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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    @Slipperman
    Körperspannung fängt ja nunmal nicht bei einer 100% Spannung der Muskeln. Das müsstest Du vom Turnen eigentlich wissen : ).

    Stelle Dir ein Stück Plastiktüte vor, die Du auf das Wasser legst, und von hinten anschnippst. Das Stück Plastiktüte wird sich aufgrund ihrer Instabilität kaum nach vorne bewegen.
    Stelle Dir nun ein Stück Hartplastik vor, das Du auf das Wasser legst, und von hinten anschnippst. Das Stück Hartplastik wird aufgrund seiner Stabilität über das Wasser flitschen.

    Übertragen auf das Schwimmen:
    Der Rumpf kann Plastiktüte oder Hartplastik sein. Wenn man seinen Schwimmstil verbessern möchte, ist es also notwendig, eher die Stabilität von Hartplastik als die Instabilität der Plastiktüte zu haben.
    Die Stabilität des Rumpf wird durch das Strecken und die leichte Anspannung der Bauchmuskeln erreicht - ansonsten kannst Du die Streckung nicht halten.
    In dem von mir verlinkten Video kannst Du gut erkennen, wie Annika Bruhn auf den letzten 25 Metern nahezu über das Wasser "fliegt". Wie sie das hinbekommt? Indem sie ihre Körperspannung nochmal erhöht.

    Wie ich bereits schrieb: Wer eine angeborene gute Wasserlage hat, weiß intuitiv, welche Muskeln im Wasser angespannt werden müssen. Dass diese Spannung zumindest beim Kraul keine 100% betragen kann, ist doch klar.

    Versuche doch einfach mal Deine Bauchmuskeln beim Schwimmen zu fühlen. Und dann spanne Deine Bauchmuskeln bewusst nicht an.
    Ich bin gespannt auf Deinen Bericht ; ).

    Ich sehen keinen Widerspruch zwischen 70-jährigen mit guter Wasserlage und trainierten 30-jährigen ohne gute Wasserlage. Die gut trainierten 30-jährigen haben eben keine angeborene gute Wasserlage und wissen nicht, wie sie welche Muskelgruppe dafür einsetzen können. "Erschwerend" kommt hinzu, dass sie das seit ihren allerersten Wassererfahrungen vermutlich in Kindheitstagen nicht wissen. Ein seit Jahrzehnten angewendetes Bewegungsmuster zu ändern bedeutet viel, viel Arbeit.
    Wie ich bereits schrieb: Swimming is the most underrated sport.

    Und es gibt auch die Menschen, die schlichtweg überhaupt kein Wassergefühl besitzen, und demzufolge auch nie eine gute Wasserlage haben werden.
    Ich, zum Beispiel, kann auf Deubel-komm-raus nicht werfen, obwohl sich ein Baseball-Spieler in mehreren Sessions alle erdenkliche Mühe gegeben hat, mir das beizubringen. Ich werfe einfach wie ein dreijähriges Mädchen, und beleidige damit wahrscheinlich noch alle dreijährige Mädchen ; ). Und das, obwohl ich durchaus viel Kraft in den Armen hatte.
    Hindert mich das daran, dem Hund eines Freundes den Ball zu werfen? Mit Sicherheit nicht.

    Übertragen auf das Schwimmen:
    Wenn jemand die Technik lernen möchte, die Technik aber nicht umsetzen kann, dann wird eben ohne Technik geschwommen. Ganz einfach : ).

    Kannst Du mir den Namen des Schwimmers nennen? Ich kann auf dem Foto nichts genaues erkennen. Bei einer Olympia-Finalteilnahme wird es dem Schwimmer auf jeden Fall nicht an Beweglichkeit in den Schultern mangeln ; ).

    Zu dem eigenwilligen Schwimmstil von Paltrinieri: die Unterwasser-Aufnahmen sehen viel weniger komisch aus, als die von oben. Unterschiede im Schwimmstil sind auch in dem von mir verlinkten Video gut zu erkennen. Es ist auch deutlich zu sehen, dass sein Stil nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist
    Anfängern zu raten, sich an der Ausnahme und nicht an der Regel zu orientieren, finde ich merkwürdig.
    Aber es stimmt, ein wirklich guter Trainer kann außerordentliche Fähigkeiten erkennen, und die Bewegungsabläufe der Schützlinge bei intensiver Betreuung individuell anpassen.
    Nur haben die Schreiberinnen in diesem Faden weder wirklich gute Trainer, noch eine intensive Betreuung.

