+ Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 30
  1. Inaktiver User

    Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Hallo,

    mich beschäftigt eine Frage, wenn ich mich in meinem Freundeskreis (alle mehr oder weniger gerade 40 geworden, wie ich) umsehe:
    Von meinen Freundinnen sind die wenigsten in einer Beziehung/Ehe bzw. haben fast alle keine Kinder, obwohl sie sich beides sehr wünschen. Ich merke, daß bei vielen Familiengründung in den späten 30ern/frühen 40ern ein immer sensibleres Thema wird. Auch weil zunehmend die Befürchtung im Raum steht, daß es sich gar nicht mehr ergibt.
    Natürlich versuche ich mir diese Situation zu erklären, zumal auch ich erst mit Ende 30 einen tollen Mann kennengelernt habe und Mutter geworden bin. Ich kenne das also sehr gut und frage mich, woher es kommt, daß soviele Frauen in den "besten Jahren" in der Situation sind.

    Eine Sache ist sicher, daß sich viele Männer noch sehr lange "zu jung" für Kinder fühlen, bzw. sich nicht auf eine Partnerin verbindlich festlegen mögen und noch davon träumen, daß etwas Besseres des Weges kommt. Das klingt vielleicht etwas negativ, ich habe das aber von befreundeten Männern tatsächlich mehr als einmal gehört. Und während ein 40 jähriger Mann ja tatsächlich noch Zeit für Familiengründung hat, wird die bei einer gleichaltrigen Frau knapp.

    Ich beobachte aber auch, daß wir Frauen unsere 20er und zum Teil 30er beziehungstechnisch oftmals verschwenden, mit Männern, die keine feste Beziehung wollen. In meinem Freundinnenkreis haben fast alle (auch ich muss mich da an die eigene Nase fassen) in ihren 20ern Männern hinterhergejagt, die entweder keine Beziehung wollten, nicht verfügbar und/oder emotional abweisend waren etc. Leider wurden dysfunktionale Beziehungen als "spannend" und "leidenschaftlich" empfunden, obwohl sie rückblickend nur stressig und traurig waren.
    Und schwupps war man Anfang 30, dann irgendwann Mitte 30 und hatte zwar begriffen, daß man etwas ändern müsste, um eine gute, liebevolle, respektvolle Beziehung zu erleben (und vielleicht noch die Chance auf ein oder zwei Kinder zu haben), wußte aber so recht nicht was.

    Worauf ich hinaus will ist, daß ich sehe, daß heute Anfang 40 jährige Frauen ein Leben haben, daß sie sich so nie gewünscht haben, auch weil wir erst spät angefangen haben, uns klar zu machen, was wir in einem Mann suchen. Weil es so lange gedauert hat, bis wir sehen, daß die ach so spannenden Geschichten a la "Sex and the City" so nicht funktionieren, weil die Mr.Bigs dieser Welt nicht irgendwann merken, daß sie uns und nur uns wollen.


    Kennt ihr dieses Gefühl, daß im Freudinnenkreis mit Anfang 40 plötzlich klar wird, daß es wichtig gewesen wäre, in den 20ern und 30ern für sich genau zu definieren, was man sucht und will und sich anstatt Zeit, Liebe und Emotionen zu verschwenden, auf die ernsthafte Suche nach einem "guten" Mann hätte machen sollen?

    Kennt ihr dieses "Phänomen" auch, oder habe ich komische Freunde ;-)?

  2. Avatar von Nichtnurmami
    Registriert seit
    07.03.2005
    Beiträge
    9.213

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Moin,
    ich seh dieses Phänomen nur bei anderen, bin selbst mit 22 Mutter geworden, hab mit 20 meine Jugendliebe geheiratet, hatte mit 22 mein Studium fertig, mit 27 kam das zweite Kind............

    In Summe hab ich jahrelang nur funktioniert, bin nicht gereist, hab wenig "tolle "Partys besucht, jahrelang sehr mit dem Geld knapsen müssen, bin jetzt kindertechnisch fast durch, (Sohn geht nächstes Jahr zum Studium), aber hab es nie bereut............

    Allerdings ist bei mir nix mit Karriere, bin im mittleren Level hängengeblieben und brauich mit 46 nicht mehr auf sowas hoffen.............

    Was ich sagen will, nix ist 100%ig richtig,jede Biographie hat ihre Schattenseiten, leider kann man/frau den Kuchen nicht behalten und trotzdem essen..........

    Wir sind früher nicht so mit dem Verstand rangegangen, ich hab die KInder einfach gekriegt, dieFrage, ob ich mich reif genug für Kinder fühle, hab ich mir nie gestellt.

    LG NNMi
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein mit unsympathischen Leuten zu trinken, wobei ich beim Wein notfalls Kompromisse mache...



  3. Avatar von Steffi
    Registriert seit
    08.01.2001
    Beiträge
    1.584

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Interessantes Thema.

    Ich selbst habe mit 30 meinen jetzigen Mann kennengelernt und bin mit 33 Mutter geworden.
    In den 20zigern habe ich mich sehr ausgetobt und es lag wohl eher an mir mich damals nicht fest zu binden.

