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  1. Registriert seit
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    Wanderung mit sommerlichen Weitblicken

    Viel beworben werden die Vorzeigewanderwege in den Regionen – von Nord bis in den tiefen Süden, vom Hermannsweg bis hin zum Eggeweg und in neuester Zeit auch z.B. der X 9 – der von Herford bis Hameln führende Hansaweg um einmal in Westfalen zu bleiben.
    Ein wenig im Schatten dieser teils schon zertifizierten Wanderwege liegen viele weitere Wanderwege fast noch in einer Art Dornröschenschlaf, so auch der X 25 - der Weg, der den Beinamen „Schau-ins-Land-Weg“ führt und damit nicht zuviel verspricht.
    Von Bielefeld (Beginn am Ratsgymnasium) bis nach Rheine führt der Weg über eine Gesamtstrecke von 97 Kilometern bis nach Bevergern (am Nassen Dreieck unweit von Rheine). Im Grunde die Ziele, die auch der Hermannsweg miteinander verbindet, nur führt der Hermannsweg noch einige Dutzend Kilometer weiter bis ins Lippische Bergland auf Höhe des Velmerstot. Also zurück zum X 25 – dem Weg der Blicke.
    Die zweite Etappe führte von Borgholzhausen bis Wellingholzhausen. Eine schmale Asphaltstraße, stetig bergan belohnte mit schönsten Ausblicken auf Borgholzhausen, die Ravensburg und den anschließenden Teutoburger Wald. Alsbald wurde der Kerßenbrocker Berg erreicht und nördlich umgangen. Neue Wanderzeichen führten zielsicher auf die Höhe des Beutling, im Schatten des Aussichtsturmes konnte eine erste Rast eingelegt werden. Eine recht steile Serpentinenstrecke bergab – am Waldrand zog der Weg, begleitet von prächtigen Ausblicken auf den Grönegau und den Kern von Wellingholzhausen, dern „Artland-Dom“ im Mittelpunkt. Mittlerweile wurde die Landesgrenze zu Niedersachsen passiert, je weiter der Weg führte – je mühevoller war die Orientierung. Mal waren die Wanderzeichen nicht ganz eindeutig, mal gab es Wegweiser für Radler – kurz: ein „munteres“ Durcheinander, eine bunte Vielfalt. Ein großes Lob allerdings der teils wunderschön ausgewählte Routenführung. Immer wieder am Waldrand entlang – Ausblicke auf stille fast unbewohnte Taleinschnitte, auf die Höhenzüge in Richtung Steinegge wechselten mit weiten Blicken in Richtung Wiehengebirge. Neben der Schutzhütte am Aussichtsturm fand sich eine weitere Schutzhütte am Waldrand, bald hinter der Querung der von Wellingholzhausen in Richtung Dissen führenden Landstraße, die letzte Schutzhütte wurde ca. 1,6 km vor Wellingholzhausen passiert – die „Johannislaube“. Nach einer Wanderzeit von gut 5 Stunden wurde im BereichHankenberge die von Borgloh nach Hilter führende Kreisstraße (unmittelbar an der Autobahn A 33) erreicht. Dort warteten die zuvor abgestellten PKW’s für die Rückfahrt nach Borgholzhausen.
    Gern hätte man die Wanderung auch unter Nutzung des ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehrs) durchgeführt, die Anfahrt nach Borgholzhausen wäre problemlos im Stundentakt möglich gewesen. Allein die Rückfahrt – zu der der „Haller Wilhelm“ z.B. im Jahre 1944 noch 80 Minuten, in den siebziger Jahren vor der Einstellung des Zugbetriebes der damaligen DB noch 60 Minuten benötigte, ist in diesen Tagen leider nicht mehr möglich. Der Haltepunkt Hankenberge ist verschwunden, aufgelöst – kurz: dort hält weder der „Haller Wilhlem“ noch dessen Nachfolger von der Nordwestbahn.


  2. Registriert seit
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    Wandern ohne Steigungen ... von Petershagen nach Minden am Weserufer

    Die Porta – von der anderen Seite her gesehen….

