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    AW: Quarterlife crisis

    Hallo ihr Leidensgenossinen :-)

    auch ich habe mit 19 meine Ausbildung abgeschlossen und wollte schon gerne in derselben Branche bleiben, habe jedoch keinen Job gefunden. Um der Arbeitslosigkeit zu entkommen habe ich mich selbständig gemacht, war sehr zufrieden und erfolgreich und hatte die letzten sechs Jahre meine egene Firma. Aus verschiedenen Gründen musste ich diese Firma vor ein paar Monaten schließen und bin jetzt, mit 25 wieder auf dem Selbstfindungstrip.

    Ich habe seit nicht allzulanger Zeit einen Job, den ich liebe, der mir sehr viel Spaß macht, von dem ich aber nie geträumt habe. Vor knapp drei Jahren habe ich den Mann meiner Träume geheiratet, ich bin seit 6 1/2 Jahren mit ihm zusammen. Nur wollte ich vorher nichts vom Heiraten, Hausbauen etc. wissen. Ihr könnt euch schon denken wieich wohne..... :-)

    Auch wollte ich nicht wirklich in Deutschland bleiben, ich wollte umherreisen und in anderen Ländern leben. Jetzt bin ich zwar nicht mehr in Deutschland, aber auch nicht (noch nicht?) in dem Land gelandet, wo ich eigentlich hin wollte.

    Mein Leben sollte in eine ganz bestimmte Richtung verlaufen, so wie ich es mir gewünscht habe, ich hatte meine Ziele und Pläne für meine Zukunft. Es ist in Ordnung wie es die letzten Jahre gelaufen ist, aber ich bin jetzt erst dabei wieder für mich herauszufinden, was ich für mich und mein Leben eigentlich will. In meinen gelernten Job kann und will ich nicht zurück, wer wird mich nach 6 Jahren denn schon einstellen?! Ich probiere zurzeit mehrere Sachen gleichzeitig aus, bis ich die perfekte Lösung für mich finde.

    Ist euer bisheriges Leben so verlaufen, wie ihr es geplant habt? Oder habt ihr einen ganz anderen Weg eingeschlagen?
    Viele Grüße,

    Anna

  2. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    ich bin auch in einer kleinen krise, obwohl eigentlich alles soweit läuft wie es geplant war, zumindest beruflich.
    ich habe erst vor 5 monaten mein studium (erfolgreich) beendet, was mir eigentlich sehr spass gemacht hat. jetzt vermisse ich mein unbeschwertes studentenleben schon ziemlich. vorallem weil alle aus meinem freundeskreis noch nicht mit dem studium fertig sind und noch schön die sau rauslassen können. da fühle ich mich direkt alt...
    allerdings habe ich jetzt ne größere wohung und mehr geld, was natürlich auch nicht zu verachten ist.
    was mich aber richtig nervt ist, dass mein freund auch fertig ist und hier keine arbeit findet. deswegen wird er wohl in eine andere stadt ziehen müssen und das zieht mich echt runter. wir sind immer hin schon über drei jahre zusammen und ich hatte gehoft, dass wir bald mal die gelegenheit haben zusammenzuziehen. jetzt ist in der hinsicht wieder alles offen.

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    AW: Quarterlife crisis

    Das mit dem Sau rauslassen der Freunde geht mir derzeit aber auch so... Um mich rum sind viele noch im Studium, mein Freund auch, und ich arbeite gerade vier Tage die Woche und bin in etwas über einem halben Jahr mit meiner Ausbildung dann fertig. Und dann...?

    Ich schwanke dazwischen, mir einen entspannten Job mit viel Freiheit und Freizeit zu nehmen (Richter), oder doch Karriere und Geld machen (Rechtsanwalt). Nur, wenn ich mich für den mit Freizeit entscheide, und dann fangen alle um mich rum an zu arbeiten wie blöd und ich sitze dann wieder gelangweilt rum?

    Und vom Geld korrumpieren lassen wollte ich mich ja auch nicht... aber ein, zwei Jahre Geld scheffeln ist ja auch ne Option.

    (Das ganze hat natürlich noch eine viel längere, viel kompliziertere Geschichte. Aber das mit der Multioptionsgesellschaft ist ja auch so eine Sache...).
    Avatar made by Betsi!

  4. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    Zitat Zitat von HasiII
    Das mit dem Sau rauslassen der Freunde geht mir derzeit aber auch so... Um mich rum sind viele noch im Studium, mein Freund auch, und ich arbeite gerade vier Tage die Woche und bin in etwas über einem halben Jahr mit meiner Ausbildung dann fertig. Und dann...?

