Antworten
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 35
  1. Inaktiver User

    Quarterlife crisis

    So, ich hab ein Mittzwanziger Thema. Übrigens ein sehr nettes kleines Forum hier, fühlt man sich gleich gut aufgehoben. Aber zurück zum Thema: Habt ihr davon schon mal gehört, was meint ihr dazu?

    Ich persönlich finde es ein bißchen übertrieben von Kriese zu reden, aber einschneidende Veränderungen finden bei mir im Moment schon statt. Abschied vom Studentenleben (tragisch), Arbeitsleben (naja), größere Wohnung (juhu!), solche sachen eben.

    Aber die Kriese krieg ich deswegen nicht, es verändert sich nur eben alles sehr rasant im Moment.

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen,

    LG, Zoé

  2. User Info Menu

    AW: Quarterlife crisis

    Hallo Zoey, so was kenn ich Habe meinen Abschluss schon 2005 gemacht, mich erst mal tierisch gefreut: mehr Geld für die Arbeit, nicht mehr dieses ewige Lernen, endlich erwachsen.

    Nach einer Weile habe ich dann aber gemerkt, dass ich gedanklich noch gar nicht mit meinem Studium abgeschlossen habe, mit meiner "Jugend", und dass ich noch gar nicht erwachsen sein will - egal ob mit oder ohne größere Wohnung. Da hätte ich lieber die kleinere wieder zurückgenommen.
    Gott Sei Dank war ich am promovieren, da konnte ich bis auf meine 2 Nebentätigkeitstage noch ein bisschen Studium und Freiheit nachholen.

    Jetzt bin ich im Referendariat, hab total viel um die Ohren, lern aber auch viel. Und habe immer noch keine Lust, in eineinhalb Jahren jeden Tag 10 Stunden im Büro zu sitzen.

    Und ich finde die Vorstellung grausam, dass "das alles" (Studium, Freiheit, locker drauf sein, jung sein, noch alles vor sich haben) unwiderbringlich vorbei sein soll
    Avatar made by Betsi!

  3. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    Oh Gott ja! Es ist nicht so sehr der Abschied vom Studentenleben, sondern von dem Lebensgefühl das man als Student halt hat. Ich würde ja am liebsten auch promovieren, damit ich weiterhin das Uni-Leben genießen kann. (muss aber erst noch meine letzten Prüfungen bestehen).

    Aber blöder Grund eigentlich, zu promovieren um sich jung zu fühlen :-)

  4. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    Zoe, ganz deiner Meinung: wenn jede kleine Verstimmung schon eine Krise ist... dann laborieren wir ja alle grundsätzlich immer. Aber ob's dafür nen eigenen Namen braucht?

    Promotion wirst du mit dieser Motivation allein wohl auch nicht schaffen ;-), fürchte ich - Selbstmotivation über ein, zwei Jahre hinweg ist schon anstrengend.

  5. User Info Menu

    AW: Quarterlife crisis

    Hey Zoey,

    du sprichst mir aus der Seele

    Ich werde dieses Jahr 25 (noch 3 Monate...) und mache nächstes Jahr meinen Uni-Abschluss... und dann Na gut, das ist wohl ein weiteres Problem.

    Was ich in letzter Zeit immer merkwürdiger finde: es gibt immer mehr Menschen, die jünger sind als ich! Klingt komisch, aber neulich war ich z.B. bei einem neuen Frisur und die Dame war gerade 21 Jahre alt... Das war irgendwie komisch. Auch wenn "erfolgreiche" Menschen aus der Öffentlichkeit (und seien es Fussballnationalspieler) plötzlich jünger sind als ich, fühlt sich das komisch an. So als würde ich schon richtig zu "den Erwachsenen" gehören, die ihren Platz im Leben längst eingenommen haben.

    Aber so "alt" fühl ich mich doch eigentlich noch gar nicht Vielleicht werden gerade Studenten auch einfach später erwachsen (im klassischen Sinne) oder glauben, mit 25 schon sonstwas erreicht zu haben... Wobei ein Uni-Abschluss uns wohl noch nicht besonders viel vorkommt.

    PS: Ich will übrigens auch promovieren und habe dabei auch diesen "noch 2 Jahre Studentenleben mehr"-gedanken im Hinterkopf

  6. User Info Menu

    AW: Quarterlife crisis

    Bei mir war es gar nicht der Grund, dass ich ein längeres Studentenleben haben wollte, warum ich promoviert habe. Hat sich dann aber nachher als praktisch herausgestellt.

    Ich bin aber auch in der seltsamen Situation, dass ich mit 17-20 unbedingt älter sein wollte, als ich bin, auch so mit 21 noch. Und als ich mein Examen hinter mir hatte, wollte ich unbedingt arbeiten, Geld verdienen, erfolgreich sein. Das verging dann im Laufe der Promotionszeit, und jetzt finde ich gut, dass ich jünger aussehe als ich bin, kleide mich auch jugendlicher, und höre auch ganz andere Musik als früher (Radiosender gewechselt...). Dass die Jugend vorbei ist, und ich eigentlich mit 20 mir vorgenommen hatte, mit 30 oder so zu heiraten, daran will ich gar nicht denken.

