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  1. User Info Menu

    Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Ich "nulle" dieses Jahr und habe kein Problem mit der großen 40...

    Aber nach heftigen, arbeitsreichen Jahren (Führungsposition, 70 Stunden Woche) habe ich nach einem Burnout gekündigt. Im Moment kann und möchte ich nicht arbeiten.

    Ist es völlig durchgeknallt, in meinem Alter daran zu denken "nur" Hausfrau zu werden? Wir haben eine Putzhilfe, die einmal die Woche kommt, wir haben keine Kinder, unter der Woche koche ich nie.... D. h. die wirklichen hausfraulichen Tätigkeiten beschränken sich auf wenige Stunden pro Woche.

    Ich male, ich schreibe, treibe Sport - mir wird Zuhause nicht langweilig. Finanziell kommen wir auch ohne meinen Verdienst gut über die Runde.

    Gibt es hier Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind? Oder lebe ich 100 Jahre zu spät und begebe mich ganz altmodisch in die Abhängigkeit von einem Mann???

  2. User Info Menu

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Probier´s doch erst mal, Du wirst schon merken, wenn es Dir langweilig wird!

    IM Ernst: Hast Du die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten? Kannst Du Dir selber Tagesstruktur geben, ohne Arbeit?
    Was hältst Du von ehrenamtlicher Tätigkeit, Du könntest Dir etwas suchen, was Dir gefällt?

    Und vielleicht braucht Deine gestresste Seele einfach mal einige Monate ohne alles.

    Lieben Gruß,

    Tabea57
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  3. User Info Menu

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Tabea, Du hast recht, ich sollte es erst mal ausprobieren, ich muss mich ja nicht gleich für immer festlegen...

    Wahrscheinlich fehlen mir etwas Rollenmodelle, ich kenne niemanden, der ohne Kinder Zuhause ist. Dabei kann mir das ja egal sein, es ist mein Leben, wenn ich mit meinem Mann einig bin, kann ich ja tun und lassen was ich will....

    Aber vielleicht brauche ich im Moment einfach noch Ruhe, und wenn ich mich wieder erholt habe, kommt mir meine Idee vielleicht selbst absurd vor?

    Ich würde es sehr interessant finden, wenn sich hier Frauen melden würden, die dieses Modell leben - und von ihren Erfahrungen berichten...

  4. Inaktiver User

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Hallo Kassandra,
    auch wenn ich dieses Modell nicht lebe, (bei mir läuft eher Kontrastprogramm:-)), der Gedanke, mal ne gewisse Zewit nur das zu machen, was mir Spaß macht und mir guttut, das hat schon was Verlockendes!

    Zwischen Deinen Zeilen meine ich Bedenken und Rechtfertigung herauszulesen? Warum? Wenn das Modell paßt, warum denn nicht? Meinst Du, Dich rechtfertigen zu müssen? Fühlst Du Dich unwohl/unausgelastet/etwa sogar faul?Wenn nicht, Glückwunsch! Dann paßt es doch! Und wenn es nicht dem Mainstream entspricht, why not? Ich finde es gut und toll!

    LG NNMi

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    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Bei mir waren es zwei anstrengende Jahre, die mich dazu brachten, meinen Beruf an den Nagel zu hängen.
    Mein Mann ermöglicht mir das und ehrlich, ich hab nicht den Eindruck, dass ich mich da in eine Abhängigkeit begebe.
    Wenn mir danach ist, dann kann ich jederzeit mir wieder einen Job suchen.
    Momentan gefällt es mir jedoch so wie es ist und ich kann endlich das machen, was mir gefällt, d.h. ich bin dreimal die Woche sportmässig unterwegs, da ist mein Garten, ich treff mich mit Freunde, hab keinen Termindruck, kann endlich in Ruhe meine Bücher lesen...

    Probier die Zeit doch ohne schlechtes Gewissen aus und dann entscheide.

    schoggimaus


    Klein und rund, aber niedlich

  6. Inaktiver User

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Hallo Kassandra,
    nach einem Burn out ist es bestimmt sinnvoll, sich eine Auszeit zu nehmen.

    Ob du auf Dauer mit diesem Lebensmodell klar kommst, hängt davon ab, was für ein Typ du bist. Wenn du Spaß an deiner Führungsposition hattest, gerne was bewegst und die Anerkennung im Beruf genossen hast, könnte dir das Hausfrauenleben auf Dauer zu langweilig werden.
    Als malende und schreibende Hausfrau kannst du nicht mit Anerkennung rechnen, davon gibt es unzählige.

    Natürlich begibst du dich damit in finanzielle Abhängigkeit von deinem Mann, aber das ist euere persönliche Entscheidung und geht sonst niemanden was an.

    Du kannst deine Auszeit erst einmal als Sabbatical sehen und dann immer noch überlegen, ob du wieder in den Beruf zurück gehst. Nach einem Burn out ist es allerdings besser, nicht mehr in die alte Tätigkeit zurück zu kehren, sondern eine etwas weniger stressige Position anzustreben.

