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  1. Avatar von Avocado_Diaboli
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    Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Es gibt Sportarten und Bewegungsarten, die fallen einem leicht, und es gibt Sportarten und Bewegungsarten, die fallen einem schwer.

    Mir fällt leicht:
    - Ergometer (gern sehr schnell, so dass der Schweiß wortwörtlich fließt)
    - walken (ebenfalls gern stramm)

    Mir fällt schwer:
    - Treppenlaufen (egal wie langsam, ich schnaufe wie ´ne Dampflok und krieg die Beine nicht hoch)
    - wandern (ich bin hinterher immer komplett erschöpft, egal wie kurz die Wanderung war)

    Fragt mich nicht warum, ist einfach so.

    Nun die Frage: Sollte man, um wieder fitter zu werden, die Sportarten bevorzugen, die einem ohnehin leicht fallen und hier stetig steigern, oder lieber ganz niedrigschwellig mit den Sportarten/Bewegungsarten beginnen, die offenbar die größte Herausforderung für den Körper darstellen? Immerhin scheint es da ja irgendein Defizit zu geben.

    Klar bleibt man bei den Sportarten, die einem leicht fallen, eher dabei, macht halt mehr Spaß. Mich beschäftigt halt die Frage, ob man nicht stattdessen da ansetzen sollte, wo es eben NICHT so einfach flutscht, obgleich Wandern doch eigentlich weniger anstrengend sein müsste als strammes Walken?! Vielleicht will einem der Körper damit ja was sagen...

    Meinungen?
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud


  2. Registriert seit
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Hallo Avocado,
    das kann man so pauschal nicht beantworten - ich bin zB eine Niete im Schwimmen, und wenn ich mich hustend und keuchend mit 170er Puls 45 min durchs Becken gequält habe, habe ich gerade mal 250 kcal verbraucht nach meiner Uhr - wäre das Ziel also „fit werden durch Gewichtsverlust“, würde das bei mir mit Schwimmen nicht funktionieren.

    Sport als Fitness-Booster lebt von der Regelmäßigkeit, und es ist durchaus wichtig, dass sich dein Sportpensum in deinen Alltag integrieren lässt. 3x die Woche 3h wandern stelle ich mir da schwierig vor, aber zB 1x Krafttraining mit Cardiotraining (Treppen-Stepper), 1x HIIT und 1x wandern könnten auch längerfristig funktionieren.

    Wie willst du denn „Fitness“ messen? Was heißt das für dich?
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

  3. Avatar von Brausepaul
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Ich denke auch du solltest zunächst dein Ziel definieren und vielleicht zur Sicherheit beim Arzt ein Check-up machen lassen. Grundsätzlich sollte Sport anstrengen, aber nicht bis zur totalen Erschöpfung.
    Um Leistung und Ausdauer zu steigern sollte man den Puls über einen gewissen Zeitraum hoch halten. Die Faustformel für eher untrainierte Menschen ist etwa "180 minus Lebensalter".
    Auf welche Art man das tut ist eher nebensächlich.
    Wichtiges ist es regelmäßig zu trainieren, am besten natürlich an der frischen Luft.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  4. Moderation
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    In jeder Sportart erreicht man irgendwann ein Niveau, wo es sehr, sehr schwer ist, noch besser zu werden. Dann kriegt man oft mehr Erfolgsrelebtnisse, wenn man was anderes macht!

    Andererseits, wenn man zu etwas unendlich unbegabt ist, sollte man sich fragen, will ich das so dringend? Ja? Dann sollte man seine Gesundheit und seine Grundvoraussetzungen checken (wer auf einem Auge blind ist, spielt nicht gut Baseball), und wenn es da kein Problem gibt Trainerstunden nehmen, weil man wahrscheinlich etwas technisch grundfalsch macht.

    Oder kann man auch was anderes machen? Dann sollte man seine Energie nicht auf etwas verschwenden, wo man eher invalid als kompetent wird.

    Wenn es nicht darum geht, in einem Sport besonders gut zu werden, sondern in der Gesamtheit besonders fit, sollte man viele verschiedene Sachen machen und die immer mal wieder durchtauschen. Fitness ist Mittel zum Zweck, und du solltest den Zweck kennen. WEnn du in einem Sport besonders gut werden willst, wirst du irgendwann etwas ergänzendes/unterstützendes machen, weil es effizienter ist, die Schwächen auszugleichen als die Stärken noch weiter hochzuarbeiten.

    Im Treppensteigen wirst du nicht durch Walken besser, und nur eingeschränkt durch Wandern, sondern durch laufen plus Kraftraining für die Beine. Oder durch Treppensteigen.

    Ich versuche mich immer wieder zu überzeugen, daß ich mit Wandern, Radfahren, Schwimmen, und noch ein paar Sachen genug für meine Ausdauer tue, und trotzdem triezt mich immer wieder das kleine Teufelchen, daß das alles nicht zählt, weil ich nicht Langstreckenlaufen kann. Dann denke ich über Trainerstunden nach. Und über Asthma. Und wenn ich mein Rhytmusgefühl verbessern will, übe ich Schlagzeug, nicht Tanzen, weil es mehr Erfolgserlebnisse bringt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. VIP Avatar von Rotfuchs
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Wenn nicht medizinische Gründe das eine oder andere ausschließen oder erfordern, sollte man vorrangig das machen, was einem Spaß macht.

    Es nützt nichts, eine bestimmte Sportart, die einem zuwider ist, zu betreiben. Nur weil es dieses oder jenes verspricht.
    Die zunehmende Lustlosigkeit wird sich bis zur Widerwilligkeit steigern und psychische Zufriedenheit ist auch nicht zu unterschätzen.

    So habe ich letztes Jahr nach Jahren mein "Rückentraining" in einer Reha-Einrichtung beendet. Es war einfach öde, ständig an irgendwelchen Maschinen zu trainieren und es brachte mir auch nichts.

    Jetzt trainiere ich meinen Rücken mit einer App, bin inzwischen fast schmerzfrei und habe zunehmend noch Spaß daran. Zumal es mir Weg und Umkleiden erspart.
    Dieses Heimtraining erfordert natürlich ein gewissess Maß an Selbstdisziplin, um es täglich durchzuziehen, aber je mehr Besserung ich verspüre, um so mehr bin ich auch motiviert.

    Wichtig ist die Bewegung... und da gibt es für alle Beschwerden so viel Variationen, dass man sich gern die aussuchen kann, die auch Freude macht.

    Ich kann damit leben, dass ich das eine oder andere nicht kann. Ich kann z.B. nicht gut laufen, weder schnell noch lange. Konnte ich schon als junge Frau nicht.
    Dafür kann ich gut schwimmen, tanzen oder Gymnastik (mache ich auch alles gerne).
    Und früher mal fußballspielen... aber da waren mir schon mit 16 die Wege zu lang.

    Jetzt im fortgeschrittenen Alter ist laufen eh kein Thema mehr.

    Aber ich kann Golf spielen (laufen kommt da auch vor, fällt aber nicht so auf, weil im gemütlichen Tempo ), ich gehe zur Wassergymnasik (ich liebe Wasser) und mache mein Home-Rückentraining. Erfolgreich.

    Ich muss sportlich nicht alles können. Ich muss nur das können, was mir und meinem Körper gut tut.
    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)



  6. Avatar von Carolly
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Ich denke der Sport den man am liebsten macht ist am besten. Wenn man sich regelrecht zwingen muss um anzufangen haelt man das nicht durch. Ansonsten: was ist denn dein Ziel?

  7. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Ach, so ein richtig festes Ziel habe ich gar nicht, was Fitness angeht.

    Ich mache Sport zum einen zum Abnehmen, zum anderen aber auch, um meinen Körper zu benutzen, nach der Arbeit durchzuschnaufen und wieder eine gewisse Grundfitness aufzubauen (damit ich z.B. die Treppe eben nicht so hochhechele). Das tue ich derzeit eben durch Ergometer und walken, beides durchaus nicht langsam. Das reicht mir im Grunde auch erstmal. Wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe und etwas leichter bin, werde ich sicher wieder mit Joggen und evtl. Fitness-Studio anfangen, das macht mir beides Spaß.

    Meine Frage war auch eher akademischer Natur. Ich frage mich eben: Wenn einem Dinge besonders schwerfallen, die eigentlich einfach zu bewerkstelligen sind (man also keine besondere Begabung dazu braucht, wie z.B. Wandern) - wäre es ein Ansatz, gerade diese Bewegungen zusätzlich anzugehen, um den Körper ganzheitlich zu beanspruchen?