    Wahrscheinlich ist das auch irgendwie das seltsame Phänomen, dass man immer das haben möchte, was man nicht haben kann oder was man nicht hat...
    Avatar made by Betsi!

  7. User Info Menu

    AW: Quarterlife crisis

    ich stelle nur fest dass viele meiner ehemaligen stufenkollegen schon DEN partner für leben gefunden haben, arbeiten und ich noch an der uni hänge und dafür schon ein kind (aber ohne partner) habe.

    dafür werde ich seit neustem gerne für 19 oder 20 gehalten, ich sage dann immer, in 5 jahren käme mir das gut zu pass, aber derzeit nicht unbedingt.
    Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin... und ich bin verdammt reiselustig





  8. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    Najö,das mit der Promotion hat sich für mich sowieso erledigt, war eigentlich auch nie wirklich eine Option. Aber dieses Gefühl dass so viele Menschen um einen herum immerjünger sind das kenne ich auch. Ganz komisch ist das auch in der Literatur, ich lese gerade ein ganz tolles Buch, in dem ist die HEldin gerade mal 23 Jahre alt. Als ich das vor 4 Jahren gelesen habe, hat sich das noch anders angefühlt. Wenn man bedenkt dass ich jetzt älter bin als die Heldin meines Lieblingsromans...

    Ich hab mir aber für diesen Sommer vorgenommen, mal wieder so richtige Teeni-Sachen zu machen, wie Seepartys mit Ghettoblaster etc. Habt ihr sowas auch gemacht?

  9. User Info Menu

    AW: Quarterlife crisis

    Ich habe in einem Online-Brigitte-Artikel erstmals von der "Quarterlife Crisis" gelesen. In diesem Artikel ging es mitunter auch um den sogenannten Cinderella-Komplex und die Generation Praktikum und ich muss leider sagen: ich fand mich zu 100% in dieser wenig schmeichelhaften Beschreibung wieder

    Meine Probleme als Merkmal einer ganzen Generation…Mir fielen schlagartig zahlreiche Postings von Mittzwanzigern ein, die auf ihrer vorsichtigen Anfragen bezügl. Midlife Crises den Spott ertragen mussten, hörten, dass das sooooo nicht sein kann. "Viel zu jung", "Wie kann man es sich anmaßen auch nur in diese Richtung zu denken…" Es blieb nach dem Lesen der fade Nachgeschmack des Unverstanden seins.

    Alleine die Tatsache, dass dieser Begriff so alles umfasste was meine tatsächlichen Probleme waren, half mir bei der Bewältigung. Es fiel mir leichter gewisse Verhaltensweisen zu analysieren und es forderte meine Selbstkritik im besonderen Maße. Die Beschreibung und die Erkenntnis, es geht auch vielen anderen so wie mir, gab mir Kraft...

    Noch viel entscheidender als der Begriff „Quarterlife Crisis“ war jedoch für mich der „Cinderella-Komplex“. Das arme Aschenbrödel auf der Suche nach dem Glück, dem Prinzen, dem Retter, auf dem weißen Pferd der uns aus unserem Turm befreit, anstatt das Glück selbst in die Hand zu nehmen, den Schlüssel zu suchen oder eine Leiter zu knüpfen.

    Für mich hat sich die "Quarterlife-Crisis" ausgezeichnet durch Zukunftsängste, Unzufriedenheit, Konflikte in der Partnerschaft, Depressionen, Gefühle der Unzulänglichkeit. Ich ordnete mein Leben neu, meine Selbstwahrnehmung veränderte sich drastisch, es war als hätte mir dieser dämliche Artikel schlagartig erklärt, was in den letzten zwei Jahren mit mir passiert war.

    Ich selbst habe mein Glück in der Hand. Das ist die kleine aber keineswegs unbedeutende Weisheit, die aus dieser Krise hervorging und verinnerlicht wurde.

    Gerade wegen meiner Erfahrungen halte ich es für sehr wichtig, dieses Thema stärker nach außen zu tragen. Es steckt für mich mehr dahinter als nur ein plumper Erklärungsversuch…

  10. User Info Menu

    AW: Quarterlife crisis

    Kann man den Artikel noch irgendwo nachlesen?

    So ein allgemeines "irgendwie-ist-das-alles-seltsam-Gefühl kenn ich ja auch. Allerdings hab ich meinen Partner schon gefunden, was aber auch daran liegen kann, dass ich dazu erzogen wurde, nie einen Traumprinz zu suchen, der mich in den Königsstand erhebt, sondern einfach selbst eine Prinzessin zu sein
    (also genau das zu machen: das Leben selbst in die Hand zu nehmen).

    Was bei mir eher der Fall ist, ist, dass ich meine Jugend erhalten möchte und keine Lust habe, in ein, zwei Jahren jeden Tag 10 Stunden zu arbeiten bis zur Rente und dann schnell heiraten, Eigentumswohnung, zwei Kinder.... dann doch lieber die Seeparty mit Ghettoblaster (oder, konkreter, Erstsemesterparties... )
    Avatar made by Betsi!

Antworten
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •