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    Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Meine Mutter hatte Mitte Juli eine Gehirnblutung, kam per Hubschrauber in die Uniklinik und liegt jetzt in einer Rehaklinik.

    Sie hatte einen Luftröhrenschnitt und unser größtes Problem ist, dass sie alles wahr nimmt, klar denken kann, aber nicht mit uns sprechen kann.

    Was wir als nächstes klären müssen:
    - könnte sie zu Hause gepflegt werden? - das würde mein Vater tun wollen
    - wäre ein Pflegeheim besser?
    - könnten wir das Pflegeheim so bezahlen, ohne dass mein Vater zum Sozialamt muss. (das will er nicht wirklich)

    Letzte Frage: Ich habe von einem "Bildwörterbuch" gehört, das würde die Kommunikation mit meiner Mutter sehr erleichtern.
    Geändert von Jogni (18.09.2009 um 12:10 Uhr)

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Hallo Jogni,

    es gibt Hilfsmittel zur Förderung der Kommunikation, z.B. von ProLog ein Ringbuch, das Bildtafeln zu verschiedenen Themenbereichen enthält (Essen + Trinken, Körperpflege, Kleidung, Aktivitäten im und außer Haus, Recht etc.). Dieses Buch kann deiner Mutter evtl. helfen sich mitzuteilen. Ich glaube direkte Links sind verboten, google einfach mal nach ProLog.

    Zu der Pflegesituation kann ich leider nichts sagen, da kenne ich mich auch nicht aus, aber es gibt in fast jedem Krankenhaus einen Sozialdienst bzw. Psychosozielen Dienst, die können dir bei diesen Fragen weiterhelfen. Frag einfach mal auf der Station danach.

    Ich wünsche deiner Mutter, dir und deiner Familie alles Gute.

    VG
    KlickerKlacker

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Hallo Jogni,

    was müßte denn konkret an Pflege gemacht werden?

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Das kommt auf den Erfolg der Rehaklinik an.

    Schlimmster Fall: Nur noch im Bett liegen, rechter Arm und rechtes Bein zeigen kaum Reaktionen, Sprechen nicht möglich wegen Luftröhrenschnitt und Beatmung.

    Beste Aussicht: Sprechen, keine künstliche Beatmung, Sitzen im Rollstuhl und Bewegen in der eigenen Wohnung möglich.

    Dazwischen liegt eine ganze Menge.

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Liebe Jogni,

    Deine Mutter müsste Pflegestufe 2 bekommen bei Bettlägerigkeit. Die Leistungen der Pflegestufe sind aushäusig wesentlich höher als daheim.
    Da bleiben dann für das Heim im Regelfall etwa 1.500 Euro zum zahlen übrig. Nach oben natürlich offen.

    Kommt auf die Gegend an, in der Ihr lebt.

    Wobei nicht unbedingt ein teueres Heim besser ist. Sehr wichtig ist die Herzlichkeit des Personals.

    Sicher wäre es gut, wenn Dein Vater es schaffen könnte, Deine Mutter daheim zu pflegen. Die Anregungen und damit die Möglichkeit zur Verbesserung ihres Zustandes sind einfach höher.

    Mit Pflegediensten, die Deine Mutter waschen und anziehen können, ist das vielleicht zu schaffen. Ich würde das einfach ausprobieren. Kommt natürlich auch darauf an, ob Dein Vater Deine Mutter noch heben kann, zumindest zum Windeln.

    Die Erfahrungen aus meinem Umfeld: Selbst bei Wachkoma haben das die meisten hingebracht. Allerdings hat der Rücken dann irgendwann nicht mehr mitgemacht.

    Aber gerade bei Schlaganfall besteht zwei Jahre Hoffnung, dass Besserung eintritt.

    Pflegebett ins Wohnzimmer... und mitleben lassen.

    Viel Kraft und alles Gute

    angie

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Liebe Jogni,

    vielleicht kannst du etwas mit vielen hilfreichen Tipps bezügl. Pflege und dem,
    was euch zusteht und was ihr dazu tun müsstet,
    im schlaganfall forum.de fündig werden?