    Ich schwanke dazwischen, mir einen entspannten Job mit viel Freiheit und Freizeit zu nehmen (Richter), oder doch Karriere und Geld machen (Rechtsanwalt). Nur, wenn ich mich für den mit Freizeit entscheide, und dann fangen alle um mich rum an zu arbeiten wie blöd und ich sitze dann wieder gelangweilt rum?
    Ich sehe du bist vom gleichen "Fach" wie ich!
    Bloß dass ich noch 20 Monate "muss" und das gefällt mir gar nicht. Wenn ich derzeit zur AG oder zum Ausbilder muss, dann muss ich immer ca. 90km hin und 90km wieder zurückfahren. Das nervt mich noch zusätzlich...

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    AW: Quarterlife crisis

    Hallo Ihr Lieben,
    das beruhigt mich ja doch sehr, dass ich nicht die einzige bin, die so zweifelt.
    Mein Job bestimmt mein Leben leider total, das liegt wohl in der Natur des Berufs.
    Vorm Abi und natürlich auch während des Studiums fand ich das alles totaaaaal spannend und toll und was nicht alles. Aber jetzt mit 29 sieht das alles etwas anders aus.
    Jetzt ist es nicht mehr so prickelnd monatelang durch die Welt zu schippern, nein, ich genieße die Wochen daheim im Urlaub.
    Durch die monatelange Trennung von Familie (ist noch erträglich) und Partner (eigentlich unerträglich) und Freunden und Bekannten, geht das Alltagsleben verloren und ich bin jetzt am Punkt angelangt, wo ich mich nochmal umorientieren möchte.
    Leider ist das nicht so einfach, müsste ich doch für einen gut bezahlten Job von hier wegziehen. Das will ich auch nicht, denn ich habe hier mein Traumhaus, das alleine mir gehört (mein 'Schatzzzz') und meine Familie.
    Das eine, was man will, das andere was man muss.

    Ach Menno, da gibts doch auch wieder ein passendes Lied von Annett Louisan : Unbekümmert ... Stichwort studivz Gruppe ;)

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    AW: Quarterlife crisis

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich sehe du bist vom gleichen "Fach" wie ich!
    Bloß dass ich noch 20 Monate "muss" und das gefällt mir gar nicht. Wenn ich derzeit zur AG oder zum Ausbilder muss, dann muss ich immer ca. 90km hin und 90km wieder zurückfahren. Das nervt mich noch zusätzlich...
    In welcher Gegend machst Du denn Ref? Klingt nach Rheinland-Pfalz Ich hab mal gehört, dass die gerne "verschicken". Ich fahr grad auch jeden morgen eine Stunde ins Büro und eine Stunde zurück, und in meiner Entscheidungsfindung hinsichtlich Job schwanke ich ständig *seufz*. Insbesondere, nachdem ich jetzt von allen Seiten höre, dass man als Richter auch sehr viel arbeiten muss, hat der Job ein bisschen was von seinem Nimbus verloren *noch mehr seufz*. Ich glaube, von der sachlichen Arbeit her wäre das genau mein Ding. Aber ich bin einfach zu oberflächlich dazu, in ner kleinen Eigentumswohnung zu wohnen. Ich hätte schon gerne schicke Klamotten, immer wieder tolle Urlaube, ein hübsches Häuschen mit Pool und ein stylishes Auto....
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    AW: Quarterlife crisis

    Zitat Zitat von schneegans
    Es gibt Leute, die mich seit meinen beiden Buchstaben vor dem Namen extrem meiden, sogar in der eigenen Verwandtschaft.
    ist zwar ot, aber magst du das mal genauer erklären?

    ich glaube, ich hatte die quarterlife crisis mit mitte 20 (jetzt 29) und dann die ganze promotion über bis vor etwa einem jahr immer mal wieder: so viele optionen und ständig das gefühl, dies und das noch nicht gemacht zu haben. bei mir ist es extrem viel besser, seit ich weiß, dass ich keinen wunsch nach einer eigenen familie habe. seitdem habe ich nicht mehr das gefühl, mich mit irgendwas besonders beeilen zu müssen. mein freund und ich sind seit zehn jahren zusammen und leben in getrennten wohnungen: wir haben keine ziele in die richtung "haus bauen, heiraten" etc. und haben dadurch das gefühl weniger druck zu haben und freier zu sein. in puncto rucksackreisen, parties etc. glaube ich ohnehin, dass es nicht wirklich eine altersgrenze gibt.
    ich habe mir im übrigen vorgenommen, nie zu vergessen wie gut das leben mit 1000 euro war - schöne wohnung, reisen, einkaufen ging alles auch. im ernstfall würde ich mich auch gegen mehr geld und für mehr freiheit entscheiden.
    "That life exists/
    And identity/
    That the powerful play goes on/
    And you may contribute a verse."
    Walt Whitman

