

    Ich glaube, es gibt bei den meisten von uns - diese Trauer. Und manchmal weine ich auch darüber. Und dann sehe ich wieder auf das, was dieser Weg mir auch schenkte. Allmählich möchte ich es nicht mehr anders haben. DAS ist mein Leben.
    ************************************************** **
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  9. Avatar von Julifrau
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von hilfskonstruktion Beitrag anzeigen
    Kam so bei mir an - überprüf deine albernen Kriterien und schwupp kommt Mr. Right.
    So habe ich zwischenrose nicht verstanden.



    Verstanden. Ich für meinen Geschmack kenne nämlich auch zu viele klasse Frauen, die sich für unsägliche Typen die ihnen nicht das Wasser reichen können klein machen und von denen klein machen lassen, und als Person bis zur Unkenntlichkeit verschwinden. Und sich das dann noch hochjubeln.
    Was meinst du, warum die nicht aussteigen?



    Aber da kann man so mitten in einer Trennung wie honey ist noch gar nicht sein.
    Deshalb schreibt manche hier auch manchmal ... gib' dir ein wenig Zeit .
    ************************************************** **
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  10. Avatar von Zartbitter
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Julifrau Beitrag anzeigen

    Du hast dich entschieden, keine zweite Scheidung mehr erleben zu wollen. Bist aber unglücklich. Wäre eine zweite Scheidung eine Niederlage? Würdest du dich schämen? Meinen, versagt zu haben?
    Die Frage kann ich nicht defitniiv beantworten.Also *Schämen* ist ausgeschlossen. Niederlage ist auch nicht. Eher versagt (das ist keine Niederlage für mich).

    Zur Energie: Mir wird Energie im Alltag entzogen. Ich kann sehr viel allein regeln. Einen Mann brauche ich nicht für den Alltagskram...ich hätte gerne mein Manko leicht ausgfeüllt. Nähe, Reflexion...das ist nicht im Fokus meines Mannes.

    Ja ich (wir) eiern rum. Wir haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Das ist der Knackpunkt. Deswegen auch das Wort *anpassen*.

    LG zb
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

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