    Mit meinen Mann wäre ich zu diesem Zeitpunkt nie zusammen gekommen, da wollte ich nur Spaß und Party. Nach 5 Jahren ohne richtig feste Beziehung war er dann da und es passt bis heute noch ziemlich gut.

    Heute bin ich froh das alles so ist wie es ist, aber......

    meine 4 Schwestern haben alle wie nichtnurmami früh ihre Kinder bekommen, sind jetzt Mitte 40 bis 50 und reisen, haben viele Hobbys etc.

    In unserem Freundeskreis sind fast alle erst ab 35 Eltern geworden (da kam erst die Karriere) oder aber haben keine Kinder oder sind halt Single. Von den Singles höre ich oft "hätte ich damals mal" etc. Aber vielleicht sollte es so sein und sie wären nicht glücklich geworden, wer weiß es.



    Lieben Gruß
    Steffi
    Das Dasein ist köstlich - man muß nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.

  4. Avatar von Nichtnurmami
    Registriert seit
    07.03.2005
    Beiträge
    9.213

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Zur Ergänzung......

    habe in meinem Team..........

    1.Alleinerziehend 49 , zwei KInder 10 und 12
    2. Single 30
    3.30 in Beziehung, unerfüllter Kinderwunsch
    4. 27 alleinerziehend mit Kind 1 1/2
    5. zwei mit 35 in Beziehung, eine will "irgendwann" mal KInder, die andere will keine, (gesundheitliche Gründe)

    In Summe möchte ich mit keiner von denen tauschen.........

    Allerhöchstens mit unseren beiden Praktikantinnen , beide Anfang 20, noch ganz viele Möglichkeiten, tauschen würde ich aber nur, wenn ich meine Lebenserfahrung minehmen könnte;-)))

    Wenn frau sagen kann, es ist gut, wie es ist, dann

    LG
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein mit unsympathischen Leuten zu trinken, wobei ich beim Wein notfalls Kompromisse mache...



  5. Inaktiver User

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Auch ich habe jung mit 25 Jahren geheiratet und dann jedes Jahr 1 Kind bekommen. Letztendlich wurden es 3 Kinder, die alle aus dem Haus sind.

    Allerdings habe ich auch eine konservative Lebenseinstellung, d. h. ich habe mir bewusst einen heirats- und vaterfähigen Mann gesucht und war von Beginn an Vollzeitmutter. Als meine Kinder dann alle auf dem Gymnasium waren, habe ich mein Abi nachgemacht und anschließend studiert. Heute habe ich einen Magisterabschluss.

    Für viele moderne Frauen ist mein Lebensentwurf sicherlich hoffnungslos altmodisch und rückständig. (War es schon in den 80ern.) Sie wollen beruflich Karriere machen und ersteinmal familiär unabhängig bleiben. Irgendwann ist es dann zu spät.

    Ich glaube auch, dass viele Männer überhaupt keine Kinder wollen und sich deshalb Frauen suchen, die diesen Wünschen entsprechen. Da ich immer eine klare Vorstellung von meinem Leben hatte, habe ich mich auf solche Männer, die ich ja kennenlernte, garnicht erst eingelassen.


  6. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    32.126

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Bei der Auswahl der Männer in meinem Leben hat der Verstand nie eine Rolle gespielt, aber das ist in Ordnung so. Die schwierigen und leidenschaftlichen Seiten, die ich reichlich hatte, bereue ich keineswegs als "verschwendete Zeit", sondern sie haben mich enorm bereichert. Das "ernsthafte" Suchen, quasi mit Kriterienliste und spitzem Bleistift zum Abhaken, fand ich immer etwas seltsam. Schliesslich bin ich entweder verliebt oder ich bin es nicht, und in beiden Fällen kann ich nichts daran ändern. Also gehe ich einfach der Liebe nach.

    Kinder kamen nie in Frage, aus verschiedenen Gründen, und auch das ist für mich in Ordnung, ich geniesse jedes Mal meine Freiheit neu, wenn die Mütter aus dem Bekanntenkreis ständig auf Sprung sind und eigentlich alles immer nur mit Blick auf die Uhr machen. Meine eigenen mütterlichen Impulse, von denen ich durchaus auch habe, kann ich wunderbar auch an Leuten ausleben, die keine Gene mit mir teilen.

    Weitgehend habe ich genau das Leben, das ich mir wünsche, auch wenn es natürlich immer hier und dort einige Ideen gibt, wie es noch besser sein könnte. Und Ziele, auf die ich hinarbeite, durchaus auch im Hinblick auf Beziehungen zu Männern.

    grüsse, barbara

  7. Moderation
    Registriert seit
    20.08.2010
    Beiträge
    32.031

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    In meinem Bekanntenkreis haben die meisten Frauen gesagt, "ich will festen Boden unter den Füßen (= nicht von der Hand in den Mund und nicht in Hotels oder Untermietzimmern leben) und einen Mann, der mein Leben einfacher statt schwieriger macht, ehe ich Kinder kriege". Im Ergebnis teilt sich das heute etwa gleich auf zwischen denen, die das vor 40 hingekriegt haben, denen, die es nicht hingekriegt haben, und denen, die noch keine 40 sind.

