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  1. Registriert seit
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    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Zitronenmelisse123 Beitrag anzeigen
    Och, vor Blessuren fürchte ich mich nicht. Was meinst du mit Bruchteil des Benefits?
    Blut sollte nicht fliessen. oder nur sehr selten. In 20 Jahren Kampfkunst habe ich mir ein einziges Mal eine blutige Nase geholt, und das war, als ich das erste Mal in einer neuen Gruppe trainierte, und mit dem Kerl, der mir die blutige Nase verpasste, so trainierte, als seien wir vertraute und aufeinander eingestimmte Trainingspartner, was wir aber nicht waren.

    mit "Benefit" meine ich: Wenn dich nicht jemand versucht zu treffen, und du dich nicht wirklich schützen musst, sondern nur die Bewegungen nachmachst als Trockenübung, wirst du nie den vollen Bewegungsumfang, die Bedeutung, die Subtilitäten der Bewegung kennen lernen, und dir auch nicht die entsprechende Körperbeherrschung erarbeiten. Du wirst nicht diese spezielle Form von Wachheit und Aufmerksamkeit kennen lernen, wenn eine vor dir steht und gleich angreifen wird. und das Vergnügen, selbst anzugreifen.


    Klingt verheißungsvoll... Was machst du genau?
    seit 20 Jahren Wing Tsun Kung Fu, das ist allerdings extrem technisch in der Form, wie ich es lerne, Fitness hast du da gar nicht drin. Geschwitzt wird nicht. Zumindest nicht, wenn man es so macht, wie es sein soll. Es ist voll auf Effizienz in der Selbstverteidigung ausgerichtet, sehr sachlich, sehr gut dosierbar.

    Seit einem guten Jahr Boxen, das spricht sehr den Renaissancemenschen in mir an, man muss sehr viele unterschiedliche Dinge können, um gut zu boxen. Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit, Tempo, Kreativität, Koordination, Taktik, Mut (vor der Gegnerin, vor dem Publikum - Boxen ist immer auch Show), kontrollierte Aggression, sehr viel Konzentration, Beherrschen der Emotionen, ruhig bleiben im Chaos, Lockerheit, Balance, Stabilität. Poesie, Tradition, inszeniertes Drama... und ist für mich eine absolute happy Pille. Egal wie die Welt aussieht, boxen gehn (sogar allein für mich selbst) und die Welt ist wieder in Ordnung.


    Gute Haltung ist ein guter Punkt, das hätte ich wirklich gerne.
    Das dürfte dir wohl jede beliebige Kampfkunst bzw Kampfsport geben bzw weiter helfen. wenn auch jede auf andere Art.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. Avatar von WhiteTara
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    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Zitronenmelisse123 Beitrag anzeigen
    Warum passt du nicht zu einem Studio?
    Ich habe laufend wechselnde Arbeitszeiten und dann wird es schon schwierig, in manchen Kursen mitzuhalten: Wenn ich 2-3x fehle sind die anderen ein gutes Stück weiter und ich bin nur beschäftigt, das mir fehlende irgendwie hin zu bekommen. Es gibt zwar die Kurse auch zu unterschiedlichen Zeiten, wenn ich ja nach Arbeitszeit dann aber in unterschiedlichen Kursen bin, die dann oft verschiedene Trainer machen, ist es mir schon öfter passiert, dass ich dann die gleichen Inhalte x-mal wieder hatte...und das bringt dann weniger Fortschritt.
    Außerdem sind viele der Kurse nicht nach meinem persönlichen Bewegungsgeschmack oder Kurse mit zu viel Belastung für meine Gelenke; dann passt es eben auch nicht. Und es kommen dann alle immer an "Ja aber wir haben doch 5 unterschiedliche Yoga-Kurse, ich könnte doch die machen." Ja, könnte ich, aber egal welche Yogarichtung ich bisher in rund 20 Jahren ausprobierte, kam ich wieder zu dem Schluss "nee, Yoga ist nicht meins" Also quäl ich mich nicht zum Yogakurs, nur weil der im Studio angeboten wird und zu meinen körperlichen Bedingungen passt.
    An den Geräten kann ich trainieren, aber das fand ich auch immer nur blöde Pflicht, irgendwie Vergnügen war nie dabei....und ich kann direkt an der Arbeitsstelle Gräte nutzen, mit denen sich auch alle Muskelgruppen trainieren lassen; wenn ich denn mal meine, besonderes Training für manche Muskeln täte mal gut.
    Das Plus, was viele im Studio lieben - die Sauna -> ist auch nichts für mich, weil die übliche Studiosauna zu heiß für meinen Kreislauf ist, vertrage ich gar nicht gut.
    ---> Ich hatte das die vergangenen 2 Jahre noch mal ausprobiert, weil mich das Studio nur 20€ im Monat kostete (gesponsert vom Arbeitgeber) und eine Arbeitskollegin und Freundin auch dort im Studio waren und man hätte zusammen gehen können....aber es ist einfach nicht meins!
    Im Dezember hießt es freundlich: Warten sie doch noch ab mit Kündigung, gerade jetzt im Winter, ist man doch lieber drin zum Sporteln! --> Nee im Gegenteil Wenn mich die Lust packt, die Arbeitszeiten es zu lassen und genug Schnee liegt, dann bin ich 3-5x die Woche auf der Loipe unterwegs - mal langsame dafür ganz lange Touren, mal kurz schnell weil ich fix noch vor dem Job eine Runde drehe und auch mal mit Technikübungen...und nur Sturm hält mich ab, nicht durch den Schnee zu tollen.