    Du schriebst zuerst nicht von einem Armzug nach Lehrbuch, sondern von einem Ausrichten nach dem theoretischen Optimum. Den Armzug nach Lehrbuch bekommen die wenigsten hin, wie ich auch schon schrieb. Und wer seine Arme unter Wasser nicht anwinkeln kann, kann sich auch nicht selbstständig an- oder ausziehen. Vielmehr geht es um den "verinnerlichten", automatischen Bewegungsablauf des Zugmusters.
    Wenn der Bewegungsablauf Deiner Meinung nach nicht am theoretischen Optimum ausgerichtet werden soll, woran soll er dann ausgerichtet werden?

    Zu der Extrem -Schwimmerin:
    auch sie wird die mit Gewichten beschwerten Beine (hängen die am Knöchel?) überwiegend mit den Bauchmuskeln oben halten. Ansonsten hätte sie bereits einen veritablen Bandscheiben- Vorfall.

    Zum Auftrieb mit dem Pullboy:
    Beine bringen nunmal viel Gewicht auf die Waage. Wenn der Pullboy zwischen die Knöchel geklemmt wird - mit der schmalen Seite nach unten - , bringt das nur minimalen Auftrieb. Gegenüber dem Gummiband hat das zusätzliche den Vorteil, dass die Füße sich überhaupt nicht bewegen können, sonst flutscht der Pullboy weg. Probier's aus! ; )

    Ich formuliere den letzten Satz aus meinem vorigen Post komplett um:
    Welche Tipps und Tricks kannst Du den hier um Ratfragenden geben?


    Viele Grüße,
    Lola


  2. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    @gundulabalduin
    Ich würde Dir empfehlen, mit Flossen Kraulbeine zu schwimmen. Die Flossen verstärken ja die Bewegung der Beine, und "zwingen" Dich dazu, Dein Bein nicht abzuwinkeln. Nimm deswegen besser nicht die ganz kurzen Flossen, sondern die mittellangen, die kürzer als Tauchflossen sind.
    Wenn das klappt, dann versuche mit einem Pullboy kurz oberhalb des Knies Kraulbeine zu schwimmen.
    Allerdings wird es wohl länger dauern, bis Du den Beinschlag ungefähr so hinbekommst, wie Du es möchtest. Diese "Fehlstellung" ist angeboren, und nur durch viel Training zu minimieren. Ganz "wegtrainieren" wird wohl auch nicht mehr klappen, dafür ist es zu spät.
    Aber ich werfe dem Hund ja auch gerne den Ball! : )

    @Marta-Agata
    Falls Du nicht alle Übungen während einer Schwimmzeit schwimmen kannst, dann lasse Dich dadurch nicht entmutigen. Gut Ding will Weile haben!

