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    Balanceboard - Gleichgewicht

    Ich war immer gerne wandern und trekken aber seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass ich auf schmalen und/oder abschüssigen Wegen, das Gleichgewicht verliere (ohne hinzufallen), also ehr im Sinne von nicht mehr trittsicher sein.

    In einer Zeitschrift hatte ich mal so ein Sportgerät gesehen, dass sich Balanceboard nennt.
    Bringt das was ?
    Oder kennt ihr Übungen ohne Geräte ?

    Die Lust auf Touren leidet und ich würde gerne etwas dagegen tun.

    Über Tipps würde ich mich freuen.
    Je suis toujours Charlie.
    Bin Maskenträger, wo es nötig ist und respektiere Abstand.
    Stay safe.

  2. gesperrt

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    wenn du haus und hof hast kannst du auf einem einfachen schmalen brett trainieren
    oder auf dem bordstein auf rasenkanten im park das einfach im alltag machen

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Zitat Zitat von Marseille1 Beitrag anzeigen
    In einer Zeitschrift hatte ich mal so ein Sportgerät gesehen, dass sich Balanceboard nennt.
    Bringt das was ?
    Mit Sicherheit kannst du deine Balance trainieren. Ob Balance sich jetzt auch auf die Trittsicherheit auswirkt, vermag ich nicht zu sagen. Da wäre glatt mal ein Gespräch mit einem Physiotherapeuten angesagt.

    Vielleicht solltest du überhaupt mal eine Stunde bei einem Physio nehmen, der solche Balanceboards in seiner Praxis hat. Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen und es wäre schade, wenn du dich für ein Modell entscheidest, mit dem du nach kurzer Zeit unterfordert bist.

    Ich kenne die Therapiekreisel aus Holz oder Plastik. Das sind Einsteigermodelle und je nach Übungshäufigkeit bist du eventuell da bald technisch rausgewachsen. Die Balancedomes sind einen Tick unversaler und fordernder, man kann sowohl auf der Platte wie auch auf der Halbkugel balancieren. Daran hat man länger Freude.

    Die Balanceboards mit Rolle kenne ich leider nicht, mit dem würde ich selbst gerne mal trainieren, aber die gibt es in meinem Studio nicht. Ich schätze, da ist das Unfallrisiko zu hoch für den Studiobetreiber.

    Zitat Zitat von Marseille1 Beitrag anzeigen
    Oder kennt ihr Übungen ohne Geräte ?
    Fang doch einfach mit ganz simplen Übungen an. Zähneputzen auf einem Bein, dabei die Hüfte schön gerade halten. Das sind vier Minuten Balanceübung pro Tag, wenn man sich zweimal täglich die Zähne putzt. Wenn dir das zu langweilig wird, mach mal die Augen dabei zu. Das funktioniert erst nach sehr langer Übung und nie für sehr lange…
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  4. Moderation

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Ist es wirklich ein Problem mit dem Gleichgewichtssinn? Nicht mit den Augen (Gleitsichtbrille + italienischer Maultierpfad = der Horror!), oder mit der Kraft?

    Ein Balanceboard hilft deinen Stabilisierungsmuskeln, aber ohne die Kraft, die Füße kontrolliert zu setzen, hilft das nicht viel, und wenn du die Kraft hast, trainierst du die Stabilität effizienter "im Feld". Ich finde die Wackelbretter etwas eingeschränkt. Irgendwann kann man halt drauf stehen. Und Kniebeugen machen. Oder eine Stand-up Comedy Show. Und dann kann man immer noch nicht besser Bergwandern.

