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  1. Avatar von Cherimoyya
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    Frage Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, wer hier auch mit Mitte 40 (nochmal) Mutter geworden ist und wie es so war, die Schwangerschaft, die Geburt und vor allem hinterher. Wird man als ältere Mutter schräg angesehen, kann oder will man sich nicht mehr so integrieren, weil die meisten Mütter wesentlich jünger sind? Seid ihr so fit wie früher, seid ihr gelassener oder weniger belastbar?
    Was sind die Vorteile, was Nachteile?
    Wie gehen evtl. um einiges ältere Geschwister mit der Situation um?
    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Cherimoyya
    Geändert von Cherimoyya (16.01.2008 um 18:41 Uhr)

  2. Avatar von WhiteTara
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    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo Cherimoyya,

    aus der Muttersicht kann ich dir dazu leider nichts sagen.

    Ich selbst kam auf die Welt als meine Mutter fast 43 war. Meine Geschwister sind fast 18, 15 und 9 Jahre älter als ich.
    Die Kinderjahre hatte ich kein Problem damit, als Prinzessin aufzufwachsen und von allen auf den Händen getragen zu werden Mit 12 war ich manchmal reichlich entnervt ob meiner alten Eltern, die kein Auto fahren konnten, es höchst seltsam fanden, dass man bei der bestern Freundin übernachten will und mit mir einfach nicht so viele tolle Aktionen starteten, wie andere jüngere Eltern dies mit meinen Freunden taten. Mit 14 hatte das Kindsein ein plötzliches Ende, weil bei meiner Mutter Alzheimer diagnostiziert wurde. Mir blieb nichts anderes übrig, als nach und die nach die Aufgaben meiner Mutter zu übernehmen - auch wenn das schon in der Familie aufgeteilt wurde und jeder seinen Teil beitrug, damit wir irgendwie mit der Erkrankung meiner Mutter klar kamen. Aber es war eine sehr heftige und prägende Zeit - und ich wünschte mir so manches mal, jüngere Eltern zu haben, eine Mutter die für mich da sein konnte und nicht eine Mutter für die ich immer da sein musste.
    Im Teenageralter zeigten sich aber auch Vorzüge der älteren Eltern: Mein Vater nahm viele Eskapaden von mir weitaus gelassener, denn er hatte das ja schon 3x mit meinen Geschwister durch gemacht.

    Mein Bruder ist bis heute begeistert von seiner kleinen Schwester, mochte mich als Kind gar nicht aus der Hand geben und hat immer stolz allen seine kleine Schwester präsentiert. Meine eine Schwester ist die bester Freundin,die ich habe und hat in der schwierigen Zeit auch einen Teil der Mutterrolle pbernommen.
    Meine älteste Schwester hatte bei meiner Geburt arge Probleme mit mir: Viele Nachbarn oder auch Fremde dachten immer, ich wäre ihr Kind und das wies sie natürlich rigoros von sich. Sonntagsspaziergang mit der Familie und gar noch Kinderwagen schieben - nein, das verweigerte sie völlig. Sie wohnte damals schon nicht mehr daheim und wir brauchten Jahre, bis wir beide so richtig merkten, dass wir Schwestern sind und auch das schöne daran leben konnten.

    Meine Eltern bekamen damals von Freunden schon einiges zu hören, ob das denn jetzt noch mal sein muss. Meine Mutter war kreuzunglücklich mit der Schwangerschaft, war ja auch nicht geplant, aber mein Vater hat ihr Mut gemacht, dass sie ja schon genug Übung haben und sicher noch einen Wurm groß bekommen werden. Haben sie ja auch geschafft - es war nicht immer einfach, weder für sie als Eltern noch für uns als Kinder, aber sie haben ihre Sache gut gemacht!

    Als Kindersicht ein Nachteil an älteren Eltern ist sicherlich, dass man einfach eher damit rechnen muss, dass Eltern sterben. Meine starben beide als ich noch nicht mal 29 war. Und ich beneidete meine Geschwister manchmal sehr um die viele gemeinsame Zeit, die sie einfach mehr mit den Eltern hatten, die mir nicht vergönnt war.
    LG WhiteTara

  3. Inaktiver User

    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo Cherimoya,
    warum fragst du? Bist du selber am Überlegen?

    Ich finde, aus dem Alter wird immer ein zu großes Thema gemacht; so unterschiedlich ist es glaube ich nicht, ob man 28 Jahre alt oder 15 Jahre älter ist - als Beispiel.

