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  1. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Ich halte es auch nicht für ein Luxusproblem.
    Allerdings fände ich es sinnvoll, wenn nessundnorma erst versuchen würde, für sich selbst Klarheit zu bekommen, was sie will, bevor sie ihren Mann damit konfrontiert.

    Hat sie selbst keine klare Vorstellung davon, wie sie ihre Wünsche umsetzen könnte, konfrontiert sie ihn nur mit ihrer Unzufriedenheit und gibt ihm das Gefühl, ER solle das Problem für sie lösen. Dann wird er verständlicherweise mauern.
    Das Stichwort "spitzer Bleistift" weist in die richtige Richtung: Ich würde erst einmal ganz konkret nachrechnen, was sie selbst mit ihrem kleinen Gewerbe erwirtschaften könnte und wie groß die finanzielle Lücke der beiden tatsächlich wäre.

    Für mich liest es sich so, als ob bei nessundnorma noch andere Themen mitspielten. Sie schreibt, sie fühle sich unter Druck gesetzt, bis zur Rente durchzuhalten, während in ihrem Freundeskreis langsam über gemächlichen Rückzug aus dem Arbeitsleben nachgedacht wird.
    Und auch die Frage der Sehnsucht nach einer verpassten Berufsentwicklung wurde nicht vertieft.

    Ich denke, es wäre sinnvoller, diesen Fragen nachzugehen, statt das Problem an ihren Mann zu delegieren. Wenn sie für sich geklärt hat, was sie umtreibt und was sie wirklich will, wird sie das auch ihrem Mann so kommunizieren können, dass er es akzeptiert.

  2. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    @ hillary - du triffst es fast zu 100%.
    Ich bin Realistin genug zu wissen, dass in unserem Alter nicht unbedingt ein kompletter Umstieg erforderlich und nötig ist. Das gibt meine Berufsorientierung auch nicht her, ich könnte innerhalb des Faches theoretisch den Arbeitgeber wechseln, das wäre aber kontraproduktiv, weil mich dieser Beruf an sich überhaupt nicht mehr reizt. In dem bin ich dann hier in meinem Betrieb schon recht gut aufgehoben.

    Momentan gibt es kaum Potential, da noch irgendwas zu reduzieren. Am jetzigen Punkt wäre ich tatsächlich darauf angewiesen, dass von der Seite meines Partners auch was kommt, um mich zu entlasten. Ohne seine Unterstützung ist mein Wunschdenken eigentlich obsolet.
    Und trotzdem treibt mich das natürlich um und gedanklich in eine Enge, von Zeit zu Zeit.
    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Ich habe so ein ähnliches Modell(Hauptverdiener) mal für gewisse Zeit gelebt, geht schon, wenn man das Gefühl hat, jeder trägt seinen Teil.
    Hat man aber das Gefühl ständig nur Zahlemann oder Zahlefrau zu sein, das frustriert manchmal schon.
    So gehts mir eben auch, weil ich das Modell nicht nach Absprache, sondern aus den Erfordernissen heraus lebe.
    Und dabei ist in mienem Empfinden völlig wurscht, ob ich als Frau die Kohle verdiene oder das Gnaze umgekehrt wäre. Ich bin so sozialisiert, dass beide normal berufstätig sind.
    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Das Gespräch mit ihrem Ehegatten muss trotzdem sein, aber nicht so, dass er schon wieder einschnappt.
    Ness sprich einfach von dir, wie du dich fühlst, mach keine Vorschläge was er tun könnte, da mauert er wieder, sondern sprich über dich und was du dir für dich vorstellen kannst. Und sag ihm, das dann eventuell Abstriche im Lebensstandard kommen könnten.
    Weiß ja nicht, ob ihr bisher recht großzügig oder schon immer knapp gelebt habt.?
    Ja, so ein Gespräch ist wohl wieder mal angesagt, wir hatten das schon öfter. Diese Situation haben wir mit Unterbrechungen schon etliche Jahre.
    Und das hier ist natürlich ein nicht zu unterschätzender Aspekt, weshalb mir "Ansagen" in jeglicher Form eben auch schwer fallen:

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Dein Mann ist ja sicher auch nicht mehr der jüngste, da wirds schwer mit einem Neueinstieg auf dem Arbeitsmarkt.
    Es geht schon recht lange und ich weiß eigentlich auch nicht, warum er so auf der Stelle tritt. Die beruflichen Voraussetzungen wären eigentlich gegeben, aber er hat irgendwann den Zug verpaßt. Das ist ein komplexes Thema, an dem ich so gut wie nichts ändern kann, weil es seine Aufgabe wäre.