    Übungen ohne Geräte wäre z.B. Zielhüpfen (z.B. auf Gehwegplatten) und Gehen auf allen Arten von schmalen oder unebenen Flächen für die Fuß-Auge-Koordination. Für die Kraft Step-ups, Wadenübungen (auf die Zehen und wieder runter, auch auf einem Bein), einbeinge Kniebeugen mit dem hinteren Bein auf einem Hocker. Was klasse ist (wenn man es findet) aber das Gegenteil von Gerätefrei, ist so eine rustikale Wippe aus einem langen Baumstamm, auf der man hin- und herlaufen kann. Gibt's manchmal noch auf Waldspielplätzen...

    Barfußlaufen verbessert die Rückmeldung vom Fuß ans Hirn und die Aufmerksamkeit in die andere Richtung. Manchmal hilft gegen Trittunsicherheit, im Gelände Schuhe zu tragen, die den Knöchel nicht einschränken und einen nicht allzusehr vom Boden isolieren.

    Für Touren ist es brauchbar, sich einen Stock mitzunehmen, und den einzusetzen, wenn nötig, aber immer mal wieder ein Stück, das so gerade zu machen ist, ohne den Stock zu machen. Damit kann man sich mal an die Grenze tasten und genau das trainieren, was man braucht, nämlich Trittsicherheit, ohne sich in eine Situation zu bringen, aus der man nicht mehr rauskommt.

    Mein erster Weg zur Vorbereitung der Wandersaison wird mich allerdings zum Optiker führen...
    Geändert von wildwusel (01.06.2020 um 20:43 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Für mich sind die Dinger nützliche Trainingsergänzunhsgeräte, aber weniger für die Balance an sich, sondern für die Fussstabilisation und generell, um normale Übungen zu erschweren und somit effektiver zu machen. Bei allem, was wackelt, muss die tiefe Stabilisationsmuskulatur mitarbeiten. Ich nutze das Board mit Rolle daher kaum zum Draufstehen, sondern va für Liestütz und Planks. Auch die halbrunden Dinger kann man dazu verwenden. Daher sind sie vielseitiger einsetzbar als nur für das stehende Balancieren.

    Gezielt die Balance üben kannst du, wann immer du irgendwo stehst und wartest, indem du auf einem Bein stehst. Oder schön langsam auf die Zehenspitzen gehst und wieder zurück (mit flachen Schuhen, daheim barfuss), zwei- und später einbeinig.

    Und wie Wildwusel sagte: Augen und eventuelle Sehhilfen kontrollieren.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Vielen Dank für eure Ideen.

    Ich habe tatsächlich eine Gleitsichtbrille, die mir aber im Alltag nie Probleme macht, muss ich evtl. mal besser drauf achten, ob das auch stimmt und ich mir nicht nur einbilde. Neue Sehstärke seit knapp 1 Jahr.

    Physio ist momentan schwierig wegen Corona, hier hat noch nicht alles wieder auf, aber das merke ich mir vor.

    Wanderstöcke habe ich und könnte die mal nicht direkt benutzen (ist tatsächlich zur Gewohnheit geworden).

    Auf einem Bein Zähne putzen, gute Idee.

    Auch auf der Arbeit könnte ich das integrieren, ich steh regelmässig am Drucker.

    Ich werde wohl erstmal diese Sachen ausprobieren, bevor ich ein Gerät anschaffe.

    Ich danke euch.
    Je suis toujours Charlie.
    Bin Maskenträger, wo es nötig ist und respektiere Abstand.
    Stay safe.

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Weitere Möglichkeit: Feldenkrais.

    Die Lektionen wirken auf den gesamten Organismus. Jede Lektion wirkt also immer auch auf Gleichgewicht. Atmung und Gleichgewicht hängen ebenso zusammen wie Augen und Gleichgewicht oder Ohren und Gleichgewicht.

    Feldenkrais-Lektionen verbessern Deine Koordination. Übrigens trotz ihrer Sanftheit inklusive Muskelkater, denn es werden Muskeln angesprochen, die ansonsten oft vernachlässigt werden. Und Spass machen die Lektionen auch noch.

