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  1. Inaktiver User

    Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Hallo ihr Lieben,
    ich brauche mal Rat. ich hab mir meine bucket list vorgenommen und einen neuen Punkt ins Visier genommen. Ich möchte gerne ein Instrument lernen. Ich will keine Konzerte spielen, ich möchte bloß aus lauter Spaß an der Freud musizieren und wenn möglich, dabei Alltag vergessen.

    Jetzt hab ich ein paar andere Dinge in meinem Leben effektiv reduziert und stehe sozusagen kurz davor. Nur: Welches Instrument? Vom Klang her mag ich das Cello sehr gerne und die Klarinette lacht mich wegen ihrer Vielseitigkeit an: Jazz, Klezmer, Klassik. Cello: komplexe Grifftechnik (Gitarre konnte ich als Jugendliche nie lernen, weil ich es nicht koordiniert bekommen hab), Klarinette: Ob ich da überhaupt je einen Ton rausbringe?

    Ohje, ohje - jetzt sitz ich hier und zweifele schon wieder an mir und meinem Wunsch. Kann mir wer Mut machen?

  2. Moderation
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    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Womit siehst du dich, wenn du dir dich beim Musizieren vorstellst? Welche Musik spielst du? In welcher Umgebung? Bist du mit dem Instrument unterwegs? Spielst du alleine oder mit anderen? Wirst du auf Feiern gebeten, mal was zu spielen, oder hast du ein Musikzimmer, wo die Welt draußen bleibt? (Das kommt ohnehin alles ganz anders, aber es hilft dir, dir ein Bild zu machen.)

    Weitere Aspekte:
    - Muß in die Wohnung passen
    - Sollte Nachbarschaftsverträglich sein
    - Sollte bezahlbar sein
    - Es sollte in deiner Nähe gute Lehrer geben
    - Es sollte körperlich für dich machbar sein (keine Geigen bei kaputten Schultern!)

    Du kannst, wen du sowieso nach Lehrern guckst, auch nach Leihinstrumenten und Probestunden gucken.

    Mein Vater hat im Ruhestand noch Saxophon spielen gelernt, und spielt jetzt seit Jahren in einer kleinen Jazzcombo, die sich wöchentlich bei ihm im Keller zum Proben und Jammen trifft und gelegentlich Sektfrühstücke und Ausstellungseröffnungen untermalt. Alter ist kein Hindernis.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Inaktiver User

    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Hallo,

    ich hab auch vor vier Jahren mit Saxophon angefangen :) hatte allerdings als Kind Klavierunterricht.

    Es kommt darauf an, was Du für Musik machen möchtest, und ob Du in Deiner Jugend schon mit einem Instrument angefangen hast.

    Als vielseitiges Grundlageninstrument empfehlenswert ist das Klavier. Mit Klavier als Grundlage kannst Du die ganzen Tasteninstrumente spielen, sei es Keyboard, oder auch, wenn sich die Gelegenheit bietet, eine große Kirchenorgel mit vollem Werk "aufbrausen" lassen. Auf Klavier wird idR auch bei anderen Instrumenten zurückgegriffen, um zB bei Streichinstrumenten oder Blasinstrumenten etwas zu erklären, da auf der Klaviertastatur zB die Halbtonschritte visuell erkennbar sind.

    Im Gegensatz zu Blasinstrumenten kannst Du zB Klavier auch mit leichter Erkältung spielen; beim Blasinstrument ist schon bei Schnupfen mit Üben nix mehr; und es kommt nicht so auf die körperliche Verfassung an (Luftstrom, Bauchatmung usw).

    Preislich hab ich vor Jahren mal den Markt auf Ebay über einen längeren Zeitraum beobachtet. Ich weiss nicht, ob es heute noch so ist, aber damals bekam man die schlichten Klaviere aus den 70ern für paar hundert Euro (zuzüglich Transport) fast nachgeschmissen. Technisch sind die aber noch völlig "gut". haben idR keine Ressonanzboden-Risse, halten auch lange die Stimmung (was zB bei den schönen Gründerzeitklavieren nicht der Fall ist, da bei denen der Stimmstock aus Holz ist).

    LG, Stops

  4. Inaktiver User

    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Geh zur örtlichen Musikschule und lass Dich beraten! Ich selbst habe auch als Erwachsene an der Musikschule wieder Unterricht genommen, gleichzeitig mit meinen Kindern.

    Und dann probier einfach was aus, das ist doch keine Entscheidung fürs Leben. Cello zB kannst Du zunächst auf einem Leihinstrument lernen. Mit Klavier wird das schon schwieriger...

    Wobei ich für mich nicht so gut vorstellen könnte, allein auf einem Cello herumzufideln, das macht erst so richtig Freude im Ensemble. Und dafür muss man erst mal ein gewisses Niveau erreichen. Das weiß ich, weil mein Sohn Cello spielt und meine Tochter Geige. Das wird erst nach einer bestimmten Zeit so richtig interessant, wenn man eben nicht mehr nur alleine vor sich hingeigt oder -cellot :-)

    Insofern wäre immer wieder das Klavier das Instrument meiner Wahl. Das ist als Solo- wie als Begleitinstrument brauchbar.

    Ansonsten hätte ich durchaus noch Lust auf Querflöte....

  5. Inaktiver User

    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Oder frag mal, wann die Musikschule einen Tag der offenen Tür hat. Sowas gibts hier bei uns zweimal jährlich, da stellen sich die Lehrer und Instrumente vor. An so einem Tag beschloss unser Sohn, dass er Cello lernen will, und zwar genau bei Lehrer XY. Ein paar Jahre später hat er bei "Jugend musiziert" erfolgreich mitgemacht. Und noch viel später in diversen Studentenorchestern und sonstigen Ensembles mitgespielt. Will sagen: die Liebe auf den ersten Blick zu einem Instrument, das niemand in der Familie je gespielt hat, war ziemlich nachhaltig.

    Einfach ausprobieren!

  6. Avatar von Septima
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    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Cello zB kannst Du zunächst auf einem Leihinstrument lernen. Mit Klavier wird das schon schwieriger...
    Auch Klaviere kann man mieten und bekommt meist sogar einen Teil der Miete angerechnet, wenn man sich später zum Kauf des Instruments entschließt.
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  7. Avatar von Septima
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    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Cello: komplexe Grifftechnik (Gitarre konnte ich als Jugendliche nie lernen, weil ich es nicht koordiniert bekommen hab), Klarinette: Ob ich da überhaupt je einen Ton rausbringe?
    Falls du tatsächlich Koordinationsprobleme beim Gitarrespielen hattest, könntest du mit dem Cello ähnliche Schwierigkeiten bekommen und nicht nur da. Was waren damals denn die Symptome bei dir? Diskrepanzen im Zusammenspiel von rechter und linker Hand oder die praktische Umsetzung von Noten aufs Greifen?
    Vermeintliche Koordinationsprobleme lassen sich bei den meisten Instrumenten mit viel Geduld und regelmäßigem Üben langsam beseitigen.
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  8. Avatar von Vivi23
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    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Also, erst einmal würde ich schauen, was mir gefällt. So rein intuitiv.

    Dann gibt es so ein paar körperliche Dinge, zB ist ein stärkerer Überbiss für alle Blasinstrumente ungünstig. Und einige Instrumente zwingen zu Fehlhaltungen, die das Leben anstrengend machen können. Geige wurde schon genannt, aber auch Querflöte. Beim Cello brauchst Du viel Fingerkraft, um die Saiten sauber zu greifen.

    Ausserdem würde ich schauen, wo ich in absehbarer Zeit Erfolge erzielen kann. Bei den Streichinstrumenten dauert es sehr lange, bis es 'schön' klingt. Bei Blasinstrumenten geht es schneller.

    Wenn Du nur für Dich spielen möchtest, ist Klavier keine schlechte Idee. Wenn Du ein digitales Piano kaufst - es gibt inzwischen richtig gute zu annehmbaren Preisen - kannst Du mit Kopfhörern spielen, wann immer Du möchtest.

  9. Moderation
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    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Sowohl Cello als auch Klarinette halte ich für "undankbare" Instrumente. Beide sind am schönsten in der Gruppe, aber man muss schon relativ gut sein, um im Ensemble einen halbwegs netten Part spielen zu können.

    Klavier und Gitarre sind Instrumente, die eigenständig sind. Das Klavier ist für unfreiwillige Üb-Zuhörer (Nachbarn und Familie) meist am erträglichsten, weil zumindest mal die Töne an sich richtig klingen.

    Saxophon ist toll, wenn man ein bisschen Gehör und Ausdauer hat. Querflöte ist auch schön und man hat recht schnell ein Erfolgserlebnis, hat eben ein ganz anderes Repertoire.

    Wie möchtest du musizieren, und wie schätzt du dein Durchhaltevermögen ein?Hast du ein gutes Gehör?

  10. Inaktiver User

    AW: Musikinstrument lernen mit Mitte vierzig, aber welches?

    Wow, sooooo viele Antworten, danke!

    Auch wenn viele das Klavier so schätzen - es spricht mich so gar nicht an.

    Ich habe (mittlerweile) ein recht gutes Durchhaltevermögen. Was mein Gehör angeht: Ich hör schon, wenn es schief wird.

    Interessant fand ich den Hinweis mit dem Überbiss, ich habe tatsächlich einen.

    Meine Koordinationsprobleme beim Gitarrespielen waren einerseits bedingt in meiner Linkshändigkeit bei vorhandener Rechtshändergitarre, außerdem konnte ich die Seiten nicht sauber treffen, hing immer mit einem Finger in einer anderen Saite. Dazu kam die typische Teenagerübeunlust und ein musikalischer Überfliegerbruder… Nunja. Andrerseits bin ich im Alltag recht geschickt (beidhändig).

    Ach ja, ich hab mal Blockflöte gespielt (sogar kleinere Konzerte damals - lang ists her). Noten sind mir also nicht völlig fremd. Aus einer Querflöte bekomme ich keinen Ton.

    Im Moment kann ich mir noch gar nicht vorstellen, mit anderen zusammen zu spielen - so gut werd ich wahrscheinlich mein Lebtag nicht.

    Ich möchte mein Instrument schon mal mitnehmen können, andrerseits seh ich mich damit eher zu Hause. Wie gesagt, ich seh mich z.Zt. eher alleine spielen, die Welt soll bitte draußen bleiben.
    Lehrer/Musikschulen gibts hier wie Sand am Meer - ich wohne in Berlin.
    Tatsächlich sehe ich mich eher am Cello als an der Klarinette, wenn ich so drüber nachdenke. Saxophon und Klarinette sollen ja recht nah beieinander liegen.

    Der Tipp mit der Musikschule ist klasse, ich werd da einfach mal hingehen, mich beraten lassen und Probestunden belegen.

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