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  1. Moderation
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Puls ist ein Richtwert, das paßt bei vielen ganz gut und bei manchen so gar nicht. Das kann eine Sache des Trainingszustandes, der Veranlagung, der Nervosität bei der Pulsmessung, oder eines nicht so leicht korrekt meßbaren Pulses sein, oder sonst was.

    Wenn du merkst, daß es bei dir nicht gut paßt, setz dir eigene Definitionen. Viellicht probierst du mal, wenn du die Möglichkeit hast, auf einem Stepper oder Crosstrainer, wie sich die verschiedenen Bereiche für dich anfühlen, um sie zu "eichen". Damit hast du was, womit du auch deine Tagesform und deine Fortschritte ein bißchen betrachten kannst.

    Wenn du trainierter wirst, solltest du merken, daß dein Puls höher kommt, ohne daß du fürchten mußt, aus den Latschen zu fallen, und schnell runtergeht, wenn du wieder in einem langsamen Modus schaltest.

    Ich habe mit Mitte 30 mit einem "ich fall gleich um"-Puls von 160 angefangen, und mit Mitte 40 wurde ich bei 200 langsam instabil. Schnell auf einen hohen Puls und schnell wieder runter zu kommen hat durchaus Vorteile.

    Definiere dir das, halte dich vier Wochen an den Trainingsplan, und guck dann, ob due besser geworden bist. Brich vorher nur ab, wenn du den Eindruck hast es geht gar nicht oder du fürchtest dich zu verletzen. Wenn es nach vier Wochen besser geworden ist, bleib bei der Quelle für Trainingspläne, wenn nicht, such dir eine andere.

    Ein paar Trainerstunden können hilfreich sein, um Technikfehler gar nicht erst so weit kommen zu lassen, daß man sich verletzt oder frustriert die Flinte ins Korn wirft. Guck auch nach Krafttraining für Läufer, damit kannst du verhindern, daß ein "schwächstes Glied der Kette" dich zu einer Sportpause verdonnert.

    Zitat Zitat von Kleiner_Vogel Beitrag anzeigen
    Schnaufometer
    Ich liebe den Ausdruck.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Avatar von WhiteTara
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Wenn du sowieso immer mit Pulsuhr läufst, dann beobachte das doch einfach mal und notiere das für dich:

    gefühlt langsam ist ein Puls ca. x bis y
    richtig schnell ist ein Puls von ca. x -y

    Dann hast du deine individuellen Pulsbereiche.
    Bei meinen üblichen Laufstrecken wäre ständige Pulskontrolle unsinnig: es geht immer bergauf/bergab im Wechsel und logischer Weise bin ich bergan langsamer, der Puls geht dennoch in die Höhe je länger die Berganstrecke ist
    Der Vorteil ist: wenn ich dann wirklich mal eine längere Strecke in der Ebene laufe, ist es ein Gefühl als würde ich wie ein Ferrari sausen

    Die ganze Zahlenkasperei bringt meist mehr Verwirrung als es hilft, eben weil die Werte sehr individuell sind. Der Puls zeigt auch mal flugs andere Werte bei gleichem Tempo wie sonst, weil man vielleicht an dem Tag vom Job schon erschöpfter ist oder sich ein Infekt ankündigt, den man aber noch gar nicht mit Schnupfen oder ähnlichem spürt.

    Und meine persönliche Erfahrung: viele meinen sie würden langsam laufen, rennen aber nur minimal langsamer als sonst! Konsequent langsam zu machen ist nämlich gar nicht so einfach wie mancher meint. Ich finde auch nicht, dass du unfit oder allgemein langsam bist -> du rennst ein Tempo, da kann ich nur von träumen (aber mich bremst da automatisch der Körper vorher aus, egal wie viel ich trainiere -> schnell ist einfach nicht für meine Gräten geeignet)
    LG WhiteTara


  3. Registriert seit
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    @ Minstrel: ich bin in einem relativ großen Laufverein unterwegs, und da gibt es nur ganz wenige Leute, die dauerhaft nach Puls trainieren.

    Wichtig ist, dass du als Läuferin drei Geschwindigkeiten beherrschst: langsam - Mittel - schnell. Das klingt zwar banal, aber gerade (Wieder-) Einsteiger machen häufig den Fehler, nur in einer Geschwindigkeit unterwegs zu sein, und zwar in „zu schnell“.