    Mit dem Regionalzug ging es zunächst nach Petershagen-Lahde. In der Morgenfrühe führte der Weg zunächst durch die noch ruhige Ortschaft in Richtung Schleusenkanal. Nach Überquerung nahmen Wiesenwege die Wandergruppe auf und boten einen schönen Ausblick auf die am gegenüberliegenden Weserufer liegende Altstadt von Petershagen. Die „Steigung des Tages“ war kurz und knapp – der Anstieg zur Höhe der Weserbrücke die schnell überquert war.
    Sturmzerzausst aber mit Sonnenschein – ein Ausblick mit Weitblick von der Höhe der Weserquerung übers Storchenland weserabwärts. Angler nutzten den arbeitsfreien Tag, eine ungewohnte Ruhe umschloss die Wandergruppe wo sonst die nahe Bundesstraßen einen unaufhörlichen Lärmteppich über die Landschaft legt.
    Eine kleine Rast am „Alten Hafen“ in Petershagen, im Windschatten des Schlosses, ein paar Impressionen der Altstadt und auf dem Weg zur „Alten Fähre“ nahm der „X W“ – der Weserwanderweg die Wandergruppe auf. Windgeschützte Plätze locken an der Windmühle zur längeren Rast – schnell ziehende Wolkengebirge, lebhafter Westwind und noch immer wärmende Sonne ließ den einen oder anderen nördlichen Urlaubserinnerungen nachhängen.
    Weiter ging es – Minden wollte erreicht werden. Der „X W“ verließ alsbald das Weserufer wieder um einen „Schlenker“ durch das Heisterholz zu unternehmen – das trockene Wetter hingegen ließ es zu, den Fußweg unmittelbar am Ufer der Weser weiter zu benutzen.
    Plätschernde Wellen, zwei, drei Kanuten – weserabwärts versteht sich -, Freizeitboote kurz vor der Winterruhe – Vogelschwärme mit kleinen Trainingseinheiten sich vorbereitend auf die lange Reise in südliche Gefilde – Drachen im Kampf mit den Winden – eine überaus kurzweilige Wanderung schloß sich an. Einige Sitzgruppen luden zur weiteren Zwischenrast ein – aber ohne Windschutz war der Tag im frühen Oktober nicht mehr der wirklich geeignete Zeitpunkt dafür.
    Weit wurden die Flußbiegungen ausgegangen – rechts rückten die Ausläufer des Heisterholzes näher an den Fluß heran, ein kleines Steilufer, mit ersten Häusern besetzt – am gegenüber liegenden Flussufer Maschinen zum Sand- und Kiesabbau. Bald schon in der Ferne die maarkanten und bekannten Türme der zur Schachtschleuse Minden gehörenden Bauwerke, derzeit noch flankiert von hohen Baukränen am Wasserstraßenkreuz.
    Eine Umleitung war schnell passiert, nach einer kurzen Passage auf dem westlichen Kanalufer der Abstieg zur Weser und bald waren rechter Hand die Türme der Mindener Altstadt zu sehen. Zuvor noch ein rechter „Leckerbissen“ für die Freunde nostalgischer Schiffahrt – von seinem Liegeplatz an der Schlagde machte sich der historische Raddampfer auf zu einer kurzen nachmittäglichen Rundfahrt.
    Zum Abschluß war noch ein kurzer Besuch des Mindener Domes möglich - sichtlich genossen hatte die Wandergruppe diese „Flachetappe“ am Rande der norddeutschen Tiefebene mit dem Weitblick auf die „Porta“ von der „anderen“, der „falschen“ Seite aus.


  3. Registriert seit
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    Rund um die Friedensstadt ... Osnabrücker Ringweg - 2. Etappe

    Rund um die Friedensstadt – 2. Etappe des Osnabrücker Ringweges vom Rubenbruchsee bis um Industriemuseum am Piesberg – eine Wanderung die (fast) alles zu bieten hatte!


