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    Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Vor 6 Monaten ist mein Vater bei einem Verkehrsunfall unschuldig ums Leben gekommen. Er war noch keine 70 Jahre alt und ziemlich rüstig und gesund. Von einer Stunde zur Nächsten war er weg. Bums!

    Seit diesem Tod bin ich sehr nachdenklich geworden. Wieviel Lebenszeit habe ich eigentlich noch? Wie will ich die verbringen? Zum ersten Mal habe ich "gespürt", dass der Tod überall und plötzlich da sein kann.

    Und schon seit Jahren drehe ich mich im Job im Kreis. Habe keine Perspektiven, spiele immer nur die 2. Geige, sitze mir den Hintern auf unnützen Sitzungen platt, werde schlecht bezahlt... bin sehr unglücklich.
    Seit September mache ich eine Zusatzausbildung, die ich selbst finanziere. Ein Lichtblick

    Ich möchte noch einmal etwas Neues wagen. Etwas sinnvolleres als meine Tage auf aufgeblähten Veranstaltungen und Sitzungen abzuleben. Eigentlich möchte ich raus aus der Festanstellung - Ideen hätte ich genug.
    Möchte mir vielleicht auch einfach mal eine Auszeit gönnen - finanziell ginge das. Bin schon immer berufstätig und dazu alleinerziehend - jetzt sind die Kinder fast schon groß.

    Alleine der Mut und das Selbstvertrauen fehlen mir. Zu oft hört man davon, dass ältere Mitarbeiter nicht gesucht werden und gleich bei Bewerbungen aussortiert werden.

    Was haltet Ihr davon? Hättet Ihr den Mut? Hat jemand Erfahrung?
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    Und schon seit Jahren drehe ich mich im Job im Kreis. Habe keine Perspektiven, spiele immer nur die 2. Geige, sitze mir den Hintern auf unnützen Sitzungen platt, werde schlecht bezahlt...

    Was haltet Ihr davon? Hättet Ihr den Mut?
    Wenn du das monatliche Gehalt nicht brauchst, dann mach es. Klingt toll ... aussteigen, nochmal von vorn anfangen, etwas Sinnvolles im Leben machen. Viele träumen davon.

    Wenn du auf das Gehalt aber angewiesen bist, dann beiss die letzten 15 Jahre noch durch. Wenn du es mit 48 noch nicht zur 1. Geige geschafft hast, schaffst du es danach auch auch nicht mehr.

    PS: Nein, ich hätte den Mut nicht.

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    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Das käme darauf an, was ich zurücklassen müsste und aufgeben würde.

    Zum Beispiel habe ich seit über 20 Jahren eine sichere Arbeitsstelle bei einem börsennotierten Unternehmen, Altersvorsorge angesammelt etc. Der Job ich zuweilen echt öd geworden - aber ob ich mit einer Finca auf Mallorca glücklicher wäre?

    Allerdings bin ich mir selber sicher, dass Selbständigkeit absolut nicht mein Ding wäre. Und dann ist da ja noch das Rentengespenst!

    Also tendiere ich dazu, den Job zu behalten, auf Nummer sicher zu gehen, denn ich habe tolle Kollegen und mir das Privatleben mit Hobbies, Freunden, Musikunterricht und Reisen so schön wie möglich zu machen.

    Könntest du vielleicht vorerst ein Jahr unbezahlten Urlaub nehmen?
    ...........und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)

  4. Moderation

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    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Ich würde auch mal schauen, welche Möglichkeiten einer Freistellung/Sabbatical es bei dir im Unternehmen gibt.
    Vielleicht kannst du sozusagen ein Jahr auf Probe aussteigen.


    Und niemand hindert dich daran jetzt schon Bewerbungen zu schreiben - und zu gucken, ob die Unternehmen DICH aussortieren, das hängt alles von der Branche, der Region und den beteiligten Personen ab, nicht nur vom Alter - denn du willst dich ja nicht als Stripteasetänzerin bewerben, da wird das Alter wohl ein ziemlich ausschlaggebendes Kriterium sein. ;-))

    Wie lange geht deine Zusatzausbildung ? Gehört die zu deinem bisherigen Berufsfeld oder ist das was ganz anderes ?
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Inaktiver User

    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Vielleicht kannst Du auch Deine Stundenzahl reduzieren, um Dir Freiraum für andere Dinge zu schaffen?

