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  1. Avatar von Vogalonga
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Hui - das freut mich Vogalonga, wenn ihr allein schon mit Kokosöl zeckenfrei von der Wanderung heim gekommen seid
    Die Zecken hatten einfach eine riesige gedeckte Tafel, bei den Menschenmassen, die unterwegs waren! Die haben sich Leckerere ausgesucht, die nicht nach Kokos rochen.

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Da muss man aber wirklich genau hinsehen
    Allerdings!

  2. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Da muss man aber wirklich genau hinsehen
    Botanisches Wissen hilft, sie zu unterscheiden Dort wo die Infotafel steht und die Rauschbeeren auch wachsen, dürfte man sie sowieso nicht pflücken, denn das ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet, wo man ja immer gar nichts pflücken/sammeln sollte.

    Aber ist schon manchmal lustig, dass viele Menschen wissen, bei den Pilzen muss man aufpassen und sollte nicht die falschen sammeln+essen...aber die Zwillinge der Heidelbeeren kennt kaum jemand (aber sie wachsen halt auch nicht überall, sind eher selten) Aber beide Sorten können durchaus am gleichen Standort wachsen. Ich habe allerdings selbst noch keinen Beerenrausch gehabt; habe noch nicht so viele von denen auf einmal gefuttert, dass ich beduselt hätte sein können Wird vermutlich auch nicht so dramatisch; falsche Pilze erwischen oder zu viel Alkohol trinken ist gefährlicher.
    LG WhiteTara

  3. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Ich konnte Sonntag den Tag nutzen, um endlich mal wieder zusammen den liebsten Freunden eine Tour zu machen.

    Nachdem wir am Freitag bei der Klima-Demo marschierten, um Maßnahmen zu fordern, den drohenden Temperaturanstieg zumindest zu verlangsamen, waren wir gestern bei viel Sonne und nicht erwarteter Wärme in den Bergen auf den Spuren der letzten Eiszeit unterwegs.

    Mit ÖPNV ging es zum Feldbergpass auf 1.231m Höhe. Zuerst wartete in südlicher Richtung der Anstieg auf das Herzogenhorn auf uns. Wir waren mal wieder perplex, welche Veränderungen der Tourismus mit sich bringt; denn an der Pass-Straße wird immer mehr gebaut. Die Hänge des Grafenmatt zeugen mit mehreren Liften vom Skizirkus im Winter und auch an der Vegetation sieht man, über welche Wiesen winters die Pisten führen. Am Wegrand gab es erstaunlich viele und teils große Fliegenpilze zu bestaunen.
    Das Herzogenhorn ist mit 1.415m der zweithöchste Berg im Schwarzwald (wenn man den Feldberg mit Nebengipfel Seebuck wegen geringen Höhenunterschieds als ein Gipfelmassiv zählt). Bei guter Sicht hat man nach Süden ein traumhaftes Alpenpanorama vor sich, das klappte leider nicht so ganz, denn die Alpenkette war dieses Mal vom Dunst etwas verwischt. Aber auf die umliegenden Schwarzwaldgipfel hatte man dank Sonnenschein einen herrlichen Blick. Am Ende der Wikiseite kann man sich durch einige Fotos klicken Man sieht dort auch sehr schön die Schneewächte am steilen Osthang des Berges, wo winters oftmals Lawinenwarnung ausgesprochen wird. Aber genau diese landschaftliche Besonderheit für dort zu einer interessanten Flora, wo im Frühsommer auch viele Orchideen blühen.
    An manchen Stellen zeigen sich bereits bunte Herbstfärbungen und vor allem die Heidelbeersträucher gehen schon in leuchtendes Rot über. Aber wir konnten auch noch einige Heidelbeeren naschen. An vielen Waldhängen hat man die abgestorbenen Fichten sehen können und das wird im kommenden Jahr wohl auch noch schlimmer aussehen, aber es gibt dennoch viele Bäume, vor allem in den Mischwäldern sieht es nicht so traurig aus.
    Beim Abstieg erkennt man auch nach rund 400 Jahren noch ganz gut die Überbleibsel einer Schwedenschanze.