    Wichtig fände ich, dass Du eine Methodik wählst, die Dich anspricht und Dir Freude macht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du dran bleibst - und genau darum geht es bei Lernprozessen!

  8. Moderation

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Zitat Zitat von Marseille1 Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsächlich eine Gleitsichtbrille, die mir aber im Alltag nie Probleme macht, muss ich evtl. mal besser drauf achten, ob das auch stimmt und ich mir nicht nur einbilde. Neue Sehstärke seit knapp 1 Jahr.
    Teste mal: Wenn du ohne Brille weniger Balanceprobleme hast, ist die Brille der Situation nicht angemessen. (Ich seh ohne Brille zwar fast nichts, aber ich kann sicherer Treppen hinuntergehen, weil ich nichts *falsches* sehe.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Ich kann mich den anderen nur anschließen: es gibt so viele andere Möglichkeiten, Balance zu üben; da muss man nicht unbedingt ein extra Gerät kaufen.

    Meine persönliche Erfahrung ist auch: Es hilft draußen in der Natur für Trittsicherheit nur bedingt, wenn ich im Haus z.B. auf einem Therapiekreisel Balance halten kann. Solche Wackelbretter sind für mich gut, die Muskulatur rund um den Knöchel zusätzlich zu trainieren. Das geht aber auch im Einbeinstand auf mehrfach gefalteter Decke oder einem Kissen.
    Der Nachteil vom Wackelbrett: es hat ja so zusagen immer die gleichen Bedingungen; marschiert man aber in der Natur, ist es bei jedem Schritt unterschiedlich!
    Deshalb finde ich Balanceübungen draußen unterwegs dann auch hilfreicher:
    Man kann auch auf weniger anspruchsvollen Naturwegen die Balance üben; Dank vieler Baumschäden liegen an Wegrändern immer wieder Baumstämme über die man laufen kann - überhaupt darauf balancieren, langsam/schnell, Stammwechsel, rückwärts gehen ohne nach hinten zu schauen etc. Ich machte neulich mal Qi Gong Übungen auf einem Baumstamm.
    Bei Bächen oder auch im felsigen Gelände kann man ganz bewusst, immer nur die Steine treten, damit der Fuß die Balance halten muss, ohne auf ganzer Fläche auftreten zu können.

    Brillenkontrolle wurde schon angeregt (ich muss irgendwann auch mal einen Termin beim Optiker machen; war schon so manches mal erstaunt, wie viel sicher man sich bewegt, wenn die Sicht dann doch einiges besser ist als man es vorher gewohnt war) Mit Gleitsichtbrille habe ich keine Erfahrung, hörte aber schon oft dass es manchmal schwierig ist, die passende Sicht dann zu haben.

