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  1. User Info Menu

    Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Eigentlich sagt der Titel schon alles. Es geht darum: Ich, über 40, zu schwer, hab mir in den Kopf gesetzt klettern zu lernen. Trau mich aber doch nicht richtig - hab Angst, die lachen mich aus.
    Klettern ist schon ganz lange ein Traum von mir (und als Kind bin ich 3m hohe Felswände im Wald raufgekrabbelt).
    Ich würds gerne lernen und ich glaube es tut mir und meiner Seele gut. Ich war gerade im Urlaub im Elbsandsteingebirge und da hat es mich wieder gepackt und ich will es angehen. Kletterschule/-kurse finde ich hier (Berlin) bestimmt ne Menge. Aber kann, darf ich mir das überhaupt zutrauen?

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    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Klar darfst du dir das zutrauen!

    Und ich finde, das ist das Wichtigste, was man mitbringen sollte: den Mut, es sich zu zutrauen!!!

    Such dir einfach eine Kletterhalle oder einen Verein mit Kletterwand, die entsprechende Kurse anbieten. Beim Anfängerkurs kann man in der Regel Klettergurt, Helm etc. ausleihen. Wenn du merkst, das macht dir Spaß, dann kannst du dir entsprechend später eine eigene Ausrüstung zulegen.

    Dass andere über einen lachen, kann natürlich immer passieren. Da musst du dich einfach innerlich vorher wappnen und dir sagen "ist mir schnuppe". Meine Schwester ist auch ein ziemliches Moppelchen und sie war im Sommerurlaub spontan auch bei einem Kletterworkshop. Siehe da, den Skeptikern verging das Grinsen dann, als sie merkten, dass meine Schwester zwar mit ihrem Gewicht kämpfen muss, aber dafür einiges wettmachen konnte mit ihrer Beweglichkeit, die trotz Gewicht erstaunlich groß ist, und ihrem Mut, sich die Dinge zu zutrauen.

    Ich würde es einfach ausprobieren Klettern fordert ja auch den ganzen Körper, so dass mit langfristigen Klettertraining dir auch etwas Gutes tust!

    Allerdings immer fein darauf achten, dass du entsprechende Sicherung am anderen Ende vom Seil hast: Ich z.B. bin ein kleiner dünner Hämpfling und ich würde mir nicht zutrauen meine Schwester im Falle eines Sturzes wirklich sichern zu können, die täte mich einfach mit ihrem Gewicht vom Boden hoch reißen. Aber in der Halle sind auch immer starke Kerle da oder man muss notfalls zu zweit am Boden sichern.
    Freunde von mir Klettern regelmäßig und ich habe es, wenn ich mal mit bin, immer sehr aufgeschlossen und freundlich erlebt bei den Kletterern
    LG WhiteTara

  3. Inaktiver User

    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Ich weiß nicht, was du mit "zu schwer" meinst, aber so lang du deinen Körper einigermaßen bewegen kannst, kannst du auch kletten.

    Lernen bezieht sich am Anfang eigentlich nur auf die korrekte Sicherung und das korrekte Verhalten in Klettergarten und Kletterhalle. Alles weitere lernt man nur durchs Klettern selbst, eventuell gelegentlich mit ein bisschen Feedback. Dazu brauchst du vor allem einen oder mehrere Kletterpartner, die so etwa +/-25 Prozent dein Gewicht haben.

    Klettern ist ein wunderbarer Sport, gut für Seele, Körper, Mut und Selbstbewusstsein. Ich wünsch dir jede Menge Spaß dabei!

    Grüße, Cariad

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    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    [QUOTE=ellipell2;13271671]Ich würds gerne lernen und ich glaube es tut mir und meiner Seele gut. /QUOTE]

    Ich finde, das ist die wichtigste Voraussetzung überhaupt!

    Mit Klettern habe ich selbst kaum Erfahrung, aber im letzten Urlaub in den Alpen haben wir eine Frau getroffen, die mit 58 Jahren das erste Mal auf einen Klettersteig gegangen ist! Sie ist nun regelmäßig in den Bergen unterwegs und geht sehr anspruchsvolle Wege. Ich fand das sehr motivierend.
    Wir sind einen Weg mit vielen Seil- und Kettensicherungen gegangen - das fand ich so aufregend! Deswegen möchten wir irgendwann einen leichten Klettersteig gehen. Obwohl ich in manchen Situationen Höhenangst habe und auch nicht mehr die Jüngste bin, bin ich da eigentlich ganz zuversichtlich.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  5. Inaktiver User

    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Zitat Zitat von ellipell2 Beitrag anzeigen
    Eigentlich sagt der Titel schon alles. Es geht darum: Ich, über 40, zu schwer, hab mir in den Kopf gesetzt klettern zu lernen. Trau mich aber doch nicht richtig - hab Angst, die lachen mich aus.
    Klettern ist schon ganz lange ein Traum von mir (und als Kind bin ich 3m hohe Felswände im Wald raufgekrabbelt).
    Ich würds gerne lernen und ich glaube es tut mir und meiner Seele gut. Ich war gerade im Urlaub im Elbsandsteingebirge und da hat es mich wieder gepackt und ich will es angehen. Kletterschule/-kurse finde ich hier (Berlin) bestimmt ne Menge. Aber kann, darf ich mir das überhaupt zutrauen?
    Hallo
    ich habe auch erst mit 38 zum Klettern angefangen und war relativ schnell relativ gut. Das du willst und dich was traust ist schon ein extrem grosser Vorteil.

