Der hat bis zu seiner Pensionierung vor ein paar Jahren an der Schule gearbeitet. Kinder von Mitschülern, die ebenfalls auf dieser Schule waren, haben erzählt, dass er eigentlich eine ziemlich traurige Figur war, fühlte sich immer unwiderstehlich und verstand nicht, dass ihm die Schülerinnen nicht scharenweise vor die Füße fielen. Dass man bei "Hilfestellung" seinerseits besser auf Abstand ging, wurde den jüngeren von den älteren gesagt und auch dass man ihn sich durch Ungeschicklichkeit vom Leib halten konnte. So weit ich weiß, wurde er nie offiziell verwarnt o.ä., allerdings wurde er schon seit Jahren fast ausschließlich in den unteren Klassen eingesetzt, kleine Mädchen waren nie sein Beuteschema. Also gehe ich davon aus, dass die Schulleitung sehr wohl wusste, was da abging.
Mein Vater war zu meiner Schulzeit als Elternvertreter in einigen Fachkonferenzen, da wurde das auch mal angesprochen, aber, der Zeit entsprechend, eher verharmlost "Der macht doch nur Spaß, die pubertierenden Mädchen sind hysterisch und stellen sich an."
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 163
Thema: Der Schulsport-Thread
-
15.07.2020, 11:41
AW: Der Schulsport-Thread
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
Moderation von:
Alle Jahre wieder...
----------
-Rezeptideen und Rezepte für Kinder-
---
3 .. 2 .. 1 .. Ebay-Forum------------------Hochzeit
-------------------------
-Reisen 
-
15.07.2020, 12:48
AW: Der Schulsport-Thread
Ich hab's ja schon im Yogastrang (bzw. dem von dort verschobenen Posting) kundgetan - ich habe Schulsport auch nicht sonderlich geliebt, vor allem den Mist mit den Bundesjugendspielen, bei denen ich nie auch nur eine Siegerurkunde gekriegt habe, und die ätzende Mannschaftswählerei, bei denen ich oft genug selbst von meinen Freundinnen hängengelassen wurde. Das hat weher getan als irgendwelche Stürze oder blaue Flecken.
Geräteturnen hat mir schlichtweg Angst gemacht. Mein Kopf wusste, wie's geht, aber mein Körper hat den Anlauf vor Bock und Kasten jedesmal abgebremst, weil ich so Schiss hatte, mich zu verletzen. Vor Bällen hatte ich auch Angst (Völkerball und Brennball hab ich soooo gehasst!) Und für Leichtathletik fehlte mir irgendwie die Begabung, wobei ich auch glaube, dass mit ein wenig besserer Anleitung da auch mehr gegangen wäre.
Allerdings hatte ich selten das Pech mit arschigen Sportlehrer*innen. Zwei davon mochte ich sogar sehr gerne. Die eine wusste ganz genau, dass Sport nicht mein Ding ist, hat mir aber immer mal eine Gnaden-Zwei gegeben, wenn ich mich angestrengt habe.
Trotzdem war ich mit Sport nach der Schule erst mal für lange Zeit durch, bis ich irgendwann, viel, viel später, mit Yoga begonnen habe, dann zu Pilates gewechselt und irgendwann wieder zum Yoga zurückgekehrt bin ... und gemerkt habe, dass ich ja gar nicht vollkommen unsportlich bin, sondern einfach nur bis dahin nie die richtige Art der Bewegung für mich gefunden hatte.
Das fände ich auch mal eine sinnvolle Ergänzung zur Praxis. Das gab es bei uns erst (ein bisschen zumindest) in der Kollegstufe.
Mich wundert gerade, dass ich da nie draufgekommen bin
Ich habe vor dem jährlichen Schulsportfest immer für schlechtes Wetter gebetet, dann wäre es nämlich ausgefallen. Ist aber leider, wenn ich mich recht entsinne, nie passiert.
