Liebe Frauen 50ig+ und alle anderen am Thema interessierten Frauen
Unsere Welt erlebe ich als übervoll an Angeboten, was ich noch Alles erleben und haben könnte. Was jedoch will ich davon wirklich noch? Viel Schönes und Wunderbares habe ich bereits erlebt und gehabt - was "fehlt" mir noch zum Glücksein oder was brauche ich noch, um beim Sterben sagen zu können: Ich habe gelebt, Mylord.
Immer stärker empfinde ich es so, dass mich diese vielen Verlockungen der Modezeitschriften, Massenmedien, Werbung und Mode von dem fernhält, was mir wirkich gut tut. Mich entfernt davon, mich zu spüren und ein Wohlbefinden mit mir selber immer wieder zu kultivieren.
Die Modezeitschriften sind voll von Frauen, im selben Alter wie ich jedoch faltenfreier, langbeiniger, schlanker, strahlender. Dies sind nicht meine Ideale, mein Ideal ist beispielsweise Hannelore Holger, eine sehr authentische Frau für mich.
Wenn ich etwas verändern möchte in meinem Leben - entspricht dies wirklich meinen eigenen Wünschen oder sind dies fremdbestimmte Idealvorstellungen unserer Gesellschaft, denen ich mich nach wie vor anpasse? Bin ich nicht in einem Alter, in dem ich mich vermehrt zurücklehnen möchte, das Leben in dem Moment geniessen, wie es ist, nehmen was kommt, nicht hadern, wenn etwas nicht kommt? Nichtsdestotrotz fällt es mir schwer, aus diesem rasenden Fluss, Sog des Immer-mehr auszusteigen...des nicht mit dem Vorhandenen zufrieden sein, mit mir, meinem eigenen Körper, mit spriessenden Falten...aus diesem Veränderungswahn aussteigen - dies würde meinem Wohlbefinden dienen - und doch ist es schwierig, gegen den Strom zu schwimmen.
Aktueller Anlass zu dieser Frage für mich persönlich ist, dass ich, seit fast 10 Jahren glücklich geschieden, 3 Erwachsene Kinder, anschliessend 2 Beziehungen, die 2. nun vor knapp 2 Monaten beendet habe. An sich gegenseitig, die Initiative kam von mir aus. Der Partner war etliche Jahre jünger (7 Jahre). Meine Motivation der Beendigung war vielschichtig, hauptsächlich jedoch schon, um weniger auf "Dauer-Unterhaltungs-Anlässen-teilnehmen-zu-müssen" und mehr Zeit fürs Zurücklehnen zu haben.
Kennt Ihr dies? Wann wie mit welcher Einstellung findet Ihr zur Ruhe, zur Zufriedenheit - könnt Ihr zurücklehnen?
Antworten
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07.02.2015, 12:37
Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stressen
Geändert von gumsle (07.02.2015 um 12:44 Uhr)
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07.02.2015, 12:51
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
Ich kann sagen ich habe mich schon vor langen Jahren "ausgeklinkt", d.h. was gerade Mode ist oder kommt interesssiert mich kaum aber türlich gibts Sachen die mir gefallen und ich sie mir dann zulege. Was du wohl meinst hier würde ich "seelenlosen Konsum" nennen. Nein, ich muß mir nicht jedes neues Theaterstück anschauen nur weils gerade überall als ach so wichtig und toll dargestellt wird. Wenn die Thematik interessant is-gut,dann schau ich mir das vll. an. Mich stört auch die Rastlosigkeit mancher Menschen,die Sonntags nicht den freien Tag einfach mal genießen. Da wird von A nach B gehetzt und von B nach C, zwischendrin muß es dann das Edellokal sein und man stopft sich ohne in Ruhe zu genießen das Elefantensteak in den Hals....und der Sonntag Nachmittag sieht auch nicht anders aus. Aber sich z.b. für den Partner mal wirklich Zeit nehmen am Sonntag,DAS findet nicht statt. Ich denke ich bin da wo ich wirklich sein will. Das Gefühl etwas zu verpassen habe ich auch nicht,soll die Welt dadraußen allem und jedem hinterher hetzen,ich hab MEINE Interessen.
