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  1. Avatar von Carolly
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du schon einmal einen Kurs gemacht?



    Sich in solchen Situationen unwohl zu fühlen, finde ich natürlich. Die alpinen Unfallstatistiken widerlegen eigentlich die Erfahrung. Was du alleine versuchen kannst, ist das langsame Herantasten an solchen Abgründen/steilen Hängen.

    Bei Pfaden: Ist das Queren für dich schlimmer? Das Heruntergehen oder das Bergauf?
    Mal ein paar Fragen: Einen Kletterkurs habe ich noch nicht gemacht. Ich musste mich mal von 20m Hoehe abseilen, als Teil eines Teambuildingkurses (na toll, Team verliert Punkte wenn jemand nicht mitmacht ). Abgesehen vom ersten Schrecken ging das gut, und ich denke dass ich das immer wieder tun wuerde.

    Bei Pfaden an sich nicht. Nur wenn dicht neben mir ein Abgrund ist, z.B. beim schon genannten Monument in London: ganz schmale Treppe und ein riesiges schwarzes Loch in der Mitte, manche Levadas auf Madeira, in einer Festung in Petra bin ich auf allen 4en ueber eine hoechtens 3m lange und immernoch 1m breite Holzplanke gekrabbelt um in die Festung zu kommen, vom Preikkestolen will ich hier erst garnicht reden.

    Hier: https://www.youtube.com/watch?v=099FDtFaUGw habe ich gleich zweimal aufgegeben. Erst am Start da dort keine Ketten hingen, und dann vom anderen Ende wo ich rund eine halbe Stunde auf einem hohen Felsen sass und nicht wusste ob jetzt weiter oder zurueck. Oder doch besser dort bleiben. Waehrend Leute allen Alters an mir vorbeigingen

  2. Avatar von Carolly
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Danke euch beiden. Eure Beitraege helfen mir total. Hey, ich habe nicht immer Angst. Manchmal geniesse ich das Gefuehl auch einfach. Ansonsten probiere ich es auch immer. Manchmal entscheide ich dann dass ich etwas nicht tun werden, einfach weil ein Felsen mit toller Aussicht direkt ueber dem Abgrund zu klein ist oder zu schwer erreichbar ist. Also ich mache immer eine Risikoanalyse und weiss selber dass eeeiiigentlich wenig passieren kann. Aber probier mal meinen Dickkopf da wirklich von zu ueberzeugen.

    Parkour hilft tatsaechlich, obwohl dabei meine Ungeschicklichkeit nicht wirklich geholfen hat. Es ist einfach eine Kombi von hypermobilen Knoecheln und allgemeiner Verpeiltheit. Und manchmal bestimte Stolperdinge nicht sehen.

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Hm....für mich ist die falsche Frage in der Überschrift: Du fragst nach "schwindelfrei", aber scheinbar geht es doch eher um eine Art Höhenangst ?

    Schwindel ist für mich ein körperlicher Zustand, auf den ich nur bedingt Einfluss habe. Wenn man nicht schwindelfrei ist, wäre zu klären, woher der Schwindel in den unterschiedlichen Situationen kommt; manchmal gibt organische Ursachen, manche Menschen haben auch sehr komische Schwindelzustände, wo die Ursache nicht zu klären ist.

    Angst vor großer Höhe oder tiefem Abgrund, ist für mich vorrangig eine Sache der Psyche (die dann durchaus auch Schwindel mit sich bringen kann). --> Kann man dran arbeiten! Manche mausern sich vom Schisshasen zum Höhenfanatiker, andere verbessern ihre Situation soweit, dass manche Einschränkungen weg fallen und manch einer ist eine harte Nuss und wird seine panische Höhenangst auch mit einem Therapeuten nicht wirklich los.

    Ich selbst habe prinzipiell erstmal keine Höhnenangst: Türme besteigen und runterschauen, schmale und hohe Brücken über Schluchten, Steilhang und nur schmaler Weg in den Bergen oder solche kuriosen "Skywalks" mit Glasboden oder schmale Hängebrücken --> macht mir alles nichts aus, da habe ich Spaß dran.
    Ich kenne aber durchaus auch so ein aufsteigendes mulmiges Gefühl, wo man dann auch in seinen Bewegungen unsicherer wird, sich leichtes Schwindelgefühl einstellt und es durch den Kopf schießt "Erstmal keinen Schritt weiter!" Das ist mir schon an manchen Wegpassagen auf hochalpinen Pfaden passiert, wenn Wege "schwierig" werden und es dann keine Seile im Fels gibt, wo man sich. vielleicht festhalten könnte. Ist mir auch schon hier zuhause im Schwarzwald passiert an einem besonderen Gratweg, wo ich mir nach 10m dachte "Nee, das machst du jetzt nicht!" und tatsächlich umgedreht bin. Ich werde da irgendwann mit geübten Freunden über den Grat marschieren; die geben meinem Kopf Sicherheit und es hilft, wenn vor mir jemand sagt "Schau, jetzt kannst du hier hintreten oder dich dort festhalten". Als ich dort allein war, hatte ich so eine üble Unsicherheit in meinen Bewegungen und teils Schwindel, dass ich wirklich blöd hätte fallen können.
    Ich kenne das auch aus dem Hochseilgarten, wenn ich die einfachen Routen durch habe und es dann an die abenteuerlicheren Stücke geht: Im Alltag steht man meist direkt auf dem Boden, man ist es nicht gewohnt, dass unter einem viel Luft ist und dann gerät irgendwie unser System im Kopf durcheinander: Ich kann dann im Hochseilgarten ganz unsicher Entfernungen nicht mehr richtig einschätzen; es fühlt sich schwindelig an, weil es bei jedem Schritt unter einem wackelt und dann bekommt der Kopf irgendwie die Koordination nicht mehr so hin wie gewohnt: sehen+spüren -> umsetzen in zielgerichtete Bewegung. Ja, es gibt dann manche Routen, wo ich auf Schisshase mache und erstmal nicht lang will. Da mir das aber eigentlich Spaß macht, probiere ich halt immer wieder: hangele mich noch mal durch eine einfachere Route und steh dann doch wieder am Start der schwierigeren; manchmal reicht in Tipp von der Kletteraufsicht und schwupps dann geht es doch; manche Routen stehen immer noch auf der Liste "will ich mal schaffen"

    Carolly, solche Tücken, wenn du unterwegs von einer Brücke ein Foto machen willst oder der steile Abhang auf einer Seite dich erzittern lässt --> da kann man wirklich dran arbeiten! Mein Liebster ist auch geplagt mit Höhenangst; ganz blöd, wenn man durch den Boden oder das Geländer hindurch schauen kann. Er ist total gerne in den Bergen unterwegs, da gibt es je nach Region dann dusseliger Weise mal weniger und manchmal mehr Brücken; gerne über tiefe Schluchten oder auch solche extra Gebauten Wege am Fels unten in einer Schlucht entlang oder gar längere Hängebrücken. Je nach Wunschstrecke ist es mit Alternativen mau -> also rüber oder ganz weg bleiben und völlig andere Tour gehen! Da hatten wir schon so einige Umwege/Rückwege, weil eine Brücke eben dann doch eine zu heikle Herausforderung war. Aber ich kenne ihn jetzt seit über 25 Jahren und weil er immer mal wieder testet, ob er sich nicht doch etwas mehr traut, ist es mit den Jahren besser geworden! Jetzt marschiert er über feste Steinbrücken, auch mit niedriger Steinbrüstung galant rüber, ohne sich einen Kopf drum zu machen. Er tappst auch über schmalere Brücken, wenn es nur Geländer mit Durchsicht gibt...manche fordern Überwindung, bei den meisten ist es aber nur noch Kopfkino, dass er mit sich selbst ausmachen muss, wovon ich dann nicht wirklich etwas mit bekomme. Manche Türme besteigt er inzwischen auch, das ging früher gar nicht. Bin gespannt, ob ich ihn in diesem Leben noch auf einer schmalen Hängebrücke über tiefem Abgrund erleben werde ??? Seine Motivation auch das mal zu schaffen wäre da: er würde gerne einige Trekkingtouren in Nepal machen; die Wunschrouten haben aber 1-3 Hängebrücken und die sind bei weitem abenteuerlicher als z.B. die vielen Hängebrücken in den schweizer Alpen.

