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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Zitat Zitat von kleiner.TIGER Beitrag anzeigen
    Also SOOO war das ja auch nicht gemeint, dass nur die Technik etc. ...

    Um beim Beispiel meines Vater zu bleiben: er liest seine Tageszeitung und kann bei jeder Diskussion über jedes Thema mithalten. Er betreut ganz alleine meine demente Mutter ... hält Haus und Garten in Ordnung - und alles mit Herzschrittmacher und ausserdem einigermassen klapprig.
    Aber er selbst WILL eben am Leben dran bleiben, er WILL aktiv sein und auch bleiben und interessiert an allem - u. a. an seinen vier Urenkeln.

    Und DAS ist es, was ich mir für mich selbst auch wünsche!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Da hast du natürlich völlig recht, Anitra, und es hat ja auch keiner behauptet, dass nun jeder sich in diesem Bereich auskennen muss - jeder auf dem Gebiet, das ihn interessiert, Hauptsache, man hält seinen Geist wach und bleibt auf der Höhe der Zeit.

    rolu
    Sorry, ihr beiden!

    Mein Einwurf von weiter oben kam wohl zustande, weil ich mich offensichtlich zu einseitig auf das Thema "Wissen im Computerbereich" konzentriert habe. Ich habe das Posting von dir, kleiner Tiger, nochmals gelesen und erkannt, dass der beschriebene Fall deines Vaters nur als Beispiel gedacht war.

    Ich habe immer meine sehr fitte 88-jährige Nachbarin vor meinen Augen. Sie hat weder Computer noch Handy und kürzlich zeigte ich ihr, wie sie mit einem Kasettenrekorder umgehen muss. Den hat wohl früher ausschließlich ihr Ehemann bedient, der vor einem Jahr verstorben ist.

    Aber: Sie meistert ihr Dasein prächtig, erledigt (außer körperlich anstrengende Arbeiten) praktisch alles ganz alleine und ist geistig absolut fit. Letztes Jahr hatte sie eine Baustelle (Parkplatzbau am Hanggrundstück der eine massive Stahlkonstuktion benötigte) völlig in Eigenregie "gemanagt". Sie ließ sich zunächst von zwei verschiedenen Firmen über drei verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten beraten und Angebote erstellen und entschied sich dann für die Art der Konstruktion. Sie hat einen starken eigenen Willen und kann sich sehr entschieden gegen Dinge wehren, die ihr nicht passen. Sie hatte sich jahrelang (da war sie ja auch schon über 80) um ihren stets kränkelnden Mann gekümmert, der praktisch kaum noch das Haus verließ und das zum Schluss auch nicht mehr konnte. Ich finde sie bewundernswert.

    Anitra
    Geändert von Anitra (21.02.2010 um 13:03 Uhr)
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  2. Inaktiver User

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Das ist auch ein sehr gutes Beispiel, Anitra - ich kenne ebenfalls eine solche Frau, die zwar mit der Technik nix groß am Hut hat, aber noch absolut fit ist trotz ihrer 87 Jahre. Sie fährt ihre täglichen Wege alle noch per Fahrrad, hilft mit bei der Betreuung ihrer Urenkel und ist ständig für ihre Familie da.
    Ich denke auch, dass es egal ist, womit man versucht, sich körperlich und geistig fit zu halten - entscheidend ist, dass man es überhaupt tut, solange einem nicht irgendwelche Krankheiten einen Strich durch die Rechnung machen....

    rolu

  3. Inaktiver User

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Zitat Zitat von Etain Beitrag anzeigen
    Ich würde lieber heute als morgen all die schönen Dinge intensiv und mit Hingabe tun

    Aber dannn ... kaufen der Etain-Mann und ich uns einen VW-Bus, packen die Hunde rein (die dann auch Rentner sind) und fahren jedes Wochenende (naja, oder nur jedes zweite ) nach Südtirol zum Wandern.
    ...was spricht dagegen, mit einem VW-Bus jetzt und heute schon fürs Wochenende so eine Entspannungsphase einzubauen, anstatt zu lauern, bis???

    Solche Beitrag mit dem Renter DASEIN deuten auf Unzufriedenheit JETZT hin. Natürlich müssen wir alle realistisch und bodenständig unsere Existenz bestreiten.

    Doch es ist für mich eine Angelegenheit der Sichtweise.

    Wenn eine Aufgabe über Jahre gefrustet empfunden wird, hört es sich wie verpaßte Chance und nicht nach Berufung an.

    Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Realität ist es empfehlenswert, die eigene Sichtweise darauf auszurichten.

    Freude darüber, dass man noch zu denen gehört, die ein sicheres Arbeitseinkommen haben.

