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  1. Moderation
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Es ist sicher möglich, gleiche Muskelgruppen durch unterschiedliche Sportarten bzw. Übungen zu trainieren. Dass der Körper dir sagen möchte, dass du X machen sollst, weil dir X so unsagbar schwer fällt, ist für mich schwer vorstellbar.
    Natürlich, wenn es einem schwer fällt, eine Alltagsverrichtung geordnet auszuführen -- und dazu kann das Treppensteigen gehören -- kann man sich schon denken, "mein Körper sagt mir, daß ich hier eine Kompetenzlücke habe, ich sollte die vielleicht füllen."

    Meist ist das aber eher im opf. "Hey, wie geht das? Warum kann ich das nicht? Das wär doch gelacht..."
    Was ich so schon alles so ein bißchen gelernt habe -- genug für eine umfassende Halbbildung!
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Avatar von Horus
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Was unterscheidet den "walken" und "wandern"?
    Wenn du 1 Stunde Walking betreibst, kannst du das auch eine kurze Wanderung nennen. Und eine 4stündige Wanderung ist ein langer Walk...

    Wenn dir längere Gehstrecken schwer fallen, liegt das an der Grundlagenkondistion. Die lässt sich verbessern, wenn man nicht nach dem Motto "kurz (zeitbezogen) und heftig /schnell" trainiert, sondern nach dem Motto "lang und langsam". Also eben nicht, so intensiv, dass der Schweiss tropft, sondern so langsam, dass man ohne Japsanfälle noch reden kann, dafür lange.

    Treppensteigen trainierst du mit Treppensteigen. Steig jede Treppe zu Fuss hoch, die dir über den Weg läuft (äh, also umgekehrt … der du über den Weg läufst ). Konsequent.
    Und mach Squats, also Kniebeugen. Daheim vor dem TV oder beim Zähneputzen. Schön tief und schön langsam.

    Verständnisfrage: was meinst du mit "Ergometer"? Fahrrad-Ergometer? Ruder-Gerät? Stepper mit Armhebeln?

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  3. Avatar von Horus
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    ... übrigens les' ich den Titel am Anfang immer reflexartig "Specht" und denke "was hat Ornithologie hier verloren?"

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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  4. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    ... übrigens les' ich den Titel am Anfang immer reflexartig "Specht" und denke "was hat Ornithologie hier verloren?"
    Dir als Falkengott sei's verziehen
    May you be surrounded by friends and family,
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  5. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Klar.

    Ich habe ein Fahrrad-Ergometer. Da strampele ich eher schnell, weil´s langsam so langweilig ist und mir irgendwann der Popo weh tut...

    Unter Walken verstehe ich eine Sporteinheit, zeitlich oder streckenmäßig auf ca. 1h beschränkt, ggf. mit Armeinsatz und/oder Hantel. Geschnattert wird dabei nicht.

    Beim Wandern steht für mich mehr das entspannte Naturerlebnis im Vordergrund, wo man auch mal stehen bleibt oder sich hinsetzt; quasi ein laaaaanger Spaziergang, bei dem man auch mal Spechte beobachten kann und sich unterhält. Die Fitness ist dabei der Sekundärnutzen. Daher verstehe ich nicht, warum gerade das mich mehr anstrengt als Walken - was ja nun wirklich kein ultra-anstrengendes Training ist. Danach bin noch super drauf - nach einem langen Spaziergang /einer Wanderung hingegen kannst du mich den Rest des Tages in der Ecke parken.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud
    Geändert von Avocado_Diaboli (10.07.2019 um 15:32 Uhr)

  6. Avatar von Horus
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    okay.
    Fahrradfahren trainiert andere Muskeln als Gehen und auf andere Weise. Die Trainingseffekte der einen Disziplin lassen sich nur höchst bedingt auf die anderen übertragen. Klar, der Trainingseffekt, den du beim Strampeln für das Herz-Kreislauf-System erzielst, der kommt dir auch beim Gehen/Wandern/Walken zugute. Der muskuläre Effekt des Radfahrens nützt hingegen für das Gehen nicht sehr viel.