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    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Danke für eure Antworten!

    Promethea71: Ich würde auch mal schauen, welche Möglichkeiten einer Freistellung/Sabbatical es bei dir im Unternehmen gibt.
    Vielleicht kannst du sozusagen ein Jahr auf Probe aussteigen.
    Hat meine Chefin vor 3 Jahren mal ganz spontan genehmigt bekommen. Es wurde dann eine Ersatzchefin eingestellt, die sich eigentlich auf einen Sachbearbeiterposten beworben hat.
    Ich fürchte, ein Sabbatical wird mir nicht gegönnt sein. Chefin hat das mal angedeutet. Aber nachfragen kostet ja nichts

    emma-woodhouse: Zum Beispiel habe ich seit über 20 Jahren eine sichere Arbeitsstelle bei einem börsennotierten Unternehmen, Altersvorsorge angesammelt etc. Der Job ich zuweilen echt öd geworden - aber ob ich mit einer Finca auf Mallorca glücklicher wäre?
    20 Jahre. Hut ab! Ich habe bisher noch nie länger als ein paar Jahre in einem Unternehmen gearbeitet. Meistens haben Umzüge/neue Jobs/Kündigungen etc. es immer bei 3 - 4 Jahren gelassen. In diesem Job bin ich jetzt seit 7 Jahren und es scheint für meine Person einfach zu lange zu sein.

    Also tendiere ich dazu, den Job zu behalten, auf Nummer sicher zu gehen, denn ich habe tolle Kollegen und mir das Privatleben mit Hobbies, Freunden, Musikunterricht und Reisen
    so schön wie möglich zu machen.
    Das ist eine gute Einstellung und bei vielen klappt das auch. Ich habe es immerwieder versucht, aber der Frust holt mich ein. Das würde Resignation bedeuten - zumindest im Job. Ist das die Realität?
    Tolle Kollegen habe ich auch. Zum Glück. Aber die sichere Nummer ist mein Job sowieso nicht. Wenn die Abteilung irgendwann aufgelöst wird (kann passieren), blüht mir der Abteilungswechsel - und so groß ist unser Haus nicht, dass da was richtig Gutes auf mich zukäme.

    Vielleicht kannst Du auch Deine Stundenzahl reduzieren, um Dir Freiraum für andere Dinge zu schaffen?
    Mir wurde die Stundenzahl schon auf 30 reduziert (Zwangsverordnung, weil ich nicht mehr für zwei Abteilungen arbeiten wollte) und meine Chefin ist nur 26 Stunden da. Ich würde gerne wieder mehr arbeiten - gäbe mehr Geld und mehr Rente

    Frank 13: Wenn du das monatliche Gehalt nicht brauchst, dann mach es. Klingt toll ... aussteigen, nochmal von vorn anfangen, etwas Sinnvolles im Leben machen. Viele träumen davon.

    Wenn du auf das Gehalt aber angewiesen bist, dann beiss die letzten 15 Jahre noch durch. Wenn du es mit 48 noch nicht zur 1. Geige geschafft hast, schaffst du es danach auch auch nicht mehr.

    PS: Nein, ich hätte den Mut nicht.
    Na ja, die 1. Geige muss es auch nicht gleich sein. Aber einen Referentenposten oder eine stellv. Leitung hätte es schon lange sein können... oder mehr Geld auf die Hand... oder...
    Irgendetwas, was meine Arbeit wertschätzt. Die Aussicht, dass ich eine Stufe höher komme, tendieren aber gegen null. Liegt auch an der Struktur und an der Größe des Unternehmens.

    Und ja. Ich könnte locker für viele Jahre aussteigen. Ein Jahr würde mir schon reichen.
    Aber was, wenn es dann doch nicht mit dem Wiedereinstieg klappt Eine Garantie kann mir keiner geben.
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Hallo Gartenzwergin,
    Ich kann dich gut verstehen. Mir geht es sehr ähnlich, habe einen sicheren Job, aber absolut keine Freude mehr daran. Bin im Urlaub immer Super glücklich und wenn ich dann in der Arbeit bin, geht es mir wirklich schlecht. Ich kann mich nicht mehr motivieren.