  7. User Info Menu

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Liebe Kassandra,

    mach doch einfach mal Pause!
    Widme dich deinen Hobbys und Leidenschaften und denke nicht so viel daran wie es in einigen
    Monaten oder Jahren aussieht. Wenn es für dich noch nicht soweit ist, ganz von der Erwerbstätigkeit
    Abschied zu nehmen, wird sich der Wunsch, wieder zurück in den Beruf zu gehen, schon melden.
    Manchmal braucht man auch eine längere Pause um neue Ideen Platz greifen zu lassen.
    Vielleicht entscheidest du dich nach einer Auszeit für etwas völlig Neues...das dir jetzt noch gar nicht in den Kopf kommen kann.
    Offensichtlich bist du in der glücklichen Lage nicht erwerbstätig sein zu müssen und damit hast du vielen anderen Frauen, die vielleicht auch mal gerne eine Pause hätten, etwas Entscheidendes voraus.
    Ich bin zwar schon 50...aber auch ich habe mich vor drei Jahren von der Erwerbstätigkeit verabschiedet, weil ich es mir leisten kann.
    Inzwischen habe ich viele neue Freunde und Bekannte, treibe mich viel in der Kunstszene herum und bilde mich auf vielen Gebieten weiter, für die ich früher überhaupt keine Zeit und Gelegenheit hatte.

    Ich wünsche dir viel Glück
    und die Muße, deine Zukunft auf dich zukommen
    zu lassen.
    Lieber aus der Rolle fallen
    als in eine Falle rollen

  8. User Info Menu

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Zitat Zitat von Kassandra Beitrag anzeigen
    Ich male, ich schreibe, treibe Sport - mir wird Zuhause nicht langweilig. Finanziell kommen wir auch ohne meinen Verdienst gut über die Runde.

    Gibt es hier Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind? Oder lebe ich 100 Jahre zu spät und begebe mich ganz altmodisch in die Abhängigkeit von einem Mann???
    Ja, ich!

    Aber mit dem Unterschied, dass ich es sogar MUSS, ich wurde altersgerecht vor einem Jahr pensioniert.
    Seitdem privatisiere ich, wie ich das nenne, und habe ähnliche Interessen wie du. Ich habe meine Berufstätigkeit geliebt, jetzt liebe ich mein freies Leben.

    Aber du bist ja erst 40! Trotzdem!
    Wenn dir das Leben gefällt, so, wie es jetzt ist, warum denn nicht?
    Dich drängt nichts und niemand, so, wie du es schilderst.

    Die Idee, es wie ein Sabbatical zu betrachten, finde ich sehr gut.
    Gestatte dir ein Zeitfenster, in dem du nicht an später denkst und das Leben hier und heute genießt.
    Danach bedenke deine Situation erneut, und ich bin sicher, dass sich in der Zwischenzeit, vielleicht auch schon vorher, ganz von selbst heraus kristallisiert hat, wie es weiter gehen kann!

    LG
    Lalique
    Do what makes your heart sing

  9. Inaktiver User

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Hallo Kassandra,

    zu deiner Situation gibt es viele unterschiedliche Aspekte, die ich mir getrennt voneinander anschauen würde:

    Du schreibst, du hast einen Burnout, bist also krank. Ein echter Burnout gehört in Behandlung. Auch wenn es "nur" eine ordentliche Erschöpfung ist, dann ist es doch sinnvoll, sich um sich, um Körper, Geist und Seele zu kümmern, ich hoffe, du hast dafür Unterstützung.

    In den letzten Jahren hast du dich wohl wenig um dich gekümmert und das holst du jetzt nach. Wie lange das dauern wird, wirst du merken: deine Lebensinhalte und -einstelllungen verändern sich gerade und du wirst selbst spüren, ob es dich irgendwann wieder juckt einem bezahlten Job nachzugehen und wenn es nur Teilzeit ist oder ob du Lebenssinn in anderen Tätigkeiten findest.

    Soweit der Blick auf dich. Dann gibt es noch den Blick der anderen auf dich, evtl. hast du das Gefühl, dich rechtfertigen zu müssen? Mit sinnvollen Tätigkeiten? Das wäre verständlich, denn als berufstätiger Mensch, gerade in verantwortungsvollen Positionen ist man es gewohnt, sich über den Job zu definieren und daraus seine Anerkennung zu ziehen. Das Umfeld hat dann oft eine ähnliche Einstellung. Jetzt fällt dieses wichtige Standbein weg, jetzt gilt es sich innerlich umzuorientieren und zu schauen, was bin ich alles ohne Beruf? Was macht mich sonst noch aus? Nicht immer einfach, aber sehr spannend. Diese Rollendefinition "Hausfrau von vor über 100 Jahren" zeigt doch auch, dass du noch sehr zögerlich und mit Vorbehalten in dein neues Leben reinspürst. Nur Mut, probiere dich aus, sieh es als Experiment und sei neugierig, wohin es dich bringt!

    Ein weiterer Aspekt ist die finanzielle Abhängikeit von deinem Mann und -nach längerer Abstinenz aus dem Beruf- auch die schlechteren Wiedereinstiegschancen. Das würde ich sehr offen mit dem Partner ansprechen und entsprechend finanziell für dich vorsorgen: im Falle einer Trennung hast du ein Polster, trennt ich euch nicht, kann das Geld gemeinsam ausgegeben werden.
    Nachtrag zum finanziellen Aspekt: Wenn es ein Burnout ist, wäre es statt Kündigung nicht eine Möglichkeit gewesen, dich längerfristig krankzuschreiben? Krankengeld und später Rente können einen vor finanzieller Abhängigkeit bewahren?

    Alles Gute!
    Drahtseilakt

  10. Inaktiver User

    AW: Werde 40: Hausfrau, keine Kinder...???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nachtrag zum finanziellen Aspekt: Wenn es ein Burnout ist, wäre es statt Kündigung nicht eine Möglichkeit gewesen, dich längerfristig krankzuschreiben? Krankengeld und später Rente können einen vor finanzieller Abhängigkeit bewahren?
    Kleine Anmerkung: bei einer Frühverrentung wegen Erwerbsminderung/Erwerbsunfähigkeit hätte sie nicht mehr so einfach die Möglichkeit, in den Beruf zurück zu kehren.

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