    Ich habe die Juengeren immer abgehaengt, weil ich mich halt auch mal getraut habe, hochzuspringen, auch auf die GEfahr hin, zu fallen (was ich dann meistens eh nicht bin).

    Klettern stellt auch einen sehr hohen Anspruch an die Psyche, das darf man nicht unterschaetzen. Ich fand dieses Gefuehl, den "Berg" bezwungen zu haben, extrem motivierend.

    Viel Spass und kauf dir ruhig einen Gurt und gute Schuhe, da ist nicht viel verloren. Zur Not spaeter ueber ebay wieder vertickern.

    Bzgl. Gewicht: du musst halt das, was du zuviel auf den Rippen hast, mehr mit hochziehen.

    gruss
    chrissi

  6. Inaktiver User

    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    [QUOTE=Bisasam;13285771]
    Zitat Zitat von ellipell2 Beitrag anzeigen
    Ich würds gerne lernen und ich glaube es tut mir und meiner Seele gut. /QUOTE]

    Ich finde, das ist die wichtigste Voraussetzung überhaupt!

    Mit Klettern habe ich selbst kaum Erfahrung, aber im letzten Urlaub in den Alpen haben wir eine Frau getroffen, die mit 58 Jahren das erste Mal auf einen Klettersteig gegangen ist! Sie ist nun regelmäßig in den Bergen unterwegs und geht sehr anspruchsvolle Wege. Ich fand das sehr motivierend.
    Wir sind einen Weg mit vielen Seil- und Kettensicherungen gegangen - das fand ich so aufregend! Deswegen möchten wir irgendwann einen leichten Klettersteig gehen. Obwohl ich in manchen Situationen Höhenangst habe und auch nicht mehr die Jüngste bin, bin ich da eigentlich ganz zuversichtlich.
    Klettersteig ist nicht Klettern bzw. Sportklettern

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    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Vielen Dank an euch alle fürs Mutmachen, das hab ich echt gebraucht. Ich hab mir jetzt ein paar Adressen rausgesucht und werd mal "schnupper"klettern.

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    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Möchtest du Klettersteige gehen oder klettern (im klassischen Sinne wie im elbsandsteingebirge)? Das eine stellt eher Anforderungen an Kondition und Schwindelfreiheit, das andere an Kraft und Beweglichkeit.
    In vielen Kletterhallen (sicherer als im Freien, aber eben indoor) kann man auch bouldern (klettern in Absprunghöhe). Die technischen Schwierigkeiten variieren von Anfänger bis ...
    In manchen Kletterhallen darf man auch barfuß / in Strümpfen klettern, das spart anfangs die Anschaffung der teuren kletterschuhe.
    Jedenfalls ist es ein sehr schöner Sport, der mir zum Beispiel hilft, den Kopf frei zu kriegen.
    Viel Spaß und wegen "Auslachen" würd ich mir keine Sorgen machen. Hab ich beim Klettern noch nicht erlebt!
    Geh deinen Weg und laß die Leute reden.
    - Dante Alighieri -

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    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    [QUOTE=Inaktiver User;13301526]
    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen

    Klettersteig ist nicht Klettern bzw. Sportklettern
    Ist mir schon klar, dass es da Unterschiede gibt. Ich sehe aber auch Parallelen und Anknüpfungspunkte und fand das Beispiel vor allem hinsichtlich des Einstiegsalters interessant.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  10. Inaktiver User

    AW: Was muss ich "mitbringen", um klettern zu lernen?

    Zitat Zitat von ellipell2 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank an euch alle fürs Mutmachen, das hab ich echt gebraucht. Ich hab mir jetzt ein paar Adressen rausgesucht und werd mal "schnupper"klettern.
    Mach das.
    Meine Mutter hat auch erst mit über 40 zu klettern begonnen (allerdings war sie vorher schon sehr "berggewohnt") und ist in den folgenden 10 Jahren dann auf den höchsten Alpengipfeln rumgeklettert. In der Kletterhalle war sie nie.

    Ich selbst klettere sehr viel - auch eher draussen auf richtigen Bergen, manchmal in Klettergärten am Fels, im Winter als Ersatz in der Halle. Ich halte es für ein hervorragendes Ganzkörpertraining, vor allem bezüglich Kraft und Beweglichkeit, auch bezüglich Kraftausdauer.
    Wichtig ist, dass du die korrekte Sicherungstechnik lernst und immer konsequent anwendest und dass du einen Kletterpartner hast, der in etwa deiner Gewichtsklasse entspricht.

    Ich seh in der Kletterhalle Übende in allen Gewichtsklassen - und niemand lacht. Jeder sucht sich seine individuelle Herausforderung anhand der Routen.

    Jemandem, der etwas zu schwer ist, würde ich allerdings raten, zumindest am Anfang keine zu steilen Routen zu wählen (also unterhalb der Senkrechten zu bleiben), weil sonst die Belastung für Ellbogen und Schultern zu gross ist. So lange man die Technik noch nicht richtig drauf hat, klettern man tendenziell zu stark mit den Armen statt mit den Füssen, und dafür sind die Gelenke der oberen Extremitäten nicht konstruiert, gerade bei Übergewicht.

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