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  1. Inaktiver User

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Zitat Zitat von Zimmerbrunnen Beitrag anzeigen
    Vielleicht markiert ein runder Geburtstag auch eine Krise, aus der ein neuer Lebensabschnitt entsteht. Irgendwas Neues kommt immer.
    Ist so eine "Krise" nicht hausgemacht?

    Ich denke, wenn von außen nicht so ein Hype um den runden Geburtstag gemacht werden würde, würde man ihn einfach hinnehmen, wie jeden anderen auch.

    Schließlich bleibt das Leben mit dem runden Geburtstag nicht stehen.

    Außerdem: Sind es nicht die berühmt-berüchtigten 7 Jahre, die in Wahrheit zählen?
    Wenn das so ist, spielt "der Runde" überhaupt keine Rolle.

    Ich habe mir jetzt mal - angesichts des Themas - den Spaß gemacht, mir mein Leben von 0 bis jetzt in den 7-Jahres-Schritten angeguckt...
    In der Tat... da könnte was dran sein...

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    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Ach ja, ich denke übrigens auch, dass es eine Projektion ist, dass einem in einem bestimmten Alter immer aufs Brötchen geschmiert wird, was man alles noch nicht erreicht hat. Die meisten Menschen denken doch gar nicht so und wenn wir wirklich wüssten, was die Menschen denken, dann wären wir überrascht - denn das hat mit uns und unseren kleinen Problemen doch gar nichts (oder gar nicht viel) zu tun. Und wenn, dann hat das auch immer etwas mit den anderen Menschen selbst zu tun, wenn sie sich daran stören, dass wir zu Zeitpunkt X Y noch nicht erreicht haben.

    Also - warum habt ihr selbst so hohe Erwartungen? Warum müsst ihr jemand sein (oder werden), der ihr momentan gar nicht seid? Warum muss ich mich mit jemandem vergleichen, der ganz anders ist und auch ganz andere Voraussetzungen hat?

    Ich kenne das übrigens von mir auch - ich habe auch oftmals so eine fixe Idee, dass jemand mich dumm/faul/unwert finden könnte, weil ich mit 32 noch keine Fachärztin geschweige denn Oberärztin bin. Ja. Klingt total absurd. Ist es auch. Vor allem, weil sich mein Lebensweg mit zwei Kindern eben ein anderer ist. Trotzdem projiziere ich das gern auf bestimmte Leute. Bringt nichts und ich arbeite dran.

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    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Ich denke, 30 ist schon so ein Datum, an dem man unbewusst abgleicht, ob man dort steht, wo man stehen will.

    Der 30. hat mir nichts ausgemacht - ich war verheiratet, hatte Kinder und war promoviert; ich stand da, wo ich mit 30 sein wollte.
    (Das müssen natürlich nicht die Ziele anderer sein!)

    40 dagegen habe ich sehr durchlebt, da war große berufliche Unsicherheit und ich musste mich von dem Wunsch, weitere Kinder zu bekommen, endgültig verabschieden. Da war ich nicht, wo ich mit 40 sein wollte.
    (Die 40er wurden dann aber trotzdem sehr glückliche Jahre - viel besser als die 30er).

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    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Lacey,
    bei dir lese ich "wenig Schwung und Begeisterung" für das Leben.

    Tanzen und Lesen begeistert dich - aber es erfüllt dich offensichtlich nicht.

    Noch hast du alle Möglichkeiten - aber es wäre natürlich gut, wenn du für etwas brennen würdest.
    Willst du denn dein Leben lang Buchhändlerin angestellt in einem Buchladen bleiben?
    (ist natürlich ok, wenn du das willst, aber so wirklich begeistert klingst du da auch nicht).

    Es ist nicht sehr originell - aber bei dir könnte ich mir vorstellen, dass dir ein Ehrenamt, in dem du etwas für andere tust, helfen würde. Das muss gar nicht auf Dauer den Sinn fürs Leben stiften - abe ich könnte mir vorstellen, dass "sinnvolles Tun" etwas bei dir in Bewegung bringen würde.

  5. Inaktiver User

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Zitat Zitat von Lacey1990 Beitrag anzeigen
    Ich weiß einfach nicht wie ich rausfinden kann was ich vom Leben will, wenn es durch Nachdenken nicht funktioniert.

    Muss man das herausfinden?

    Oder ist es für dich das selbe, wie zu wissen, wie du leben willst, was dir wichtig ist?

    Ich bin Mitte 50. Nie in meinem Leben hatte ich Ziele. Keinen Plan, nichts.
    Ich wusste aber immer, was mir wichtig ist, was mir gut tut, was mich glücklich macht, wann ich mich wohl fühle - und umgekehrt.
    Das war schon als Kind so.

    30 war gar kein Problem. Noch voll im Leben. Obwohl keine Zukunftspläne.
    Braucht man die? Für viele Menschen wahrscheinlich undenkbar.
    In der Rückschau kann ich sagen, es war sehr wichtig, immer zu wissen, was ich will und was ich nicht will. Davon abzuweichen kam mir keine Sekunde in den Sinn.



    Zitat Zitat von Lacey1990 Beitrag anzeigen
    Ist 30 generell so ein Alter wo man sich verloren fühlt?

    Nein und zwar nicht nur, weil das bei mir nicht so war. Auch für meine Freunde und Freundinnen war das kein problematisches Alter. Eher schon 40 (weil man dann eben nicht mehr jung ist).

    Tipps kann ich dir keine geben. Ich tue das eher selten.

  6. Inaktiver User

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    (Die 40er wurden dann aber trotzdem sehr glückliche Jahre - viel besser als die 30er).
    Das habe ich auch so empfunden.

    Mit Ende 30 gab es bei mir noch mal einen großen tollen Umbruch.
    Der 40. ging da irgendwie unter und wurde gar nicht richtig wahrgenommen.

    Der 50. war toll.
    Mir ging es super und ich fand mich nie attraktiver als zu dieser Zeit.
    Sowohl innerlich als auch äußerlich.

    Heute glaube ich, dass es nicht nur ein Gefühl ist, sondern eine Haltung, die ich mir im Laufe meines Lebens erworben habe:
    Ja, ich bin attraktiv und toll - mit allen Ecken und Kanten. Das Alter spielt keine Rolle.

    btw:
    Ich bin heute beim Einkaufen zufällig mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die Ende des Monats 90 (!) wird.
    Wir mussten beide auf einen freien Einkaufswagen warten und haben ein bisschen Smalltalk gehalten.


    Diese Frau hat mir wahnsinnig imponiert.
    Sie bestand darauf- als Beweis für ihr Alter - mir ihren Führerschein zu zeigen.
    Hätte ich ihr Geburtsdatum nicht mit eigenen Augen gesehen, ich hätte es nicht geglaubt.

    So toll... so fit... so klar im Kopf... und so attraktiv...
    So möchte ich auch mal sein, wenn ich es denn bis dahin schaffe.

    Aber was rede ich hier...
    Unsere TE ist von diesem Alter noch meilenweit - wenn ich gar 60 Jahre - entfernt.

    Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass mit 30 noch so viel Leben vor einem liegt.
    Man weiß heute nicht, was morgen ist.

    Umso wichtiger ist es, das Leben jetzt zu leben und immer das anzunehmen, was heute ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Und noch was...

    @Lacey,
    wenn du dich schon mit 30 verloren fühlst, dann wirst es auch mit 40, 50. 60....

    Es ist die Haltung, die dich ausmacht - nicht die Anzahl deiner Lebensjahre.

    Ich kenne Altersgenossen, die waren schon mit 20 Greise.

    Und ich kenne Leute, die mit 60 noch Teenies sind.
    Ich gehöre definitiv zu der zweiten Kategorie...

  8. User Info Menu

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und noch was...

    @Lacey,
    wenn du dich schon mit 30 verloren fühlst. dann wirst es auch mit 40, 50. 60....

    Es ist die Haltung, die dich ausmacht - nicht die Anzahl deiner Lebensjahre.

