Guten morgen zusammen,
auch wenn es in diesem Strang um "Krebs" geht, denke ich, dass ich bei 30+ richtig bin. Zu folgendem Thema würde es mich sehr interessieren, wie ihr darüber denkt.
Mir (32) fällt es momentan sehr auf, wie viele Frauen ab Anfang oder Mitte 30 Brustkrebs haben und ich muss gestehen, dass ich Angst davor habe, dass es mich ebenfalls treffen könnte. Und mir fällt es schwer, mit dieser Angst umzugehen.
Da ein Freund von mir Onkologe ist und wir auch schon über meine Gedanken geredet haben und er mir im großen und Ganzen erklärt, warum seiner Meinung nach krebs sich entwickelt und wie man leben sollte, um den ganzen vielleicht vorzubeugen.........Ich versuche, mein Leben so zu gestalten, dass ich mit ruhigem gewissen sagen kann : Ja, ich bin gesund....und dennoch. Auch gesunde trifft es.
Wie ergeht es Euch bei diesem Thema, wenn ihr drüber nachdenkt ???
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Thema: Brustkrebs
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19.09.2008, 06:22
Brustkrebs
Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.
@Wilhelm von Humboldt
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19.09.2008, 21:56Inaktiver User
AW: Brustkrebs
Hallo die.andere,
ich denke über dieses Thema auch öfters mal nach - weil meine Tante mit Ende 30 an Brustkrebs gestorben ist und ich nun selbst auch "schon" 31 bin. Tja, ich versuche, gesund zu leben: wenig Alkohol, (vor allem seit ich nun öfters gelesen hab, dass das einen Zusammenhang gibt zwischen Alkoholkonsum und Brustkrebs), einigermaßen gesunde Ernährung, Ausdauersport.
Aber, wie du schon sagtest, das ist überhaupt keine Versicherung und auch gesunde Frauen erkranken daran.
Würd mich interessieren, was dein Freund zum Thema "Lebensführung - Krebs" gesagt hat!
LG
Lillan
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19.09.2008, 22:03
AW: Brustkrebs
Hallo,
diese Woche habe ich nach langer Zeit mit einer ehemals guten Freundin telefoniert. Wir sprachen über eine gemeinsame ehemalige Mitschülerin (37), die gerade mit Brustkrebs auf beiden Seiten kämpft. Meine Freundin ist Krankenschwester und sie erzählte, ein Arzt habe ihr gesagt, bei Brustkrebspatientinnen geht der Erkrankung meist ein existentieller Einschnitt voraus, sei es eine Scheidung, Tod eines Kindes oder Arbeitslosigkeit. Brustkrebs sei z. T. eine Kopfsache.
Seit ich vor etwa zwei Jahren kurzfristig massive Panik schob (Knoten in der Achselhöhle, beim Duschen bemerkt - Frauenarzt sagte, das käme vor, wenn man sich die Haare rasiere, zwei Tage später war er weg) taste ich mich nicht mehr ab. Ich habe beschlossen, das Leben zu genießen und nicht täglich in der Hab-Acht-Stellung auf meinen herannahenden Verfall zu lauern. Ihr dürft mich schimpfen, jawohl, es ist leichtsinnig und ich weiß, dass man vorsorgen soll.... Aber wem die Stunde schlägt, den erwischt´s im Straßenverkehr, wenn er alle anderen Möglichkeiten verhindert.
Gruß,
H.
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22.09.2008, 05:00
AW: Brustkrebs
Guten morgen Lillan,
Der Hauptauslöser für Krebs sind seiner Meinung nach 1) die schlechte Ernährung, 2) Die mangelnde Bewegung, 3) der Stress...diese Kombination über Jahre hinweg wäre die Hauptursache. Da die Frauen in meiner Familie so ziemlich alle Brustkrebs hatten, dachte ich immer, es läge "an unseren Genen"....dem muss aber nicht so sein. Nur 5% der Brustkrebserkrankungen sind Gen bedingt !Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.
@Wilhelm von Humboldt
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22.09.2008, 12:38
AW: Brustkrebs
Neben der Lebensweise spielt aber auch der körpereigene Hormonhaushalt eine wichtige Rolle. Daher stehen die Hormonersatztherapie und die Pille unter Verdacht, aber auch, ob man Kinder hat und wie lange diese gestillt wurden, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch scheint ein ein hoher Hormonspiegel an sich (der sich in einer frühen ersten Regelblutung und einem späten Einsetzen der Wechseljahre äußert) die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs signifikant zu erhöhen.
Zitat von dieandere.1976
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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22.09.2008, 15:15
AW: Brustkrebs
Ich denke ( und auch einige Onkologen, die in meinem Bekanntenkreis herum schwirren ), dass die Wirkung der Hormone von Pille oder Wechseljahrbeschwerden mittlerweile das Geringere Übel geworden ist, weil man diese anscheinend besser dosieren kann, als es vor 10 Jahren noch der Fall war....ausgeschlossen wird es nicht, nur nicht mehr in dem hohen Maß, wie es vor einiger Zeit noch war.
Das mit dem Stillen habe ich auch schon gehört, ja !Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.
@Wilhelm von Humboldt
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24.09.2008, 13:37
AW: Brustkrebs
Nachdem meine Mutter vor 5 Jahren an Brustkrebs erkrankte habe ich angefangen mir ernsthaft Gedanken zu diesem Thema zu machen.
Zur gleichen Zeit erkrankte auch eine Bekannte beidseitig mit grade mal 40 Jahren, und eine weitläufigere Bekannte verstarb an BK.
Anfänglich ist die pure Panik in mir ausgebrochen, ich habe mich belesen wie ich nur konne und habe dann aber festgestellt - den ultimativen Vorsorgeplan gibt es nicht.
Heute gehe ich alle 6 Monate zu meiner FÄ und gut ist. Selbstabtasten macht keinen Sinn da ich eine sehr knotige Brust habe, da wäre mehr Falschalarm als nötig....
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24.09.2008, 16:29
AW: Brustkrebs
Aber ist es nicht tragisch, dass es kaum jemanden gibt, der keine Erfahrungsberichte hat, der nicht eine Frau im Bekanntenkreis hat, die Brustkrebs hatte oder daran gestorben ist?
Eine Kollegin von mir hat ihn besiegt, eine (angeheiratete) Tante hat es leider nicht geschafft.
Ich (37) gehe 2x jährlich zur Untersuchung und taste immer unter der Dusche ab. Erblich belastet bin ich nicht, aber ich denke auch, dass es jede treffen kann.
Keine Ahnung, wie ich damit umgehen würde, wenn es mich treffen würde. Wäre ich stark und würde ich kämpfen? Oder würde mich die Verzweiflung überkommen?Liebe Grüße
Ava


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