    Viele Grüße,
    Lola


  3. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Versuche doch einfach mal Deine Bauchmuskeln beim Schwimmen zu fühlen. Und dann spanne Deine Bauchmuskeln bewusst nicht an.
    Ich bin gespannt auf Deinen Bericht ; ).
    Ehrlich? Ich habe meine Bauchmuskeln außer bei Schmett beim Schwimmen noch nie gespürt. Das mag daran liegen, dass ich vom Turnen da genug habe.
    Aber auch mal ein Vergleich vom Turnen zu dem Thema:
    Möchte man eine Übung machen, bei der die Beine angehockt bzw. näher an den Bauch gebracht werden wie z.B. bei einem Salto, dann benötigt man die Bauchmuskeln. Möchte man etwas turnen, wofür eine Streckung notwendig ist, dann benötigt man die Rückenmuskeln. Natürlich benötigt man für eine gewisse Stabilität immer alles, aber die Hauptarbeit erledigen die entsprechenden Muskelpartien.
    Im Grunde ist das ja auch nichts andere als Sit-Ups oder umgekehrt auf dem Bauch liegen und die Beine anheben. Bei ersterem benötigt man die Bauchmuskeln, bei letzterem die Rückenmuskeln. Und auf dem Bauch liegen und Beine vom Boden anheben ist für mich eigentlich relativ nahe dran an dem, was jemand machen muss, dessen Beine im Wasser runterhängen.
    Meiner Meinung nach (ich sage nicht, dass die Stimmen muss) benötigt man bei Schwimmen die Bauchmuskeln vor allem als Gegenpart für den Beinschlag. Dort erfolgt der Impuls nach unten, ich benötige also etwas, das aus dem Rumpf diesen Impuls nach unten einleitet (-> Bauchmuskeln). Und natürlich hebt der Beinschlag die Beine an, somit sind die Bauchmuskeln an dieser Stelle auch für eine gute Wasserlage mitverantwortlich. Aber: Für eine gute Wasserlage ansich, also dass die Beine von selbst ohne Beinschlag oben bleiben, erscheint mir bei mir der Rücken verantwortlich, das ist zumindest mein Empfinden dabei.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Kannst Du mir den Namen des Schwimmers nennen? Ich kann auf dem Foto nichts genaues erkennen. Bei einer Olympia-Finalteilnahme wird es dem Schwimmer auf jeden Fall nicht an Beweglichkeit in den Schultern mangeln ; ).
    Mateusz Sawrymowicz
    Hier die Stelle im Video, wo man das sehr gut sieht. Von Oben der Schwimmer ganz rechts.
    Linker Arm normal, recht sehr viel stärker seitlich nach vorne.
    YouTube
    Man erkennt das eigentlich sogar schon in der Seitaufnahme, weil er da die rechte Hand sichtbar nach außen dreht, das war auch das erste, was mir aufgefallen war.
    Paltrinieri sieht man da übrigens auch 2 Bahnen drüber. Sieht von oben ebenfalls "gewöhnungsbedürftig" und alles andere als rund aus.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Anfängern zu raten, sich an der Ausnahme und nicht an der Regel zu orientieren, finde ich merkwürdig.
    Klar, natürlich sollte das "Lehrbuch" erstmal der Maßstab sein. Aber man muss eben auch immer das brücksichtigen, was für den Einzelnen überhaupt möglich und umzusetzen ist. Und das muss man eben erkennen, auch wenn man wie viele Triathleten nur für sich trainiert. Wenn man merkt, es geht eben nicht so, wie es eigentlich sein sollte, dann muss man Wege finden, wie es für einen selbst passt und dann ist da auch nichts Schlechtes dran, zumindest nicht in dem Leistungsbereich, um den es hier geht.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Du schriebst zuerst nicht von einem Armzug nach Lehrbuch, sondern von einem Ausrichten nach dem theoretischen Optimum.
    Das hab ich gleichgesetzt. Du meinst mit theoretischem Optimum wohl das, was für den einzelnen Schwimmer das Optimalste ist, dann sind wir uns an der Stelle ja absolut einig.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Zu der Extrem -Schwimmerin:
    auch sie wird die mit Gewichten beschwerten Beine (hängen die am Knöchel?) überwiegend mit den Bauchmuskeln oben halten. Ansonsten hätte sie bereits einen veritablen Bandscheiben- Vorfall.
    Jo, die üblichen Gewichtsmanschetten die es so gibt um die Knöchel.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Zum Auftrieb mit dem Pullboy:
    Beine bringen nunmal viel Gewicht auf die Waage. Wenn der Pullboy zwischen die Knöchel geklemmt wird - mit der schmalen Seite nach unten - , bringt das nur minimalen Auftrieb. Gegenüber dem Gummiband hat das zusätzliche den Vorteil, dass die Füße sich überhaupt nicht bewegen können, sonst flutscht der Pullboy weg. Probier's aus! ; )
    Ich schwimme auch öfters mal mit Pullbuoy, das ist etwas komplett anderes. Gummiband richtig zusammengebunden hat mindestens genausowenig Spielraum wie ein Pullbuoy. Mit Pullbuoy kann ich aber nahezu beliebige Strecken schwimmen, mit Gummiband nicht. Das wird auf Dauer richtig heftig. Ein Anfänger kann gewöhnlich mit Gummiband garnicht schwimmen, wärend ein Pullbuoy sogar eine Hilfe ist.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Ich formuliere den letzten Satz aus meinem vorigen Post komplett um:
    Welche Tipps und Tricks kannst Du den hier um Ratfragenden geben?
    Hab ich doch schon. Es ging ja ursprünglich um Triathlon, also niemand, der ein "richtiger" Schwimmer werden will oder der auf 100m 5s rauspressen muss. Beim Triathlon geht es im Hobbybereich darum, möglichst effizient zu schwimmen. Da ist es u.U. vorteilhafter, durch einen sehr bequemen Schwimmstil 1-2 Minuten liegen zu lassen, die man dann aber bei den anderen Disziplinen wieder rausholen kann, weil man wenig Körner gelassen hat. Für Triathleten ist Schwimmen nun mal die unwichtigste Disziplin. Triathleten haben für gewöhnlich auch einen anderen Körperschwerpunkt als Schwimmer (schwere Beine, weniger Masse am Oberkörper) dadurch haben sie automatisch ein größeres Problem mit der Wasserlage. Entsprechend ist das oftmals eine große Baustelle.