    Ich kann mir z.B. vorstellen, dass Wandern mir eigentlich Spaß machen würde - es ist nur so eine ätzende Hürde, weil ich hinterher so groggy bin... Im Herbst-Urlaub auf der Nordsee-Insel, wo man sonst nicht viel machen kann, laufe ich gern zwei, drei Stunden (was ja schon Richtung "wandern" tendiert) und hau mich danach in die Koje. Die ersten zwei Tage sind superätzend, bis sich körperlich alles eingeruckelt hat, aber dann merke ich, wie schnell mir die langen Gänge leichter fallen und auch Freude machen.

    Daher komme ich darauf: Sollte man sich, wenn man seinen Körper gut behandeln will, nicht auch mal mit den Bewegungen beschäftigen, die einem gerade NICHT leicht fallen, statt sich auf das zu beschränken, was einem ohnehin leicht fällt? So als ganzheitlichen Ansatz? Will der Körper mir dadurch, dass ihm etwas besonders schwerfällt, vielleicht ausdrücklich zeigen, dass ich mich mal mit dieser Art von Bewegung beschäftigen sollte?
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  8. Moderation
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Da mach ich mir eigentlich nie einen Kopf drum. Wenn ich was machen möchte, probier ich's aus. Wenn es schlecht läuft, gucke ich, wie ich's besser machen kann. Wenn's keinen Spaß macht, lasse ich es bleiben.

    Wenn ich etwas tun *muß*, weil mir sonst alles wehtut oder es zu Funktionsbeeinträchtigungen kommt, mache ich von den Sachen, die dagegen helfen, die, die am wenigsten nervt.

    Und ich probiere jedes Jahr eine Sache aus, die ich nicht kann. Wie Pippi Langstrumpf mit dem Klavierspielen: "Ich weiß nicht, ob ich Klavierspielen kann. Ich hab's noch nie versucht."
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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    Geändert von wildwusel (10.07.2019 um 14:49 Uhr)

  9. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Daher komme ich darauf: Sollte man sich, wenn man seinen Körper gut behandeln will, nicht auch mal mit den Bewegungen beschäftigen, die einem gerade NICHT leicht fallen, statt sich auf das zu beschränken, was einem ohnehin leicht fällt? So als ganzheitlichen Ansatz? Will der Körper mir dadurch, dass ihm etwas besonders schwerfällt, vielleicht ausdrücklich zeigen, dass ich mich mal mit dieser Art von Bewegung beschäftigen sollte?
    Es ist sicher möglich, gleiche Muskelgruppen durch unterschiedliche Sportarten bzw. Übungen zu trainieren. Dass der Körper dir sagen möchte, dass du X machen sollst, weil dir X so unsagbar schwer fällt, ist für mich schwer vorstellbar.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Da mach ich mir eigentlich nie einen Kopf drum. Wenn ich was machen möchte, probier ich's aus. Wenn es schlecht läuft, gucke ich, wie ich's besser machen kann. Wenn's keinen Spaß macht, lasse ich es bleiben.

    Wenn ich etwas tun *muß*, weil mir sonst alles wehtut oder es zu Funktionsbeeinträchtigungen kommt, mache ich von den Sachen, die dagegen helfen, die, die am wenigsten nervt.
    So sehe ich es aus. Es muss in erster Linie Spaß machen. Macht es mir keinen Spaß, sitzt doch nur wieder der innere Schweinehund auf der Schulter und erklärt mir irgendwann höchst erfolgreich, dass es jetzt gerade nicht passt, anderes wichtiger ist usw. usf.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern


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  10. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Ich schließe mich an. Gerade Menschen, denen es sowieso eher schwerfällt, sich zum Sport aufzuraffen, ist wahrscheinlich nicht damit geholfen, wenn dieser Sport auch noch schwierig für sie ist und keinen Spaß macht.

    Ich würde auch mal gucken, ob es vielleicht Möglichkeiten gibt, die betreffenden "Problemzonen" in einer Weise zu trainieren, die mich einigermaßen anspricht und idealerweise nach entsprechender Einweisung irgendwann auch alleine und zu Hause durchgeführt werden kann.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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