    Osnabrück – die Friedensstadt. Viele kennen sie nur aus der Vorweihnachtszeit, von den „Westfalentagen“, andere sahen sie auf der Autobahn vorbeihuschen, gerieten auf dem Hauptbahnhof beim „unten“ und „oben“ durcheinander.
    Es könnte nicht falsch sein, einmal ganz viele Blicke auf die Friedensstadt von außen her, vom Rand her zu wagen – gedacht, getan und so hieß es, sich auf den Weg machen, die Stadt auf dem Ringweg zu umwandern. Vor einigen Tagen ging es auf die 2. Etappe – vom Rubenbruchsee bis zum Industriemuseum, am Rande des Piesberges. Ca. 18 Kilometer – „mäßig anspruchsvolle Wanderung mit einigen Steigungen zum Ende hin“ verspricht der gedruckte Wanderführer .. Erwartungsvoll begann die Wanderung vielleicht mit den schönsten Augenblicken ... am Spätsommermorgen am Ufer des Rubenbruchsees. Die stille Wasserfläche, Nebelreste noch zwischen Bäumen, ein einzelnes frühes Tretboot, hier und da eine frühe Joggerin, ein Jogger. Von der Bushaltestelle kommend nahm uns nach wenigen Minuten der Ringweg auf – zu erkennen am Wanderzeichen des roten Ringes (ähnlich dem Verkehrszeichen „Verbot einer Einfahrt“). Waldwege nahmen uns auf, nach einem guten Kilometer haben wir den Flugplatz Atter erreicht, ein fast zugewachsener Pfad führt uns im Schatten eines Flugzeughangars bis zum Kontrollturm und zum danebenliegenden Gasthaus. Über den Parkplatz setzen wir den Weg fort, ein Weg entlang einiger Übungsplätze für den Pferdesport, rechts – links – an einem Waldrand entlang führt der Weg und nach einer 90 Grad-Abzweigung folgt rechts ein kleiner Tümpel, wenig später geht es rechts in den Leyer Wald – wieder ein Trampelpfad, hoch zugewachse, eine Machete wäre nicht fehl am Platze .. .. eine Steinsäule steht auf einer Lichtung, mehrere Pfade laufen auf diesen Platz zu, lassen eine Fortsetzung ersta uf den zweiten, dritten Blick erkennen - das Wegezeichen für den Ringweg ist kaum mehr zu sehen ... unter Zuhilfenahme einer Karte wird der richtige Pfad gefunden, er weitet sich nach wenigen Metern zu einem breiten Waldweg und erreicht bald die Leyer Straße. Der Weg führt nach rechts, nach dem Passieren einer Bushaltestelle geht es nach links leicht bergab und ein schöner Alleeweg führt uns auf Gut Leye zu. Es lohnt einen Augenblick vor dem Guthaus zu verweilen (Privatbesitz) und die Anlage auf sich wirken zu lassen. Zur Fortsetzung des Weges geht es links am Gut vorbei, ein Gestüt wird passiert, blicke auf den Gartenbereich des Gutshauses sollten nicht vergessen werden und an einer Weggabelung geht es nach links in die „Leuchtenburg“. Nach wenigen hundert Metern wird der Friedhof Eversburg passiert (hier finden sich einige Bänke, auch regengeschützt um eine kleine Rast einzulegen. Links die große Grabstelle derer von der Leye ... die Zeit läßt isch nicht aufhalten. Unmittelbar hinter der Friedhofsmauer führt ein schmaler Weg nach links – vor einem Anwesen entlang des dortigen Zaunes nach rechts und wir erreichen nochmals die Straße Eikesberg. Entlang eines Feldes wird die Bahnlinie Osnabrück-Rheine erreicht, an einem Bahnübergang wird sie überschritten, der weitere Weg führt uns am Rande eines Industriegebietes entlang (Professor-Porsche-Strße), noch vor der Auffahrt zur Autostraße verlassen wir die Straße nach rechts in einen Waldweg hinein. Im weiteren Verlauf verliert sich das Wegzeichen des Ringweges einmal mehr .. jedenfalls geht es in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie weiter, später fehlt das Wegezeichen vollständig .. erfreulicher der unerwartete Anblick eine blühenden Heidefläche, eingezwängt zwischen Schienen und Schnellstraße. Die Straßenbrücke wird unterquert, links geht es erneut in ein kleines Industriegebeit und zwischen Fabrikhallen hindurch geht es auf Fußwegen in Richtung Büren, einem zu NRW gehörendem Ortsteil von Lotte. Über den Strohteweg geht es nach links in den Buchenweg, das Weichbild des Ortes wird bergan verlassen .. von einer kleinen Ruhebank aus lohnt die Umschau .. die Autobahn A 1 ist zu sehen, davor eilt dann und wann ein Triebwagen der Nordwestbahn in Richtung Bramsche – Oldenburg, der Stichkanal ist mehr zu ahnen als zu sehen .. bald führt der Weg zwischen Feldern hindurch bergab, nach Überquerung der Bergstraße geht es erneut durch ein Drehkreuz über einen Bahnhübergang, bald wird die Hase erreicht und gleich dahinter führt eine Brücke über den Stichkanal. Neidvoll die Blicke auf den Schwimmer in der Hase, zügig ziehen zwei „Achter“ auf dem Stichkanal ihre Bahn, Sonnenanbeter nutzen auf dem Ponton des Anliegers die letzte Spätsommersonne ... jedoch Wanderer wollen ans Ziel und müssen weiter.
    Ein Weilchen folgen wir dem Kanal in Richtung Osnabrück, links unter alten Bäumen hat sich ein Motoradclub angesiedelt, dahinter wird links an einem kleinen Metallpfosten ein Wegzeichen des Ringweges sichtbar .. und sofort dahinter geht es auf einem kleinen Pfad in das Waldstück hinein (der Eingang ist leicht zu verfehlen, am Beginn wurde ein großer Erdhaufen aufgeschüttet). Im Wald empfiehlt es sich, der Markierung des Mühlenweges zu folgen („M“), das Ringzeichen ist kaum zu sehen, teils arg verblaßt. Am Ende wird eine Straße mit dem schönen Namen „Am Pyer Ding“ errreicht, dort heißt es links herum .. bis zum Ende geradeaus gehend kommen wir kurz vor dem Ende an einen rechter Hand liegen Spielplatz, eine der wenigen Ecken und Winkel, wo eine kleine Wandergruppe Rast machen kann; ansonsten finden sich auf dem ganzen Teilstück des Ringwege weder Schutzhütten noch etwa mehrere zusammenstehende Bänke oder gar Rastplätze mit Tischen. Weiter geht es .. es folgt die Überquerung des Fürstenauer Weges und gleich darauf – vor einem Anwesen geht es nach rechts auf einem Weg der .. ein kleines Wunder – mit feinstem hellem Kies bestreut ist. Der Kiesweg biegt bald nach rechts zu einem weiteren Anwesen ab – wir halten uns an das „M“ und das hier und da noch zu erspähende Zeichen des Ringweges. Es folgte ein stetes Hin und Her, mal Wald, mal Feld – mal ein Alleeweg, dann die kleine Straße „Zum Pyer Moor“ und nochmals Wald und hier heißt es nun – Aufgepaßt! Der „M“-Weg trennt sich vom Ringeweg, der M-Weg schwenkt nach links, der Ringweg hingegen geht nach rechts .. verläßt den Wald, führt an einem Feldrand entlang und überquert die Lechtinger Straße. Danach geht es vor einem grünem Eisentor nach rechts .. neuerlich ein stark zugewachsener Pfad und nach wenigen Metern geht es links steil bergan – über einen mit Stufen kaum gangbar gemachten Pfad, teils Stufen, teils eher Felsreste und oben angekommen ist dann der Rundweg um den Piesberg erreicht. Der Ringweg führt nach links - wir entschließen uns für die rechte Wegführung und umrunden den Piesberg teils auf dem Waldrundweg .. der allerdings bei Nässe und unsicherem Wetter eher nicht zu empfehlen ist; ein wenig nach dem Stüve-Schacht folgt dort eine Passage, ebenfalls mit Stufen und Felstresten begehbar gemacht, die steil bergab führt.
    Im Halbkreis ist der Piesberg allerdings bald umrundet, das Industriemuseum fast erreicht, kurz davor befindet sich die Bushaltestelle mit mindestens halbstündlicher Rückkehrmöglichkeit in die Innenstadt.
    Die folgende Etappe ... bis nach Belm wird relativ kurz sein, so dass auf der Etappe am Industriemuseum gestartet werden kann und der Piesberg einschließlich der Aussichten von der Felsrippe seine gebührende Aufmerksamkeit bekommen kann und wird.
    Von der Bushaltestelle Barenteich wurden bis hier – einschl. des Zuweges zum Rubenbruchsee – ca. 19 km zurückgelegt.
    Kurz – eine Wanderung, die alles bot! Große Flugzeuge (über uns hinziehend, kleine Flugzeuge am Flugplatz Atter), große Züge (an den Bahnlinien in Richtung Rheine und Bramsche und kleinste Lokomotiven mit Anhang am Piesberg als „Feldbahn“), große Schiffe auf dem Stichkanal und kleinste (Tret-)boote auf dem Rubenbruchsee. Dazu Waldpassagen durch schönsten Laubwald, zugewachsene, überwucherte Pfade, Trampelpfade, weite Aussichten und nicht zu vergessen .. einen kleinen, ein schon seit langer Zeit an einem Baum oberhalb von Büren hängender kleiner Schutzengel. Wer ihn den nötiger .. als Wandersleute bei Wind und Wetter?!