    Als unser Sohn (unser erstes Kind) vor 1,5 Jahren geboren wurde, war ich rund einen Monat vorher 45 geworden, mein Mann ist 12 Jahre jünger als ich.
    Die Schwangerschaft verlief absolut ohne Komplikationen und dass es bei der Geburt dann ein Notkaiserschnitt wurde, hatte nichts mit meinem Alter zu tun, wie meine Ärztin mir ausdrücklich bestätigt hat.

    Und auch hinterher hat man die gleichen Umstellungen zu bewältigen: Wenig Schlaf (gut, vielleicht geht man damit 20 Jahre jünger lockerer um, aber ich war noch nie ein Partylöwe), kompletter Verzicht auf die eigenen Bedürfnisse in der Anfangszeit und Rätselraten, was das Kind denn bloß hat, wenn es schreit.

    Schräg angesehen wurde ich nie, allerdings falle ich mit meinem Alter auch nicht gleich ins Haus, weil ich keine Lust habe, nur danach beurteilt zu werden. Ich finde, ob man seinem Kind eine gute Mutter ist, hat mit dem Alter nichts, aber auch gar nichts zu tun!! Ich spiele und tobe genauso mit ihm wie eine wesentlich jüngere Frau.
    Zu meiner und auch seiner Zufriedenheit trägt übrigens bei, dass ich halbtags arbeite und er, seitdem er 13 Monate alt ist, eine (hervorragende) Kindertagesstätte besucht.

    Also Nachteile kann ich dir beim besten Willen nicht nennen, außer dem einen: Wir hätten gerne ein zweites, aber ob das noch klappt, ist jetzt natürlich schwieriger.

    Konnte ich dir weiterhelfen?

    Liebe Grüße
    Ironwoman

  4. Inaktiver User

    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo ironwoman,

    danke für deinen Beitrag!!!

    Ich bin auch grad heftig am Überlegen, da 44 und mit auch 12 Jahre jüngerem Partner, der sehr gerne ein Kind mit mir hätte. Ich hab allerdings schon drei...

    Ich hab mich gefreut zu hören, dass es bei euch jedenfalls noch geklappt hat!!

    Alles Liebe für euch!!!


  5. Registriert seit
    22.02.2007
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    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo Cherimoyya,

    man sollte meiner Meinung nach unterscheiden, ob es das erste Kind wäre oder ob man bereits Kinder bekommen hat. Ein erstes Kind mit Mitte 40 ist sicherlich eine Herausforderung (muß aber natürlich nicht sein), nicht nur körperlich. Wie sagt unsere Hebamme immer - ein Köper vergisst nichts.

    Und wagen ist das eine, das es klappt die andere Seite. "Scheitern" ist möglich und sollte mitgedacht werden (um eine große Enttäuschung zu vermeiden).

    Meine Schwester (40) bekommt im Juli ein Kind (ihr Drittes, ihre beiden Söhne sind 19 und 16). Und sie genießt die Schwangerschaft mit ihrem neuen Partner sehr.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.


  6. Registriert seit
    26.10.2006
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    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo Cherimoyya.
    Ich stehe kurz vor meinem 46sten und übe seit einem Jahr. Ich habe 2 Kinder aus erster Ehe. Ich hoffe immer noch, daß es klappt und wünsche Dir alles Gute.
    Geena

  7. Avatar von Cherimoyya
    Registriert seit
    14.05.2007
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    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Hallo und danke für eure Antworten!

    @ White Tara:

    interessant, das Ganze mal aus der anderen Perspektive geschildert zu bekommen, danke dafür! Ingesamt lese ich jedenfalls wesentlich mehr Positives aus deinen Zeilen heraus,
    wenn auch der Aspekt des früheren Abschieds von den Eltern bitter ist. Aber selbst das kann ja auch bei jungen Eltern passieren...

    @ Ironwoman:

    Nein, ich überlege nicht, zumindest was die Entscheidung für das Kind betrifft. Mein Partner und ich sind uns einig, dass wir dieses "Abenteuer" (bitte nicht falsch verstehen) wagen.
    Erfahrung habe ich, da meine Söhne bereits 19 und 15 sind, jetzt geht's einfach darum, wie die Sache aussieht, wenn man eben nicht mehr ganz taufrisch ist...
    Mein Partner ist 50 und hat selber noch keine Kinder, für ihn ist es nun eine große Herausforderung, aber auch Freude.
    Für mich ist es eine Mischung aus Freude aber auch Ängsten. Zum ersten Mal erlebe ich eine Beziehung, in der mein Partner verantwortungsvoll und verlässlich ist, was für mich inzwischen unbedingte Voraussetzung für ein gemeinsames Kind ist - und gerade deshalb ist da eben auch ein wenig Angst, dass etwas mit der Beziehung schiefgeht.
    Wir wissen erst seit kurzem, dass wir Nachwuchs erwarten, wahrscheinlich muss sich erstmal einiges sortieren...