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07.02.2015, 12:57
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
ich kann es mir schon wirtschaftlich nicht leisten, mich zurück zu lehnen. Ich hab immerhin noch 17 Jahre bis zur nicht vorhandenen Rente
Insofern hatte ich in den letzten 2 Jahren auch eine größere Veränderungsphase (Fortbildung, Veränderungen im Job und Wohnsituation), die nichts mit Veränderungswahn zu tun hatte, sondern mit Not-wendigkeit (im wörtlichsen Sinne, ich musste gewisse Nöte hinwenden zu mehr Chancen).
Aber ich kann insofern mit deinem Beitrag was anfangen, dass ich ruhebedürftiger geworden bin. Und ich finde es schön zu manchem sagen zu können: aus dem Alter bin ich raus.
Ich mag einfach meinen Schlafrythmus pflegen (nicht so spät ins Bett, nicht so lange schlafen), weil ich so gefühlt am meisten vom Tag und von meinen Kräften habe.
das war für mich noch nie was anderes als Bedürfnissschaffung bei der potentiellen Konsumentin, insofern hab ich mich da wohl auch noch nie zu irgend was genötigt gefühlt.Die Modezeitschriften sind voll von Frauen, im selben Alter wie ich jedoch faltenfreier, langbeiniger, schlanker, strahlender.
Grundsätzlich habe ich jetzt erstmal die Schnauze voll von Veränderungen und will mich auch lieber mal zurücklehnen. Mir fielen diese Veränderungen nicht mehr so leicht wie in jüngeren Jahren. wobei ich das aber weniger am Alter selbst festmache, sondern eher an dem Umstand, dass ich einfach einen längeren Zeitraum keine Veränderungen in einem solchen Umfang mehr hatte. Ich bin sozusagen aus der Übung gekommen.
Aber oft will ich das in meinem Leben nicht mehr so umfassend haben. Meine Nerven stecken das nicht mehr so weg. Und das hat vielleicht ja doch was mit dem Alter zu tun *grübel*
Ich glaube, mit einem Partner im Dauerunterhaltungsstress wäre ich aber schon in jungen Jahren nicht lange zusammen geblieben. Ich bin schon immer eher eine von der ruhigeren Fraktion gewesen. Diese ganze Hetzerei durchs Wochenende, das fand ich schon immer bescheuert.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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07.02.2015, 15:05Inaktiver User
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres

3x d a n k e !!!
zu dieser Fraktion gehöre ich auch- bzw bin auf dem Weg dahin.....
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07.02.2015, 15:26Inaktiver User
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
Naja, Neues muss ja nicht zwangsläufig stressen, sondern kann eben auch gut tun - z.B. wenn man sich einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Die Kunst ist halt, das zu erkennen.
Diese ganzen Werbeangebote an die ältere Generation gehen an mir vorbei - mit den Werbefiguren habe ich nichts gemeinsam, schon gar nicht fühle ich mich angesprochen, wenn jemand für Leute knapp über 50 "Senioren"angebote macht.
Ich fühle mich ausgeglichen und "weise" genug, meine Bedürfnisse zu erkennen und aus dem überbordenden Angebot auszuwählen; meist weiß ich sehr schnell, ob ich etwas brauche oder nicht.
Allerdings habe ich mein Leben lang sehr auf meine eigenen Bedürfnisse geachtet, daher fällt mir das jetzt auch nicht schwer.
Und wenn gerade Zurücklehnen mein Bedürfnis ist, dann tue ich das auch. Dauer-Bespaßung auf irgendwelchen vermeintlich angesagten Events können mir eh gestohlen bleiben.
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07.02.2015, 16:05
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
Der Typ zum Zurücklehnen bin ich nicht, wozu auch, wenn es so schöne interessante DInge gibt!
Allerdings bemerke ich eine innere Gelassenheit. Mir ist manches völlig wurscht, was andere meinen, tun zu müssen. Mode begreife ich mittlerweile als Anregung, was ich davon trage, ist eine ganz andere Sache.
Ich weiss mittlerweile was mich interessiert, und dem widme ich mich. Der erst Beitrag klingt mir zu 'weltabgewandt' als dass ich mich da ganz wiederfinden könnte.
Möglicherweise liegt es mir mehr, zumindest ein bisschen gegen den Strom zu schwimmen. Wenn alle etwas toll finden, ist das für mich ein Grund, das schon deshalb nicht toll zu finden
liebe Grüße
türkisGeändert von tuerkisblau (07.02.2015 um 17:40 Uhr) Grund: nicht eingefügt
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07.02.2015, 16:07Inaktiver User
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
du meinst, es schon deshalb doof zu finden, oder?

