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  1. Inaktiver User

    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Meine Vorbilder werden nach und nach weniger heroisch.

    Ich habe Respekt vor einer Rosa Luxemburg, einer Sophie Scholl - deren Schicksal mich nach wie vor mehr als tief berührt - und wüsste genau dennoch insbesondere bei letzterer, dass ich diesen unendlichen Mut niemals gehabt hätte. Genau wie ich Mutter Theresia bewundere, und dennoch nie so werden würde, dafür liebe ich eine Spur zuviel die schönen materiellen Dinge dieser Welt.

    Seit ich vor kurzem die (Teil-)Autobiographie von Patti Smith gelesen habe, spüre ich ein Stück weit mehr, wo meine 'Vorbilder' liegen, wo ich authentisch sein kann und noch mehr werden will. Es sind auch nicht länger Biographien erfolgreicher Unternehmerinnen, von denen ich dachte, sie könnten und sollten mir Vorbild sein, um meinen Weg zu finden.

    Und gerade vor kurzem auf einer Silvesterparty wurde eine ganz 'normale' Frau ein Stück weit Vorbild, einfach wie ich den Umgang und die Liebe zu und mit ihrer erwachsenen Tochter erlebte.

  2. Inaktiver User

    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Schon mal herzlichen Dank für eure ganzen Antworten. Ich werde mir Zeit nehmen und nach den Menschen, die mir nicht genug sagen, recherchieren.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Frage an die TE:
    Was hat Gorbatschow eigentlich mit Dir zu tun? Das ist für mich eher eine historische Persönlichkeit, die man für seinen Verdienst, zu einem friedlichen Wandel beigetragen zu haben, bewundern kann, aber wie soll man ihm denn nacheifern - was ja Sinn eines Vorbildes ist, oder nicht?
    Kurz gefasst: Für mich hat Gorbatschow mit seiner Person für seine Überzeugungen eingestanden, da er den Wandel eingeleitet hat, obwohl damit auch seine bedeutende Machtposition wegfiel, und nicht um seine Machterhaltung gekämpft hat. Möglicherweise kann man das politisch auch anders betrachten, aber so sehe ich ihn (bis jetzt - bin auch zum Diskutieren gerne bereit): Wenn ich von etwas wirklich überzeugt bin, dann versuche ich mit meiner ganzen Person - na ja, mit möglichst viel von meiner ganzen Person dafür einzustehen.

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    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Zu Gorbatschow als fällt mir vorallem ein, dass er nicht nur Politiker sondern auch Ehemann und Vater war/ist.
    Für mich war das sehr rührend zu sehen wie er im Stillen um seine Frau gekämpft hat und wie er nach ihrem Tod damit umgegangen ist.

    Ansonsten sind die Frauen in meiner Familie für mich Vorbilder.

    schoggimaus


    Klein und rund, aber niedlich

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    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Mir geht es wie Cella65: Mein Vorbild ist meine Mutter. Nicht in Allem, aber doch in Vielem.

    Von ihr habe ich die soziale Ader. Sie hat mir vorgelebt, dass man aufsteht, wenn jemand in Not ist, und hilft. Dass Hilfe mehr bringt, als lauwarme Worte.
    Und dass es auf das Herz eines Menschen ankommt, und nicht auf seinen Kontostand oder seine berufliche Position. Ich hab halt schon 'ne tolle Mutter .
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Falls jemand ein Vorbild braucht.

    Diese Frau finde ich bemerkenswert.

    Stanford professor Clelia Mosher

    STANFORD Magazine: March/April 2010 > Features > Clelia Mosher

  6. gesperrt

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    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    .... ab wann ist ein Vorbild ein Vorbild?

    Die Frage ist ernst gemeint, da ich alle Personen die Ihr als Menschen mit Vorbildfunktion benennt zwar bemerkenswert (na ja, fast alle) finde, aber ein Vorbild wurden sie nie. Nach meiner Definition habe ich sogar überhaupt kein Vorbild und hatte nie eines.

    Braucht man überhaupt ein Vorbild?
    Geändert von SpezialEdition (10.01.2011 um 08:09 Uhr) Grund: Schlamperei beseitigt ..

  7. Inaktiver User

    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Zitat Zitat von SpezialEdition Beitrag anzeigen
    .... ab wann ist ein Vorbild ein Vorbild?

    Die Frage ist ernst gemeint, da ich alle Personen die Ihr als Menschen mit Vorbildfunktion zwar bemerkenswert (na ja, fast alle) finde, aber ein Vorbild wurden sie nie. Nach meiner Definition habe ich sogar überhaupt kein Vorbild und hatte nie eines.

    Braucht man überhaupt ein Vorbild?
    Individuell für mich würde ich diese Frage mit "nein" beantworten. Vorbild würde bedeuten, dass ich jemandem nacheifere, und genau das möchte ich eben nicht, ebenso wenig wie ich mich wohl damit fühlte, sähe jemand in mir ein Vorbild.

    Ich finde es wünschenswert, wenn jeder Mensch seinen eigenen Weg geht, sich mit diesem Weg identifiziert, wach ist für eigene Veränderungen, und diesen Veränderungen durch Zielsetzungen Rechnung trägt. Das ist ein Prozess, also etwas Dynamisches, und dazu passen Vorbilder meiner Wahrnehmung nach eher nicht, die machen das Ganze zu statisch, und die Frage ist für mich auch, ob es mir je gelingt, solchen doch oft eher "fernen" Vorbildern wirklich gerecht zu werden - dazu müsste ich mich ihnen nähern, ihnen nahe kommen, und das wird häufig gar nicht möglich sein.

    Vorbild sind in diesem Falle also ohnehin eher meine inneren Bilder dieser vermeintlichen Vorbilder, das, was ich in ihnen sehe, was ich in sie hinein projiziere, oder was andere in ihnen sehen und ihnen zu_schreiben.

    Zum Vorbild könnte für mich nur jemand werden, mit dem ein Rapport möglich ist, eine Auseinandersetzung, an dem ich mich reiben kann.

    Es gibt Menschen, die ich für das, was sie schufen, leisteten, meisterten, wagten beispielsweise bewundere - als Vorbilder in Gänze würde ich sie aber nicht sehen, und mir fehlt nichts, weil ich keine Vorbilder habe.

    Insgesamt habe ich mich immer stark an Frauen und ihrem Sein orientiert, auch als kleines Mädchen schon. Ich las und lese immer schon lieber Autorinnen, und stelle gerade mit leiser Beschämung fest, dass ich selbst auch lieber junge Frauen fördere als junge Männer - huch .

    Das ist aber nur meine ganz individuelle Einstellung zu diesem Thema.

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    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Ich habe keine Vorbilder. Aber manche Menschen finde ich inspirierend.

    Ich hätte ein gutes weibliches Vorbild/role model gebraucht, als ich jünger war. Alle Frauen in meinem Umfeld waren Hausfrau und Mutter zuerst. So bin ich genau das auch geworden. Mit 1,9er Abi.

    Ich glaube schon, dass manche Menschen Vorbilder brauchen, vor allem in jungen Jahren. Ich war mit 18,19 Jahren extrem orientierungslos. Andere wussten genau, was sie wollten, ich nicht. Daher hätten mir Vorbilder gut getan. Selbstbewusste starke Frauen, die ihren Weg erfolgreich gingen.

    Mir gehen zuviele weibliche Vorbilder in die "Mutter Teresa" (kotzsmiley) Richtung.

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    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Ich habe keine Vorbilder, außer sicherlich meine Eltern, die für mich Vorbildfunktion hatten und haben.
    Meistens bedeutet dies in erster Linie, dass ich Menschen bewundernswert finde, die ihr Leben mit einer gewissen Würde, Ruhe, Unaufgeregtheit und Rechtschaffenheit leben und integer sind. Sehr gerade im Denken und Tun. Daher fällt mir Loki Schmidt ein.

    Interessant, und Grund meines Beitrages, ist der vielfach zu lesende oder hörende Satz "Mir fallen keine Frauen ein". Männer sprechen diesen Satz "Welche Frau hat denn Großes geleistet?"
    Soll heißen, welche Frau hat einen Krieg gewonnen und die Taschen voller Geld gescheffelt.
    Geschichtsschreibung ist nicht nur eine Schreibung des Gewinners, sondern auch der Männer.
    Daher sind uns diese Frauen nicht im Bewusstsein, im Lexikon sind sie meist auch nicht und Männer haben es jahrhunderlang zu verhindern gewusst, dass sie die ihnen zustehende Aufmerksamkeit erhalten. Wer erwähnt heute noch, dass die Brooklyn Bridge ohne Emily Warren Roebling nicht stehen würde?

    Teilweise (immer?) wurden Frauendarstellungen von Männern nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Ungunsten der Frauen (selbstverständlich ...) verzerrt, Beispiele sind Xanthippe, die es diesem Umstand bis heute zu verdanken hat, als Platzhalter für zänkisch zu stehen, und Lucrezia Borgia.

    Wer sich noch einmal ein paar Frauen in die Gedanken holen möchte, oder einen (leider nicht vollständigen) Überblick über weibliche Leistungen gewinnen möchte, dem empfehle ich zum einen einen Blick auf die Seite der Frauenforscherin Luise Pusch, zum anderen einen auf den Garten der Frauen Garten der Frauen - Eingangsseite.
    Ganz einfach findet man Frauen, die viel geleistet haben, oft dann, wenn man sich einen berühmten Mann der Geschichte herauspickt und anfängt, über dessen Frau zu recherchieren. Erstaunliches kommt teilweise ans Licht ...

    Es ist eine gewollte und vielfach gepflegte und gehätschelte "Illusion" der Männer, dass Frauen in Jahrtausenden nichts geleistet haben sollen, was elementare soziale, gesellschaftliche oder politische Fortschritte/Bewegungen ausgelöst hat.
    Geändert von Tabetha (10.01.2011 um 10:44 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Frauenvorbilder - Männervorbilder

    Wenn ich manchmal so mein eigenes Verhalten überdenke, oder in einem aktuellen Problem stecke und ein wenig Mut brauch: doch, dann denk ich oft an die Frauen, die ich als Vorbilder genannt habe. Und wie sie es wohl gelöst hätten.

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