    Was dir ganz bestimmt auch hilft: mit jemand anderem zusammen, der sich sicher fühlt im für dich schwierigen Terrain, gemeinsam gehen und den Zitterpassagen Stück für Stück gehen, beobachten "was macht es mit mir gerade" und üben, wie man sich selbst dann wieder mehr Sicherheit geben kann: Bewusst vorher schon schauen: wo könnte ich mich festhalten? Wie stelle ich mich sicher hin, wenn ich Foto knipsen will? Was hilft mir, wenn es schwindelig wird - in die Ferne gucken, einen Punkt nicht weit weg fixieren oder was auch immer individuell hilfreich ist. Wenn Freunde/Bekannte da nicht gut zu taugen als Begleitung, dann wirklich mal gezielt für so etwas Termine mit einem Therapeuten machen, der vor Ort mit einem in der heiklen Situation übt, wie man die aufkommende Angst selbst besser lenken kann, dass man eben trotz Angst weiter gehen kann.

    Bei Ungeschick und damit verbundener Unsicherheit und aufkommende Angst "Ich stürze da gleich, verknicke mir den Fuß oder ähnliche Tücken" könnte es helfen, einfach in ganz vielen unterschiedlichen Situationen (ohne besondere Höhe) Gleichgewichtsübungen zu trainieren. Für mehr Geschick im Gelände ist auch Parkour-Training in der Halle/draußen sehr förderlich.
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    @Carolly, ich habe das mal recherchiert, und das Ergebnis war, wenn man keine körperlichen Gründe für Schwindel hat, kann man. Aber man muß sich jede Saison wieder rantrainieren. Es gibt auch Techniken, mit denen man mit der konkreten Situation besser fertig wird. Bei mir ist es, zu wissen, wo ich die Augen "hinstellen" muß (Höhenschwindel ist wohl, wenn der Körper den Raum nicht versteht, weil die Augen keinen Haltepunkt finden), und nicht außer Puste zu kommen. Das reicht aber gerade so für Notfälle. Ich tendiere zu diesem Kopfkino, daß ich über meine Schnürsekel falle und kopfüber ins Nichts fliege.

    Es gibt auch Kurse wo man lernen kann, mit Höhenangst umzugehen oder gegen sie anzutrainieren. Das ist keine Konfrontrationstherapie, wo man nur lernt, auch noch Angst vor der Angst zu haben -- da weiß man inzwischen, daß das so nicht funzt.

  3. Inaktiver User

    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Ich bergsteige und klettere ja bekanntermassen quer durch die Schweizer Alpen.
    Und trotz all der Gewöhnung, dem Trainingseffekt und der langjährigen rationalen Erfahrung, dass nichts passiert, bin ich nicht vollständig höhenangstlos. Nur in ganz wenigen, speziellen Situationen zwar, aber ich krieg sie nicht weg, trotz aller Übung.

    Hängebrücken zum Beispiel hasse ich. Und überhängend abseilen.
    So lange ich beim Abseilen mit den Füssen Kontakt zum Felsen habe, kann es unter mir 300 Meter weit gehend senkrecht runtergehen, das ist mir völlig egal. Aber wenn der Fels überhängt, ich also ohne Felskontakt frei im Seil hänge, Machen mir schon 20 läppische Meter SEHR viel aus.

    Krieg ich nicht weg.
    Muss ich komplett zitieren, weil so stimmig. Bin Jahrzehnte etwas extremer vertical unterwegs, aber das kann ich unterschreiben. Geht mir genauso. Mir machten Solos nichts aus, aber auf einer Plattform vor einem Abgrund schon. Reine Kopffrage. Eine Art Trigger, wenn es gedanklich wirklich als exponiert empfunden wird.