    Von der Höhe ging es dann munter rund 600 Höhenmeter hinunter in den Präger Gletscherkessel Ihr müsst bei Wiki die Landschaftsaufnahmen bestaunen, denn ich habe gar nicht fotografiert, weil das Erzählen mit den Freunden und einfach Landschaft genießen dieses Mal wichtiger war. Es ist immer wieder interessant, die vom Eis geformte Landschaft zu erleben und die Natur zeigt sich im Gletscherkessel auch vielfältig. Wer sich mehr dafür interessiert kann auf einem Rundweg dem Lehrpfad folgen und viel Informatives unterwegs lesen. Um die Wiesen offen zu halten, werden gerade in sehr steilen Gegenden die Hinterwälder Rinder gehalten: Sie sind eine eher kleine Rasse, dafür aber sozusagen unsere geländegängigen "Bergziegen". Man sieht sich öfter mal mit ihnen direkt konfrontiert, weil Wanderwege auch die Weiden kreuzen. Bisher habe ich sie allerdings immer sehr friedfertig erlebt. Gestern waren 2 Kühe sehr neugierig und dann kann kann es einem schon mal etwas mulmig werden, wenn ein gehörntes Rindvieh ganz nahe kommt (auch die "kleinen" Rassen wirken dann doch ziemlich riesig). Aber langsam möglichst im Bogen um sie herum, gab es keine Probleme. Allerdings musste ich feststellen: auch die Rinder laufen gerne auf den Wanderwegen und es kam mir vor, als würden sie dann mit Vorliebe genau dort ihre Fladen hinterlassen! Also die Augen nicht nur bei den Kühen haben, sondern auch am Boden.
    Gefreut hat mich, dass wir unterwegs auch mehrere Tiere im gesamten Herdenverbund sahen: Mutterkühe mit ihren Kälbern und dem älteren Jungvieh, gut beobachtet/bewacht vom Stier. Die Wanderer müssen ihre Weiden aber nicht queren.
    Im Gletscherkessel gibt mehrere Wasserfälle an den verschiedenen Bächen und zu unserer Freude, hatten diese auch noch genug Wasser, dass es plätscherte. Wir querten den Kessel gen Westen und hüpften im Dorf Gschwend dann in den Bus. Die Heimfahrt bescherte uns noch eine herrliche Fahrt mit Ausblicken über den Gletscherkessel, nochmals über den Feldbergpass bis hinunter an den Titisee, vom dort mit dem Zug zurück in die Stadt.

    Ich vermute mal, es waren etwa 22 km.
    LG WhiteTara

  4. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    ..doppelt gepostet...
    LG WhiteTara

  5. Avatar von Scooter2
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von Iris73 Beitrag anzeigen
    hallo,
    werde das erste mal in meinem leben mit einem freund wandern gehen (auf einer spanischen halbinsel) + es ist das erste mal.
    könnte ihr mir etwas zur ausrüstung empfehlen - bin eine blutige anfängerin:

    - welche schuhe
    - welche kleidung (mallorca im frühling in den bergen ?)
    kurze hose, leichte jacke ?
    - rücksack ?

    ich muss mir alles noch besorgen ..und bin dankbar für jeden tipp ;-)

    Ich persönlich bevorzuge Hikingschuhe,meine sind von Lowe.War letzthin mit Sketchers unterwegs und weil meine wilde Hummel gemeint hat,man könne sehr wohl übern Weg den Bach mit Schmackes verfolgen,ist sie dann 1m tief runtergefallen....naja,mit 30cm Schulterhöhe hüpft sichs halt nicht so leicht einen Meter wieder hoch.Ich wollte sie dann retten,war aber froh,dass es mich auf trockenem Untergrund nicht auf den Hosenboden gesetzt hat,weils so abschüssig war.Hab mich dann mühselig wieder hochgehangelt und Hupchen hat doch noch den Weg durchs Gestrüpp genommen.
    Seither isses für mich wieder klar,dass ich sicher nicht mehr ohne die Lowe auf solche,wenn auch einfachste Touren gehe.Also,ich empfehle dringend gute Hikingschuhe,oder normale Wanderschuhe,mir reichen die halben meistens.Guten Rucksack und eine Wanderjacke evtl. mit austrennbarem Futter,resp. Faserinnenjacke.Hose kann eine sein,bei der Du die Hosenbeine abtrennen kannst,irgendwo zw. Oberschenkel und Waden
    Recherchen haben ergeben,dass manche Leute gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein

  6. Avatar von Bisasam
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Gestern waren 2 Kühe sehr neugierig und dann kann kann es einem schon mal etwas mulmig werden, wenn ein gehörntes Rindvieh ganz nahe kommt (auch die "kleinen" Rassen wirken dann doch ziemlich riesig). Aber langsam möglichst im Bogen um sie herum, gab es keine Probleme. Allerdings musste ich feststellen: auch die Rinder laufen gerne auf den Wanderwegen und es kam mir vor, als würden sie dann mit Vorliebe genau dort ihre Fladen hinterlassen! Also die Augen nicht nur bei den Kühen haben, sondern auch am Boden.
    Gefreut hat mich, dass wir unterwegs auch mehrere Tiere im gesamten Herdenverbund sahen: Mutterkühe mit ihren Kälbern und dem älteren Jungvieh, gut beobachtet/bewacht vom Stier. Die Wanderer müssen ihre Weiden aber nicht queren.
    Danke für den Tourenbericht! Das waren ja auch interessante Landschaften mit dem Herzogenhorn und dem Gletscherkessel. Die Schneewächte ist schon beeindruckend!
    Wenn die Kühe schnell näher kommen, bin ich auch wenig begeistert... aber irgendwie merkt man denen auch an, wie sie drauf sind. Eine Weide mit Stier würde ich aber auch nicht betreten ... auch Mutterkühe mit Kälbern sind ein Risiko.
    Schön, dass deine Tour so gelungen war!
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  7. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    Wenn die Kühe schnell näher kommen, bin ich auch wenig begeistert... aber irgendwie merkt man denen auch an, wie sie drauf sind. Eine Weide mit Stier würde ich aber auch nicht betreten ... auch Mutterkühe mit Kälbern sind ein Risiko.
    Schön, dass deine Tour so gelungen war!
    Da vertraue ich durchaus auch auf den Verstand der Bauern: sie wissen ja nur zu gut welche ihrer Wiesen von offiziellen Wanderwegen gekreuzt werden. Also werden sie nicht unbedingt die Mutterkühe oder Stiere genau dort weiden lassen. Und wenn es doch mal nicht anders geht, weil andere Wiesen abgegrast sind, dann hängt ein Schild am Zaun mit Wanderwegumleitung.

    Gerade jetzt, wo sich alle Diskussionen um das Klima drehen, ist es irgendwie doppelt beeindruckend, wenn man solche Klimaveränderungen und was das mit der Natur macht, hautnah erleben oder aus früheren Zeiten nachspüren kann. Während der letzten Kaltzeit sah es hier durchaus ganz anderes aus. Und wir haben auch schon immer live zu beobachten, was die längeren und wärmeren Sommer machen: Bauern pflanzen teils exotische Früchte; die Winzer freuen sich, dass sie bald mit den Topregionen der französischen Weine mithalten können; während es den Fichten zu warm und zu trocken wird, erfreuen sich manche Zugvögel daran, dass sie länger hier verweilen können oder winters gar nicht mehr fort müssen, kürze Strecken pendeln.

    Ich staune immer wieder, dass wir hier in unserer Ecke doch schon so viel herum gestrolcht sind und dann noch herrliche Wanderungen machen, wo man schon ganz lange nicht mehr war oder Wege findet, die man noch nie marschierte.

    Der Mitwanderer hat gerade Urlaubstage und sinnierte noch, wo er mit dem Campingbus hinfahren will zum Wandern: Elbsandsteingebirge oder Ostharz....bin gespannt, was er dann erzählen wird.
    LG WhiteTara

  8. Avatar von Vogalonga
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Gerade jetzt, wo sich alle Diskussionen um das Klima drehen, ist es irgendwie doppelt beeindruckend, wenn man solche Klimaveränderungen und was das mit der Natur macht, hautnah erleben oder aus früheren Zeiten nachspüren kann. Während der letzten Kaltzeit sah es hier durchaus ganz anderes aus. Und wir haben auch schon immer live zu beobachten, was die längeren und wärmeren Sommer machen: Bauern pflanzen teils exotische Früchte; die Winzer freuen sich, dass sie bald mit den Topregionen der französischen Weine mithalten können; während es den Fichten zu warm und zu trocken wird, erfreuen sich manche Zugvögel daran, dass sie länger hier verweilen können oder winters gar nicht mehr fort müssen, kürze Strecken pendeln.
    Das glaube ich sofort. Und wahrscheinlich ist das im wahrsten Sinne des Wortes anschaulicher als jede theoretische Diskussion um die Klimaveränderungen, wenn man mal live und in Farbe sieht, was das ganz konkret für die Region bedeutet.

    Danke für den schönen Bericht!

  9. Avatar von WhiteTara
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von Vogalonga Beitrag anzeigen
    ...wenn man mal live und in Farbe sieht..
    Oh ja - ist je nach Gelegenheit tatsächlich sehr in Farbe
    LG WhiteTara

  10. Avatar von Vogalonga
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    AW: Wandern - eine Entdeckung der Langsamkeit

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Oh ja - ist je nach Gelegenheit tatsächlich sehr in Farbe

    Eine Freundin hat letztens, allerdings beim Paddeln, Eisvögel beobachten können. Mitten im Ruhrgebiet.

    Wir planen für das Wochenende unsere nächste Wanderung bei den Externsteinen. Das Wetter soll durchsetzt sein, aber auch das gehört zum Wandern ja dazu. Da laut Höhenprofil 2-3 steilere Anstiege zu erwarten sind, kommen erstmalig die Wanderstöcke mit. Ich bin gespannt.

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