    Ja, du konntest mir weiterhelfen, schließlich hast du ja genau geschrieben, was ich lesen wollte , das klingt alles sehr positiv!

    @ einewiekeine:

    Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt! Was würden denn deine Kinder dazu sagen, wenn du nochmal Nachwuchs erwartest?

    @ Geena:

    Danke für deine Wünsche - ich wünsch dir ebenfalls alles Gute, rein biologisch ist ein Alter von Mitte 40 ja wohl kein Hindernis.
    Viel Glück!
    Geändert von Cherimoyya (17.01.2008 um 16:19 Uhr)

  8. Avatar von happy-mami
    Registriert seit
    29.10.2007
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    279

    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Zitat Zitat von Cherimoyya
    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, wer hier auch mit Mitte 40 (nochmal) Mutter geworden ist und wie es so war, die Schwangerschaft, die Geburt und vor allem hinterher. Wird man als ältere Mutter schräg angesehen, kann oder will man sich nicht mehr so integrieren, weil die meisten Mütter wesentlich jünger sind? Seid ihr so fit wie früher, seid ihr gelassener oder weniger belastbar?
    Was sind die Vorteile, was Nachteile?
    Wie gehen evtl. um einiges ältere Geschwister mit der Situation um?
    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Cherimoyya
    hallo cherimoyya,
    ich bin in diesem jahr 46 geworden und habe letztes jahr mein 4. kind zur welt gebracht. die schwangerschaft verlief anfangs ganz gut, dann bekam ich aber eine symphysendehnung und einen "hexenschuss" dazu. dadurch war ich in der bewegung doch etwas eingeschrenkt. dieses jahr mit unserer kleinen hat mich nicht mehr und nicht weniger angestrengt als mit den 3 kids (aus vorheriger ehe, inzwischen 24, 21, 19) zuvor.
    die älteren geschwister sind total verliebt in ihre kleine schwester... dementsprechend wird sie von ihnen verwöhnt. sie passen gern auf die kleine auf, wenn mein mann und ich mal was vor haben.
    den einzigen nachteil, den ich sehe, ist, dass sie wohl wie ein "einzelkind" aufwachsen wird, da wir schon seit einem halben jahr versuchen ein geschwisterchen zu "zaubern" und es bisher leider nicht geklappt hat. aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    hoffe, du hast ein paar antworten auf deine fragen bekommen.

    viele grüße
    _____________________

    Wenn Dich die Lästerzunge sticht,
    so lass Dir dies zum Troste sagen,
    die schlechtesten Früchte sind es nicht,
    woran die Wespen nagen.

  9. Inaktiver User

    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Ich möchte mal nachfragen:
    Warum entscheidet man sich, wenn man bereits Kinder hat die aus dem gröbsten raus sind, nochmals für ein Baby?
    Man könnte doch jetzt wieder sich selbst zuwenden?
    Grüße
    Merlot

  10. Inaktiver User

    AW: Noch ein Kind mit Mitte 40 - wer hat's gewagt?

    Nur Mut! Meine Schwägerin bekam meine Nichte auch erst mit fast 45 Jahren (ihr 3. Kind, die beiden Jungs aus erster Ehe waren schon über 20 Jahre alt ...), allerdings ist mein Bruder 14 Jahre jünger als sie. Auch ich wurde mit meiner Wunschtochter mit 40 Jahren schwanger ... Das lief nicht ohne Probleme ab, denn eine erste Schwangerschaft in dem "Alter" ist nicht ohne, aber ich habe das nie, aber auch nie bereut. Mein Kind ist jetzt 4 Jahre alt und bekommt von uns sehr viel Zuwendung. Mit 40 ist man/frau einfach in der Lage, in jeder Hinsicht für das Kind da zu sein. Nur ihren drängenden Wunsch nach einem Geschwisterchen werden wir ihr nicht mehr erfüllen, denn mein Partner fühlt sich mit 50 Jahren zu alt dafür. Außerdem hat meine Tochter einen 23jährigen Bruder (Sohn meines Partners). Beide sind verrückt aufeinander!

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