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    ganz unten....

    ..... es kostet schon Kraft dies zu betiteln.

    Wo fange ich an?

    ich bin 44, attraktiv, normal gebildet und habe drei Ausbildungen, allein stehend, keine Kinder und keinen Kontakt zur Familie. Ich brauche Hilfe!
    Ich weine seit drei Monaten, mal geht es mir besser, mal komm ich wieder in den absoluten Minusbereich. Versuche mich erneut selbstständig zu machen - bin es eigentlich noch, aber meine Verfassung lässt nur winzige Schritte zu. Mein Selbstwert ist am Boden und viele Freunde scheine ich verloren zu haben.
    Was ich konkret hier suche, sind Frauen über 40, die ähnliche Erfahrungen machten und mir vielleicht schreiben könnten, wie sie aus diesem Loch, dieser Negativspirale, wieder heraus kamen. Ich freue mich sehr auf hilfreiche Antworten.

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    AW: ganz unten....

    Mir hat geholfen:
    Ein offenes Gespräch mit meinem Hausarzt.
    Als nächstes das von ihm vorgeschlagene Gespräch mit einem Psychologen. (sehr wohltuend)
    Und dann Therapie (anstrengend, aber heilend).
    Begleitet von Antidepressiva. (Ich war irgendwie "dagegen, aber es war dann doch eine sehr gute Erfahrung).

    Hast du denn schon mit deinem Arzt gesprochen? Oder mit sonst jemandem?

    LG

    Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: ganz unten....

    danke für die Antwort!
    gerade heute habe ich einen Termin bei meiner Hausärztin ausgemacht. Das war auch ein Ratschlag eines Freundes. Medikamente möchte ich keine nehmen. Regelmässig bin ich bei einer TCM Heilpraktikerin.
    Ich weiss, ich muss (sollte) das in die Wege leiten! Mich interessiert aber auch, ob andere Frauen solches durchmachen und wie sie damit umgehen. Mit einem Freund spreche ich regelmäßig und einer Freundin in unregelmäßigen Abständen. Zeitweise spiele ich dann eine Rolle und kann nicht wirklich ausdrücken wie es mir geht. Ich gebe mich fröhlicher, darüber vergesse ich sogar manchmal die unendliche Einsamkeit und das schier unbegreifliche Leid, was ich empfinde. Kürzlich hatte ich die richtigen Worte, "ich schaff es einfach nicht mehr!". Danke liebe Karla für Deinen Rat!

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    AW: ganz unten....

    Aber gerne doch. Wozu hat man seine virtuelle Gemeinschaft.

    Das "ich möchte keine Medikamente" kenne ich gut von mir selber. Bei mir war es so, als einfach nichts half, und ich einfach nicht mehr weinen wollte - es hat mich nur noch genervt, ich war sowas von am Ende - , das endlich loswerden wollte, da war es mir dann irgendwann egal. Und auch erst dann war ich wirklich therapiefähig.

    Mit diesem kategorischen "keine Medikamente" tut man sich keinen Gefallen. Meine Meinung. Ich hatte damals Angst, dass die mich "verändern". Bullshit. Die ändern nichts Wesentliches. Man fühlt sich besser, das ist alles. Und ist therapiefähig. Was wichtig ist. Sonst kommt man ja nie aus dem Rad raus.
    The original Karla
    est. 2006


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    Habt Ihr auch so grundlegende Veränderungen erfahren?
    Derartige Lebenskrisen mit sehr schmerzhaften emotionalen Verlusten?
    Und Menschen die nach Jahren der Bekanntschaft Ihr "wahres" Gesicht zeigen?

    Wie seit Ihr damit umgegangen?
    Geändert von zeithoffnung (07.03.2012 um 18:46 Uhr) Grund: Ich erhoffte mir Antworten, Erfahrungen und dadurch Lösungsansätze.

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    Hallo zeithoffnung,

    momentan gibt es ja diese Sonnenstürme, kann sein, dass da viele Menschen psychisch angeschlagen sind, diese Gefühle von burnout und Niedergeschlagenheit, Depression, hängen vielleicht mit dem Magnetfeld zusammen und gehen in ein paar Jahren wieder vorbei wie sie gekommen sind.

    Als es mir vor Jahren schlecht ging, habe ich keine Medikamente genommen, ich finde, es gehört einfach zum Erwachsenwerden und zum Wachsen dazu, dass schwere Zeiten gemeistert werden. Ich gebe auch meinem Kind nur im größten Notfall Fiebersaft.