  4. Avatar von frankeguben
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    AW: Rund um die Friedensstadt ... Osnabrücker Ringweg - 2. Etappe

    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    Neue Tourenbeschreibung!!!

    Wanderung auf der Halbinsel Jasmund/Rügen

    Die ganze Halbinsel ist der "Nationalpark Jasmund", in dem, an der Steilküste "Kreidefelsen", das Nationalparkzentrum "Königsstuhl" liegt.
    Ausgangspunkt ist der kleine Ort Lohme(hoch über der Steilküste), beschau - und übersichtlich. Es ist kein!!! Badeort, wie man sie aus der Region Binz - Göhren kennt. Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten aller Formen und Größen und es ist wirklich ein Ort, um Ruhe zu tanken.
    Von hier aus führt ein Hochuferweg an der Steilküste zum Königsstuhl/Stubbenkammer durch einen wunderbaren alten Buchenwald. An einigen Stellen ist immer mal wieder der Blick auf die Ostsee möglich.
    Der Weg ist leicht bergig, verlangt aber keine Trittsicherheit auch wenn es manchmal recht schmale Abschnitte gibt. Am Nationalparkzentrum angekommen, sollte man (auch wenn es was kostet)auf jeden Fall in das Besucherzentrum gehen.
    Einmal den Blick von "ganz" oben, aus 118m Höhe genießen, die Spitzen des Kreidefelsens und die Ostsee zu sehen.Dann in die Erlebnisausstellung gehen, um eine interaktive Zeitreise durch die Erlebniswelt Kreideküste zu machen.
    Nach dieser Wanderpause kann man den Weg weiter Richtung Sassnitz laufen und noch die Viktoria - Sicht(nicht weit entfernt) "mitnehmen". Ganz Wandermutige können noch eine weitere Aussicht erreichen, den "Tipper Ort" mit der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht.An 2 Stellen gibt es auch Treppen zum Strand, inwiefern die noch zugänglich sind(nach einigen Rutschungen) weiß ich leider nicht.
    Von hier nun zurück bis zum N-P Zentrum um einen anderen Weg nach Lohme zu nehmen. Der führt nach Hagen, vorbei an einigen interessanten "Stellen", wie den Herthasee + slawischem Burgwall und 2-3 kleinere Kultstätten.
    Oder man geht ab Herthasee Richtung Nipmerow(Großsteingrab) und dann nach Lohme.
    Eine dritte Richtung wäre der Weg über Ranzow (Burghotel) nach Lohme. Egal, welche/r Weg/e genommen wird, es werden so etwa 20 km zusammenkommen.
    Ein ähnlicher "Wandertag" ist auch von Sassnitz aus möglich. Wer dort den Urlaub plant, kann dann noch ein paar andere Ziele in Richtung Binz günstiger erreichen,z.B. das Naturerbe Zentrum(Baumwipfelpfad + Turm) Nähe Prora.

