Zitat Zitat von Inaktiver User
Es tut gut zu lesen, dass es auch anderen so geht. In meinem Umfeld kennen ich keine Singles. Nur Paare, die sich so gar nicht in meine Situation hineinfühlen können. Ich fühle mich wie ein Exot unter den normalen. Dann sehe ich meine kleine Familie an und merke, dass unser Familienleben ohne Mann oft viel harmonischer abläuft. Dass meine Kinder viel weniger Probleme machen. Hier erkenne ich, dass ich doch nicht so unnormal bin.



Ja, genau so ist es. Das ist mir aber erst die letzten Wochen wirklich bewusst geworden. Ich bin ein Meister im Verdrängen, habe nie zugelassen darüber nachzudenken, was wirklich hinter meiner Ablehnung steckt. Im Nachhinein sehe ich mich geradezu panisch aus einer gerade entstehenden Beziehung fliehen.
Vielleicht ist es auch die Angst, mein im Moment so ruhiges Leben aufzugeben. In meiner langjährigen Ehe ist so viel schief gelaufen, mir fällt ernsthaft nichts Positives mehr ein. Nun ist Ruhe in mein Leben eingekehrt. Ein Mann würde wieder alles auf den Kopf stellen.

Ich stelle mich auch schrecklich kompliziert an, wenn ich einen Mann kennenlerne. Mein Alltag ist sehr ausgefüllt durch Arbeit und Kinder. In der Kennenlernphase möchte ich einen Mann noch nicht meinen Kindern vorstellen. Also muss ich ins Auto sitzen und immer zu ihm fahren. Das ist echt lästig. Wie machen das andere Frauen, sollte ich die Männer bei mir ein- und ausgehen lassen? (Meinem Sohn wurden schon zig Partnerinnen vom Vater vorgestellt.)

Immer wieder habe ich das Gefühl, dass ich mir selbst im Weg stehe. Weiß ich überhaupt, was ich will?

Eigentlich gehts mir doch alleine gut. Aber ich merke, wie die Kinder immer größer werden. Wie ich immer öfters plötzlich alleine da sitze. Wie dieses Wochenende. Gestern habe ich erfahren, dass meine Tochter bei einer Freundin sein wird. Früher hätte ich das für mich allein genossen, nur faul zu Hause rumsitzen. Heute habe ich das Gefühl, diese Zeit nutzen zu müssen. Nur wie? Alleine?
Ich würde auch erst einen Mann mit zu mir nehmen, wenn ich weiß, das er der Richtige sein könnte. Meine Kinder sind aus dem Haus, trotzdem kommt es für mich heute auch nicht in die "Tüte" gleich einen in meine Wohnung zu schleppen.
Zu einem Mann in die Wohnung fahren würde ich erst, nachdem er sich erst mal um mich richtig bemüht hat...sprich ...Essen gehen, kulturelle Erlebnisse, anbieten, mich zu Hause abzuholen usw. Man darf es einem Mann nie zu leicht machen, dann verliert er das Interesse. Ich sage immer..wir lassen das mit uns gaaanz langsam angehen und das war immer der richtige Weg. Ich hatte mal einen vor 12 Jahren, der hat mich sage und schreibe 3 Monate lang fast jeden Tag ausgeführt, wir waren da immer noch per Sie, bis dann endlich was passierte. Na ja ..heute würde ich nicht mehr so lange warten, man hat ja nicht mehr alle Zeit der Welt...lach