    Einige von denen, bei denen es nicht geklappt hat, finden das schon bedauerlich und belastend, und wünschen sich vielleicht, ihren Hallodri von einer Jugendliebe nie geheiratet zu haben, oder lieber noch zwei Jahre nach einem Ausbildungsplatz gesucht zu haben anstatt an die Uni gegangen zu sein, aber keine findet im Nachhinein, daß sie Kinder auch in ungesicherten Verhältnissen hätte haben wollen.

  8. Inaktiver User

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Ich habe lucindalametta so verstanden, dass in ihrem weiblichen Bekanntenkreis viele das Gefühl haben, ihre Zeit mit den falschen Männern "verschwendet" zu haben.

    Ich wollte für einen Mann immer mehr sein, als eine "unverbindliche Bettgeschichte". Darum habe ich mich nur mit Männern eingelassen, die ähnliche Lebensvorstellungen hatten wie ich. Das hat nicht in jedem Fall zur Ehe geführt, aber recht schnell war dann der Richtige dabei.

    Ich bin für mehr Verstand und weniger Gefühl bei der Partnerwahl. Ich kenne meinen Mann seit 35 Jahren und möchte auch mit keinem anderen verheiratet sein.

  9. Avatar von LizzyBorden
    Registriert seit
    07.12.2008
    Beiträge
    9.011

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Kennt ihr dieses "Phänomen" auch, oder habe ich komische Freunde ;-)?
    *hmmm*.....interessant, bei mir ist es ganz genau umgekehrt.

    Von meinen Freundinnen sind die wenigsten in einer Beziehung/Ehe bzw. haben fast alle keine Kinder, obwohl sie sich beides sehr wünschen. Ich merke, daß bei vielen Familiengründung in den späten 30ern/frühen 40ern ein immer sensibleres Thema wird.
    Irgendwie sind alle mit Familie beschäftigt.
    Bis auf die Ausnahmen, wo es (biologisch?) nicht klappt.


  10. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    6.458

    AW: Mit 40 merken, welche Beziehungsfehler wir gemacht haben? Ist es dann zu spät?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kennt ihr dieses Gefühl, daß im Freudinnenkreis mit Anfang 40 plötzlich klar wird, daß es wichtig gewesen wäre, in den 20ern und 30ern für sich genau zu definieren, was man sucht und will und sich anstatt Zeit, Liebe und Emotionen zu verschwenden, auf die ernsthafte Suche nach einem "guten" Mann hätte machen sollen?
    Also - ich finde, da ist ein falscher Denkansatz drin- nämlich, daß das Leben nur dann GUT ist, wenn man erst einen "guten Mann" hat!
    Und- das ist doch nun wirklich Quark

    Es gibt soviele Lebensentwürfe, wie es Menschen gibt und es stimmt sicherlich, daß uns von klein an eingeimpft worden ist, daß wir nun einen Mann brauchen (natürlich den RIchtigen!) und dann....."lebten sie glücklich bis an ihr LEbensende"...- aber das ist eine grosse Illusion.

    Zuerst mal- WER wäre denn überhaupt in der Lage mit 20 so weitreichend blicken zu können, daß er sich selber perfekt analysiert und damit seine Schwächen kennt (bestenfalls dann gleich Therapie macht) und damit dann -ohne Emotionen zu verschwenden- gleich DEN richtigen Mann findet?

    Mit 20 dachte man "ich weiss es"
    Mit 30 dachte man "ich weiss es"
    Nun mit ü40 wird man zumiindest so vorsichtig, daß man sagt "ich denk, ich weiss, was ich gerade weiss"

    Tatsache ist doch, daß es genug Paare gibt, die eben NICHT glücklich und zufrieden sind!
    Man redet es nach aussen gerne besser hin und dann laufen doch soviele herum und würden, wenn es einfach wäre......dann eben doch gehen....

    Das Leben ist da um zu lernen- und wenn man mit ü40 nun vorsichtiger geworden ist-- dann ist das doch gut!
    Es ist doch phantastisch, wenn man mit 40 zu sich gefunden hat- wenn man durch Erfahrungen seine Grenzen kennt.

    Das die Auswahl an Menschen damit kleiner wird- das betrifft doch Mann-Frau Beziehungen genauso wie normale Freundschaften!
    Und es heisst doch letztlich ncihts anderes als das wir ehrlicher zu uns selber sind (und zu anderen), uns selber damit sehr schätzen können.....und wirklich gut nie viele gepasst haben!
    Nur, daß man das in jüngeren Jahren eben erst erfahren musste.....um überhaupt erst zu erkennen und hinzusehen.

    Und zu denken- Mann und Kinder sind ja DAS ultimative Glücksprogramm......der macht sich aber auch was vor.

    kenzia

+ Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •