Eine Garantie hab ich nie verlangt. Es sollte natürlich schon so sein, dass in dem Moment, wo man sich für eine Familie entscheidet, die Beziehung perfekt scheint. Für Alternativen bin ich nicht der Typ.
Und das es zwei Seiten gibt, ist auch klar. Aber ich glaube noch an das klassische Familiengefüge und weiß von meinen Eltern, dass es das gibt, dass man über 40 Jahre glücklich miteinander ist, sich immer noch liebt usw.
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12.05.2010, 10:32
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Bloß keine Langeweile aufkommen lassen!
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12.05.2010, 13:33Inaktiver User
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Liebe Sharon,
bist du wirklich eifersüchtig oder nur genervt?
Letzteres könnte ich sehr gut verstehen. Ich finde es grundsätzlich blöde, Rundummails zu verschicken bzw. zu bekommen, von Menschen nur kontaktiert zu werden wenn irgendwelche Highlight anstehen.
Mich beschlich vor Jahren immer so ein komisches Gefühl wenn ich Urlaubskarten von einer bestimmten Freundin erhielt. Irgendwann war ich mir meiner Gefühle sicher - und habs ihr auch gesagt, in einer Art Aussprache. Unsere Beziehung war in einer Nicht-Beziehung versandet.
Und irgendwann traute ich mich zu dem Gefühl: was schickt die blöde Kuh mir andauernd Urlaubsgrüße zu stehen, überspitzt ausgedrückt.
Im Grunde genommen sind das sehr persönliche Dinge wie Geburt eines Kindes, Hochzeit, Schwangerschaft, Hausbau etc.....
Geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude. Aber, da sollte man auch vorher oder kontinuierlich die Freundschaft pflegen. Kurzum, ich finde es ganz verständlich, dass sich bei dir nicht die Freude einstellt die du für eigentlich angemessen hälst.
Wahrscheinlich meinen es deine Bekannten nicht bös.
An deiner Stelle würde ich versuchen, mal unabhängig von deiner Situation, herauszufinden an wem dir eigentlich sehr gelegen ist. Zu einem Rundumschlag per se würde ich dir nicht raten.
Erstens musst du es aushalten wenn sich bei anderen Menschen Wünsche erfüllen die dir momentan nicht beschieden sind und außerdem beschränkst du dich ja dann selber.
Freundschaften und Bekanntschaften sind nicht immer konstant.
Es gibt so viele Unterschiede. Mit manchen kannst du dich vielleicht trotz momentaner Sendepause soo gut austauschen, dass ich das laufen lassen würde.
Tja, und manche Kontakte sind eben nur noch obeflächlich.
Last but not least, in Gesellschaft von total ähnlichen Menschen würdest du dich sicherlich auch nicht wohl fühlen, oder?
Ich wünsche dir eine entspannte Haltung.
sky
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28.05.2010, 21:33
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
hi sharon,
merke: abgerechnet wird immer am schluss und da sind wir noch lange nicht!!!
heidi
Ps: mein ex und ich wir waren so ein paar: jung, nett, erfolgreich, heirat, kind, karriere...und jetzt liest du einfach mal meinen strang..."und das mir" nur den ersten beitrag...
zu meinen singel freundinnen hab ich immer den kontakt gehalten. nach der geburt und im ersten jahr war das schwer, weil die schnettmengen mit dem, was einen berührt eher klein. das hat sich geändert und ich bin froh, dass wir uns haben. man muss sich halt kümmern. und : wenn du dämlich angequatscht wirst - wehr dich. sag soch ruhig:"kannst du dir vielleicht vorstellen, dass mich das verletzt?"************************************************** ****
Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!!!
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27.06.2015, 08:31Inaktiver User
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Hallo,
Ich gebe zu. Mir geht es momentan sehr ähnlich.
Seit 13 Jahren lebe ich in einer festen Beziehung. Wir lieben uns. Und haben Zukunftspläne allerdings macht mein Lebensgefährte ( Freund zu sagen, finde ich nach so langer Zeit irgendwie unpassend) überhaupt gar keine Anstalten mit mir einen Schritt weiter zu gehen, zum Beispiel zu heiraten oder ein Kind zu bekommen. Er weiß dass ich es mir wünsche und er lehnt das auch nicht ab. Sagt aber von sich selbst dass er noch nicht ganz bereit ist.