    Sommers bin ich auch viel draußen unterwegs in der Natur --> an Bewegung mangelt es mir nicht!!!
    Und für Beweglichkeit, Entspannung, Koordination, Gleichgewicht, Konzentration mache ich ja regelmäßig Qi Gong. Da habe ich aktuell den Vorteil, wenn ich wegen der Arbeitszeit mal nicht zum Kurs kann, gleicht sich das mit Einzelstunden beim Lehrer mehr als aus
    Und im Job an den Geräten habe ich ebenfalls beste Betreuung durch Physiotherapeuten, wenn ich Rat und Trainingshilfe brauche.

    Ich habe allerdings auch den großen Vorteil, dass ich jeder Zeit in der Natur sporteln kann, ohne vorher irgendwo groß hinfahren zu müssen; auch im Winter zur Loipe ist es nicht weit. Und ich habe kein Problem damit, mich allein aufzuraffen - wenn ich raus kann, dann lasse ich eher alles andere stehen und liegen (was auch gemacht werden müsste), den Schweinehund kenne ich da gar nicht, ich bin oft allein unterwegs, habe aber auch Freunde, die mit mir Skilanglauf/Radtouren machen oder wir wandern zusammen.
    LG WhiteTara

  3. Inaktiver User

    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Kampfsport - ich habe Juni Jitsu gemacht bis kurz vor dem blauen Gürtel. Es hilft auch im Alltag die Angst vor Gewalt zu verlieren.

    Aber ja man übt sich von einem "Gürtel" zum nächsten. Ich wollte den schwarzen - mein Nacken hat leider nicht mitgespielt. Nicht schlimm es geht auch ohne.

    Aber ich war nie fitter - nicht mal als ich noch Ballett gemacht habe.

    Im Studio kann du doch auch Kurse versuchen - Zumba vielleicht oder Yoga oder was auch immer. Ich habe immer abwechselnd trainiert - einmal Kurs einmal Geräte.

    Probier was auch - du kannst Überalls Teststunden nehmen.

  4. Avatar von WhiteTara
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    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Probier was auch - du kannst Überalls Teststunden nehmen.
    Genau deshalb würde ich als "Studiohasser" das dennoch empfehlen, wenn jemand noch nicht so wirklich weiß, was einem auch Freude bereitet, weil die meisten Studios eine ganz bunte Palette an verschiedenen Kursen/Geräten haben und sich darunter dann hoffentlich etwas findet, was passt.