    Eine Arbeitskollegin hat gekündigt, ohne einen anderen Job zu haben und hat innerhalb kürzester Zeit wieder etwas gefunden und ist so glücklich. Ich beneide sie so sehr.

    Ich bin 46 Jahre alt und denke auch immer, das kann doch nicht alles gewesen sein. bin jeden Tag am kündigen, aber schluß endlich fehlt mir auch der Mut. Ich kann dir nichts Raten, denn ich bin in der exakt selben Situation. Ich hoffe auf einen Wink des Schicksals.
    Aber Eines weiß ich genau ewig kann ich in der Situation nicht bleiben.
    Die Vorstellung, dass ich bis zur Rente bleibe finde ich entsetzlich. Ich wäge immer das für und wider ab. Das für überwiegt, kann mir aber über mein Unglücklichsein nicht hinweg helfen!

    Alles Gute
    Geändert von Ayana2004 (07.01.2013 um 19:56 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    ...
    Meine Gedanken/Fragen zu deinem Problem:

    Bezieht sich deine schon länger andauernde Unzufriedenheit nur auf deinen beruflichen Werdegang oder ist das vermischt mit deiner privaten Situation als AE, z.B. ?

    Zwischen

    Ich möchte noch einmal etwas Neues wagen.
    und

    Möchte mir vielleicht auch einfach mal eine Auszeit gönnen
    liegen kleine, aber feine Unterschiede.

    Vielleicht schaust du erst einmal, warum dir

    der Mut und das Selbstvertrauen fehlen
    Das wäre für mich der erste Schritt.

    Mal aufzulisten, was du alles schon erreicht hast, was du vielleicht selbst vorher nicht gedacht hättest und welche Potentiale deiner Meinung nach auf deiner jetzigen Arbeit brach liegen.

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    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Ayanna2004: Ich bin 46 Jahre alt und denke auch immer, das kann doch nicht alles gewesen sein. bin jeden Tag am kündigen, aber schluß endlich fehlt mir auch der Mut. Ich kann dir nichts Raten, denn ich bin in der exakt selben Situation. Ich hoffe auf einen Wink des Schicksals.
    Aber Eines weiß ich genau ewig kann ich in der Situation nicht bleiben.
    Die Vorstellung, dass ich bis zur Rente bleibe finde ich entsetzlich. Ich wäge immer das für und wider ab. Das für überwiegt, kann mir aber über mein Unglücklichsein nicht hinweg helfen!

    Alles Gute
    Dir auch Alles Gute Auf den Wink des Schicksals warte ich schon zu lange.

    Zweitausenddreizehn: Bezieht sich deine schon länger andauernde Unzufriedenheit nur auf deinen beruflichen Werdegang oder ist das vermischt mit deiner privaten Situation als AE, z.B. ?
    Sicher steht Privates und Berufliches immer im Kontext.
    Heute Morgen ist mir - beim durchlesen der Arbeitsverträge - aufgefallen, dass ich noch für das gleiche Gehalt arbeite wie vor 7 Jahren. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich heute meine Chefin komplett vertrete, Arbeitskreise leite, Großveranstaltungen organisiere und damals - vor 7 Jahren, aus einer Not heraus - an der Telefonzentrale in diesem Unternehmen angefangen habe. Inhaltlich also Entwicklung - gehaltlich und im Status totale Stagnation.
    Ich muss noch dazu sagen, dass ich eine Ausbildung und eine Hochschulstudium habe.

    Das ist do frustrierend und ich habe es all die Jahre mit mir geschehen lassen... natürlich habe ich Gespräche geführt und mich "beschwert"... leider ohne Erfolg. So kam nach und nach die innere Kündigung.
    Selbst Schuld

    Jetzt mag ich überhaupt nicht mehr. Komisch. Der Tod meines Vaters hat mich schwer zum Nachdenken gebracht auch in Puncto:

    Die Vorstellung, dass ich bis zur Rente bleibe finde ich entsetzlich.
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

  10. User Info Menu

    AW: Mit 48 kündigen und neue (leider noch unbekannte) Wege gehen...

    Eine Arbeitskollegin hat gekündigt, ohne einen anderen Job zu haben und hat innerhalb kürzester Zeit wieder etwas gefunden und ist so glücklich. Ich beneide sie so sehr.
    Ayanna, darf ich fragen, wie alt deine Kollegin ist und in welcher Branche du arbeitest?
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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