Ich bin mal beim Versuch, vom unteren über den oberen Holm zu springen, runtergeflogen und konnte mich, keine Ahnung, wie's mir gelungen ist, gerade noch festhalten. Daran denke ich manchmal heute noch mit Grausen. Ich finde es fast schon fahrlässig, Schüler*innen, die nicht schon jahrelanges Turntraining hinter sich haben, bestimmte Übungen machen zu lassen.
Ich glaube, Du bist ich!So im mittleren Alter habe ich dann den Sport entdeckt, der mit gefällt. Ich bin ängstlich, nicht schnell, nicht stark, aber zB ziemlich beweglich und biegsam.
Ich kann zwar sportlich nicht allzu viel, aber ich bin ein ziemlicher Gummimensch.
Das war bei uns zum Glück kein Problem (wenn man nicht im Wochentakt seine Tage hatte). Wenn es sich gerade anbot, wurde man zum Zeitnehmen oder Ergebnisse protokollieren herangezogen.
Entschuldige bitte, aber das kann nur jemand sagen, der richtig fiese Regelschmerzen nicht kennt. Auch wenn es keine Krankheit ist, kann's einem ordentlich dreckig gehen. Bei mir half insbesondere in den ersten Jahren so gut wie nichts, höchstens starke Schmerzmittel, an Sport war da echt nicht zu denken vor lauter Krämpfen und manchmal auch Übelkeit. Deswegen zu Hause zu bleiben hätte übers Jahr gerechnet aber mehrere Wochen Unterrichtsausfall bedeutet, also hab ich mich halt mit Ibuprofen in die Schule gequält, notfalls zwischendurch mal gekotzt und den Sportunterricht nicht mitgemacht.
Fände ich auch gut. Oder Notengebung nur auf die Theorie (Ähnliches würde ich mir auch für Kunst und Musik wünschen).May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
-
15.07.2020, 13:39
AW: Der Schulsport-Thread
Ich erhebe nicht den Anspruch, da für alle zu sprechen, aber in meiner Erinnerung lag das bei uns damals durchaus (mit) an der (beginnenden) Pubertät. Wir hatten in der fünften und sechsten Klasse noch alle gemeinsam Sport, und da Lehrerinnen Mangelware waren, unterrichteten fast nur Männer, die die blöden Kommentare der Jungs nicht sanktionierten, unter Umständen gar unterstützten. Bis dann in der sechten Klasse nach Geschlechtern getrennt wurde, hatten einige schon gar keinen Bock mehr. Aufwärmen und so lief auch weiterhin oft parallel zueinander. Würde mich eh mal interessieren, ob die Erinnerungen an den Schulsport bei Männern genau so oft (eher) negativ sind wie bei Frauen. Ich habe zumindest in Gesprächen den Eindruck bekommen, dass (ehemalige) Schülerinnen von Mädchenschulen den Sportunterricht besser bewerten.
-
15.07.2020, 13:49
AW: Der Schulsport-Thread
Ich weiß auch nicht so recht, warum das wohl mehr hängen bleibt als anderes. Bei Gruppenarbeiten in anderen Fächern, wenn man sich die Mitarbeitenden aussuchen durfte, wurde in Mathe doch auch nie freiwillig auf den Schlechtesten der Klasse zurückgegriffen und in Kunst oder Musik hat man sich auch nie freiwillig jemanden dazu geholt, der nicht malen oder musizieren konnte. Oder doch? Kam das Wählen im Sport vielleicht nur einfach viel häufiger vor?
Hm, ob da im Mittel bessere Noten und mehr Motivation für das Praktische bei rauskämen, wage ich mal zu bezweifeln.
-
15.07.2020, 13:58
AW: Der Schulsport-Thread
Die Wählerei kenne ich so tatsächlich nur aus dem Sport, nicht aus anderen Fächern.