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    Ich freue mich auf den Tag, an dem diese Diskussion für mich relevant wird ...

    Im Internet habe ich verschiedene Videos gesehen, die als eine Übung "Beinschlag in Seitenlage" empfehlen - auch zum Üben der "Körperspannung".


  5. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    Zitat Zitat von Slipperman Beitrag anzeigen
    Es ging ja ursprünglich um Triathlon, also niemand, der ein "richtiger" Schwimmer werden will oder der auf 100m 5s rauspressen muss. Beim Triathlon geht es im Hobbybereich darum, möglichst effizient zu schwimmen. Da ist es u.U. vorteilhafter, durch einen sehr bequemen Schwimmstil 1-2 Minuten liegen zu lassen, die man dann aber bei den anderen Disziplinen wieder rausholen kann, weil man wenig Körner gelassen hat. Für Triathleten ist Schwimmen nun mal die unwichtigste Disziplin. Triathleten haben für gewöhnlich auch einen anderen Körperschwerpunkt als Schwimmer (schwere Beine, weniger Masse am Oberkörper) dadurch haben sie automatisch ein größeres Problem mit der Wasserlage. Entsprechend ist das oftmals eine große Baustelle.
    Tja, da ist sicherlich was dran. Wobei es auch auf die Distanzen ankommt - im Sprint-Triathlon ist „richtig schnelles“ und somit technisch gutes Schwimmen sicherlich wichtiger als auf der Mitteldistanz, denn 20 km Radfahren und 5 km Laufen, die danach kommen sind jetzt keine wirkliche Herausforderung. Auf der Mitteldistanz (die ja eigentlich mein Ziel für nächstes Jahr ist), sieht das anders aus.

    Die Schwimm-Einheit am Wochenende war recht produktiv, aber diese Einschränkung beim Drehen des Kopfs, um auch zur anderen Seite zu atmen, ist schon sehr nervig. Da hilft wahrscheinlich nur :dehnen, bis der Arzt kommt.

    Im Radfahren bin ich mittlerweile recht fit und auch halbwegs flott, dh es macht Sinn, im Winter 3x zu schwimmen und 3x zu laufen die Woche (oder 4x - weils so schön ist ).

    An der Körperspannung bin ich weiter dran - ist halt schwer, als Einsteiger an so vieles gleichzeitig zu denken.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)


  6. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    @Slipperman
    Genau das ist doch der Punkt: Du bist als ehemaliger Turner mit einer - Deiner Beschreibung nach - angeborener guten Wasserlage nicht der Maßstab für die Leute, die hier um Rat fragen. Hier fragen Leute nach Tipps und Tricks, die Schwierigkeiten bei den absoluten Grundlagen des Schwimmens haben.
    Das ist doch nicht so schwierig zu verstehen?