    Gelassenheit, ihr Leben gestalten zu können - ein großer Freiheitsmaß heutzutage.

    Schon Jahre vorher auf ein ganz fixiertes DASEIN auszurichten hört sich nach vorprogramierter Qual an.

    Daraus ein lebenswertes und vor allem sinnvolles DASEIN JETZT und HIER zu machen, wäre dringend ratsam....

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Karline, grundsätzlich stimme ich Dir zu. Lieber jetzt das Leben genießen als auf später warten. Ich verstehe, was Du meinst.
    Möglicherweise fährt mich am Montag auf meinen täglichen 180 Kilometern Autobahn-Arbeitsweg jemand tot, dann hat sich das mit dem VW-Bus erledigt.

    Sich auf etwas zu freuen und Zukunftspläne zu haben, impliziert jedoch nicht zwingend Frust und Qual über das Heute.
    Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben. Arthur Schnitzler

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Ich bin zwar nicht Etain, aber da ich die Sache ähnlich sehe wie sie, antworte ich mal, bezogen auf mein Leben.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...was spricht dagegen, mit einem VW-Bus jetzt und heute schon fürs Wochenende so eine Entspannungsphase einzubauen, anstatt zu lauern, bis???
    Dagegen spricht, dass mein Mann und ich heute am Wochenende komprimiert all die Dinge in Haus und Garten erledigen, zu denen wir in der Woche auf Grund der Berufstätigkeit nicht kommen. Sich ein ganzes Wochenende als Enspannungsphase zu gönnen bedeutet nur, an einem anderen Wochenende doppelte Arbeit zu haben. Das überlegt man sich ab einem gewissen Alter sehr gründlich.


    Solche Beitrag mit dem Renter DASEIN deuten auf Unzufriedenheit JETZT hin. Natürlich müssen wir alle realistisch und bodenständig unsere Existenz bestreiten.

    Doch es ist für mich eine Angelegenheit der Sichtweise.

    Wenn eine Aufgabe über Jahre gefrustet empfunden wird, hört es sich wie verpaßte Chance und nicht nach Berufung an.
    Erst mal ganz allgemein: Ein Beruf soll eine Berufung sein, aber wir müssen alle realistisch und bodenständig unsere Existenz bestreiten? Wenn alle nur den Job machen würden, zu dem sie sich berufen fühlen, blieben hier verdammt viele Stellen unbesetzt. Und von verpassten Chancen zu reden dürfte für viele Menschen eine Ohrfeige sein. Die konnten gar keine Chancen verpassen, da sich ihnen nie eine geboten hat. Für mich selber kann ich sagen, ich mache meine Arbeit ausgesprochen gerne. Ich habe auch keine Chance verpasst, sonst säße ich nicht dort, wo ich jetzt sitze. Aber mein Arbeitgeber hat mein Arbeitsumfeld in den letzten 5 Jahre so verändert, dass der Frust inzwischen überwiegt und ich mich freue, dass ich mich dem nur noch ein paar Jahre aussetzen muss.

    Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Realität ist es empfehlenswert, die eigene Sichtweise darauf auszurichten.

    Freude darüber, dass man noch zu denen gehört, die ein sicheres Arbeitseinkommen haben.
    Ein sicheres Arbeitseinkommen? Welcher Arbeitnehmer hat das? Wer hat die Sicherheit, dass sein Arbeitsplatz morgen noch da ist? Mein Arbeitgeber hat die Belegschaft in den letzten 10 Jahren fast halbiert. Ich habe meinen Job noch und unsere Tarifvertrag schützt uns noch bis Ende nächsten Jahres. Aber dann?


    Gelassenheit, ihr Leben gestalten zu können - ein großer Freiheitsmaß heutzutage.
    Das Leben gestalten können? Ein großes Freiheitsmaß? Wo? Ein großer Teil meines Lebens wird von meinem Arbeitgeber gestaltet. Ich kann nicht frei entscheiden, wann ich ins Bett gehe und wann ich aufstehe. Tagsüber wird mir vorgegeben, wann ich Pause zu machen habe. Das ich zu dem Zeitpunkt eigentlich noch ganz fit bin und meinen Tiefpunkt zu einer anderen Zeit habe, interessiert nicht.
    An 5 Tagen in der Woche bin ich 10 Stunden lang fremdbestimmt. Ich werde dafür bezahlt und das nicht schlecht, daher akzeptiere ich das. Aber ich freue mich auf die Freiheit, selber festlegen zu können, wann der Wecker klingelt, bzw. ob er überhaupt klingeln soll.


