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    Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Ich möchte euch einfach mal mein Problem darstellen. Ich merke, dass mich das Thema immer mehr belastet und weiß nicht richtig, wie ich damit umgehen soll.

    Zu mir: Ich bin 32 Jahre alt. Mein Freund ist 38. Wir sind seit 4 1/2 Jahren ein Paar und wir lieben uns sehr. Noch bevor wir richtig zusammen kamen, haben wir über verschiedene Themen gesprochen. Auch das Thema ´Kinder´ hatte ich angesprochen. Ich sagte, dass ich mir gerne 2 Kinder wünschen würde. Ich selbst habe einen Bruder, verstehe mich bestens mit ihm. Wir hatten eine schöne Kindheit. Ich hätte selbst kein Einzelkind sein wollen. Ich habe mir eigentlich schon immer Kinder gewünscht.

    Mein Freund erklärte mir damals, bevor wir zusammen kamen, dass er das Thema ´Kinder´ eigentlich schon abgehakt hatte, da einfach nicht die passende Frau da war. Nach reiflicher Überlegung sagte er dann, er könne es sich vielleicht doch vorstellen.

    Wir haben momentan noch zwei Wohnungen und wohnen 300 km auseinander, wobei wir uns auch unter der Woche oft sehen, da er im Außendienst ist und sich die Termine selbst legen kann. Unser Wunsch ist/war es, einmal ein eigenes Haus zu haben. Wir haben uns schon oft umgesehen, jedoch ist das schon eine reiflich gute Überlegung und ziemlich teuer.

    Um auf das Thema zu kommen:
    Wir haben früher oft Sprüche gemacht wie: "Wir wären unseren Kindern mal coole Eltern, würden verrückte Sachen mit ihnen machen...keine Spießer eben ;-) " Als ich meinen Freund dann mal darauf ansprach, dass ich mir Kinder wünschen würde, meinte er: Wie ich mir das vorstelle? Finanziell? Er müsste dann 3 Köpfe versorgen. Wobei ich dazu sagen möchte, dass er ganz gut verdient. Und es ist ja nicht so, dass ich danach nicht mehr arbeiten möchte. Natürlich würde ich gerne das 1. Jahr beim Kind bleiben. Aber das heißt nicht, dass ich danach nicht gerne wieder arbeiten möchte. Wobei das dann natürlich mit Kindertagesstätte u.ä. zu regeln wäre, da meine Eltern selbst berufstätig sind und mir da nicht behilflich sein könnten.

    Auf Grund meines Alters (32) belastet mich das Thema sehr. Ich spüre einen regelrechten Druck. In meinem Kopf taucht das Thema immer wieder auf. Ja, fast täglich. Ich bin nicht mehr frei in meinen Gedanken, kann mich nicht mehr richtig über manche Sachen freuen. Beim letzten Gespräch meinte er, ich steigere mich ziemlich in das Thema rein. Ja, kann sein. Aber was soll ich tun? Seit einem halben Jahr habe ich das Thema nun gar nicht mehr angesprochen. Ich will ihn nicht unter Druck setzen. Aber von ihm kommt auch nichts. Ich warte und warte, aber es kommt nichts.

    Ich stelle mir so oft die schönen Momente des Eltern-werdens vor. Das Kind im eigenen Bauch zu spüren. Das Warten auf das Kind. Wie wird es aussehen? Wem wird es ähnlich sehen? Die Geburt. Die innigen Momente einer eigenen kleinen Familie. Das Festhalten von kleine Babyhänden.

    Es hört sich vielleicht etwas doof an, aber für mich hat das auch irgendwie was mit Frau-werden zu tun. Nicht, dass ich mich nicht als Frau fühle, aber unter anderen Frauen, die alle Mütter sind, fühle ich mich......weiß nicht wie.....eben nicht wie sie.... so ausgeschlossen....anders halt.