    Trotzdem ist es gut, seine Pulszonen zu kennen - ich war heute mit einem erfahrenen Läufer unterwegs, der eine längere Grippe hinter sich hatte, und obwohl er seit 2 Wochen symptomfrei und von unserer moderaten Pace nicht wirklich angestrengt war, zeigte der Puls Werte um die 180. Also war ihm anhand der Pulswerte schon früh im Lauf klar, dass es keine gute Idee wäre, die komplette Strecke zu laufen, obwohl er sich ansonsten gut fühlte, und er suchte sich in aller Ruhe einen geeigneten Ausstiegspunkt.

    Ansonsten kann ich nur empfehlen, nach einem strukturierten Plan zu trainieren, und sich ggf. an einen Lauftreff dranzuhängen, denn die Zeit vergeht schneller, wenn man zusammen läuft, und man macht auch schneller Fortschritte. Ich trainiere schon lang nach Steffny, aber auch die Runner‘s World-Seite bietet eine Menge kostenlose Pläne.

    Und wenn du‘s wirklich wissen willst, kannst du auch eine Leistungsdiagnostik machen lassen - viele Krankenkassen bezahlen da einen guten Teil davon.

    Viel Erfolg
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
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  4. Registriert seit
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen

    Und meine persönliche Erfahrung: viele meinen sie würden langsam laufen, rennen aber nur minimal langsamer als sonst! Konsequent langsam zu machen ist nämlich gar nicht so einfach wie mancher meint. )
    Das kann ich nur bestätigen. Wenn ich bei unserem parkrun als Schlussläuferin unterwegs bin, pflücke ich unterwegs immer viele Leute von der Strecke, die erst 500 m in einem für sie viel zu schnellen Tempo loskesseln und dann 300 m gehen müssen... die sind dann immer total erstaunt, dass sie tatsächlich einen ganzen km oder mehr laufen können, wenn sie es nur langsam genug machen.
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  5. Registriert seit
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    die sind dann immer total erstaunt, dass sie tatsächlich einen ganzen km oder mehr laufen können, wenn sie es nur langsam genug machen.
    Darüber war ich auch ganz erstaunt, denn in meinem ganzen Leben hatte ich in der Schule nur eben jene Sorte Sportunterricht, wo ich ständig so gehetzt wurde, dass ich dann eben nach besagten paar hundert Metern nicht mehr konnte. und ständig nur litt. auf die schlechte Art.

    ich was den grössten Teil meines Lebens absolut davon überzeugt, dass ich physisch unfähig bin zu laufen. Bis ich beim Boxen aufs Laufband geschickt wurde zum Einwärmen ( 6 km / h ) und ich mir dachte, ok ich sag erst mal nichts, der Trainer wird dann schon merken, wenn ich mit hochrotem Kopf runterfalle, dass ich das nicht kann - und dann feststellte, das ist ja ganz easy.

    Sachen gibt's

    man kann sich immer wieder mal selbst komplett überraschen, das ist höchst erstaunlich!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    So - jetzt bin ich aus lauter Trotz heute Abend los und habe ganz langsam gemacht mit dem Ziel, 90 min am Stück zu laufen. Geschafft
    Es war sogar noch Kraft übrig, um ganz zum Schluss ein klein wenig schneller zu werden.

    Meine Uhr behauptet, das waren etwa 13.7 km.

    Vielen Dank für die Tipps und Ermunterungen - das hilft mir wirklich sehr. Ich bin wirklich (in Familie und Schule) mit dem festen Bild aufgewachsen, komplett unsportlich zu sein. Und es fällt mir schwer, diese Blockade zu überwinden und mir selbst zu glauben, dass das nicht in Stein gemeißelt ist.
    Alle paar Jahre nehme ich einen Anlauf und gebe dann wieder auf (etwa am Punkt, an dem ich gestern war: „verstehe ich alles nicht und das ist halt was für Sportliche und nicht für mich - war ja klar“. Drum ist meine Trotzreaktion von heute schon ein grosser Etappenerfolg.)