    Man bekommt übrigens in Lohme, in fast jedem Hotel oder I-Punkt 2 sehr schöne kleine Wanderkarten, mit denen eine Orientierung sehr gut möglich ist.
    Geändert von frankeguben (06.10.2014 um 18:38 Uhr)

  5. Moderation
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    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    Ich hatte heute eine schöne kleine Wanderung am Nordrand der Frankenalb, da wo's ins Maintal und nach Kulmbach runtergeht.

    Tolle Aussichten, trotz Nebel in den Tälern (ohne Nebel müssen die spektakulär sein!), wunderschöne Felsformationen, tiefe Täler und prächtige Bäume. Relativ viel gepflasterte Wege und keine Einkehr (jedenfalls nicht im November). Nur eine nennenswerte Steigung und dazugehöriger Abstieg, drei matschige Stellen, die mit leichten Wanderschuhen gut zu bewältigen waren. Etwa 17 km.

    Die Tour ist auch im Rother Wanderführer Fränkische Schweiz. Dort ist sie als "mittel" und mit 5 Stunden Gehzeit angegeben, ich würde sie als einfach bezeichnen, wir haben 4 Stunden gebraucht.

    Startpunkt ist der Wanderparkplatz der direkt hinter Weismain an der Straße Weismain-Neudorf liegt. (Da kommt man über die A70, Abfahrt Stadelhofen, hin. Von der Abfahrt über Arnstein nach Norden bis Weismain.)

    Von dort geht man die Straße ein Stück hinunter, bis links bei einem Buswartehäuschen (?) eine Straße abzweigt. Auf die Straße biegt man ab und folgt der Markierung des Frankenweges, bald parallel der Straße, bergauf durch einen Hohlweg, zurück auf die Straße, und nach Görau hinauf. Weiter auf dem Frankenweg, der eine Weile direkt am Albrand entlang führt, und an einem Drachenflugstartpunkt vorbei. In Zultenberg rechts ab, bald an der Gabelung links, die Straße nach Kasendorf überqueren und auf einen Wirtschaftsweg nach Seubersdorf. Das ist der langweilige Teil.

    In Seubersdorf gegenüber der Kirche links rein, kurz Richtung Modschidel, dann aber rechts zu einem Kastanienbaum und dem Weg mit der gelben Raute folgen. Am Waldrand ist ein Wegweiser, nach rechts dem Weg mit der "3" nach ins Grüne, man kommt schnell auf einen gepflasterten Wirtschaftsweg. Weiter der "3" nach ind Bärentag -- der eher fade Weg wird auf einmal zu einem unglaublichen Wald-und-Fels-Panorama mit Höhlen, leuchtend grünem Moos auf Totholz, verwunschenen Tälern, und raschelndem Buchenlaub.

    Vorbei an der Krassachquelle (man sieht nicht, wo das Wasser herkommt, es ist ganz plötzlich da), und die schnell wachsene Krassach entlang, weiter der "3" folgend, an zwei Mühlen vorbei, bis man in offenes Gelände kommt. Da sieht man dann auch das Zeichen des Frankenwegs wieder, verläßt die "3", überquert eine Brücke und findet sich am Buswartehäuschen wieder, 200 Meter vom Wanderparkplatz.

    Wenn man auf dem Weg zurück zur Autobahn die Augen offenhält, findet man auch noch die bis dahin vermißte Einkehr. (Mir hing trotz Brotzeit der Magen in den Kniekehlen. Der Weg ist, wie gesagt, nicht schwer... aber auch nicht kurz!)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    Eine interessante Etappe des Karstwanderwegs am südlichen Harzrand
    von Herzberg am Harz nach Barbis - 14 km
    Sehenswürdigkeiten: Steinkirche, Einhornhöhle, Ruine Scharzfels - alle direkt bei Scharzfeld gelegen

    Start und Endpunkt sind auch mit der DB zu erreichen
    Wer nicht so weit laufen mag, kann auch mit Bus oder Auto nach Scharzfeld fahren (Wanderparkplatz am alten Hotel Zoll, am Abzweig Lauterberg/Barbis) und von dort eine Rundstrecke zu den Highlights gehen

    Von Herzberg aus geht es erstmal 5-6 km durch Felder und Wiesen mit herrlichen Blicken auf die Berge des Harzes. Besonders schön, wenn sich im Herbst die Laubwald bunt gefärbt hat Bis Scharzfeld/altes Hotel Zoll geht es dann bergig durch den Buchenmischwald und den Rest der Strecke durch Siedlungsgebiet bis Bahnhof Barbis.
    Hier habe ich ein wenig genauer beschrieben und auch Fotos von mir verlinkt.