    Ich kenne Altersgenossen, die waren schon mit 20 Greise.

    Und ich kenne Leute, die mit 60 noch Teenies sind.
    Ich gehöre definitiv zu der zweiten Kategorie...
    Das erinnert mich an die Serie "Grace & Frankie", die beide um die 70 sind, aber im Herzen und auch äußerlich so jung geblieben.. klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich denke mir jedes Mal: so möchte ich auch mal sein, wenn ich alt bin.

    Das mit der Haltung stimmt in jedem Fall.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Rückschau kann ich sagen, es war sehr wichtig, immer zu wissen, was ich will und was ich nicht will. Davon abzuweichen kam mir keine Sekunde in den Sinn.
    Da bin ich mittlerweile sehr dicht dran. Aktuell aber eher mit dem Status, dass ich nein zu Dingen sage, die ich nicht will, ohne dass sich daraus das ergibt, was ich mir wünsche. Dennoch ist das Leben natürlich viel positiver, seit ich mich bewusster gegen oder für Dinge entscheide.

    Rückblickend betrachtet - hast du das "bekommen", was du wolltest?

  9. Inaktiver User

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    Magalie, auf welche Weise wurde dir das denn bewusst? Und was hast du aus dieser "Sinnkrise" gemacht?

    Ich hab manchmal das Gefühl, man kriegt von allen Seiten aufs Brötchen geschmiert, was man alles noch nicht erreicht hat.. gerade eben hat auch wieder die Frau, die meine Nägel (sehr schön) macht, gefragt: "Und, immer noch keinen Freund? Meine Nichte ist ja auch schon 29 und immer noch single..."
    Ja, so ähnliche Sprüche habe ich damals auch gehört.

    Heute würde mich das überhaupt nicht mehr jucken.

    Wie ich aus der Sinnkrise rauskam? Weiß ich gar nicht mehr.
    Ich habe einfach mein Ding weitergemacht, wie ich dachte, dass es richtig ist.

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    -- Aktuell aber eher mit dem Status, dass ich nein zu Dingen sage, die ich nicht will, ohne dass sich daraus das ergibt, was ich mir wünsche. Dennoch ist das Leben natürlich viel positiver, seit ich mich bewusster gegen oder für Dinge entscheide.
    Richtig so!

    Sich bewusst dafür zu entscheiden, was du willst oder auch nicht, ist der Weg zu einem guten Leben.
    Ich kann eigentlich auch gar nicht mehr dazu sagen... man muss einfach leben und auf seine innere Stimme hören.

    Kennt ihr eigentlich den Lila Hut?

    PS: Wir sind ja hier im 30-er Forum...
    Weiter unten gibt's im 50-er einen Strang mit dem Titel "Neustart mit 50 plus... falls Interesse besteht

  10. Inaktiver User

    AW: Bald werde ich 30. Eine ernüchternde Bilanz?!

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen

    Rückblickend betrachtet - hast du das "bekommen", was du wolltest?

    Ist nicht einfach zu beantworten. Das, was in meiner Hand lag, ja. Anderes hingegen, was ich nicht beeinflussen konnte, teil ja und teils nein.
    Wobei das Wort "bekommen" in dem Zusammenhang gar nicht passt.

    Ich würde es mal so sagen: Da es für mich von klein auf gar nicht anders möglich war, als immer nach meinem Wunsch zu leben (sofern es, wie gesagt, in meiner Hand liegt), konnte es auch nicht anders kommen.

    Allerdings, und dafür bin ich unendlich dankbar, hat mich auch kein schwerer Schicksalsschlag getroffen, keine sehr schwere Krankheit, kein Unfall, kein schweres Unglück.
    Ich hatte in dieser Hinsicht großes Glück.
    Es ist fast so, als würde man jahrzehntelang auf offener See fahren, ohne auch nur ein Mal in einen heftigen Sturm zu geraten, der das Boot hätte zum Kentern bringen können.
    Schwere Zeiten habe ich schon gehabt, aber sie waren kein Unglück sondern gehören irgendwie schon zum Leben.

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