    Eine vergleichbare Übung zur Wasserlage ist nicht, sich mit dem Bauch auf den Boden zu legen und die Beine zu heben.
    Eine vergleichbare Übung ist es, sich mit dem Bauch (oberhalb der Hüftknochen) auf z.B. einen Tisch zu legen, und dann die Beine parallel zum Boden mit gerader Wirbelsäule in der Luft zu halten. Probiere das mal mit Einsatz der Rückenmuskeln, und dann mit Einsatz der Bauchmuskeln.

    Ich würde den Beinschlag auch tatsächlich nicht mit einem Impuls nach unten beschreiben. Genauso wenig, wie beim Laufe oder Gehen die Beine eine rückwärts gerichtete Bewegung machen, nur weil sie sich zeitweise hinter dem Körper befinden.
    Eine typisches, wortloses Zeichen des Trainers, auf den Kraul-Beinschlag zu achten, sind mit der Arm-Unterseite nach oben ausgestreckte Arme, die dann im Ellenbogen abwechselnd leicht nach oben abgeknickt und dann wieder gestreckt werden - der Oberkörper ist der Oberarm. Nix mit Impuls nach unten, also unter den Oberkörper ; ).

    Bezüglich dem polnischen Schwimmer:
    Stimmt, er bewegt den einen Arm leicht seitlich. Unter einem Schwinger, wie Du schriebst, verstehe ich schlichtweg etwas Anderes - besonders dann, wenn der Schwinger auf die fehlende Beweglichkeit in den Schultern zurückzuführen ist. Und darum ging es vor x-Posts.

    Nein, ein Schwimmen nach Lehrbuch ist etwas Anderes als ein Ausrichten nach dem theoretischen Optimum. Wir meinen also nicht das Gleiche.

    Wenn für Dich ein frappierender Unterschied zwischen schwimmen mit Gummiband um die Knöchel und schwimmen mit Pullboy zwischen den Knöcheln besteht, dann hast Du eben kurze, leichte Beine ; ).

    Ich weiß nicht, wie Du aus irgendeinem Post hier auf ein 'Rauspressen von Sekunden schließen kannst.
    Nocheinmal: es geht hier um absolute Grundlagen des Schwimmens. Die um Ratfragenden haben also noch keinen eigenen Stil. Und genau diese Grundlagen sind eben notwendig, um Körner zu sparen.
    Abgesehen davon: mir erscheint es unmöglich, von Beschreibungen auf den individuellen Schwimmstil zu schließen. Aber vielleicht kannst Du das ja ; P.


    @Marta-Agata
    Wenn Du in der Seitenlage Kraulbeine schwimmen kannst, dann ist das super! Das ist nämlich für Anfänger nicht ganz einfach...
    Hattest Du schon Zeit, den Kraularmzug zu üben?

    @Kara_Thrace
    Viel Erfolg beim Training, das wird werden! : )


    Viele Grüße,
    Lola


  7. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Eine vergleichbare Übung ist es, sich mit dem Bauch (oberhalb der Hüftknochen) auf z.B. einen Tisch zu legen, und dann die Beine parallel zum Boden mit gerader Wirbelsäule in der Luft zu halten. Probiere das mal mit Einsatz der Rückenmuskeln, und dann mit Einsatz der Bauchmuskeln.
    Sorry, aber das ist Käse. Wenn ich mich wirklich so auf einen Tisch legen würde, dann befindet sich mein Schwerpunkt in der Luft, da sich dieser ziemlich genau an der Hüfte befindet. Da kann ich anspannen was ich will, auf dem Tisch bleiben werde ich so nicht, das ist physikalisch unmöglich.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Bezüglich dem polnischen Schwimmer:
    Stimmt, er bewegt den einen Arm leicht seitlich. Unter einem Schwinger, wie Du schriebst, verstehe ich schlichtweg etwas Anderes - besonders dann, wenn der Schwinger auf die fehlende Beweglichkeit in den Schultern zurückzuführen ist. Und darum ging es vor x-Posts.
    OK, vielleicht ist das dann kein "Schwinger" im engeren/eigentlich Sinne. Mir ging es dabei schlicht darum, dass es nicht DIE Technik gibt, welche für alle gilt, sondern es etwas individuelles ist. Genauso steht es ja auch in dem Post, den "Schwinger" habe ich nur verwendet, weil er in dem Post auf den ich antwortete (und der auch garnicht von dir war) auch verwendet wurde. Ansonsten ist in dem Post klar, um was es mir ging, und das war nicht der "Schwinger".