    Die Steinkirche und Ruine Scharzfels sind jeder Zeit frei zugänglich; das Gasthaus an der Ruine hatte bisher Dienstags Ruhetag
    Die Einhornhöhle kann nur mit einer Führung betreten werden, bitte auf der Website informieren, in der Regel ist von Nov-März Winterpause (nur um den Jahreswechsel herum geöffnet)

    Wer noch etwas Zeit hat: in Herzberg gibt es ein Welfen Schloss mit Museum+Gastwirtschaft, ebenso nett ein Spaziergang um den Jues See (Bademöglichkeit im Sommer) und von Scharzfeld/Barbis ist es nicht weit bis Bad Lauterberg: Altstadthäuser mit vielen kleine Läden; laden zum Bummeln/Kaffeepause ein;Besucherstollen Scholmzeche;Wiesenbeckerteich (gehört auch zum Oberhharzer Wasserregal); Vitamar Wellenbad/Kirchbergtherme
    LG WhiteTara
    Geändert von WhiteTara (07.11.2014 um 20:46 Uhr)

  7. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    Weil wir gerade im Wanderthread drüber plauderten:

    UNESCO Weltkulturerbe Oberharzer Wasserregal

    mit seinen vielen informativenWasserWanderWegen zum Selbsterkunden

    und wenn man schon dort in der Region ist: natürlich auch noch UNESCO Weltkulturerbe Bergwerk Rammelsberg besichtigen, oder eine der anderen Besucherbergwerke in der Gegend.
    Direktlink wegen Shop leider nicht möglich: …ww.rammelsberg.de
    LG WhiteTara


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    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    Ich habe zwar keine Wanderweg, aber ich finde es toll wie genau ihr euch hier austauscht...

    Meine Freundin will auch wandern gehen und wir peilen den Schwarzwald oder die Schweiz an...einige von den Tipps werde ich berücksichtigen! Danke :)


  9. Registriert seit
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    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    65 Kilometer durch die Provinz - dem 115. Deutschen Wandertag entgegen - in vier Etappen von Bielefeld nach Paderborn

    Der 115. Deutsche Wandertag in Paderborn warf schon früh seine Schatten voraus ... und so war es fast naheligend, was sich die Gruppe sich auf den Weg macht, im Vorfeld des Wandertages von Bielefeld nach Paderborn zu wandern. Der Wandertag an sich .. nach allem was zu hören ist .. vielleicht aus der Zeit gefallen mit Wimpelträgern und Kniebundhosen; Aufmärschen und Abschlußkundgebung. Das mag erleben wer will .. glücklicherweise ist der Weg in die Bischofsstadt ohne dieses „Drumherum“ zu haben und zu erwandern und vielleicht deshalb durchaus reizvoll. Nach wenigen Stunden standen schon zwei Dinge fest – An- und Abreise zu den einzelnen Etappen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen und vier Etappen würden es sein, unterbrochen von einem Ruhetag am Mittwoch.

    Gedacht, geplant und die Wanderstiefel geschnürrt und am Montag, dem 8. Juni traf sich die kleine Gruppe an der Zugangsbrücke zur Bielefelder Sparrenburg um die erste Etappe auf dem Hermannsweg bis Oerlinghausen zurückzulegen. Ein kühler Vormittag, erste Touristen auf der Sparrenburg, einige, wenige Wanderer auf dem Hermannsweg entgegenkommend, je weiter Bielefeld zurückblieb, desto weniger Wanderer, Spaziergänger belebten den Weg. Einige Wegeumlegungen im Bereich Brands Busch brachten ein wenig Neuorientierung mit sich, bald aber war die altbekannte Wanderstrecke mit dem „H“ wieder erreicht. Bergab, bergan in munterem Wechsel nach und kaum 2 ½ Stunden war als erstes Zwischenziel der Aussichtsturm „Eiserner Anton“ erreicht. Ein Eisernern Turm, bequem zu besteigen – nur von der ehemals vorhandenen Aussicht blieb der Blick auf Baumwipfel und –spitzen .. aber recht windgeschützt ließ sich die erste Mittagrast mit Sonnenstrahlen genießen. Der gepflasterte Weg hörte alsbald nach der Fernmeldestation der britischen Streitkräfte am Hermannsweg auf, machte einer wurzeldurchsetzten, naturnahen Wegeführug Platz. Treppenunterstützt ging es bergab zur Autobahnquerung Lämmershagen .. eine lange Apshaltstrecke, Waldwege sogar erste Passagen mit Sennesand und der Wald öffnete sich und gab den Blick auf Oerlinghausen frei, das erste Etappenziel.
    Der neue Morgen brachte eine problemlose Anreise mit dem Linienbus aus Bielefeld-Sieker, alternativ aus dem Raum Sennestadt und durch die stillen Straßen des Städtchens wurde am Freilichtmuseum der Beginn des Löns-Pfades (X 10) gesucht und gefunden. Ein Bergstädtchen, treppendurchsetzt, manch Häuslein wäre zu kaufen gewesen .. aber die kürzeste Etappe ließ dennoch keine frühen Pausen zu. Noch ein Stück Straßenpflaster, Industriebetriebe als wenig reizvolle Begleitung und der Wald oberhalb des Segelflugplatzes nahm die Gruppe alsbald auf. Waldpfade, Schotterwege und dann wieder tiefer Sennesand wechselten aufs angenehmste ab – der Weg mag zu Recht die Bezeichnung „Pfad“ im Namen tragen. Im Hintergrund die (leider) üblichen Geräusche des Truppenübungsplatzes .. mal näher, mal weiter entfernt – Einzelfeuer, Dauerfeuer aus Handfeuerwaffen, mal dumpfere Abschüsse – hindeutend auf großkallibrige Waffen .. eine Schutzhütte wurde zur Mittagsrast genutzt, von der Bank an der Rückseite ein weiter Blick über den Übungsplatz, rasch fahrende Panzer – in Staubwolken gehüllt .. und bei allem Lärm ein langsam kreisender, Aufwinde nutzender Raubvogel über einem Waldstück inmitten der Schießbahnen, von Panzern tief ausgefahrener Sandwege .. ein ungeheurer Preis für die Naturbewahrung der dort gezahlt werden muß.
    Die Tagesetappe endete wie zu erwarten mit militärischen Begleiterscheinungen ... an der Bushaltestelle „Augustdorf Kaserne“ – mit brauchbaren Busverbindungen in Richtung Detmolder Bahnhof.
    Nach einem eingeschobenen Ruhetag traf sich die Wandergruppe am übernächsten Tag, die dritte Etappe zu erwandern. Diesmal wurde die Wanderung auf dem Ems-Diemel-Weg fortgesetzt, gekennzeichnet durch das Wanderzeichen „X 3“, weiß auf schwarzem Grund. Eine lange Strecke geht es am Kasernenareal durch Augustdorf, mal auf Gehwegen, mal auf Waldwegen bevor langsam Übungsplatz und Kasernen zurückbleiben und die lauschigen Wegetappen im Furlbachtal erreicht werden. Der Weg verläßt den Kreis Lippe, wechselt in den Kreis Gütersloh den er erst kurz vor dem Etappenziel Hövelhof verlassen wird. An der Alten Fockelmühle wird das Furlbachtal verlassen, straßenbegleitend wird knapp 30 Minuten später der Bereich des Friedhofes Stukenbrock erreicht, linker Hand liegt der Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter in Stukenbrock, schattenspendende Bäume mit Sitzbänken unmittelbar am Rand laden zur Rast ein, ein Gang über den stillen Friedhof läßt einen Zeitsprung rückwärts machen .. ungefähr 65.000 Tode wurden in Massengräbern verscharrt – die geneuen Zahlen lassen sich nicht mehr feststellen .. eine eindrückliche Mahnung gibt dieser Rastpunkt mit auf den Weg.
    Erneut verläuft die Wanderung entlang eines Truppenübungsplatzes, diesmal entlang des großen Üsplatzes Sennelager, betrieben und nicht nur durch die britischen Streitkräfte im Rahmen der Nato genutzt. Eine Kolonne der britischen Platzfeuerwehr mit Blaulicht auf dem Weg zu einem Brandort, Jeeps – Kettenfahrzeuge rasseln lärmend, tosend vorbei .. rechts ab leiten die Wegmarkierungen X 3 die Wandergruppe, die Emsquellen werden passiert – für ein Weilchen wird die Markierung X 3 verloren und nach geraumer Zeit wieder gefunden .. weiter geht es in Richtung Höfelhof, zuvor wird die Autobahn A33 überquert, Asphalt nimmt die Wanderer auf, führt teils entlang der alten „Bielefelder Landstraße“ – seinerzeit Post- und Reiseweg zwischen Paderborn und Bielefeld um dann anschließend in weitem Bogen um Hövelhof herumzuführen. Für die Gruppe endet eine weitere Etappe, die Sennebahn bringt die Gruppe ins heimatliche Bielefeld heute noch „im Schneckentempo“ zurück um sie am nächsten Morgen in der Frühe wieder zurück nach Hövelhof zu bringen. Die abschließende vierte Etappe führte abschließend ausschließlich über denX 3 bis in die Stadtmitte der Bischofsstadt Paderborn, leider fast ausnahmslos über Asphaltwege, entlang von Straßen. Teils eher schwach befahrenen Orts- und Kreisstraßen, teils mußten viel befahrene Landstaßen überquert werden, die A 33 wurde über Brücken überschritten .. einzelne Abschnitte mit Alleebäumen brachten ein wenig Erholung auf dieser doch eher mühevoll zu wandernden Etappe. Ein erster Höhepunkt der Park rund um Schloß Neuhaus, einige Straßenzüge und die Paderauen nahmen die Gruppe auf dem weiteren Weg in die Paderborern Innenstadt auf. Leider handelte es sich bei den Wegen in der Paderaue um Wege, die sowohl dem Fußgänger wie auch dem Radverkehr dienten .. mit allen damit zusammenhängen negativen Begleiterscheinungen.
    Am Ende waren rund 65 Kilometer geschafft und wohlverdient wurde auf dem schattigen Marienplatz inmitten der Paderborner Innenstadt Rast gemacht bevor es vom Kasseler Tor aus wieder mit dem Zug der Sennebahn zurück nach Bielefeld ging.
    Einmal mehr eine Wanderung, die Ostwestfalen mit anderen Augen sehen ließ.
    Nein, Ostwestfalen abseits der Premiumwege Hermannshöhen oder Eggeweg ist keine Region der Wanderer. Vielleicht mögen am Wochenende oder in der Hauptferienzeit ein wenig mehr Wanderfreudige unterwegs sein .. unter der Woche jedenfalls ließen sich die Wanderer auf den Wegen X 10, X 3 an einer Hand abzählen. Die vierte, abschließende Etappe ließ ahnen, woran es auch vielleicht liegen könnte. Dazu die mühevolle Planung der An- bzw. Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr .. ein „Flickenteppich“ aus unterschiedlichen Systemen, mit teils schlechtem Angebot an Samstagen, mit teils überhaut nicht vorhandenem Angebot an Sonn- und Feiertagen.
    Und doch ... Wandernd die Landschaft zu entdecken lohnt. Denn wie sagte schon der alte Geheimrat Goethe – Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich.

  10. Moderation
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    AW: Wandern: Tourenvorschläge und Routenbeschreibungen

    Special Feature aus gegebenem Anlaß: Höhenwegalternative für Höhenängstige

    Damüls, Bregenzerwald, Österreich.

    Die Rundtour Damüls führt in 4 bis 4,5 Stunden über Uga-Alpe, Hochblanken, Ragazer Blanken, (Sünser Kopf), Sünser Joch, Blauer See, Portlahorn und über die Oberdamülser Alpe oder Sieben Hügel zurück. Sie findet sich auf jeder Wanderkarte und an der Seilbahn in Damüls-Uga, und ist bestimmt wunderschön.

    Nur, was tut man, wenn man Bergneuling ist und Höhenangst hat? Zum Beispiel das:

    Von Damüls/Uga Parkplatz nimmt man die Seilbahn zur Elsapenstube hinauf, die auch im Sommer fährt. Wenn die nicht fährt, folgt man dem Wegweiser für ca. 45 Minuten Anstieg.

    Vom oberen Ende der Seilbahn geht man Richtung Uga-Alpe, bleibt auf dem Fahrweg, bis er endet, und geht dem Ragazer Blanken zu. Der Weg führt nicht direkt auf den Gipfel -- man kann den Gipfel rechts liegen lassen und nach eine kurzen Wegstück, wo es drei Meter und einen Zaun entfernt links neben einem steil runter geht, folgt ein leicht zu gehender Weg Richtung Sünser Kopf mit schönen Aussichten.

    Auch den Kopf vermeidet man, indem man vorher zum Sünser Joch abbiegt. Eine Vielzahl von Trampelpfaden führt anstrengend bergab, und vom Sünser Joch zum Sünser See geht es so weiter: Das anstrengeste Wegstück. Das Tal ist idyllisch, grün, und etwas feucht. Man geht bis zur Sünsalpe, wo es keine Jause gibt, dann hält man sich links (*nicht* Richtung Hintermellenalpe), überquert einen Bach, und steigt ein bißchen an zur Porta Fürkele und Portaalpe. Links ragt der Portlakopf empor.

    Auf der Portlaalpe gibt es endlich Jause und hervorragende Bergkäsebrote. Die Landstraße liegt wenig vielversprechend vor einem, der Weg liegt aber auf dem Hang über der Landstraße, auch hier ein wenig feucht (Brücken) und schön grün. Nach kurzer Zeit liegt unten an der Straße die Jägerstube: Ab hier ist der Weg ein befestigter Fahrweg und mühelos zu gehen. Er führ ein wenig aufwärts zur Oberdamülser Alpe, und als Wirtschaftsweg weiter nach Damüls (mit einem Abstecher über eine Kuhweide). Über Herte kann man direkt durch den Wald zum Uga-Parkplatz gehen, allerdings war der Weg gesperrt, als ich da war. Ansonsten geht man bis zur Kirche und dann entweder entlang der Landstraße oder auf dem bequemen Wanderweg oberhalb davon zurück zum Uga-Parkplatz.

    Länge ist auch um die 4,5 Stunden, man spart sich den Schlenker nach Norden zum Hochblanken, und macht dafür einen weiteren Bogen nach Westen. Es geht ganz grob 250 Meter rauf und 650 Meter runter. Ein paar Abstiege, die ein bißchen Geduld erfordern, schöne Täler, und keine Stelle, wo der Landepunkt, sollte man über seine Schnürsenkel stolpern, mehr als die eigene Körperhöhe entfernt ist.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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