    Dazu kommt: Beim Radfahren sitzt du. Dein Körpergewicht wird vom Po und der Wirbelsäule getragen, die Beine hingegen bewegen sich körpergewichtsbelastungsfrei. Das ist weniger anstrengend, als wenn du das Körpergewicht auf den Füssen trägst
    (Und das ist auch der Hauptgrund, weshalb 1 Stunde mittelschnelles Radfahren in flachem Gelände erheblich weniger Kalorien verbraucht als 1 Stunde mittelschnelles Laufen in flachem Gelände - jede Sportart, bei der du sitzt, verbraucht weniger Kalorien als eine vergleichbare, bei der du stehst. Ausnahme: Rudern und Schwimmen, aber hier rührt der höhere Energieverbrauch vom Widerstand her, der bei Wasser erheblich höher ist als bei Luft)

    Daher: Kondition für längere Wanderungen lässt sich nur durch längeres Gehen aufbauen. Dehn deine Walkingrunden zeitlich aus (nimm dafür etwas Tempo weg) auf 90 Minuten, 120, 180 …
    Und such dir Strecken aus, die nicht nur flach sind, sondern geh auch Steigungen, rauf und runter. Die müssen nicht mal besonders steil sein, aber es ist wichtig, dass du nicht nur flach läufst, denn beim bergauf- und -abgehen braucht man andere Muskeln - und auf andere Weise - als nur im Flachen.

    Übrigens: dass du nach einer Wanderung komplett platt bist, kann auch mit Tiefenentspannung zu tun haben und weniger mit rein körperlicher Anstrengung. Gerade wenn du stark aufs entspannende Naturerlebnis ansprichst, kann sich dieser Effekt schon mal einstellen.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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  7. Avatar von Antje3
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Ich mache generell nicht gerne Sport, aber manches mehr und manches noch weniger gern.

    Wenn ich was überhaupt nicht mag, ist meine Motivation nicht nur Null, sondern Minus. Und jede Ausrede ist perfekt.

    Deswegen würde ich für regelmäßigen Sport auf jeden Fall das planen, woran ich noch einigermaßen Spaß habe. Man muss sich das Leben aus lauter Pflichtgefühl nicht schwerer machen als es sowieso ist.

    Sport ist Freizeit und "Kür ".
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Horus,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Liest sich sehr interessant und nachvollziehbar. (allen anderen natürlich auch herzlichen Dank für die Rückmeldungen )

    Den Ergometer habe ich genommen, weil ich derzeit erheblich zuviel auf den Rippen habe und ein Wiedereinstiegs-Sportgerät wollte, das zuhause rumsteht und mich streng ansieht - Ausreden ziehen da nicht. Ursprünglich hatte ich ein Mini-Trampolin, das soll ich aber gemäß meines Chiropraktikers besser nicht mehr benutzen.
    Um die Nase mal wieder nach draußen zu stecken, habe ich das Walken dazu genommen. Zudem laufe ich nach der Arbeit gelegentlich nach Hause (ca. 3,5 km).

    Das mit der Tiefenentspannung kann gut sein. Hinzu kommt aber bestimmt auch körperliche Erschöpfung - die letzten Meter nach Hause schlurfe ich nach einem sehr langen Spaziergang nur noch und komme kaum die Treppen hoch.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  9. Avatar von Horus
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Sport ist Freizeit und "Kür ".
    Seh ich nicht ganz so.
    Gewisse Aspekte an Sport sind ebenso Pflicht (für die Gesundheit) wie Zähneputzen. Moderates Muskeltraining etwa. Rein nur dafür, um den normalen, altersbedingten Muskelschwund entgegenzuwirken, der bereits ab 35 einsetzt und dann ab 55-60 verstärkt, ab 70 rasant. Weniger Muskeln --> mehr Belastung für die Gelenke, erhöhte Knochenbruchanfälligkeit, höhere Sturzanfälligkeit, mehr Mühe bei Alltagsaktivitäten, schlechtere Körperhaltung, tendenziell mehr Verspannungen ...

    Vom Gewicht hab ich gar nicht gesprochen. Das ist ein Nebenschauplatz.

    Womit ich hingegen sehr einverstanden bin, ist die Aussage, dass man nur bei was dran bleibt, was auch Spass macht.

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  10. Avatar von Horus
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    AW: Spocht - sollte man eher den beginnen, der einem schwer fällt?

    Diaboli, der Ergometer ist schon richtig.
    Aber du kannst eben nicht erwarten, mit dem Ergometer auch automatisch die Geh-Ausdauer zu trainieren.

    Wie gesagt: wenn du eh schon walkst, einfach mal die Zeitdauer wesentlich ausdenen. Und Bergauf-Bergab-Abschnitte einbauen. Und im Alltag wirklich jede Treppe steigen, die dir im Weg ist. Dann wird das mit der Zeit immer besser. Auf dem Fahrrad-Ergometer bist du ja auch nicht von jetzt auf sofort bei deiner jetzigen Leistung gelandet.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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