Schöner Strang!

"Man kann nicht alles haben, aber man kann [in einem gewissen Rahmen] haben, was man will."

Ich habe in meinen Dreißigern entdeckt, dass letztendlich fast alles eine Sache der inneren Einstellung ist, wie ICH mein Leben sehe.

Ich finde es faszinierend zu beobachten (fand ich schon immer), dass es z.B. Menschen mit viel X gibt, die unglücklich sind, und Leute mit wenig X die glücklich sind. Andersrum natürlich genauso und auch noch mal kreuz und quer vertauscht.

Ich habe in meinen Dreißigern auch entdeckt, wie wichtig es ist, unterscheiden zu lernen zwischen dem "Was will ich/was ist meins" und "Was willst Du/ Was ist Deins".

Wenn man das raus hat (zu wissen, was man wirklich will), dann ist der Rest eigentlich nur Staffage. (Wobei mir klar ist, dass vielleicht manche Leute nicht ganz so zielgerichtet drauf sind. Ist auch eine Charakterfrage.)

Wichtig ist auch zu wissen, wo die eigenen Einflussmöglichkeiten enden. (Ist auch Thema "Meins"/"Deins", wobei mit "Deins" hier auch doofe oder einfach nur Umstände gemeint sein können.)

Ich habe mir wenig vorgestellt in meinem Leben und tatsächlich ist von dem, was ich mir vorgestellt habe, alles eingetreten, aber ganz anders, als ich es erwartet habe.

Momentan bin ich dabei, das, was ich habe, zu sehen, anzunehmen, zu schätzen, richtiggehend auszukosten --- und es mir dabei sehr gut gehen zu lassen. Ich lerne gerade ganz, ganz, ganz viel Akzeptanz. Das tut wahnsinnig gut.

Manchmal hätte ich Lust, mit dem Wissen von heute noch mal ganz neu zu starten (so ab Zeitpunkt Abitur). Aber nur mit dem Wissen von heute.