    Ich staune immer wieder, wie sehr sich die Betroffenen und die Angehörigen dort Mut machen
    und Tipps geben, was noch alles unternommen werden könnte,
    zB, die Unterstützung der Sozialdienste in Anspruch zu nehmen,
    Bilderkarten zur Verständigung uvm.
    Manches geht, einiges nicht.

    Viel Kraft dir, deinem Vater und alles Liebe für deine Mutter

    Lyanna

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Zitat Zitat von angie2 Beitrag anzeigen
    Liebe Jogni,

    Deine Mutter müsste Pflegestufe 2 bekommen bei Bettlägerigkeit. Die Leistungen der Pflegestufe sind aushäusig wesentlich höher als daheim.
    Da bleiben dann für das Heim im Regelfall etwa 1.500 Euro zum zahlen übrig. Nach oben natürlich offen.

    Kommt auf die Gegend an, in der Ihr lebt.

    Wobei nicht unbedingt ein teueres Heim besser ist. Sehr wichtig ist die Herzlichkeit des Personals.

    Sicher wäre es gut, wenn Dein Vater es schaffen könnte, Deine Mutter daheim zu pflegen. Die Anregungen und damit die Möglichkeit zur Verbesserung ihres Zustandes sind einfach höher.

    Mit Pflegediensten, die Deine Mutter waschen und anziehen können, ist das vielleicht zu schaffen. Ich würde das einfach ausprobieren. Kommt natürlich auch darauf an, ob Dein Vater Deine Mutter noch heben kann, zumindest zum Windeln.

    Die Erfahrungen aus meinem Umfeld: Selbst bei Wachkoma haben das die meisten hingebracht. Allerdings hat der Rücken dann irgendwann nicht mehr mitgemacht.

    Aber gerade bei Schlaganfall besteht zwei Jahre Hoffnung, dass Besserung eintritt.

    Pflegebett ins Wohnzimmer... und mitleben lassen.

    Viel Kraft und alles Gute

    angie

    Es kommt leider nur auf den zeitl. Aufwand an. bedeutet: Wird die Person noch zur Toilette begleitet und man hilft dort (nachts zählt mehr) ist die Schwere der Pflege höher als beim Windeln. Eine Behinderung (Rollstuhl) hat mit der Pflege zunächst nichts zu tun!

    Es zählt nur der Aufwand an der Person und für die Person.

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Jogni, kann sie lernen, mit links zu schreiben? Darüber könnte sie sich ja der Umwelt mitteilen.

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    Hallo Jogni, wie geht es Dir und Euch?

    M.

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    AW: Gehirnblutung - Rehaklinik - meine Mutter

    meine Mutter ist noch in der Rehaklinik, braucht nachts immer noch Sauerstoff dazu und kann mit der Trachealkanüle nicht sprechen. Täglich kommen die Logopädin, eine Krankengymnastin und alle zwei Tage wird sie in einen Rollstuhl gesetzt. Es wird wohl noch einmal drei Wochen verlängert werden und dann ist ein Pflegeheim in Aussicht. Dass er es allein zu Hause nicht schaffen wird, davon hat die Hausärztin meinen Vater überzeugen können.

    Hilfreich war ein kleines Buch "Das andere Leben" herausgegeben vom Bundesverband Forum Gehirn e.V.. Kurz, sehr übersichtlich, mit Erfahrungsberichten. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, ehe ich in der Lage war, mehr über die Situation nachzulesen und mich damit zu beschäftigen. Aber man muss es tun, eigentlich gleich von Anfang an. Im Krankenhaus trifft man immer wieder auf andere Ärzte, Schwestern und Pfleger und muss sich mühsam durchfragen, um sich ein Bild machen zu können.

    Mit dem Logicon (Bildwörterbuch) waren wir bisher noch nicht so erfolgreich. Vielleicht kommt es später noch zum Einsatz.

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