    Gehst du noch in den selben Schuhen wie früher? Ich hatte auf Rat des Orthopäden und auch Videoanalyse beim Orthopädieschuhmacher meinen Problemfüßen etwas Gutes tun wollen -> nach ewigem hin und her und ausprobieren war angeblich dann die beste Kombination von Schuhen+Sporteinlagen gefunden, dass es meine Füße hätte bestmöglich unterstützen sollen. Die Problemfüße hätte es sicher auch unterstützt, aber ich konnte auf Naturwegen mit den neuen Schuhen+Einlagen nur gehen, Joggen war gar nicht möglich --> ich tappste so unsicher umher, dass ich mich gar nicht traute ein schnelleres Tempo zu versuchen. Ich gab mir auch 2 Monate Gewöhnungszeit und probierte es immer wieder aus und es blieb bei der Erfahrung: Das ist so was von doof Schuhsohle+noch Einlage im Schuh dazu ergab irgendwie ein gefühlt monsterdickes Polster unter meinen Füßen, dass mir fast komplett die sensorische Rückmeldung an der Fußsohle fehlte, was da wohl unter meinem Schuh an Wegbeschaffenheit ist, dass ich deshalb so unsicher herum tappste. Ich probierte dann die neuen Schuhe ohne die Sporteinlagen aus und auch die Einlagen in anderen Schuhen --> auf Naturwegen war auch das beides Mist für meine Trittsicherheit.
    --> die Einlagen fanden dann später ihre wunderbare Bestimmung in den Skilanglaufschuhen und ich hatte sich immer mal, wenn die Füße arg leidig waren auch in den Schuhen während der Arbeitszeit. Die ach so perfekten Schuhe (zum Walken und Joggen) fanden ihren Einsatz auf befestigten Wegen. Auf Naturwegen bin ich lieber mit dünnerer Sohle unterwegs, wo ich besser spüre, was ich dort untern Schuh alles habe!
    Ausnahme längere Touren im Hochgebirge: da haben die Wanderstiefel natürlich eine dicke, steifere Sohle ....das bin ich aber seit Jahrzehnten so gewohnt und da merke ich eher, dass bei längeren Strecke dann die leidige Fuß-/Gelenkmuskulatur zu schnell schlapp macht und deshalb Trittunsicherheit aufkommt. Bei Bergtouren auf den üblichen "Wanderautobahnen", wo eher mit wenigen schwierigen Passagen zu rechnen ist, bin ich dann auch lieber mit den Trailrunningschuhen unterwegs, weil ich sicherer damit gehe.

    Eine andere Ursache für Unsicherheit in der Balance könnte ein veränderter Blutdruck sein.

    Was mir gerade ganz aktuell auffällt: Trittsicherheit ist bei mir auch einfach Übungssache --> je mehr ich auf holperigen/ausgesetzten etc. Wegen unterwegs bin, desto sicherer bewege ich mich auch. Dank Corona-Chaos sind für mich die ersten Wanderausflüge in die nahen Schweizer Alpen ausgefallen und auch Ausflüge im heimischen Schwarzwald in die Höhenlagen mit längerer Anfahrt habe ich nicht gemacht. Ich bin jetzt wochenlang nur von der Haustür aus los marschiert -> das bringt mir zwar auch so manches bergauf/bergab, aber eben auch viele Wegstrecken auf breiteren Wegen (da kann man halt auch eher Abstand wahren, wenn bei schönem Wetter viele Menschen unterwegs sind); aber die breiteren Wege bieten dann keine Anforderung an Trittsicherheit/Balance. Bin ich dann doch mal auf wilderen Pfaden unterwegs (mit zunehmender Höhe werden die Menschen weniger und Abstand ist kein Problem), stelle ich fest, ich fühle mich da manchmal wackeliger als ich es sonst bin, einfach weil es ungewohnt ist.

    Ist auch mit der Höhe im Hochseilgarten immer so gewesen: anfangs finde ich 4m bis zum Boden "schrecklich hoch" und irgendwann sind 10m aber auch nicht anders vom Gefühl her Übung+Gewöhnung
    LG WhiteTara

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    AW: Balanceboard - Gleichgewicht

    Tipp noch für flugs selbst gemachte Wackelbretter bei geringen Kosten:
    eventuell hat man Material sogar noch zuhause herum liegen, sonst günstig im Baumark zu kaufen -> z.B. Sperrholz ab 1 cm Dicke (oder ein altes Regalbrett etc.) + halbrunde Leiste + ein paar Schrauben

    Brett in Fußgröße und Leiste wie auf Foto unterschrauben. Kann man auch teuer kaufen, gibt sogar welche, wo man die Leisten dann auch nach Wunsch wechseln kann. Ich habe 1 Brett mit diagonaler Leiste drunter.....sammelte ich mal am Straßenrand in einer Verschenkkiste auf. Um einfach zwischendurch mal zusätzlich darauf "zu wackeln" reicht das völlig aus als Alternative zu Kissen/Decke. Man kann den Fuß ja auch auch unterschiedlich längs/quer darauf stellen.
    LG WhiteTara

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