    Sich selbst umorientieren ist schwer, aber unerlässlich, ob mit oder ohne Medikamente. Es gelingt mir, mich selbst aufzuheitern, ich nehme die Dinge leicht, tue manchmal vielleicht nur das Nötigste, habe den Hang zur Perfektion etwas relativiert, bleibe optimistisch, habe vielleicht nicht mehr den Riesenfreundeskreis, sondern nur noch die lieben, auf die ich mich verlassen kann, und wenn gar nichts mehr geht, hilft Abwechslung. Mal wieder ins Kino gehen, einem anderen helfen, ... oder mal so richtig die Seele baumeln lassen und ausschlafen.

    Schmerzhafte emotionale Kontakte, die zuviel Kraft kosten, habe ich konsequent abgebrochen.
    Warum können Engel fliegen? Weil sie sich leicht nehmen.
    (G. K. Chesterton)

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    Hallo,

    ich habe zwar keine eigenen Erfahrungen in dieser Richtung, aber beim Lesen deines Beitrags sind mir ein paar Fragen gekommen ...

    • Gibt es einen Anlass (konkretes Ereignis) für deine Traurigkeit (Tod, Trauer, Verlust)?
    • Du schreibst, dass du beim Gespräch mit Freunden manchmal ein wenig eine Rolle spielst und dabei deine Traurigkeit fast vergisst. Du schreibst das so negativ - das ist doch aber sehr gut. Dafür sind doch Gespräche mit Freunden da - das man aus solchen "Löchern" rauskommen kann, seine traurigen Gedanken vergisst, vielleicht auch nach dem Treffen noch ein wenig vom Zusammensein zehrt.
    • Wie bewältigst du deinen Alltag?

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    Hallo Zeithoffnung,

    ich hatte mit Mitte 40 eine Lebenskrise, ich war schwer krank geworden, mein Partner hatte sich plötzlich von mir getrennt, mein Vater war plötzlich gestorben.

    Einige Bekannte haben ihr wahres Gesicht gezeigt und konnten mit der neuen Maccaroni nichts anfangen. Vorher war ich sehr selbstständig, sehr sportlich, habe alles alleine geregelt bekommen. Das ging plötzlich nicht mehr oder eben anders, diese Bekanntschaften sind eingeschlafen, von meiner Seite aus.

    Hilfe war mein Hausarzt, der mir einen sehr netten Psychologen vermittelt hat, mit dem ich einige Einzelgespräche hatte. Eine richtige Therapie wollte ich nicht,ich habe nicht so gute Erfahrung gemacht.

    Letztendlich habe ich mir, außer mit den Gesprächen, selber geholfen. ich habe eine Handvoll Freunde,mein Bekanntenkreis ist ziemlich zusammengeschrumpft, ich bin noch verschlossener als vorher, manchmal frage ich mich, ob das gut ist.

    ich hatte Probleme, mich damit abzufinden, dass es so ist, wie es ist. Dass ich öfters mal Pause machen muß, ich nicht mehr soviel schaffe wie früher. Da spielt das Alter sicherlich auch eine Rolle.

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    liebe yvi68,

    anlässe gibt es einige; ich hatte in der jüngsten Vergangenheit viel bewegt, mich erfolgreich selbstständig gemacht, dann aber doch wieder abgebrochen, da ich mich dort - örtlich bedingt, nicht wohl fühlte.
    Mit meiner Schwester - welche ich vorher im Alltag nicht kannte, habe ich mich komplett überworfen.
    Wieder zurück in der "alten Heimat" bin ich noch mal richtig auf die Nase gefallen und nun scheint es, dass ich keine Kraft mehr habe. Schwach, fast schon resigniert habe ich kein Zutrauen mehr, weil so Vieles schief ging, bis auf meine zurückliegende Selbstständigkeit - diese war toll. Natürlich hast Du Recht, dafür sind solche Gespräche da, doch ich habe das Gefühl es geht nie um mich, immer um andere! Durch Deine Antwort habe ich gemerkt und noch schmerzlicher festgestellt, wie einsam ich bin und wie schwer es mir fällt da raus zu kommen. Einen geregelten Alltag habe ich nicht, da ich momentan keine Arbeit/Selbständigkeit habe. Natürlich bewerbe ich mich und tu. Ich mag einfach wieder fröhlicher sein!

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    Einige Bekannte haben ihr wahres Gesicht gezeigt und konnten mit der neuen Maccaroni nichts anfangen. Vorher war ich sehr selbstständig, sehr sportlich, habe alles alleine geregelt bekommen. Das ging plötzlich nicht mehr oder eben anders

    Liebe Maccaroni,

    genau das ist es, je grösser meine Schwierigkeiten wurden, desto weniger Hilfe bekam ich, eigentlich fast keine. DAS tut richtig weh! Stattdessen wurde ich gerügt! Das ist so traurig! Ich stecke mittendrin mich damit abzufinden.

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