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  1. User Info Menu

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Also jetzt melde ich mich doch nochmal zu Wort.
    Ja, ich freue mich auf die Rente, endlich weiß ich jetzt wann es
    soweit ist, es ist ein Ende absehbar. Am Arbeitsplatz muß ich
    mich im Grunde den ganzen Tag zusammenreißen, ich bin
    Sekretärin und da gilt es sich unterzuordnen. Ich bin froh, wenn
    ich das nicht mehr machen brauche, der Job hat mit Selbstver-
    wirklichung rein gar nichts zu tun. Nur das Geld stimmt.
    Außerdem bin ich am Nachmittag an manchen Tagen auch
    geschafft und oftmals verschiebe ich vieles auf das Wochen-
    ende, weil ich am Morgen früh raus muß.
    Wenn ich Rentnerin bin, kann ich auch tagsüber viel unternehmen,
    im Cafe sitzen, lesen, verreisen wenn mir zuhaus die Decke auf
    den Kopf fällt, wann ICH es will. Das dieser Zustandzeitlich begrenzt ist, braucht mir keiner zu sagen, aber ich hoffe und wünsche mir
    einfach eine möglichst lange Zeit der vollkommenen Selbstbestimmung, darauf freue ich mich.
    putznicht

  2. Moderation

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    @putznicht, schön, dass du doch noch mal schreibst. Ich kann das gut verstehen, dass die Aussicht auf wirklich freie Tage sehr verlockend ist! Nur, bedenk, dass du auch einen Plan B hast, wenn die erste Euphorie nachgelassen hat. So langfristig, meine ich. Hast du ein Hobby, was du entwickeln willst, oder was du beginnen willst? Oder ein Interesse an einer Art ehrenamtlichen Tätigkeit? Ich bin sicher, es ist gut, sich beizeiten auch über so etwas Gedanken zu machen.

    Auch ich freue mit im übrigen auf nächstes Jahr. Ich kann mit 60 in Rente gehen und tue es trotz der Abschläge. Meinen festen Job bin ich vor ein paar Jahren los geworden und eher aus Not als aus wirklichem inneren Antrieb selbstständig geworden. Das war nicht wirklich erfolgreich, obwohl ich mir ziemlich viel Mühe gegeben habe. Gleichzeitig habe ich jedoch freiwillig Beiträge in die Arbeitslosenversicherung gezahlt und mich vor 3 Monaten arbeitslos gemeldet. Das nimmt erst einmal die größten finanziellen Engpässe weg. Nächstes Jahr kann ich dann Rente beziehen und ich fühl mich vor allem beim Gedanken an die sichere Basis des Rentenbezugs sehr gut. Das schließt nicht aus, dass ich freiberuflich weiter arbeite, wenn sich ein Auftrag ergibt, ich kann es nur lockerer angehen. Und das fühlt sich schon verdammt gut an!
    Und dass ich auf dieser Basis das entspannt weiter betreiben kann, was ich zur Zeit begonnen habe und meinen wirklichen neigungsmäßigen Wurzeln entspricht, das macht froh!
    Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern mit anderen Augen zu sehen.
    Marcel Proust

    Wir glauben Erfahrungen zu machen,
    aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)
    ------------------------------------

    Moderation 60+, Kochen für Feinschmecker, BRIGITTE-Diät,
    Essen - Genuss oder Frust? Rücken

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Zitat Zitat von putznicht Beitrag anzeigen
    Also jetzt melde ich mich doch nochmal zu Wort.
    Ja, ich freue mich auf die Rente, endlich weiß ich jetzt wann es
    soweit ist, es ist ein Ende absehbar. Am Arbeitsplatz muß ich
    mich im Grunde den ganzen Tag zusammenreißen, ich bin
    Sekretärin und da gilt es sich unterzuordnen. Ich bin froh, wenn
    ich das nicht mehr machen brauche, der Job hat mit Selbstver-
    wirklichung rein gar nichts zu tun. Nur das Geld stimmt.

    Außerdem bin ich am Nachmittag an manchen Tagen auch
    geschafft und oftmals verschiebe ich vieles auf das Wochen-
    ende, weil ich am Morgen früh raus muß.
    Wenn ich Rentnerin bin, kann ich auch tagsüber viel unternehmen,
    im Cafe sitzen, lesen, verreisen wenn mir zuhaus die Decke auf
    den Kopf fällt, wann ICH es will. Das dieser Zustandzeitlich begrenzt ist, braucht mir keiner zu sagen, aber ich hoffe und wünsche mir
    einfach eine möglichst lange Zeit der vollkommenen Selbstbestimmung, darauf freue ich mich.
    putznicht


    Schön, dass du dich nochmals gemeldet hast.


    Ich verstehe dich gut.

    Es wird zweifellos Menschen geben, die volle Erfüllung und Selbstverwirklichung in ihrem Job finden, aber ich denke nicht, dass dies für eine Mehrheit der Berufstätigen zutrifft.