So viel dazu.
Im letzten Jahr ist bei uns im Freundeskreis der Heirats und Babyboom ausgebrochen. Es ist wirklich schlimm, kaum noch ein Treffen dass ohne " Wir haben was zu verkünden.." Beginnt. Und es geht mir schlecht.
Ich schäme mich sehr für das Gefühl der Eifersucht. Ich bin eifersüchtig und neidisch. Ja ich gebe es zu und ich schäme mich weil ich mich doch eigentlich freuen sollte für das Glück von Freunden. Ich bemühe mich auch darum, aber ich merke dass ich mich unbewusst auch etwas von allen zurückziehe, mich nicht mehr so häufig treffen will. Es tut mir weh, jedesmal stundenlange Gespräche wie den richtigen Trauring, das perfekte Kleid etc. beizuwohnen. Dann werden einem Hunderte Bilder vonpotenziellen Locations, Kleidern, Torten unter die Nase gehalten und man tut als ob man total begeistert ist. ,an will die Freunde ja nicht vor den Kopf stoßen oder verletzen mit ablehnender Haltung.
Aber momentan könnte ich, Entschuldigung, jedesmal kotzen wenn es heißt. " kannst du dir das mal anschauen.."
Mittlerweile bin ich so down deswegen dass ich richtig Probleme in meiner Beziehung habe. Ich mache meinem Lebensgefährten dann Vorwürfe warum alle und nicht ich. Ich gebe ihm die Schuld. Und er reagiert trotzig . Sagt dass er mich auch heiraten wird, ich solle mir keine Gedanken machen . Wer will schon ständig angefeindet werden. Aber ich kann nicht aus meiner Haut. Ich versuche mit meinen Gefühlen umzugehen. Aber es klappt nicht sehr gut. Ichstichel, und nerve ihn und in dem Moment an dem ich mir sage, " halt den Mund" ist mir schon wieder eine Gemeinheit gegen ihn rausgerutscht. Es ist schlimm ich weiß und unerwachsen.
Gestern hat mein kleiner Bruder seine Verlobung verkündet. Ich bin schnell zur Toilette gerannt , weil ich nicht wollte dass jemand meine Eifersuchtstränen sieht.
vielleicht ist das kindisch und ich versuche wirklich mich aus tiefsten Herzen für meine Freunde/ Bruder zu freuen. Aber es ist schwer.
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27.06.2015, 09:20
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Ist das, was die anderen da leben wirklich Glück? Oder geben sie nur ihren Instinkten nach?
Ich habe Leute, die Kinder bekamen, nie beneidet, sondern eher bedauert. Die Freiheit war futsch, die finanzielle Unabhängigkeit auch, für ihre Hobbys und Interessen blieb kaum noch Zeit und ihre Gesprächsthemen drehte sich nur noch um den Nachwuchs.
Ich habe sie dann schweren Herzens mehr oder weniger abgeschrieben, denn von ihnen war einfach nicht mehr viel zu erwarten. Ich habe es jedes Mal bedauert, aber sie niemals darum beneidet.
Ich kenne Leute mit schwierigen Kindern, welche mit nervigen Kindern, andere mit teueren Kindern, mit anspruchsvollen, mit welchen, die irgendwie eingeschränkt, unbegabt, untalentiert oder sonstwie lästig sind. Ich kenne genau 3 Personen mit wirklich tollen Kindern, aber der Rest? Der Rest ist anstrengend! Und von diesen 3 Personen hatten mindestens 2 ernsthafte Eheprobleme und standen schon kurz vor der Trennung. Was nicht heißt, dass die Beziehungen derer mit weniger tollen Kindern gut gewesen wären. Das waren sie nämlich auch nicht.
Darauf soll ich neidisch sein? Echt nicht! Ich bin froh, dass mir sowas erspart blieb!
Schau einfach mal hinter die Kulissen. Dort wirst du den einen oder anderen Abgrund entdecken.
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27.06.2015, 09:42
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Wie sehen denn Eure Zukunftspläne aus?
Ich nehme an, 83 ist Dein Geburtsjahr und Du bist 32.
Da können Pläne ruhig konkrete Formen annehmen.
"Noch nicht ganz bereit" kann vieles implizieren.... heiraten oder ein Kind zu bekommen. Er weiß dass ich es mir wünsche und er lehnt das auch nicht ab. Sagt aber von sich selbst dass er noch nicht ganz bereit ist.
Ist er emotionale noch nicht so weit, dass er heiraten und eine
Familie gründen möchte? Eventuell familiäre schlechte Erfahrungen
mit "Familie" (Scheidung der Eltern, etc.)?
Oder macht er diese Schritte von seiner beruflichen Entwicklung
abhängig?
An Deiner Stelle würde ich diese mangelnde Bereitschaft genauer
hinterfragen - allerdings möglichst mit vorwurfsfreier Haltung und
ohne zusätzlichen Druck aufzubauen. Es ist wichtig, dass Du seine
Gründe kennst, dann kannst Du darauf reagieren.
Hinterfrage auch Dich selbst und Deine Neidgefühle ehrlich:
entsteht Dein Kinderwunsch hauptsächlich aus Dir selbst heraus?
Oder möchtest Du mit Deinem Freundes- und Bekanntenkreis
diesbezüglich "mithalten" können?
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27.06.2015, 10:00
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Mich befremdet das hier teilweise sichtbare Bedürfnis, zur Linderung des eigenen Neides die Lebensweise und das Glück anderer herabzusetzen.
Mag sein, einige sind weniger glücklich, als es nach außen wirkt - mutmaßlich sind viele auch genau so oder noch zufriedener/glücklicher als man denkt. Und dann?
Ich kenne persönlich etliche Familien, die es wirklich gut zusammen haben. Auch ich habe es richtig gut in meiner Ehe und Familie. Ich habe Freunde, die leben anders. Wir können einander leben lassen und anerkennen ohne Abwertung. Ich habe auch Freunde, deren Glück sich durch Schicksal zerschlagen hat. An denen nehme ich Anteil. Wenn ich Neid empfinde auf etwas, das andere haben, dann nehme ich das eher als Ansporn, noch mal inmmeinem Leben zu schauen, ob ich etwas anders machen möchte. Und manchmal ist die Antwort "nein", ich lebe auch mit "suboptimalen" Lebensbereichen (kein Haus mit Meeresblick zum beispiel).
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27.06.2015, 10:06Inaktiver User
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
So sehe ich das auch.
Was hindert dich daran, deinem Leben einen Schubs in die von dir gewünschte Richtung zu geben? Dein Partner fühlt sich nicht bereit? Dann wird es Zeit dies zu klären, denn deine biologische Uhr tickt. Anstatt dich in Eifersuchtsgefühle zu verstricken, würde ich daran arbeiten, dass dein Leben in die Richtung verläuft die du gerne hättest. Das solltest du deinem unentschlossenen Partner auch klar sagen.
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27.06.2015, 10:43
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Ich bin über die gleiche Stelle wie Schafwolle gestolpert.
Was fehlt ihm denn noch? Was erwartet er sich noch, wenn ihr schon 13 Jahre zusammen seid? Wird es in eurem Leben in den nächsten Jahren größere Veränderungen geben?
Dein Partner "muss" dich nicht heiraten und mit dir Kinder bekommen. Aber er schuldet dir auf die Fragen von oben ehrliche Antworten.
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27.06.2015, 10:56Inaktiver User
AW: Eifersucht auf das Glück der anderen
Ich weiß nicht ob es herabsetzen ist - oder nicht eher eine etwas realistischere Sicht auf die Welt?
Ich denk da oft an meine Kinder, wie sie früher bei Verboten gesagt haben: ALLE dürfen/haben das, NUR wir nicht.
Was einfach Quatsch war, wenn man genau hingeschaut hat.
Und so würde ich das auch einordnen: kann sein, dass grad viele heiraten. Aber nicht alle heiraten den absoluten Traummann aus einer perfekten Liebesbeziehung heraus - solange man das aber annimmt steht man sich selbst im Weg, und kann nur verlieren.
Würde man hinschauen und wahrnehmen, dass manche vielleicht auch einen Mann heiraten den man selbst gar nicht wollte dann kommt man wieder auf den eigenen Entscheidungsspielraum zurück und muss sich nicht als Verlierer in einer Welt von Gewinnern sehen.
Zu meinen, bei allen anderen wär alles Gold was glänzt ist für mich der sichere Weg ins Unglück. Wenn man hinter die Fassaden schaut dann sieht man einfach, dass jeder mit irgendwas zu kämpfen hat und niemand das perfekte Leben lebt.


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