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
-
15.07.2020, 16:44Inaktiver User
AW: Der Schulsport-Thread
Ich kenne das mit dem wählen der Mitspieler per "Tip Tap Toe" sozusagen nur nachmittags beim Bolzen mit Freunden.
Beim Schulsport bildete ganz undemokratisch der Lehrer die Mannschaften. Sein Grund: er kenne das noch aus seiner Schulzeit ... immer die gleichen waren die "Mannschaftskapitäne" die die immer gleichen Spieler wählten ...
Sein O-Ton: bei mir könnt ihr das vergessen!
-
15.07.2020, 18:35
-
15.07.2020, 18:49Inaktiver User
AW: Der Schulsport-Thread
Schwester im Geiste ... Ganz abschaffen würde ich die Noten nicht, aber eine Schwerpunktverlagerung. (Macht für mich auch in Kunst Sinn, da ist die Benotung ja auch sehr subjektiv - ich hätte gern mehr Techniken-Unterricht gehabt, und mehr über Epochen erfahren, Bildinterpretation gab es fast gar nicht. Und sowieso für Musik, Notenlesen sollte man schon können - bei uns war sogar 1 Instrument Pflicht.)
Echt, ich habe allerdings noch nie gehört, dass bei uns jemand schlechter als 3 benotet wurde.
Das mit den Turnübungen sehe ich auch so - glaube ich nicht, dass die Matten so furchbar viel abgehalten hätten. Ganz schlimm wars auch für die, die keine Sportbrillen hatten (bzw. keine bekamen) und halbblind Bälle fangen sollten ....
Hast du deine Freundinnen einmal darauf angesprochen, warum sie dich nicht reingewählt haben?
-
15.07.2020, 18:51Inaktiver User
-
15.07.2020, 23:15
AW: Der Schulsport-Thread
Das war nicht vorgesehen aus ärztlicher Sicht: Der Orthopäde meinte nur, dass es das vorerst gewesen wäre mit 3x Volleyballtraining/Woche+Wettkämpfe und ich die meisten Sachen beim Kunstturnen vermutlich auch besser lassen sollte. Schulsport an sich fand er nicht sooo gefährlich für mich.
Dass ich mir dann ausgerechnet im Gymnastikkurs das Knie doof verdrehte und es dermaßen anschwoll, dass Lehrerin eben lieber den Krankenwagen rief, das konnte der Doc nicht ahnen. Dem Knie war auch nichts "Schlimmes" passierte, alles heil geblieben.
Den nächsten Einsatz hatten die Sanitäter nachdem wir auf Weisung der Lehrerin Tunschuh-Hockey gespielt hatten: Völlig verrückte Idee -> 2 Mannschaften+ 1 kl Ball, eben Hockey und jeder Mitspieler ziehe nun den linken oder rechten Schuh aus und nehme diesen in die Hand als Schläger
Ich verlor leider den Zweikampf um den Ball, weil mich ein Schuh Größe 44 Highspeed am Kopf und aufs linke Auge traf
Ich bekam ein wunderschönes blaues Veilchen und ein paar Tage schulfrei wegen leichter Gehirnerschütterung. Danach wurde nie wieder Turnschuhockey gespielt
Die weiteren Blessuren waren eher nervig und brachten die Sportstunde durcheinander.
Beim Schwimmen ist mir nie etwas passiert - ganz bestimmt, weil der "lüsterne" Lehrer dann bei mir ja doppelten Grund hatte, ein Auge auf mich zu werfen
Meine Eltern nahmen die kleinen und größeren Blessuren auch gelassen hin: Da mein Vater im Krankenhaus arbeite und ich es schon als Mini geliebt hatte, Papa bei der Arbeit zu besuchen, kannten mich auch alle Ärzte/Pfleger und sonstiges Personal sozusagen schon seit Babyzeiten. Von der Schule aus ins Krankenhaus zu müssen, war für mich eher wie "Freunde besuchen".LG WhiteTara



Zitieren
Ringe ... 

