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  1. Avatar von Carolly
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    Total verrueckte Radtour.

    Bloede Idee gegen Ende des Jahres:

    In 2 Tagen oeffnet die Einschreibung fuer einen 300km Radausflug. Dieses ist nicht als Rennen geplant sondern als einen ganz langen Tag radeln mit Freunden und neuen Freunden.

    Ok.

    Ich radele erst seit 2 Monaten wieder nachdem ich seit ueber 4 Jahren nicht mehr auf dem Rad sass. Ist dieses eine total bloede Idee?

    Mein Rad ist uebrigens eine Art Reiserad: ziemlich leicht, gute Schaltung, fuer mich bequeme, sportliche Sitzposition aber mit geradem Lenker. Aber mit Rennlenker fahre ich eh nicht gerne. Entsprechende Hose mit Polsterung wuerde ich mir zulegen, Helm muss auch. Verpflegung und Nothilfe fuer Fahrer und Raeder gibt es unterwegs. Landschaft total flach. Ansonsten ist es bei der Strecke immer moeglich aufzugeben und zum naechsten Bahnhof zu aechtzen um nach Hause zu fahren.

    Echt trainieren moechte ich eher nicht, aber ich habe mit eine knapp 100km Strecke rausgesucht die ich in den kommenden Tagen fahren moechte falls das Wetter mitspielt. Meine normale Radelschnellheit ist ungefaehr 26-28kmh, aber wie lange ich das bequem durchhalte ist unsicher. Ich muss aber erst mein Rad reparieren lassen da nach einem Sturz letztes Wochenende ein Teil der Schaltung verbogen ist. Und verschiedene Zerrungen noch etwas mehr ausheilen lassen. Mal schauen.


  2. Registriert seit
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Das kann man machen, man muss nur langsam genug fahren (26-28km/h wäre mir für so eine lange Strecke viel zu schnell). Ein leichtes Training schadet nicht, also auch mal mehr als 10km am Stück fahren . Meine persönliche Erfahrung ist, dass es am Ende nicht an Kondition mangelt, also die Muskeln bei genügend Nahrungszufuhr mitmachen, sondern dass die "Peripheriegeräte" Schaden nehmen. Also Popo, Handgelenke, Achillessehnen, Knie, usw., die nicht an eine solche Dauerbelastung gewöhnt sind. Aber das merkst Du erst am Tag danach. Tagelang...

  3. Avatar von Carolly
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Das denke ich auch Pia. Ich werde sicher wenn das Wetter halbwegs mitspielt laengere Radtouren machen. Denn jeden Tag 3km ins Buero radeln wird da nicht wirklich helfen

    Ich weiss dass es eine Schnappsidee ist, und die Chance dass ich es nicht schaffe duerfte gross sein. Naja, dann kriege ich halt nicht das Finisher-Bierglass und kann nicht am gemeinsamen Schlussfestmal teilnehmen. aber dann weiss ich immerhin wie weit ich wirklich radeln kann.

  4. Moderation
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Dann mal zu!

    Rad reparieren, Sitzhöcker abhärten, gucken, daß man nicht vom Helm/Kopfhaltung Nackenkrämpfe kriegt.

    Ich war etwas erschüttert, daß trotz schnellen 20 km in kleinen Etappen jedenTag auf einem 70 km am Stück von der Belastung her (Hintern, Handgelenke, Nacken, Rücken) doch sehr ungewohnt und schmerzhaft waren. Ich könnte mir vorstellen, daß auch das Langstreckenfahren als solches erst mal geübt werden will, ganz unabhängig von der Ausdauer -- 300 km sind ja mindestens 10 Stunden reine Fahrtzeit, eher 15 bis 20.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    300km sind, hmm, ambitioniert ...

    Wie fit (und vor allem: wie ausdauernd) bist du denn so generell?

    Wie lange ist es bis zu der Veranstaltung hin? Sprich: Wäre noch Zeit für längere Test- und Trainingsfahrten?

    Ob du bzw. dein Rad für Langstrecke taugt merkst du erst, wenn du mehrfach mindestens 6, besser noch 8-10 Stunden an einem Tag im Sattel warst. Der entscheidendende Knackpunkt ist dabei, wie @Pia1976 schon ähnlich schrieb, nicht so sehr die Qualität des Materials. Sondern dein genereller Trainingszustand. Und vor allem die Ergonomie. Ein hervorragendes, aber mäßig bis schlecht angepasstes Rad kann auf Langstrecke die Hölle sein. Ein mittelmäßiges, aber gut passendes Rad kann hingegen gut funktionieren.