    “Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
    Benjamin Franklin

  8. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    Zitat Zitat von HasiII
    In welcher Gegend machst Du denn Ref? Klingt nach Rheinland-Pfalz Ich hab mal gehört, dass die gerne "verschicken". Ich fahr grad auch jeden morgen eine Stunde ins Büro und eine Stunde zurück, und in meiner Entscheidungsfindung hinsichtlich Job schwanke ich ständig *seufz*. Insbesondere, nachdem ich jetzt von allen Seiten höre, dass man als Richter auch sehr viel arbeiten muss, hat der Job ein bisschen was von seinem Nimbus verloren *noch mehr seufz*. Ich glaube, von der sachlichen Arbeit her wäre das genau mein Ding. Aber ich bin einfach zu oberflächlich dazu, in ner kleinen Eigentumswohnung zu wohnen. Ich hätte schon gerne schicke Klamotten, immer wieder tolle Urlaube, ein hübsches Häuschen mit Pool und ein stylishes Auto....
    Nein nicht in Reinland-Pfalz, es ist viel schlimmer! Ich mache in Sachsen-Anhalt. Es war der Liebe wegen. Da mein Freund nun aber wegzieht, hätte ich mir das auch sparen können.
    Ich kann es auf jeden fall nicht weiter empfehlen.
    Die Frage ob man lieber Richter oder Rechtsanwalt werden will, ist natürlich schwierig. Als Richter hast du nicht so viel Geld, dafür ist der Job aber sicherer. Viel arbeiten müssen die auch, das stimmt. Aber wenn dir die Arbeit von einem Richter besser liegt, würde ich wohl das nehmen was mehr Spass macht. Du hast ja nichts davon, wenn du eine Arbeit hast die zwar viel Geld bringt (wenns denn so ist), die aber nicht so viel Spass macht. Zumal du ja dann ein paar Jährchen in dem Beruf arbeiten musst.
    Für mich stellt sich die Frage zum Glück nicht, weil ich schon immer Rechtsanwältin werden wollte...

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    AW: Quarterlife crisis

    Na, das wollte ich auch Staatsdienst oder so, das kam für mich eigentlich nie in Frage... Ich hatte dann aber letztes Jahr im Frühjahr immer wieder so meine "Momente", in denen ich mich an irgendetwas gerieben habe, und mir dachte: Und das soll jetzt ein GANZES Berufsleben lang so gehen? Zum Beispiel, wenn ich einen komplizierten Sachverhalt begutachtet habe, und mich so richtig in Rage geschrieben habe. Ich fand das prima, was ich da produziert hatte. Und dann kam der Associate, für den ich das geschrieben hatte, und beschwerte sich über NEBENSÄTZE. Dass es überhaupt welche gibt. Ich fand das unglaublich. Und saß am Schreibtisch und dachte mir: "Hmmm.. Ob ich wirklich so geeignet bin fürs Anwaltsleben? Und dann habe ich mal ein bisschen die Augen aufgemacht, und mir alles bewusst angesehen.

    Je näher jetzt natürlich die Entscheidung rückt, um so schwerer fällt mir alles. Heute finde ich es besser, auch kurzzeitig Anwalt zu werden, und morgen will ich sofort nach dem Examen in den Staatsdienst einsteigen... *seufz*.
    Wahrscheinlich wird es das Schicksal mal wieder richten, wie bei allem...
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  10. Inaktiver User

    AW: Quarterlife crisis

    Ich habe ja auch ein bisschen die Befürchtung, dass mir der Anwaltsberuf nicht mehr gefällt, wenn ich erstmal die Antwaltsstation gemacht habe. Dann stehe ich nämlich echt aufm Schlauch. Staatsdienst kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
    Ich habe auch von sehr pingeligen Anwälten gehört, z.B. regt sich einer auf wenn man nur halbe Absätze macht. D.h. wenn man nach dem Satz nur ein "Enter" nicht noch nen "Enter" macht. (Also so wie ich ) Auf sowas habe ich auch keine Lust...
    Hast du deine Examensklausuren schon geschrieben???

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