    Seit 1 Jahr habe ich irgendwie das Gefühl, bereit zu sein für ein Kind. Unsere Beziehung passt, wir lieben uns. Ich liebe ihn sehr und ich denke er mich auch. ( Für meinen Schatz)

    Mein Freund meint dann, in Miete würde er kein Kind großziehen wollen. Ich denke: Wir haben ein kleines Büro mit knapp 10 qm, das wir erstmals als Kinderzimmer umfunktionieren könnten. Es ist nicht groß, aber ich denke, es würde die ersten zwei Jahre reichen. Danach sieht man weiter. Er würde am liebsten alles planen. Aber ich denke das kann man nicht immer. Und auf einen Schritt folgt der nächste.

    Vielleicht ist es bei ihm die Angst, da er selbst in einer zerrütteten Familie aufgewachsen ist. Er durfte richtige Vaterliebe nicht kennen lernen. Er hat zwei Neffen, die nicht in guten Verhältnissen aufwachsen. Sein Bruder und dessen Frau haben sich getrennt. Den Kindern wird nichts beigebracht. Sie bekommen nichts anständiges zu essen. Weder auf Erziehung noch auf Bildung oder Wertigkeitsvermittlung wird Wert gelegt.
    Das ist etwas was meinen Freund (mich natürlich auch) sehr auf die Palme bringt. Ihm tun die beiden Neffen wahrlich leid. Wenn sie bei der Oma, also bei seiner Mutter sind, beschäftigt er sich oft mit ihnen, albert mit ihnen rum, spielt mit ihnen, erklärt ihnen Sachen, fördert sie. Da geht mir immer richtig das Herz auf.

    Von daher kann ich ihn mir auch sehr gut als Vater vorstellen. Er hat ein großes Verantwortungsbewusstsein, sowohl was Bildung, Ernährung, Umgangsformen, Wertevermittlung etc. angeht.

    Ich liebe ihn und ich bin bereit, für Kinder auch Abstriche zu machen. Mein Freund ist jedoch der Meinung, wenn es finanziell mal kriselt, dann leidet auch die Partnerschaft und geht im schlimmsten Fall in die Brüche. Und das dann mit Kindern.....
    Das ist mir auch klar. Aber meiner Meinung nach kann eine Beziehung auch kriseln, wenn einer einen Kinderwunsch hat und dieser Wunsch unerfüllt bleiben soll.

    Ich weiß nicht, mache ich mich manchmal zu verrückt?
    Steigere ich mich wirklich zu sehr in das Thema rein?
    Ich habe eben Angst, dass er nicht von sich aus kommt und nicht den selben Wunsch hat wie ich. Und dann?

    Ich spüre oftmals einen Neid Freundinnen gegenüber, die schon eine eigene kleine Familie haben. Ich freue mich natürlich für sie. Aber dennoch spüre ich einen gewissen Schmerz und eine Art Panik macht sich breit, nicht zu wissen, wie sich das Thema bei uns entwickelt.

    Ich weiß auch nicht, soll ich das Thema nochmal ansprechen?
    Soll ich noch länger warten, bis er von sich aus anfängt?
    Mich überkommt manchmal plötzlich eine tiefe Traurigkeit und mir schießen die Tränen in die Augen. Wenn ich abends im Bett liege und an das Thema denke, spüre ich mein Herz laut und kräftig schlagen. Eine Art innerliche Aufruhr.

    Ich würde mich über einen Gedankenaustausch mit euch freuen. Vielleicht habt ihr einen Tipp für mich, wie ich das Thema angehen kann.

    Euer Primelchen
    Wege entstehen erst dadurch, indem man sie geht. (Franz Kafka)

  2. Inaktiver User

    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Egal wie du dich entscheiden wirst - ich finde es enorm wichtig, dass du dich jetzt intensiv damit beschäftigst, womit du leben kannst und womit nicht.

    Du bist 32 und hast noch ein bisschen Zeit.

    Ich wünsch dir nicht, dass du mit 40 noch in der gleichen Situation bist und es dann für dich vielleicht zu spät ist, Kinder zu kriegen.

    Mein Tip: setz dir eine Frist, bis wann du eine Entscheidung gefunden haben willst. Man kann das nicht über's Knie brechen, aber man muss auch nicht jahrelang nachdenken, wenn man Ü30 ist. Schlußendlich hilft auch alles Denken nichts, weil es einfach eine sehr emotionale Entscheidung ist.

    Alles Gute!

  3. Inaktiver User

    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Vom Gefühl her würde ich sagen, dass für ihn das Thema "Kind" keines ist. Er eiert nur rum, erfindet immer neue Ausreden, wo mal dahingestellt sei, ob die sachlich auch unterfüttert sind. Er drückt sich um eine klare Ansage, einerseits um dich wahrscheinlich nicht zu verletzen und andererseits weil er wohl wirklich nicht will.

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    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Zitat Zitat von Primelchen

    Mein Freund meint dann, in Miete würde er kein Kind großziehen wollen.

    M.E. ist dies ein vorgeschobener Grund.
    Salopp gesagt würde ich an deiner Stelle eine Frist setzen, um herauszufinden, was ich möchte. Dann würde ich ihn mit meiner Entscheidung konfrontieren, ihm Bedenkzeit geben und dann handeln. Sprich: Im Falle eines Neins seinerseits würde ich die Beziehung beenden. Lange rumeiern bringt nicht viel. Nur Zeitverlust.
    Geändert von Alizee (20.10.2008 um 16:45 Uhr)
    „Glück? Darüber spricht man nicht.
    Ein Wort zuviel, und es ist lächerlich.
    Zwei Worte, und es ist verschwunden."

    aus: "Über das Wasser" von H. M. van den Brink

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    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Hallo Primel,

    Du bist doch schon ein großes Blümchen, oder? Neben vielen anderen ist mir diese Stelle aufgefallen:

    Zitat Zitat von Primelchen
    Mein Freund erklärte mir damals, bevor wir zusammen kamen, dass er das Thema ´Kinder´ eigentlich schon abgehakt hatte, da einfach nicht die passende Frau da war.
    Und warum willst Du deinem Freund nicht glauben? Seine Gründe kennst Du doch. Bei Sätzen mit eigentlich Frage ich gerne mal nach dem uneigentlich. Weil Du glaubst, die passende Frau zu sein?

    Was sind denn deine Gründe für ein Kind mit dir? Liebe allein reicht nicht, wie deine Beispiele zeigen.

    Ich will dir da nicht unnötig wehtun, aber abwarten und sich was vormachen bringt dich nicht weiter.

    Dein Freund hat sich das so richtig schön gemütlich gemacht, finde ich. Da hätte ich auch keinen Grund da was dran zu ändern.

    Ist außer ein bißchen "Genörgel" schon mehr von dir gekommen?

    Axel
    "Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt." (Oscar Wilde eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills)
    -------------------------------------------------------------------------------------------

    Für mehr anstelle von .

    Tut mir leid, Hühner...ein Hahn tut, was ein Hahn tun muss.
    (by carene)

    Hey Axel!!!! Zauber dir ein Lächeln ins Gesicht!
    (by kazzayyee)

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    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Über diese Stellen solltest Du noch mal nachdenken.

    Ich habe eben Angst, dass er nicht von sich aus kommt und nicht den selben Wunsch hat wie ich.
    Und dann?
    Ja?
    "Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt." (Oscar Wilde eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills)
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    Für mehr anstelle von .

    Tut mir leid, Hühner...ein Hahn tut, was ein Hahn tun muss.
    (by carene)

    Hey Axel!!!! Zauber dir ein Lächeln ins Gesicht!
    (by kazzayyee)

  7. User Info Menu

    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Egal wie du dich entscheiden wirst - ich finde es enorm wichtig, dass du dich jetzt intensiv damit beschäftigst, womit du leben kannst und womit nicht.

    Du bist 32 und hast noch ein bisschen Zeit.

    Ich wünsch dir nicht, dass du mit 40 noch in der gleichen Situation bist und es dann für dich vielleicht zu spät ist, Kinder zu kriegen.

    Mein Tip: setz dir eine Frist, bis wann du eine Entscheidung gefunden haben willst. Man kann das nicht über's Knie brechen, aber man muss auch nicht jahrelang nachdenken, wenn man Ü30 ist. Schlußendlich hilft auch alles Denken nichts, weil es einfach eine sehr emotionale Entscheidung ist.

    Alles Gute!
    Und rede mit Ihm darüber. Klare Ansagen helfen. Kein Konjunktiv oder sonstiges geeiere.
    Geändert von axel_k70 (20.10.2008 um 15:09 Uhr)
    "Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt." (Oscar Wilde eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills)
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    Für mehr anstelle von .

    Tut mir leid, Hühner...ein Hahn tut, was ein Hahn tun muss.
    (by carene)

    Hey Axel!!!! Zauber dir ein Lächeln ins Gesicht!
    (by kazzayyee)

  8. Inaktiver User

    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    äääääähm, was mir dazu als erstes einfällt: warum zieht ihr nicht erstmal zusammen und seht, wie der wirkliche alltag miteinander funktioniert?!

    übergehst du den weg zugunsten des ziels?

    lgS

  9. User Info Menu

    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    äääääähm, was mir dazu als erstes einfällt: warum zieht ihr nicht erstmal zusammen und seht, wie der wirkliche alltag miteinander funktioniert?!

    übergehst du den weg zugunsten des ziels?

    lgS
    SupaWetta, du hast recht! Allerdings hat er sich bereits negativ geäußert, daher wäre es gut, da anzusetzen und grundsätzlich die Kinderfrage zu klären.
    Wenn sie mit ihm zusammenzieht und es klappt gut (das Alltagsleben), er aber dann sein Nein äussert? Dann steht sie vor noch größeren Problemen und Sorgen und die Gefahr, dass sie ihren Kinderwunsch aufgibt, da sich die Beziehung gemütlich leben lässt, ist gegeben. Ein schlechter Deal.
    Aber: Du hast grundsätzlich recht, es ist vernünftig das Alltagsleben in einer gemeinsamen Wohnung zu erleben und das Zusammenleben zu testen. Nur in dem Fall hätte ich kein gutes Gefühl und würde vor dem Zusammenziehen die Frage klären.
    Damit es später kein böses Erwachen gibt.
    „Glück? Darüber spricht man nicht.
    Ein Wort zuviel, und es ist lächerlich.
    Zwei Worte, und es ist verschwunden."

    aus: "Über das Wasser" von H. M. van den Brink

  10. User Info Menu

    AW: Ich wünsche mir Kinder - und mein Partner?

    Zitat Zitat von Primelchen
    Aber meiner Meinung nach kann eine Beziehung auch kriseln, wenn einer einen Kinderwunsch hat und dieser Wunsch unerfüllt bleiben soll.
    Sie kann nicht nur, sie wird kriseln. Ich möchte dich nicht verunsichern oder dir Ratschläge erteilen, dass liegt mir fern.
    Ich finde, da ich bereits einige solcher Geschichten/Probleme mitbekommen habe bei Freundinnen/Bekannten, dass der Schuss nach hinten losgeht, wenn einer der beiden den Kinderwunsch der Beziehung zuliebe aufgibt.
    Primelchen, mach die Augen auf! Finde heraus, was du wirklich willst. Triff für dich deine Entscheidung ob Kind ja oder nein. Dann erst gehe auf deinen Lebensgefährten zu und mache klare Ansage, wie Axel sagt. Und dann schau genau hin, wie er sich verhält! Fängt er an, rumzueiern? Ausflüchte zu benutzen?
    Du hast ein Recht auf Klärung dieser wichtigen Frage. Und eines: Bitte rechtfertige dich nicht. Du tust es indirekt in deinem Beitrag. Eine junge Frau, die sich ein Kind wünscht, muss nichts lange erklären, warum und wieso sie ein Kind möchte. Punkt. Dies ist meine Sichtweise. Vielleicht regt sie dich zum Nachdenken an.
    „Glück? Darüber spricht man nicht.
    Ein Wort zuviel, und es ist lächerlich.
    Zwei Worte, und es ist verschwunden."

    aus: "Über das Wasser" von H. M. van den Brink

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