    Schon Jahre vorher auf ein ganz fixiertes DASEIN auszurichten hört sich nach vorprogramierter Qual an.
    Im Gegenteil. Zukunftspläne zu schmieden gehört zu den schönsten Dingen im Leben und ist nicht im geringsten qualvoll.

    Daraus ein lebenswertes und vor allem sinnvolles DASEIN JETZT und HIER zu machen, wäre dringend ratsam....
    Der Satz ist eine Unverschämtheit, daran ändert auch das Blümchen nichts.

    I knit, so I don´t kill people

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein



    Petra53, genauso, wie Du es beschreibst, habe ich die letzten Jahre auch erlebt und kann nur bestätigen, dass die darauf folgende Frei-Zeit etwas Kostbares und Wertvolles ist, auf das man sich freuen kann und für das sich lohnt, schon vorher Pläne zu schmieden...
    Das Glück hängt nicht davon ab,
    wie viel wir haben,
    sondern wie viel Freude wir daran haben.

    Otto von Frohnau

  7. Inaktiver User

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Petra und Gitti,

    ich kann mich Euren Meinungen nur vollinhaltlich anschließen!

    rolu

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Petra, lass Dich drücken – Du hast sehr treffend formuliert, was hinter der Vorfreude auf das Rentnerdasein stecken kann.

    Mir war das zu mühsam, denn statt mit dem VW-Bus (den wir uns jetzt als drittes Auto einfach noch nicht leisten können) nach Südtirol zu fahren, haben wir heute für die nächste Woche eingekauft, Mangelwäsche abgeholt und neue weggebracht, meine 86-jährige Mutter besucht und sie und ihre Wohnung für die nächste Woche versorgt, Wäsche gewaschen und einen langen Spaziergang mit den Hunden gemacht. Jetzt düsen wir noch mit dem Wischmopp durchs Haus. Dann wird mal wieder schön und gesund gekocht, wofür es unter der Woche zu spät ist, wenn ich um 19. 30 Uhr nach Hause komme.

    Leider habe ich danach sicher keine Lust und Kraft mehr, mich mit Hingabe einem kontemplativen Hobby oder anderweitiger Selbstverwirklichung zu widmen. Ich schlafe nämlich bei der Tagesschau ein.
    Trotzdem finde ich mein Hier und Jetzt lebenswert und sinnvoll. Alles hat seine Zeit.
    Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben. Arthur Schnitzler

  9. Inaktiver User

    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    @Petra53
    ...wie du selbst mehr als deutlich siehst:

    Anspannung anstatt Entspannung gibt eine Explosion!

    Wer für „gutes Geld“ hohe Fremdbestimmung akzeptiert, gibt unzufrieden seine Fremdbestimmung weiter.

    Bewusstmachen kleiner Veränderungen der Sichtweisen für mehr Zufriedenheit im Leben jetzt und hier, ist ein Angebot, ein Denkanstoß, mal inne zu halten – mehr nicht...

    @Etain
    ...anstatt zwei drei Autos bewältigen, anstatt Entspannungs-Wochenende zweite Vollzeit-Hausarbeit bis zum Umfallen...

    Da spielt das Energiekonto verständlicheweise um 20.15 h nicht mehr mit...

    ...Da wir auf unserem Lebenskonto keinen Dispo bekommen, müssen wir uns einteilen, wofür wir unsere Lebenskraft in unserer Zeit auf diesem Planeten einsetzen...

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    AW: Ich freue mich auf das Rentnerdasein

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Petra53
    ...wie du selbst mehr als deutlich siehst:

    Anspannung anstatt Entspannung gibt eine Explosion!
    Wo du in meinem Text einen Hinweis auf eine "Explosion" siehts, ist mir rätselhaft, vielleicht erläuterst du das mal.


    Wer für „gutes Geld“ hohe Fremdbestimmung akzeptiert, gibt unzufrieden seine Fremdbestimmung weiter.
    Jeder, der im Angestelltenverhältnis arbeitet, akzeptiert ein hohes Maß an Fremdbestimmung. Es gibt in diesem Land hundertausende von Menschen, die MÜSSEN ein hohes Maß an Fremdbestimmung sogar für verdammt "schlechtes Geld" akzeptieren, weil sie ihren Lebensunterhalt verdienen MÜSSEN. Kennst du das Land, in dem jeder in seinem Traumjob arbeiten kann? Sag es uns, wir ziehen alle dorthin.


    Bewusstmachen kleiner Veränderungen der Sichtweisen für mehr Zufriedenheit im Leben jetzt und hier, ist ein Angebot, ein Denkanstoß, mal inne zu halten – mehr nicht...
    Sorry, aber deine Denkanstöße kommen aus Wolkenkuckucksheim. Dort bin ich nicht zu Hause.

    I knit, so I don´t kill people

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