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  1. User Info Menu

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Hallo media1963,

    ja Du hast recht. Meinem mann wird es ähnlich gehen. Wir können uns nur Beide jetzt nicht helfen. Es ist alles sehr eingefahren. Ich war auch viele Jahre für mich allein. Kinder groß, Minijob und trotzdem entscheide und plane ich mein Leben alleine. War schon immer so, dass mein Mann sich lieber "verplanen " ließ. Aber mir ist das alles zu viel geworden. Ich wollte gerne mal einen "Mann " haben, der Ideen und Vorschläge hat. Es ödete wirklich alles so vor sich hin.
    Mir fehlen Perspektiven im Leben. Ich will jetzt nicht mit allem aufhören, nur weil ich ein gewisses Alter habe.
    Gerade jetzt habe ich trotz Verpflichtungen drumrum ( die sich teils lösen lassen) das Gefühl, etwas Neues zu beginnen was mich fordert. Ich hatte jetzt mal ein Existenzgründerseminar und einen Word Crashkurs gemacht und da habe ich gemerkt, wieviel Spaß es mir macht. Ich weiß nur noch nicht, in welche Richtung ich gehen soll. Ich warte schon länger, dass der Groschen fällt, auf die Idee.....
    Da könnte ich auch Hilfe gebrauchen.

    Vielen Dank Dir
    Lg Traumengel

  2. Inaktiver User

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Lieber Traumengel,
    das tut mir unendlich leid zu lesen.
    Du hast ja schon so viel positive Zuschrift bekommen.

    Jeder Mensch ist anders. Für mich spielt mein Glaube ja ne große Rolle.
    Aber, handeln würde ich rein praktisch.

    Mein Rat wäre, dir immer wieder Inseln zu suchen.
    Und auch darauf zu bestehen.
    Wenn eben schwimmen gehen - wie für mich - ein Kraftquell ist dann ist das nie unwichtig.

    Mir sind gerade in letzter Zeit viele Menschen begegnet die durch jahrelange Pflege ein äußerst reduziertes Leben führen.
    Komischerweise rede alle darüber - die wenigsten sind wirklich für Ratschläge offen.
    Das geht doch nicht, kann ich nicht machen.

    Ich bin mir hundertpro sicher: alles darf man nicht der Pflege eines lieben Menschen unterordnen.

    Dass du dich perspektivlos fühlst kann ich nachvollziehen.
    Ich lass mich manchmal richtig in solche Gefühle reinfallen. Nur so steigen auch neue Ideen auf.

    Mich verscheißern so oft Menschen weil ich an Wunder glaube.
    Das ist aber nicht der Lottogewinn oder was...
    im übertragenen Sinne ist es einfach Hoffnung.

    Hoffnung, dass sich alles regelt.
    Nimm dir das Recht darauf. Wenn du auch jetzt dir vielleicht überhaupt nicht vorstellen kannst was das sein könnte.
    Ohne die Offenheit für Wunder und Lösungen und Begegnungen findet auch nichts statt.
    Und für deine Tochter werde ich heute eine Kerze anzünden.
    Lucia-

  3. Inaktiver User

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Zitat Zitat von Traumengel Beitrag anzeigen
    Hallo media1963,

    ja Du hast recht. Meinem mann wird es ähnlich gehen. Wir können uns nur Beide jetzt nicht helfen. Es ist alles sehr eingefahren. Ich war auch viele Jahre für mich allein. Kinder groß, Minijob und trotzdem entscheide und plane ich mein Leben alleine. War schon immer so, dass mein Mann sich lieber "verplanen " ließ. Aber mir ist das alles zu viel geworden. Ich wollte gerne mal einen "Mann " haben, der Ideen und Vorschläge hat. Es ödete wirklich alles so vor sich hin.
    Mir fehlen Perspektiven im Leben. Ich will jetzt nicht mit allem aufhören, nur weil ich ein gewisses Alter habe.
    Gerade jetzt habe ich trotz Verpflichtungen drumrum ( die sich teils lösen lassen) das Gefühl, etwas Neues zu beginnen was mich fordert. Ich hatte jetzt mal ein Existenzgründerseminar und einen Word Crashkurs gemacht und da habe ich gemerkt, wieviel Spaß es mir macht. Ich weiß nur noch nicht, in welche Richtung ich gehen soll. Ich warte schon länger, dass der Groschen fällt, auf die Idee.....
    Da könnte ich auch Hilfe gebrauchen.

    Vielen Dank Dir
    Lg Traumengel
    Also siehst du, so komplett perspektivlos bist du doch gar nicht. Existenzgründerseminar und Crashkurs Word ist doch schon mal super. D.h. es bewegt sich was. Dann geh doch nochmal in dich, zB. Meditation, AT o.ä.. Vielleicht kommen ja noch die Ideen, was du weiter machen könntest.
    Schritt für Schritt gehen wir weiter unseren Weg.
    LG. Medea

  4. User Info Menu

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Hallo Lucia,

    da bin ich ganz Deiner Meinung.
    Das Zauberwort ist Hoffnung. Die habe ich und die gibt mir auch die Kraft, weiter zu machen.
    Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass ich bei manchen Dingen einfach abwarten muß. Vieles ergibt sich und vieles sollte man nicht spontan entscheiden. Wie z.B. meine Ehe.
    Viele raten mir dazu, mir eine Vollzeitstelle zu suchen um selbstständig zu sein und mich von meinem Mann zu trennen.
    Aber das wäre jetzt der total falsche Weg. Es harmoniert gar nicht mehr zwischen meinem Mann und mir. Aber fast 30 Jahre Ehe wegwerfen und das, wo unsere Tochter krank ist und mein Mann im Moment keinen Job mehr hat, weil er den Chefposten in seiner eigenen Firma hingeschmissen hat. Dann hat er jetzt noch eine OP vor sich. Da bin ich der meinung, dass dies der ungünstigste Zeitpunkt überhaupt ist. Da ist die Meinung anderer nicht passend.
    Ich werde für mich einen Weg finden und hoffentlich auch neue Ziele.
    Wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest.
    LG Traumengel und Danke

  5. User Info Menu

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Das mit deiner Tochter tut mir leid aber meiner Meinung nach ist die einzige Lösung dich von deinem kerl zu lösen wenn da nix mehr eht! Leb mal dein leben ordentlich und lass dich auf neue hobbys neue freunde und neue menschen ein. Wenn du im internet in selbtmitleid ertrinkst wirds ja auch nich besser :)

  6. Inaktiver User

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Ich muß hier ein paar Aussagen korrigieren.
    Eine Therapie bekommt man nicht auf Rezept. Der Psychiater, Neurologe oder ion selteneren Fällen der Hausarzt stellt eine Überweisung aus mit der man zu einem Psychologen geht. In seltenen Fällen macht auch ein Psychiater selbst Therapie.
    Man hat 5 sogenannte probatorische Stunden, in denen man probieren kann, ob der Therapeut passt. Wenn es nicht passt, kann man sich eine neue Überweisung holen und einen anderen Therapeuten ausprobieren. Geht natürlich nicht unbegrenzt, habe etwas von 4 Anläufen im Kopf, bin mir aber nicht ganz sicher.

    Wenn man sich für den Therapeuten entschieden hat, stellt dieser einen Antrag an die Krankenkasse. In der Regel verordnen die erst einmal 25 Std. = Kurzzeittherapie, dann gibts einen weiteren Antrag, meist wieder 25 Stunden = Langzeittherapie und dann kann man nochmals einen Antrag stellen. Nach max. 80 Std. ist Schluß.

    Grundsätzlich ist auch nicht immer eine Therapie hilfreich und manchmal muß erst eine medikamentöse Einstellung erfolgen oder ein Klinikaufenthalt, bevor eine Therapie Sinn macht.

    Zu dir möchte ich folgendes sagen:
    Du hast ein sehr schweres Paket zu tragen. Das Problem löst sich sicher nicht nur durch eine Therapie. Aber eine Therapie kann dir helfen, deinen Weg zu finden. Letztendlich müssen aber einige Änderungen in deinem Leben erfolgen. Medikamente sind hilfreich, wenn man in einem tiefen Loch steckt. Da kommt man nicht mehr alleine heraus und eine Therapie langt da meist auch nicht, bzw. das würde viel zu lange dauern. Es gibt durchaus gute Mittel. Das Problem ist das richtige zu finden weil gerade bei den Psychopharmaka jeder Patient anders reagiert.

    Fast 30 Jahre Ehe hinschmeissen: Tja das ist so eine Angelegenheit, aber wenn es nicht mehr passt hilft auch Aushalten nicht. Du solltest nicht zuviel Rücksicht auf deinen Mann nehmen. Dein Körper, deine Seele zeigen dir mit den Reaktionen das Änderungen erfolgen müssen.

    Ich habe auch nach 22 Jahren meine Ehe "hingeschmissen" und bin da nach 7 Jahren immer noch total happy darüber, dass ich mich dazu entschlossen habe. Ich gehöre auch zu denen, die sich selbst erst einmal hinten anstellen. Aufgrund einer chronischen Erkrankung wurde mir die Kraft genommen zu kompensieren. Ich mußte entscheidungen fällen. War nicht einfach, da ich auch den Beruf wechseln mußte. Bedingt durch die trennung bin ich dann auch in eine finanziell unsichere Situation geraten. Aber letztendlich habe ich das alles gemeistert und du wirst das auch schaffen.

    Kleiner Tip: Das mit dem selbstständig machen ist eine gute Idee. Aber erst wenn du auf dem deutlichen Weg der Besserung bist. Du brauchst deine ganze Kraft für das Aufbauen einer Selbstständigkeit. Ich hatte das auch vor, habe dann aber aufgrund meiner chron. Erkrankung davon Abstand genommen, weil ich nicht überschauen kann, wie lange ich noch ausreichend leistungsfähig bin für eine Selbstständigkeit.

  7. User Info Menu

    AW: Wie kann ich mir helfen

    Hallo Traumengel,

    Ich bin auch 50, fühle mich auch sehr allein. Ich kann Dich sehr gut verstehe, wie Du Dich fühlst usw.,
    auch das Auseinanderleben mit Deinem Mann.........
    Es ist sehr schwierig Ratschläge zu geben, mir hat mal jemand gesagt, man hat nur ein Leben, und man solle auch an sich denken, also versuchen, mal das zu machen, was einem Freude und Spaß macht..............
    Ich weiß, dass das sehr schwer ist........

    Ganz liebe Grüße
    Angel

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    AW: Wie kann ich mir helfen

    Hallo zusammen,

    war leider etwas länger nicht mehr hier im Forum. ich danke Euch für die Antworten. Ja an meiner Situation hat sich nicht viel verändert. Mein Mann ist nun seit 2 Monaten zu Hause und findet in seinem Alter keinen Job mehr. Mich ärgert es ganz fürchterlich, dass er so einfach seinen Job als Geschäftsführer in der eigenen Firma hingeschmissen hat. Zumal er nicht mal einen neuen Job hat. Wir haben zwar Geld zur Verfügung, aber es ist größtenteils angelegt und daher der Rest schnell verbraucht.
    Allerdings habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Er geht ganz, ganz langsam aufwärts bei mir. Rede mir aber auch ein, es gibt Menschen, denen es zumindest Finanziell sehr viel schlechter als uns.Ich habe meine Tabletten abgesetzt, weil ich schlimmen Haarausfall davon hatte. Ich habe jetzt festgestellt, dass meine Tiefpunkte auch bestimmte Zeiten haben, vorallen nach der Periode. Ich habe seit 4 Monaten einen Minijob in meinem Beruf, der mir sehr viel Spaß macht. Leider suche ich immer noch nach einer erfüllenden Aufgabe. Gut, ich könnte mich intensiver um meine Eltern kümmern oder vielleicht auch soziale Aufgaben übernehmen. Aber solange ich nicht zu mir gefunden habe, kann ich schlecht anderen helfen. Bei meinen Eltern klappt dies auf jeden Fall noch nicht.
    Ich möchte aber auch den Job nicht erweitern ( weiß allerdings auch nicht, ob es machbar wäre), denn ich brauche die Zeit, wenn es meinen Eltern schlechter geht und mit meiner kranken Tochter ist es auch nur eine Frage der Zeit, wenn sie wieder Behandlungen bekommt. Und da möchte ich für sie da sein.
    Also suche ich jetzt nach Möglichkeiten, etwas zu machen, wo ich mir die zeit was einteilen könnte.
    Ja, es ist alles nicht so einfach. Wenn ich sehe, wie mein Mann nur noch von Couch zum Computer wechselt. ich bin immer froh, wenn die langweiligen Wochenenden vorbei sind. ist das nicht schlimm, dass das Leben einfach so an einem vorbei zieht. Kennt ihr das Gefühl.gemeinsame Freunde haben wir auch keine mehr, mein Mann hat sich total zurück gezogen. So möchte ich eigentlich nicht weiterleben. Aber wie soll ich das ändern?????

    Es ist schön, dass hier ein bisschen zur Sprache zu bringen. Antworten sind ja auch in allen Variationen dabei. Danke.

    Liebe Grüße
    Traumengel

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    AW: Wie kann ich mir helfen

    @Traumengel

    ...schon die Wahl deines Namens zeigt die große Distanz zu den vielen Leidthemen, die dich im realen Leben umgeben.

    Doch du sprichst hauptsächlich davon, wie du anderen Menschen helfen kannst und dass du für sie da sein willst. Das ist sehr ehrenhaft und löblich und nett.Doch wie kannst du ein Volk speisen aus einem leeren Korb?

    Solange du nicht dein Energiepaket so füllst, dass du erst einmal selbst genug hast, um am Abend entspannt in einen erholsamen Schlaf zu fallen, bist du selbst im Minus.

    Erst, wenn du Kraft = Energie übrig hast, kannst du davon auch einen Teil weitergeben.

    Im erschöpften Zustand wird z.B. deine Tochter spüren, dass du dich "opferst", doch damit hilfst du ihr nicht wirklich, wenn du deine Lebenskraft ohne Eigennutz weitergibst. sowas vermittelt Schuldgefühle...

    Mitleiden ist keine Hilfe für sie, nur ein gesundes Mitgefühl als Begleitung ist Hilfe, die sie annehmen kann.

    Den Job mit schönen Blumen und Pflanzen solltest du wieder aufnehmen. Er kann eine Tankstelle für dich sein. Du bekommst Anerkennung und tust etwas für dich in einem wunderschönen und freudig stimmenden Umfeld, das tut dir gut.

    Es kann deiner Tochter Freude machen, wenn du ihr davon erzählst, dass das Leben schön sein kann, du kannst sie an deiner Freude und Zufriedenheit teilhaben lassen. das kann ihr Kraft geben.

    Was deine Eltern betrifft, so ist hier schon die Frage gestellt worden, ob es nicht noch andere Menschen gibt, die deinen Eltern Besorgungen erledigen können, z.B. Geschwister, wenn vorhanden, oder Schüler, die sich engagieren aus der Nachbarschaft.

    Es ist gut, seine Sorgen und Alltagslast mit anderen Menschen zu teilen, damit du nicht alles alleine stemmen musst. dafür kriegst du keine Anerkennung und auch keinen Pokal, wenn du dich für andere mehr schindest, und dabei deine eigene Gesundheit schmälerst.

    Verteile und deligiere kleine Alltagsaufgaben, es bringt dir so den kleinen Zeitraum zwischendurch, um für dich durchzuatmen, aufzuatmen und gelassener deinen neuen Tag zu bewältigen.

    Dein - verzeih die Beschreibung - Klammern an den alten Bekannten, klingt eher wie ein Akt deiner Verzweiflung, weil du momentan niemand anderen siehst, der dir auch mal mit einem Gespräch oder einer Umarmung ein bisschen Kraft und Zuversicht geben könnte.

    Vielleicht wäre es eher hilfreich, wenn du deine gute Freundin mal ab und zu wieder aufsuchst und ihr offen sagst, wie wichtig dir eure Freundschaft ist und du auch ihr mal zuhören möchtest, weil andere Menschen auch mal Problemphasen durchlaufen müssen.

    In kleinen Besuchen könntet ihr euch gegenseitig ein wenig Mut und Freude vermitteln, wenn ihr aus eurer guten "Tankstelle Freundschaft" schöpft.

    WEnn es dir dann stückweise wieder besser geht, kannst du mit deinem Mitgefühl auch wieder Freude über das Geben an andere empfangen, aber nur mitleiden zieht dich mit runter und dort unten kannst du nicht helfen.

    Die Sufis sagen: Gott freut sich, wenn wir arbeiten, aber er ist glücklich, wenn wir tanzen - schau mal, ob du mit diesen Ansätzen etwas für dich in den Alltag als Entlastung einbauen kannst.

    Alles Gute für dich
    ...die einen kennen mich - die anderen können mich...

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