    Vom Kauf einer Polsterhose würde ich mir übrigens nicht viel erhoffen. Das Entscheidende ist, dass der Sattel passt und korrekt für dich eingestellt ist. Ergonomische Griffe plus geposterte Radhandschuhe sind meiner Erfahrung nach sehr hilfreich. Teuer ist dabei nicht automatisch gut, sondern nur individuell passend ist gut. Da kann der Sattel oder das Griffpaar für <20€ durchaus auch mal "besser" (im Sinne von: passender) sein als die High-End-Ausführung für >80. Ob es wirklich passt merkst du erst bei Testfahrten >6 Stunden. Einen Flaschenhalter am Rad finde ich auf längeren Strecken ansonsten auch immer sehr sinnvoll. Und natürlich anständigen Reifendruck (Standpumpe mit Manometer verwenden, Aufdruck an der Seite der Mäntel beachten, dort ist der Druckbereich angegeben).

    Und ja: Von jahrelang nicht Radfahren nahezu direkt zu 300km am Stück ist ein wenig verrückt. Ich finde das sehr sympathisch. Lesetipp, falls du es nicht schon kennst: Hape Kerkelings Jacobsweg-Buch. Hat mit Radfahren nix zu tun. Beschreibt aber einen ähnlich spontanen Entschluss und dessen Auswirkungen.

  6. Avatar von Carolly
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Danke euch. Die Veranstaltung ist im Juni, am laengsten Tag des Jahres. Also noch recht viel Zeit, jedenfalls falls das Wetter mitspielt.

    Mein Rad passt mir jedenfalls perfekt (naja, jedenfalls auf den kuerzeren Strecken die ich bis jetzt damit gefahren bin). Der Sattel ist ebenfalls auf kurzen Strecken (so bis 40km) bequem, ebenso die Handgriffe. Aber Handschuhe stehen auf der Einkauftsliste. Danke.

    Ich habe mir gerade mal den Ruecktext von Hape durchgelesen. *lach* passt! Naja, es ist verrueckt, aber ich gehe das auch nicht an mit dem Gedanken auch wirklich bis zum gemeinsamen Abendmahl durchzuhalten, oder einen Schnellheitsrekord aufzustellen. Schoen wenn es klappt, wenn nicht... *schulterzuck* mal schauen


  7. Registriert seit
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Mein Rad ist uebrigens eine Art Reiserad: ziemlich leicht, gute Schaltung, fuer mich bequeme, sportliche Sitzposition aber mit geradem Lenker. Aber mit Rennlenker fahre ich eh nicht gerne.
    Bei einem geraden Lenker hast du doch aber nur eine einzige Griffposition, da fallen dir nach langen Stunden garantiert die Hände ab! Beim Rennbügel gibt's dagegen zahlreiche Positionen zum Griffwechsel!

  8. Avatar von Carolly
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Zitat Zitat von Geronda Beitrag anzeigen
    Bei einem geraden Lenker hast du doch aber nur eine einzige Griffposition, da fallen dir nach langen Stunden garantiert die Hände ab! Beim Rennbügel gibt's dagegen zahlreiche Positionen zum Griffwechsel!
    Hmm.. ich hatte mal ein Rennrad. Ich habe es immer nur mit den Haenden am gerade Stueck gefahren da die Griffe zu unbequem waren. Und den ganzen Lenker umbauen lassen kostet viel Geld und erstmal sind wieder Materialen dran gegen die ich allergisch bin bis es nach ein paar Wochen richtig ausgelueftet ist. Und ob das Rad dann noch bequem sitzt? Vielleicht ist der Sattel dann nicht mehr richtig fuer eine andere Sitzposition, oder die Position des Lenkers muss veraendert werden.

  9. Moderation
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    AW: Total verrueckte Radtour.

    Carolly, du kannst mal gucken, was es an anderen Griffmöglichkeiten gibt. Z.B., kannst du mittig anfassen, wenn du das montierte Zeug etwas zur Seite schiebst? Kannst du Hörnchen montieren, oder einen Triathlonaufsatz?

    Griffmäßig war mein altes Hollandrad optimal, da gabs vier offensichtliche Griffmöglichkeiten, und nie Probleme mit abgeklemmten Handnerven.

    Gegen "allergisch gegen Griffmaterial": Leder, Kork? Oder einfach geeignete Handschuhe?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  10. Registriert seit
    06.12.2018
    Beiträge
    290

    AW: Total verrueckte Radtour.

    Ich habe, als ich das Radfahren für mich entdeckt habe, nach einigen Wochen meine erste Tagestour mit knapp 200 km gemacht. Daher halte ich 300 km in 6 Monaten für problemlos machbar. Normalerweise rechnet man bei Tagestouren (keinen Wettkämpfen) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 20 km/h, das wären also 15 Stunden Fahrtzeit plus Pausen. Kommt natürlich auch auf die Landschaft an, im Flachland wäre man im Schnitt eher schneller unterwegs als wir hier in den Bergen.

    Klingt jedenfalls sehr interessant. Ich wünsche dir gute Besserung und dann viel Spaß.

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