    Ich weiß eigentlich, dass mir da niemand raten kann, es gibt nur zwei Möglichkeiten: ich arrangiere mich damit und genieße die Vorzüge, die diese Konstellation für mich bietet oder ich breche aus alle dem aus.
    2. will ich nicht, weil unsere gemeinsames Leben insgesamt doch eine gewisse Balance aufweist.

  3. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, es wäre sinnvoller, diesen Fragen nachzugehen, statt das Problem an ihren Mann zu delegieren. Wenn sie für sich geklärt hat, was sie umtreibt und was sie wirklich will, wird sie das auch ihrem Mann so kommunizieren können, dass er es akzeptiert.
    meiner meinung nach ist ihr mann aber das problem.
    und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum sie IHN gerade in dieser diskussion (hier in der bri) raushalten will?

    würde ER normal verdienen, könnte sie beruflich zurück rudern, sehnsüchte in die tat umsetzen.
    also so habe ich das verstanden.

    das hat nichts damit zu tun, jetzt auf IHM rum zu hacken, sondern mal zu beleuchten, warum jahrelang fast alles von nessundnorma allein gestemmt wurde - in beiderseitigem einverständnis - jetzt aber dieses ungleichgewicht für unzufriedenheit bei ihr sorgt.

  4. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Komisch, wie das bei euch ankommt. Ich hätte unsere Paargeschichte gern außen vor gelassen,

    das verstehe ich nicht, zumal ER dich daran hindert - durch zu wenigen finanziellen beitrag seinerseits - deine sehnsüchte zu verwirklichen.

    mir fehlt definitiv das WIR in eurer beziehung.

  5. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte es auch nicht für ein Luxusproblem.
    Allerdings fände ich es sinnvoll, wenn nessundnorma erst versuchen würde, für sich selbst Klarheit zu bekommen, was sie will, bevor sie ihren Mann damit konfrontiert.

    Hat sie selbst keine klare Vorstellung davon, wie sie ihre Wünsche umsetzen könnte, konfrontiert sie ihn nur mit ihrer Unzufriedenheit und gibt ihm das Gefühl, ER solle das Problem für sie lösen. Dann wird er verständlicherweise mauern.
    Das Stichwort "spitzer Bleistift" weist in die richtige Richtung: Ich würde erst einmal ganz konkret nachrechnen, was sie selbst mit ihrem kleinen Gewerbe erwirtschaften könnte und wie groß die finanzielle Lücke der beiden tatsächlich wäre.
    .
    In einer sehr langen Beziehung kannst du nicht einfach mal so dein Ding machen und aussteigen, es sei denn, du möchtest dich von allem Alten lösen - meine Meinung, meine Erziehung, meine Sozialisierung....
    Logsich ist auch, das man sich im Laufe des Lebens entwickelt, sich die Prioritäten ändern bzw. wie für mich eben spürbar, auch die Orientierungen was Fähigkeiten betrifft. Ich habe einen sehr theoretischen Beruf, im den letzten Jahren hat sich herauskristallisiert, dass mein größeres Potential im kreativen/organisatorischen Bereich liegt. Damit hat mein Job nur sehr entfernt zu tun, also ist bei mir ein Defizit enstanden.
    Das gleiche ich durchs Hobby aus, es gelingt bedingt.
    Die Frage darf erlaubt sein, ob ich nicht mehr daraus machen könnte. Klar, die Antwort muss ich natürlich in meiner Situtaion selbst finden.
    Und was den Ausstieg der Freunde betrifft: schielt man nicht immer mal rechts und links, um sich zu orientieren und zu vergleichen? Ich finde das nicht verwerflich und ich bin mir schon im Klaren darüber, dass deren Situation nicht auf meine 1:1 umzusetzen ist. Mit Neid hat das gar nichts zu tun

  6. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Momentan gibt es kaum Potential, da noch irgendwas zu reduzieren. Am jetzigen Punkt wäre ich tatsächlich darauf angewiesen, dass von der Seite meines Partners auch was kommt, um mich zu entlasten. Ohne seine Unterstützung ist mein Wunschdenken eigentlich obsolet.

    also sind wir wieder beim anfang.
    dein traum wird wunschdenken bleiben, eben weil DU das problem nicht allein lösen kannst.

    das ist nun mal so in einer ehe, dass beide in die gleiche richtung blicken sollten - wenn jedem gerecht werden soll.

