Die von mir genannten schon. Denn sie lebten Lebensentwürfe, die ich für mich zu einem gewissen Teil auch annehmen kann.
Deswegen fand ich ja Gorbatschow als "Vorbild" auch so seltsam. Abgesehen davon, dass seine historische Rolle teilweise falsch eingeschätzt - und auch überschätzt - wird, frage ich mich, was seine politischen Entscheidungen oder Nicht-Entscheidungen (er war nämlich sehr sehr zögerlich und konnte das Ende dessen, was er anstieß, gar nicht absehen und hat es auch nicht gewollt: also die Aufgabe der DDR) mit dem Alltag und den Lebenszielen der Bricom-Userin zu tun haben. Genauso das Schicksal einer Sophie Scholl. Das war sicherlich eine Heldin in ihrer Zeit, aber ein Vorbild für heute?
Und ich frage mich, gerade in einem Frauenforum, ob entsprechende weibliche Persönlichkeiten in unserer Zeit nicht immer noch gerade von anderen Frauen weggebissen werden.
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Ergebnis 21 bis 30 von 113
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10.01.2011, 11:21Inaktiver User
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
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10.01.2011, 11:40
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Da wirst Du wohl richtig liegen. Allein der Hinweis, geschäftlich/beruflich erfolgreich zu sein (themenverwandt im entsprechenden Forum), wird einem garantiert einen Bühnenplatz im Pavillon verschaffen, in einem Thread der Machart "Ich bin neidisch auf ...", in dem man genüsslich auseinandergenommen wird, einen Mann habe ich dort aus diesem Grunde noch nicht gesehen ...
Ein Großteil der "Feinde" und Hemmschuhe der Frauen findet sich im geschlechtlich gleichen Lager. Ja, Frauen sind manchmal selten herrlich. Mann würde sagen: dämlich.
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10.01.2011, 11:44Inaktiver User
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Für mich ist Sophie Scholl ein Vorbild: mutig war sie. Weshalb sollte sie kein Vorbild sein?
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10.01.2011, 13:40
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Ergänzend zu Tabethas Postding noch ein interessantes Buch zum Thema:
Petra Gerster, Andrea Stoll "Ihrer Zeit voraus"
Was haben Kleopatra, Marie Curie und Alice Schwarzer gemeinsam? Sie waren mutig, kompromisslos und ihrer Zeit voraus. Sie gingen ihren eigenen Weg - und hinterließen Spuren ... Petra Gerster und Andrea Stoll haben sich auf Spurensuche begeben und sind auf packende Lebensläufe gestoßen: Von der Antike bis heute setzten sich Frauen über traditionelle Grenzen ihrer Zeit hinweg, um in Politik und Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft etwas zu bewegen. Wie viel Mut und Kampfgeist dies erforderte, welche dramatischen Schicksale, aber auch Glücksfälle des Lebens damit verbunden waren, davon erzählen die eindrucksvollen Porträts von Frauen, die Geschichte machten: selbstbewusst, stark - und zukunftsweisend.
. Frauen machen Geschichte: 60 Frauenporträts von der Antike bis heute#MeToo
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10.01.2011, 13:48Inaktiver User
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10.01.2011, 15:29
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Ich beiße nicht weg .. weder Männlein noch Weiblein. Ich kann schlicht nichts mit Vorbildern anfangen, denn das würde nach meiner Definition bedeuten, dass ich ihrem Denken und Handeln nacheifern wollte. Ich aber wollte noch nie so werden wie XY. Ich hole mir Anregungen bei Menschen die ich im Alltag kennenlerne. Auch hier in der BriCom. Das ist - wie moon schon geschrieben hat - eine Inspiration. Ich stelle dann fest .. ach, schau an, so kann man das auch machen, betrachten, fühlen. Aber zuerst betrachte ich das aus einer neutralen - allenfalls neugierigen - Sicht heraus. Und dann prüfe ich, ob ich das annehmen kann/mag bzw. ob ich das verwerten kann. Und wenn ja, dann wird das für mich passend gemacht. Manchmal kommt dann am Ende ein völlig neues Ergebnis heraus.
Ich glaube kaum, dass meine Herangehensweise zu Vorbildern passt. Und mit Neid hat das auch nichts zu tun. Zumal ich Neid so gut wie nicht kenne.
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10.01.2011, 17:32Inaktiver User
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10.01.2011, 18:40Inaktiver User
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Na, aber in vergleichbare Situationen gerätst Du ja wohl auch nicht, oder?
Es hat wohl jeder einen anderen Vorbildsbegriff.
Spezialedition: Schön, dass Du nicht wegbeißt. Ich erlebe es aber sehr häufig, dass gerade sehr starke Frauen von anderen Frauen angefeindet werden. Und Inspiration und für mich eben auch Herangehensweise in bestimmten "Feldern", doch, für mich sind das dann Vorbilder. Zum Beispiel eben die erwähnte Lady Gladstone, die eine ganz besondere, für mich vorbildliche Beziehung zu ihrem Mann hatte. Die ich für mich als Bild im Kopf trage. Ein Vorbild, eben.
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10.01.2011, 21:44
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Wozu auch? Ich arbeite gerne mit intelligenten Frauen zusammen.
Meine Erfahrung ist eher, dass schwache Frauen schwache Frauen weg beißen. Bei einer - ich möchte lieber sagen - souveränen und empathischen Frau habe ich das bisher so gut wie nie erlebt. Ich gebe aber zu, dass die Frau, die zwar souverän zu sein schien und ganz eindeutig intelligent und karriereorientiert war deshalb nichts zu lachen hatte, weil sie über Leichen ging. Einem Mann hätte man das länger nachgesehen.
Aber das ist wohl wirklich OT (wenn auch interessant).
Ich denke, wir definieren ganz einfach "Vorbilder" unterschiedlich. Deshalb hast Du eines und ich habe keines
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Aber selbst wenn ich nach Deiner Definition eines hätte ... Inspiration habe ich mir bisher nur bei Frauen geholt mit denen ich Gedankenaustausch hatte.
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11.01.2011, 10:28Inaktiver User
AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder
Ich hole mir halt auch viel Inspiration aus Büchern und Biographien.

Was die Definition der Vorbilder anbelangt, denke ich ähnlich.
Was das Wegbeißen anbelangt, hätte ich gern einen eigenen Strang dazu.



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