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    AW: Das Geheimnis des Totenwaldes

    Die Familie konnte nichts machen, solange das Täterhaus nicht verkauft war. Eine zwangsweise Hausdurchsuchung / Gartendruchsuchen kann nur die Staatsanwaltschaft + Polizei anordnen. Punkt. Erst nachdem das Täterhaus einen anderen Eigentümer hatte und dieser freiwillig einer "Hausdruchsuchung" zustimmte - da konnte die Familie suchen. Das einzige was sie in dem Vermisstenfall machen konnten war die Akten durchzugehen - das wurde konkret so gemacht - ein für den Weissen Ring tätiger Anwalt hat a Akteneinsicht beantragt und die Akteneinsicht kann jeder Anwalt in sein Büro veranlassen.

    Ich denke der Film sollte das Thema, das mit einer Tat, wenn ein Angehöriger verschwunden ist niemals die Sache vorbei ist. Da dieses dämliche Wort vom "loslassen" reinzuwerfen ist weltfremd - ist fehlende Menschenkenntnis.

    Ganz oft kommt bei Vermisstenfällen vor, dass irgendwelche Zeugen oder die Familie selbst meint den Angehörigen gesehen zu haben. Für den Seelenfrieden musste die Familie mit Sicherheit wissen, was passiert ist. Den Verdacht der Tötung, den hatte der Filmermittler von anfang an. Aber keinen Beweis. Und in der Lage glaubt der Angehörige an ein Weiterleben ( so die Mutter - die Rolle hat mir gar naicht gefallen, die Schauspielerin auch nicht) oder sucht nach einem Beweis für den Tod.

    Genauso war die Familie des Mädchens, das Ronny Rieken getötet hat jahrelang auf der Suche nach der Wahrheit. Genauso ist die Familie des türkischen Mädchens das in Hamburg auf dem Rückweg von r Schule verschwunden ist immer noch auf der Suche nach der Wahrheit. Mit so einer Tat klarkommen ist erst dann möglich, wenn bekannt ist, dass der Angehörige tot ist. Bis dahin sind Familie evtl enge Freunde in einem Fegefeuer also einer Situation, in der fortwährend eine weitere Traumatisierung erfolgt.

    Ich fand das stoische Verhalten der Filmrolle, die von Brandt gespielt wurde passend. Und auch der Preis den der Ehemann zahlte war in der Anlage der Rolle und durch den Schauspieler erkennbar. Und die Leistung der Schauspieler, die den Idioten von Polizisten und Staatsanwalt spielten war verdammt juuuuut.

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    AW: Das Geheimnis des Totenwaldes

    Ich weiß nur, ginge es um meine Schwester, könnte ich auch nie loslassen.
    Und die Meinung anderer dazu ... nix wäre mir egaler ...
    "Gute Nacht, ihr Prinzen von Maine, ihr Könige von Neuengland!"
    (John Irving)

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    AW: Das Geheimnis des Totenwaldes

    Zitat Zitat von Tomstanson Beitrag anzeigen
    Ich weiß nur, ginge es um meine Schwester, könnte ich auch nie loslassen.
    Und die Meinung anderer dazu ... nix wäre mir egaler ...
    Natürlich. Aber machen kannst du nichts, wenn Recht und Gesetz dagegen sprechen (zum Beispiel Hausdurchsuchung)
    Nicht mal Leichenspürhunde haben reagiert, als die Garage durchsucht worden ist. Es ist den neuen Hausbesitzern zu verdanken, dass sie da überhaupt mitgemacht haben, denn dass da noch was zu finden ist in der Garage, das war ja sehr sehr vage.
    Ich stelle mir das sehr grausam vor für den Bruder, der ja bei der Suche anwesend war. Er sucht seine Schwester und dann finden sie - Knochen! Gewissheit, aber wirklich nur die letzten Überbleibsel von ihr......

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    AW: Das Geheimnis des Totenwaldes

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    schafwolle, so unterschiedlich sieht frau das. Ich fand Brandt noch nie dröger und irgendwie auch bornierter als in diesem Dreiteiler ...
    Ich sehe, wir bilden feindliche Lager.

    Das, was Du als dröge empfindest, sehe ich als große Schauspielkunst. Er hat diese Obsession und seine allgegenwärtige mentale Beschäftigung mit dem Thema so überzeugend dargestellt, dass ich regelrecht mitgelitten habe. Wie seine Ehefrau wohl auch, denn ich bin sicher, sie wusste, dass er einfach nie aufgeben würde.

    Ein unbekehrbarer Matthias Brand-Fan bin ich seit seit seiner Rolle als Hanns von Meuffels in "Polizeiruf 110". In Kombination mit Barbara Auer einfach so genial.

    "Wölfe" ... (Ende OT)


    Zitat Zitat von Ichwillnicht Beitrag anzeigen
    Genau Ganda, bei aller Spannung der letzten drei Folgen, fehlte mir da die Eigeninitiative sowohl des vermögenden Schwagers als auch des LKA Leiters.
    Mit diesem Argument habe ich, wie schon erwähnt, ein Problem.
    Der reale Fall hat sich nämlich doch nun mal so zugetragen.

    Klar hätte man das Skript ändern und andere Strategien entwickeln können. Aber wozu hätte das gut sein sollen?

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    Schamesröte AW: Das Geheimnis des Totenwaldes

    Ich bin der Meinung, im realen Fall gab es keine Möglichkeit zur Eigeninitiative. Und ich finde es gut, dass der Film das auch so gelassen hat und nicht "Action - Action - Action" gemacht hat. Wäre der Handwerker - und dies ist jetzt im realen Fall - nicht zufällig beim Herausgehen aus der Autogrube gestolpert, dann hätte nie die Gewissheit geschaffen werden können, dass die Schwester tot ist. Dagegen hat der Film-LKA-Chef von Anfang an gesagt, das Familienhaus soll als Tatort behandelt werden - und da wurde gar nichts ermittelt. Und möglicherweise sind auch viele Asservate gar nicht ausgewertet worden - das werden wir alle nicht erfahren.

    Interessant sind schon die zwei Fraktione, was gute Schauspielerei sit.

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    AW: Das Geheimnis des Totenwaldes

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Ich fand Brandt noch nie dröger und irgendwie auch bornierter als in diesem Dreiteiler, den ich insgesamt schon spannend fand und gern geschaut habe.
    Mir ging es genau umgekehrt.

    Ich fand den Film handlungsarm, es gab keine nennenswerte Entwicklung und keinen Spannungsbogen, die Handlung plätscherte dahin wie ein Bericht. Mein Interesse an der Geschichte wäre spätestens nach der zweiten Folge erlahmt, wenn es nicht diesen "drögen" Matthias Brandt gegeben hätte. Ich fand das richtig spannend, wie er durch seine minimalistische Mimik die Figur gestaltet hat. Ulrike Folkerts versucht das auch immer, aber sie beherrscht diese Kunst nicht, es wirkt bei ihr immer so künstlich.
    Wer ein Jahr jünger ist, hat keine Ahnung. (Martin Walser, 93)
    Der Standpunkt wechselt mit dem Standort. (Norbert Blüm)

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