Geht mir auch so, mit manchen Dingen. Wenn schon jemand sagt "du musst uuunbedingt ..."
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07.02.2015, 17:07Inaktiver User
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
Hallo ...interessantes Thema
ich bin vor 2 Tagen 50 geworden und horche seit längerer Zeit in mich hinein. Leider nix dergleichen obwohl ich mir mehr Gelassenheit wünschen würde ich bin noch nicht soweit..ich liebe Veränderungen, bin rastlos, oft unzufrieden, möchte ständig noch viel erleben, mir wird sehr schnell langweilig ....vielleicht liegt es an meinem jungen Arbeitsumfeld was mich irgenwo mitreißt ..
aber, wo ich definitiv gelassener bin, ist das Thema Figur, Mode, Aussehen ...gehe mittlerweile gern mit flachen Schuhen und Hosen, früher ein Unding. Bin zufrieden mit meinem Aussehen. Und ich brauch auch mehr Ruhe als früher um aufzutanken
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07.02.2015, 22:06
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
[QUOTE=Gigaset1959;26239728]
Liebe Gigaset, ja, in diese Richtung geht mein Weg = weglassen des seelenlosen Konsums...Ich kann sagen ich habe mich schon vor langen Jahren "ausgeklinkt", d.h. was gerade Mode ist oder kommt interesssiert mich kaum aber türlich gibts Sachen die mir gefallen und ich sie mir dann zulege. Was du wohl meinst hier würde ich "seelenlosen Konsum" nennen.
Sehr treffend! Diese Rastlosigkeit, jeden neuen Furz ja nicht verpassen zu dürfen -Mich stört auch die Rastlosigkeit mancher Menschen,die Sonntags nicht den freien Tag einfach mal genießen. Da wird von A nach B gehetzt und von B nach C, zwischendrin muß es dann das Edellokal sein und man stopft sich ohne in Ruhe zu genießen das Elefantensteak in den Hals
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07.02.2015, 22:17
AW: Wohlbefinden kultivieren-mehr Zeit nehmen zum Zurücklehnen statt nach Neuem stres
Liebe Amélie, ja, die Arbeitssituation ist ein anderes Thema. Doch Veränderungen sind wir uns da an sich gewohnt, oder? Wie Du schreibst: Veränderungen haben uns Chancen ermöglicht.ich kann es mir schon wirtschaftlich nicht leisten, mich zurück zu lehnen. Ich hab immerhin noch 17 Jahre bis zur nicht vorhandenen Rente :
Voilà.Aber ich kann insofern mit deinem Beitrag was anfangen, dass ich ruhebedürftiger geworden bin. Und ich finde es schön zu manchem sagen zu können: aus dem Alter bin ich raus.
Nochmals Voilà, tönt vielleicht für andere Ohren etwas nach " Altersheim" - für mich tönt es sehr vertraut, gemütlich, heimelig...genau dies wird mir wichtiger und zentraler in meiner Alltagsgestaltung und nicht mein faltenfreies Outfit...Ich mag einfach meinen Schlafrythmus pflegen (nicht so spät ins Bett, nicht so lange schlafen), weil ich so gefühlt am meisten vom Tag und von meinen Kräften habe.
Ich habe in den letzten Jahren eher unselbstbestimmt etliche Veränderungen über mich ergehen lassen müssen - und komme zum selben Schluss wie Du:Grundsätzlich habe ich jetzt erstmal die Schnauze voll von Veränderungen und will mich auch lieber mal zurücklehnen. Mir fielen diese Veränderungen nicht mehr so leicht wie in jüngeren Jahren. wobei ich das aber weniger am Alter selbst festmache, sondern eher an dem Umstand, dass ich einfach einen längeren Zeitraum keine Veränderungen in einem solchen Umfang mehr hatte. Ich bin sozusagen aus der Übung gekommen.
Irgendwie finde ich das Leben an sich veränderungsreich genug - ich muss dies nicht noch bewusst "anheizen" - einen Turbo für Veränderungen einbauen...Aber oft will ich das in meinem Leben nicht mehr so umfassend haben. Meine Nerven stecken das nicht mehr so weg. Und das hat vielleicht ja doch was mit dem Alter zu tun *grübel*


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