    Aber auch für Kampfsport kann man jeder Zeit freundlich anfragen für Probestunden, um es kennen zu lernen.
    LG WhiteTara


  5. Registriert seit
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    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Ich hänge mich mal an, weil hier so oft Klettern empfohlen wird.

    Also: Ich träume vom KLettern, habe aber noch nicht einen einzigen Kletterpfad geschafft: Normalerweise stürze ich bei einem der ersten Elemente ab und muss dann abgeseilt werden, da Kraft und Körperspannung bei mir nicht ausreichen, um mich wieder nach oben zu ziehen.

    Das bei völliger Abwesenheit von Höhenangst.


    Jetzt habe ich mich nie in eine Boulderhalle getraut - weil läuft das da nicht genauso?

    Kann man da rein wenn man (noch) dick und schwächlich ist?

    Ich befürchte da immer dumme Kommentare von Profis - das ist leider auch wirklich schon passiert, sowohl im Fitness-Studio als auch in Sportkursen der Uni (Gymnastik...) die dummen Kommentare kamen jeweils ausgerechnet von den Trainern.

  6. Moderation
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    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Jetzt habe ich mich nie in eine Boulderhalle getraut - weil läuft das da nicht genauso?

    Kann man da rein wenn man (noch) dick und schwächlich ist?
    Man kann schon... aber man muß sich klar sein, daß man von haufenweise mageren, muskulösen, geschickten jungen Leuten umgeben ist, die zwar meist alle total nett sind, aber doch in ihrer Gesamtheit deprimierend sein können. Wenn ich da reingehe, steigt immer das Durchschnittsalter spürbar.

    Da Bouldern im Grunde ein Problemlösen ist, kriegt man nach meiner Erfahrung als Alleingänger auch oft Kommentare, die hilfreich gemeint sind, aber es oft nicht sind -- mehr als in der Muckibude, wo das kniffeliegste Problem oft ist, "Wie krieg ich diese Sch***-Langhantel mit 50 Kilo Last von der höchsten Raste, und welcher Spinner hat die da raufgetan". Von den Trainern hat mich noch nie einer von der Seite angequatscht, die sind meistens mit ihrer Gruppe beschäftigt, oder damit, einen Gecko nachzumachen.

    Aus der Wand fallen ist beim Bouldern so normal wie ins Wasser fallen beim Surfen. Ich würde raten, sich anfangs gezielt im aus-der-Wand-fallen zu üben. Es gibt da Online-Tutorials für.

    Jede Halle hat sehr leichte Strecken für Anfänger. Als ich alles durchhatte, was ich hinkriegte, habe ich mal einen Technikgrundkurs gemacht, der sehr hilfreich war. Es gibt immer die Superfrauen und die nicht sehr klettertechnikaffinen Männer, die mit Kraft, Sturheit, und Reichweite die Wände hochjuckeln, aber gut zu bouldern heißt, es kraftsparend zu tun. Kraft -- oder eher, ein geringes Leistungsgewicht -- *ist* super-wichtig. Aber genau deswegen sieht man zu, daß man immer nur so wenig wie möglich davon braucht.

    Wenn man niemanden hat, der einen mal mitnimmt und rumführt, wäre es vielleicht sinnvoll, für's erste Mal anzurufen und einen Termin an einem Wochentag vormittag oder spät abends zu machen, damit man alles mal gezeigt und erklärt kriegt. Zum Beispiel, warum die Schuhe so klein sind!
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  7. Registriert seit
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    AW: mit Sport anfangen: Kampfsport oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Kann man da rein wenn man (noch) dick und schwächlich ist?
    Man kann fast alles, wenn man soziale Feinheiten und Gebräuche ignoriert


    Ich befürchte da immer dumme Kommentare von Profis - das ist leider auch wirklich schon passiert, sowohl im Fitness-Studio als auch in Sportkursen der Uni (Gymnastik...) die dummen Kommentare kamen jeweils ausgerechnet von den Trainern.
    Zeit für die antike Klage, oh es wäre doch so schön, wenn in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnen würde...

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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