    Zitat Zitat von Anemone
    @putznicht, schön, dass du doch noch mal schreibst. Ich kann das gut verstehen, dass die Aussicht auf wirklich freie Tage sehr verlockend ist! Nur, bedenk, dass du auch einen Plan B hast, wenn die erste Euphorie nachgelassen hat. So langfristig, meine ich. Hast du ein Hobby, was du entwickeln willst, oder was du beginnen willst? Oder ein Interesse an einer Art ehrenamtlichen Tätigkeit? Ich bin sicher, es ist gut, sich beizeiten auch über so etwas Gedanken zu machen.
    Wieso gehst du, Anemone (und auch andere, die dergleichen hier erwähnt haben), davon aus, dass putznicht keine Hobbies hätte oder sich keine Gedanken darüber gemacht hätte, wie sie als Rentnerin mit ihrer Zeit umgehen möchte?

    Beinhaltet der Ausdruck der (Vor)freude auf morgendliches Ausschlafen, (Vor)freude über die Möglichkeit zu jeder Zeit tun und lassen zu können was man gerade will, dass jemand dauerhaft nicht mit seiner allumfassenden Freizeit umgehen könne? Wieso soll es nötig sein seine "neue Freiheit" schon Jahre im Voraus wieder durch andere Aktivitäten zu verplanen?

    Ich habe als Signatur hier lange Zeit einen Ausspruch von Goethe stehen gehabt. Ich bekomme ihn jetzt nicht wortwörtlich auf die Reihe. Sinngemäß lautet er ungefähr so: Die meisten Menschen arbeiten und arbeiten und das bißchen Freizeit, das ihnen übrig bleibt, ängstigt sie so sehr, dass sie möglichst schnell versuchen, diese wieder loszuwerden.

    Manches Mal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass für manche Menschen "Freizeit" eine Art Bedrohung darzustellen scheint, vor der man sich in Sicherheit bringen muss.

    Aber die Menschen sind nun mal unterschiedlich - und das ist gut so!

    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Hallo Anemone, Hallo Anitra,
    ja, wir freuen uns wohl alle auf ein bißchen mehr Freiheit im Um-
    gang mit unserer Zeit, das haben wir uns ja auch verdient

    @Anemone, ich arbeite schon 33 Jahre bei meinem Arbeitgeber,
    weil ich woanders weniger Geld bekommen hätte und längere
    Arbeitszeiten gehabt hätte. Das macht aber auch unfrei.
    Halbstags arbeiten, als meine Tochter noch sehr klein war, war
    auch nicht drin, das ist halt mehr als schade, es ist nichts
    optimal. Dann hast du wohl mit über 50 den Job verloren?

    Dafür machst Du aber jetzt etwas, was dir Spaß macht!
    Manchmal denke ich auch, nun gut, wenn es keine Inflation gibt,
    hast du eigentlich eine ganz gute Rente. Da kannst du viel ver-
    reisen. Aber ich bin allein, ohne Partner. Und da macht es nur halb soviel Spaß.


    Evtl. könnte ich mir auch vorstellen, mich
    um ein sozial benachteiligtes Kind zu kümmern. Den Eltern beratend zur Seite stehen,
    das Kind abnehmen, wenn es den Eltern zuviel wird, bei den Schulaufgaben helfen usw. Ich weiß, das wäre schon eine
    sehr große Aufgabe, denn da kann man nicht einfach am nächsten
    Tag sagen, so jetzt habe ich dazu keine Lust mehr.
    Das muß dann wirklich genau überlegt sein und ich müßte sicher sein, dass ich mir da nicht zuviel zumute. Also Aufgaben
    gibt es genug.

    Den Strang hole ich dann spätestens in 4,5 Jahren wieder hoch,
    (werden die Sachen so lang aufgehoben?) und dann können
    wir uns mal angucken, was davon verwirklicht wird, wie die
    Wirklichkeit für uns aussieht. Ja, das machen wir.
    Oder Anemone du erzählst uns dann schon mal ein wenig, was
    sich so verändert hat in deinem Alltag

    Eure Putznicht

  5. Moderation

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Putznicht, diese Idee von dir finde ich toll, und (leider?) sind ja immer mehr Menschen auf solche ehrenamtliche Hilfe angewiesen.

    So gibt es in einigen Städten eine Art Leih-Omas, die nicht nur babysitten, wenn die Mütter mal etwas Freiraum brauchen (besonders die allein erziehenden) sondern auch, um bei Nichtvorhandensein von richtigen leiblichen Großmüttern dieses Erlebnis, eine Oma zu haben, den Kindern auch bieten zu können. Ich habe mal einen Bericht über dieses Modell gesehen und es war für alle Beteiligten eine große Bereicherung. Ich selber habe mich in den ersten Lebensjahren bei meinen Großeltern, speziell bei meiner Oma, so sicher und wohl gefühlt, dass ich jetzt noch viele Jahrzehnte später gerne daran zurückdenke.
    Ich denke auch, dass es STellen gibt, die Leute für solche Aufgaben schulen können. Auch bei der Betreuung von sozial problematischen Familien/Kindern.
    Ja, dann bleibt es uns aufgegeben, diesen Strang am Leben zu erhalten und uns immer mal wieder auszutauschen. Wäre doch interessant!
    Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern mit anderen Augen zu sehen.
    Marcel Proust

    Wir glauben Erfahrungen zu machen,
    aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)
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    Moderation 60+, Kochen für Feinschmecker, BRIGITTE-Diät,
    Essen - Genuss oder Frust? Rücken

  6. User Info Menu

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Ich weis, dass ich in 6 Jahren in Rente mit Abschlägen gehen kann. Habs schriftlich. Ich freue mich riesig drauf. Die Abschläge habe ich bis jetzt schon gut durch sparen und vernünftige Haushaltsführung "angespart". Viel Essen und Geld für Unnützliches ausgeben, bringt ja nix.

    Letztens habe ich den Begriff Frugalist entdeckt. Ich bin einer, habe ich festgestllt. Und... ich vermisse gar nichts. All das was für mich wichtig ist, habe ich und kann es mir leisten. Konnte dieses Jahr, wie geplant, meinen Urlaub dort verbringen, wo ich wollte. Viel wandern im Wald und sich dabei vorstellen, was man in 6 Jahren machen wird, wenn der letzte Tag auf Arbeit gekommen ist. Einfach herrlich. Vielleicht ziehe ich noch mal in meiner Grossstadt um, mit meiner dann zu erhaltenen Rente habe ich sogar noch Anspruch auf einen WBS. Gibt ja schöne neu gebaute Senioren-Wohnungen. Mal schauen, was sich so ergibt.

    Ich werde auch nicht (mehr) ehrenamtlich usw. tätig werden. Nein, habe ich trotz Vollzeit, AE mit Kind, viele Jahre gemacht und meistens dafür noch einen Tritt in den Hi.... bekommen.

    Ich werde mir auch keinen Mann ins Haus holen, gerne einen mit eigener Wohnung und gutem Organisationsvermögen und grosser Stabilität. Alles andere kommt nicht in Frage. Dazu ist mir meine Lebensqualität zu wichtig. Warum es sich schwer machen, wenn es auch leichter geht.

    Ich werde mir einen kleinen Hund anschaffen, mir regelmässig ein kleines Wohnmobil mieten und mir schöne Gegenden in Deutschland anschauen, wo ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr war. Hat sich ja viel geändert.

  7. User Info Menu

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Oha, sich schon so weit vor der Zeit auf diese Zeit zu freuen ist heftig. Ich bin zwiegespalten. Einerseits die Vorfreude (3 Jahre, 3 Monate, ohne Abschläge), andererseits macht es mir ein bisschen Angst: man kommt dem Ende schon so nah. Wobei: die Freude überwiegt. Ich werde auch nichts ehrenamtliches tun. Große Familie, großes Grundstück, Tiere, das reicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Ich glaube ich freue mich auf das Rentnerdasein schon seit ich zu arbeiten begonnen habe, andererseits waren meine Jobs immer so relativ streßfrei daß ich quasi das Leben meiner Kindheit und Jugend abgesehen von 8 Stunden täglicher Lohnarbeit weitgehend ungestört weiterführen konnte und die Rente läßt dann diese kleine Unterbrechung wieder wegfallen, darauf freue ich mich auch.

    guess so far i was quite lucky with work

  9. User Info Menu

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    ich plane durchaus mein rentnerdasein bzw. den übergang. (ohne abschläge: 5 jahre und 2 wochen)

    um eben nicht in ein tiefes schwarzes loch zu fallen was ich bei einigen meiner mitmenschen in den letzten jahren halt erlebt habe.

    da sind durchaus noch pläne - für mich- gerne mit herzbube. ich freue mich drauf. er hört nächstes jahr auf. dann kommt der erste grosse umbruch halt. mal schauen. ich bin neugierig drauf.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  10. User Info Menu

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Mein Ausstieg aus dem Arbeitsleben ist mittlerweile fest terminiert, in weniger als zwei Jahren ist es soweit. Nachdem ich den Termin festgelegt hatte, habe ich anfangs immer an die noch verbleibende Zeit gedacht. Sie erschien mir auf einmal noch ziemlich lang, obwohl ich den Ausstieg gegenüber dem normalen Renteneintrittstermin vorgezogen habe. Dieses Gefühl hat sich wieder verloren. Ich denke jetzt manchmal, okay, das machst du jetzt vielleicht schon zum letzten Mal, weil ich die eine oder andere Aufgabe schon mal übergebe, damit die Kolleginnen und Kollegen sich langfristig reinfinden können. Bei manchen Aufgaben freue ich mich, bei anderen bedauere ich es.

    Ich spiele mit dem Gedanken, mir dann einen Minijob zu suchen, nicht wegen des Geldes, sondern mit der Absicht, nochmal in einem anderen Bereich tätig zu werden, aber eben ohne große Verpflichtungen. Mal sehen, was wird. Grundsätzlich freue ich mich aber darauf, mein Leben nicht mehr so sehr auf Arbeitstermine auszurichten.

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