    Bestimmte Dinge lassen sich trainieren. So viel ich weiß, gibt es VR-Anwendungen, um das in den Griff zu kriegen.

  4. Moderation
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Ich habe mit Hängebrücken (so sie ein Geländer haben) und mit durchsichtigen Fußböden auf Aussichtsplattformen fast nie Probleme. Auch angeklammert im Hochseilgarten geht meist sehr gut. Andererseits versagen beim Bouldern auf 4 Metern Höhe auf einer nicht mal senkrechten Wand leicht die Nerven. Ich habe viel Vertrauen ins Material und sehr wenig in meine eigene Fähigkeit, nicht unmotiviert umzufallen und wegzurollen.

    An einem Tag habe ich den Turm der Vor Frelsers Kirke in Kopenhagen nicht geschafft. Das war untypisch -- da gibt's Boden und Geländer! Aber an dem Tag ging's mir auch nicht gut, da war mir schon vor dem Aufstieg schwindelig. Seit ich auf so etwas achte, werde ich seltener unangenehm überrascht. Denn wenn die Nerven erst mal versagen, ist es sehr schwer, aus der Situation wieder rauszukommen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Es ist aber auch meine Erfahrung, daß Brillen die dreidimensionale Sicht ein wenig verzerren, vor allem an den Rändern.
    Das würde ja noch gehen, etwas Verzerrung.

    Ich hab das höchst unangenehme Phänomen, dass bei der Kombination "Höhe plus Brille" der Abgrund mich zu rufen beginnt "komm, spring, spring...". Ein sehr blöder Sog. beängstigend und es erfordert sehr viel Konzentration, so über zB eine hohe Brücke zu gehen (da ruft der Abgrund nämlich rechts UND links )

    nein ich habe keine Lust zu sterben. ich habe keine Suizidgedanken, und keine Absicht dazu.

    Umgeknickt ist schnell, wenn man eine Wurzel woanders sieht als wo sie ist. (Wenn man sie gar nicht sieht, genauso...)
    ich bin mit zweistelliger Dioptrienzahl kurzsichtig - und verlass mich da auf meine Füsse. Ich muss das alles gar nicht so genau sehen. mit achtsamem, bewussten Auftreten fühlen die Füsse, wie der Untergrund ist, und ja gerade Bergwege, Wanderwege mit Steinen und Wurzeln etc. sind da höchst entspannend für Geist und Körper. und so wenig seh ich auch gar nicht... Sehschärfe wird überschätzt (die braucht man vor allem, um was zu lesen). Andere Sehfähigkeiten wie peripheres Sehen, oder Wahrnehmung von Räumlichkeit, werden eher unterschätzt (die sind in der Orientierung im Gelände aber viel wichtiger als die Fähigkeit zu lesen). Und halt ja, die "Augen", die die Füsse selbst besitzen, die funktionieren wunderbar.

    Wirklich schwierig sind Stufen/Treppen. aber auf Bergwegen hat's die ja nicht so häufig. auf alle Fälle nicht die regelmässige Art, wie man sie in Treppenhäusern findet.

    umknicken tu ich dann, wenn ich nicht achtsam bin. Das schaffe ich mit Brille mindesetns so gut (weil ich glaube, ich hätte richtig wahrgenommen, hab ich aber nicht immer...) als ohne.

    aber eben: Abgründe und Höhen nur ohne Brille. Da kann ich auch bequem runterschauen, feststellen, es ist hoch... und macht mir nichts aus. Brille anziehen, und ich will springen. Geht gar nicht.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Andererseits versagen beim Bouldern auf 4 Metern Höhe auf einer nicht mal senkrechten Wand leicht die Nerven. Ich habe viel Vertrauen ins Material und sehr wenig in meine eigene Fähigkeit, nicht unmotiviert umzufallen und wegzurollen.
    Ist man beim Boulder nicht angeseit (= Material)?