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Nein, ein Schwimmen nach Lehrbuch ist etwas Anderes als ein Ausrichten nach dem theoretischen Optimum. Wir meinen also nicht das Gleiche.
    Wir meinen dahingehend das gleiche, dass das entscheidende das Optimum des Schwimmers und nicht das Lehrbuch ist. Nichts anderes habe ich geschrieben.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Wenn für Dich ein frappierender Unterschied zwischen schwimmen mit Gummiband um die Knöchel und schwimmen mit Pullboy zwischen den Knöcheln besteht, dann hast Du eben kurze, leichte Beine ; ).
    Sorry, aber schick mal einen fortgeschrittenen Anfänger mit Gummiband los und das gleiche mit Pullbuoy. Beim Gummiband wird er nach 100m wahrscheinlich prustend am Beckenrand hängen, beim Pullbuoy nicht. Wenn das kein Unterschied ist, weiß ich auch nicht. Das Gummiband ist selbst bei den Trias die eine Mannschaftskollegin trainiert verhasst, und die sind immerhin in der Bayernliga, sollten also einigermaßen Schwimmen können.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie Du aus irgendeinem Post hier auf ein 'Rauspressen von Sekunden schließen kannst.
    Kann ich nicht. Mir ging es darum, dass man beim Triathlon abwägen muss zwischen Tempo einerseits und nicht komplett fertig aus dem Wasser kommen andererseits. Wenn ein Schwimmstil vielleicht nicht optimal in Hinsicht auf Geschwindigkeit ist, aber vielleicht zu geringerer Belastung führt und sich das wiederum positiv auf die nachfolgenden Disziplinen auswirkt, dann kann das in der Gesamtbetrachtung positiv sein, auch wenn "unsereins" da erstmal sagen würde "da sollteste was anders machen".


  8. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    @Slipperman
    Ok, wenn Du der Meinung bist, dass ich Käse schreibe, die Übung physikalisch nicht möglich ist (das schreibt ein ehemaliger Turner?), Du weißt was ich meine (Du verwechselst theoretisches Optimum = nach Deinen Worten "schwimmen nach Lehrbuch" mit dem individuellen Optimum), und ich von Gummibändern und Pullboys keine Ahnung habe - dann ist das so : ).

    Ich belasse es dabei und wünsche Dir viel Spaß beim Schwimmen,

    Viele Grüße,
    Lola


  9. Registriert seit
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    Nach dem Schwimmen habe ich im Übrigen immer tierisch Hunger, obwohl der Kalorienverbrauch ja marginal ist im Vergleich zum Laufen. Hat jemand eine Theorie, woher das kommt, und wie man dagegen steuern kann? Sehe vor meinem inneren Auge gerade die mühsam runter gehungerten Kilos wieder drauf wandern...

  10. Moderation
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    AW: Kraul-Schwimm-Frust

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Nach dem Schwimmen habe ich im Übrigen immer tierisch Hunger, obwohl der Kalorienverbrauch ja marginal ist im Vergleich zum Laufen. Hat jemand eine Theorie, woher das kommt, und wie man dagegen steuern kann?
    Kälte. Ich merke immer, daß mich Motorradfahren genau so hungrig macht wie Radfahren, obwohl es viel weniger anstrenden ist, weil ich friere. Je weniger ich friere, desto weniger Hunger, aber wenn man zu wenig ißt, ist frieren unvermeidlich. Was ich mache Vorher etwas essen, was warm hält. (So bin ich zu Porridge vor dem Schwimmen gekommen.) Nachher heiße Flüssigkeit und Zucker zuführen (gezuckerten Tee oder Milchkaffee), warm einpacken, und am besten Bewegung bleiben bis man nicht mehr das Gefühl hat, aus den Knochen Kälte abzustrahlen. Man muß nicht die wilden Massen essen, man muß nur den Körper unterstützen, seine Solltemperatur wieder herzustellen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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