    Mit den Kraftübungen ist es so ähnlich. Ich hab da mal was angefangen und inzwischen kann ich 12 Liegestütze am Stück machen und einen Unterarmstütz > 60 sec gut halten, aber ich würde das nie als „Training“ bezeichnen, sondern immer verschämt in Richtung Boden murmeln, dass ich da mal so ein bisschen Sachen gemacht habe oder so.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


  7. Registriert seit
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    @Minstrel: die gute Nachricht ist: laufen ist ein sehr linearer Sport. Wenn du dich an die Pläne hältst und ansonsten nix Gravierendes dazwischen kommt (Verletzung oder Grippe), wirst du sehr schnell Erfolge sehen. Zwischen meinem ersten und dem zweiten Marathon lagen sage und schreibe 30 Minuten in der Zielzeit, und das, obwohl der zweite nur ein halbes Jahr später war... so ähnlich wird’s bei deinem 5 km -Lauf auch sein. Also schön dran bleiben. Laufen muss nicht jedes Mal Spaß machen, Hauptsache, du hast es gemacht. Also geh raus und rock das Ding
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  8. Avatar von neka
    Registriert seit
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Minstrel, das klingt doch schon super
    Ich hab auch einen höheren Puls und der rast bei Anstrengung sssst hoch. Beim Laufen hat mich das früher echt genervt und dann war der Puls noch höher hab es dann nach Gefühl gemacht und konnte mich in meinen Phasen immer verbessern.
    Allerdings ist bei mir Messung per Brustgurt fürn Eimer, ich schwitze zu sehr und dann steht die Brühe in dem Ding und dann geht nix mehr. Plus Gefriemel unterm Sport-BH, Hölle...
    Hab seit gut 3 Jahren ein Fitbit und finde, das klappt super. Ich schau aber nur gelegentlich mal. (Also wenn ich dann wieder richtig starte )
    Also ich denke, wenn du die unterschiedlichen Läufe machst, wirst du bald eine Verbesserung merken. Ich bin für sowas schlicht nicht ambitioniert genug, hatte aber auch noch nie einen Lauf als Ziel.

  9. Avatar von huppsi
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Ich bin ja ein Freund von "Laufen nach Gefühl" und nicht nach Pulsuhr (habe ich noch nie versucht) oder Trainingsplan. Bei mir gibts Tage, da fühle ich mich matt und müde und ich glaube nicht dran, dass ein Lauf ein guter wird...und dann läufts trotzdem super. Und andere Tage, da fühle ich mich fit und energiegeladen und trotzdem kleben die Füße am Boden. Wenn ich da stur nach Trainingsplan laufen würde, wäre das nix für mich. Außerdem habe ich für mich festgestellt, dass das Laufen mir nur dann Spaß macht, wenn ich nicht konstant besser werden will. Ich bin nunmal nicht die Schnellste (10km/h +/-) aber dafür laufe ich seit 15 Jahren konstant, immer und in jeder Jahresezeit 3-4mal pro Woche.

    Wegen des 5km Laufs würde ich mir keinen Kopf machen. Wenn Du regelmäßig läufts, wirst Du da sicher nicht schlecht abschneiden, zumal man unter "Wettkampfbedingungen" eh schneller ist.

    Schlechtes Gewissen: kenne ich...wenn ich nach der Arbeit laufe oder am WE ohne Kinder. Schlechtes Gewissen weil ich den Mann mit den Kindern allein lasse. Dagegen hilft bei mir die Kleine mitzunehmen. Weiß nicht, ob das bei Dir machbar ist? Manchmal fährt im Sommer sogar die Große noch mit dem Rad nebenher oder wir machen Familienausflug: Mein Mann und die Große auf dem Rad, ich laufend mit dem Chariot und der Kleinen.

    Migräne beim mittags laufen: Kenne ich Mein Trigger ist Unterzucker. wenn ich also mittags laufen will, esse ich gegen 11 einen Joghurt, laufe von 11:30h bis 12:30h, dusche, und esse dann am Schreibtisch meinen Salat. MUSS ich maximal ne halbe Stunde nach dem Lauf machen, sonst gibts Kreislauf, Aura, Migräne

  10. Avatar von Carolly
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    AW: Trainingsplan - HFmax - frustrierter Anfänger

    Gratuliere Minstrel! Das geht doch

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