  7. Avatar von Horus
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Nein, Bouldern ist klettern ohne Seil auf Absprunghöhe über dicken Matten. Kann man daher auch alleine betreiben, ohne Sicherungspartner.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  8. Avatar von Carolly
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ist man beim Boulder nicht angeseit (= Material)?
    Bei 4m eine Gesteinswand runterklettern fuehle ich mich auch eher sehr unsicher, auch wenn es genug Festhaltemoeglichkeiten gibt. Aber es kommt ganz drauf an was sich dadrunter befindet: Stachelige Straeucher, oder ein leichter Abhang der endlos lang abfaellt, die Nordsee in Schottland? Ganz ekeliges Gefuehl. Nur eine Blumenwiese ist aber ok da ich weiss dass ich mich nicht so schnell verletze. Ich brauche wohl positive Erlebnisse.

    Es ist einfach bloede: ich wandere bei 30 Grad ganz alleine auf einem Berg mit sehr losem Untergrund, krieche alleine in Hoehlensysteme, aber so ein kleiner Abgund der vermutlich weniger Verletzungsgefahr birgt schafft mich jedes Mal. *generft ist*

  9. Moderation
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ist man beim Boulder nicht angeseit (= Material)?
    Nein, Bouldern ist, wie Horus sagt, seilfrei und findet in recht niedriger Höhe statt, so daß gerade in der Halle ein halbwegs, hm, planvoller Fall kein Problem ist. Meine Angst ist vor einem planlosen Fall, wo ich zu lange denke "ich krieg's noch!" und dann in einer ganz unglücklichen Haltung falle. (Schon passiert.)

    ***

    Hm, ich kann mir vorstellen, daß, wenn die Annahme stimmt, daß ein Problem bei Höhenschwindel ist, daß das Gehirn die Info der Augen nicht richtig kapiert (weil vor einem zu viel Leere ist) und es nicht mit Gleichtgewichtssinn und Propriozeption deckungsleich kriegt (vergleichbar einer Seekrankheit), es helfen kann, nichts erkennen zu können und nicht zu erwarten, daß man etwas erkennen kann, was ja passiert, wenn man stark kurzsichtig die Brille absetzt und nichts in Sichtweite ist. Genau, wie (bei mir -- weiß nicht, ob das bei anderen auch so ist?) konsequenten Augenschließen gegen Seekrankheit hilft. Aber ich würde in Gelände mit hohem möglichen Sturzschaden nicht gerne blind für Bananenschalen Brombeerranken und rutschige Kuhfladen sein wollen.
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    ** ansonsten niemand besonderes **


  10. Registriert seit
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    AW: Kann man schwindelfrei werden?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    , es helfen kann, nichts erkennen zu können und nicht zu erwarten, daß man etwas erkennen kann, was ja passiert, wenn man stark kurzsichtig die Brille absetzt und nichts in Sichtweite ist.
    in den Bergen sind meist Berge in Sichtweite. Die sind ziemlich gross, die sind auch für Kurzsichtige leicht zu sehen. Bäume dito. auch Wege. Bäche.

    man muss ja nicht grad bei Neumond um Mitternacht das erste mal sowas tun. Oder bei starkem Nebel. dann ist dann tatsächlich nichts in Sichtweite, aber da helfen auch Brillen nicht wirklich weiter.

    und wenn die Augen in den Augen nicht alles können, werden die Augen in den Füssen aktiviert, das passiert eigentlich von alleine (und das kann man ja mal zuerst auf einer bekannten, sicheren, ungefährlichen Strecke üben), einen besseren und sichereren Gang kriegt man dazu quasi mit geschenkt. Das wirklich Blöde sind Treppen und Stufen, eher nicht die Natur.

    ich hab auch gemerkt, dass mein grösstes Sehproblem nicht ist, dass ich verschwommen sehe, sondern dass ich Dinge gar nicht anschaue. so ein paar blöde unbrauchbare Sehgewohnheiten rausschmeissen und durch bessere ersetzen, macht eine Menge aus.

    aber ja, es hilft zu akzeptieren, dass man sieht, was immer man sieht. Egal wie viel oder wenig das ist.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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