  7. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    würde ER normal verdienen, könnte sie beruflich zurück rudern, sehnsüchte in die tat umsetzen.
    also so habe ich das verstanden.
    Das habe ich auch so verstanden. Trotzdem ist nicht er das Problem, denn sie hat jahrelang dieses Arrangement mit getragen, er konnte also davon ausgehen, dass sie damit einverstanden ist. Jetzt ist sie plötzlich unzufrieden damit, weil sie sieht, dass Leute im Freundeskreis kürzer treten und sie sich mehr ihrem Hobby widmen will.

    Sie soll ihren Mann ja nicht ganz raushalten, sondern erst für sich klären, wo ihr Problem liegt und ihm dann eine Lösung vorschlagen, die auch für ihn akzeptabel ist. Er wird sicher nicht von heute auf morgen sein Einkommen als Selbständiger erhöhen können oder einen Job als Angestellter kriegen. (Wie alt seid ihr beide, nessundnorma?)

    Vielleicht ist es möglich, einvernehmlich die eigenen Ansprüche zurück zu schrauben und mit weniger Geld auszukommen. Oft ist es aber so, dass mit einem größeren Zeitbudget auch die Ausgaben steigen: Man geht mehr aus, hat mehr Zeit zum Shoppen etc.

    Nur zu sagen: Ich mag so nicht mehr, sorg du dafür, dass das Geld reinkommt, damit ich mich mehr meinen Hobbys widmen kann, das geht nicht. Weder für Männer noch für Frauen.

  8. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was den Ausstieg der Freunde betrifft: schielt man nicht immer mal rechts und links, um sich zu orientieren und zu vergleichen? Ich finde das nicht verwerflich und ich bin mir schon im Klaren darüber, dass deren Situation nicht auf meine 1:1 umzusetzen ist. Mit Neid hat das gar nichts zu tun

    da gebe ich dir recht.
    immer diese neiddebatte.....

    ich schau mir alle paarmodelle in meinem umfeld an.
    ob freunde, bekannte oder nachbarn.

    da kann man recht gut sein eigenes lebensmodell einschätzen.
    nur sollte man sich davor hüten bei anderen immer alles viel toller zu empfinden.
    die realtiät ist meist ne andere.

  9. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das verstehe ich nicht, zumal ER dich daran hindert - durch zu wenigen finanziellen beitrag seinerseits - deine sehnsüchte zu verwirklichen.

    mir fehlt definitiv das WIR in eurer beziehung.
    Ja, das ist des Pudels Kern, auch, was du im vorigen Post schreibst. Und das macht mir immer wieder zu schaffen, weil die Lösung des Problems nicht allein in meiner Hand liegt.
    Wir leben ein WIR auf der familiären Ebene, das hat für mich einen großen Stellenwert. Sonst wäre ich nach der Trennung vor x Jahren nicht wieder gekommen.
    Aber was das hier aufgeworfene Problem betrifft, fühle ich ich in der Tat von ihm allein gelassen.

  10. Inaktiver User

    AW: Neue Weichen stellen auch mit 50+?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was den Ausstieg der Freunde betrifft: schielt man nicht immer mal rechts und links, um sich zu orientieren und zu vergleichen? Ich finde das nicht verwerflich und ich bin mir schon im Klaren darüber, dass deren Situation nicht auf meine 1:1 umzusetzen ist. Mit Neid hat das gar nichts zu tun
    Ich meinte keineswegs, das hätte etwas mit Neid zu tun. Ich kenne diese Situation durchaus, weil ich fast nur noch von Rentnern umgeben bin. Es hilft nur nichts, nach links und rechts zu schauen, wenn die eigene Situation eine andere ist.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage darf erlaubt sein, ob ich nicht mehr daraus machen könnte. Klar, die Antwort muss ich natürlich in meiner Situtaion selbst finden.
    Diese Frage erscheint mir am Wichtigsten. Gerade im kreativ-organisatorischen Bereich ist die Konkurrenz riesig und viele arbeiten ehrenamtlich, weil sie sich nicht um finanzielle Fragen kümmern müssen.
    Könntest du genügend Auftraggeber finden, die dich für deine Tätigkeit anständig bezahlen? Brutto natürlich.

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