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Thema: Altes Land

  1. Moderation

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    AW: Altes Land

    Achtung, Spoiler: Die Karl-Schußszene in der Apfelplantage ... hab ich mit dem Reh verbunden, der Gnadenschuss, bzw die Tabletten, die sie ihm dann gegeben hat. Sie hat ja lange damit gehadert, ob sie Sterbehilfe machen soll oder nicht und hat in Gedanken immer wieder das Bild vor Augen gehabt, wie sie ihm - im übertragenen Sinn - den Todesschuss gibt.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  2. Moderation

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    AW: Altes Land

    Die Kinder in Masuren sahen ja aus, als wären sie im Alter dicht beieinander. Angenommen, Vera war die Älteste und dann alle 2 Jahre ein Kind, das sind 6 Jahre, das letzte Kind war ein Säugling, auf der Flucht.
    Wenn die Mutter zB mit 18 oder 19 das erste Kind (Vera) bekommen hat (was ja nicht unüblich war, damals) war sie bei der Marlene, als Vera ca 15 war, ca 33. Geht doch noch, wenn ich keinen Rechenfehler gemacht habe.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


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    AW: Altes Land

    Meine Großmutter war 38 als ihr letztes Kind, mein Vater, geboren wurde.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Altes Land

    Den Roman habe ich schon vor fünf Jahren kurz nach dem Erscheinen gelesen und konnte mich, ehrlich gesagt, kaum mehr an den Inhalt erinnern, obwohl er mir damals sehr gut gefallen hatte.

    Im Laufe des Films kam dann zwar die Erinnerung stückweise wieder, aber ich fand das Ganze trotzdem verwirrend. Mein Mann hat mit geschaut, kannte das Buch nicht und ich musste ihm öfter die Zusammenhänge erklären, weil er nicht durchgeblickt hat.

    Mich hat gestört, dass viele Geschehnisse nur ganz kurz angerissen wurden, das empfand ich als unbefriedigend. Ich dachte auch, wie ja schon eine andere Userin schrieb, dass man einen Drei- oder Vierteiler daraus hätte machen können. Dann wäre das Ganze mehr in die Tiefe gegangen.

    Dass der Film düster ist, hab ich nicht so empfunden. Im Gegenteil, die eingestreuten Szenen mit Matthias Matschke fand ich eher nervig. Das liegt aber daran, dass ich lieber ernste Filme und Bücher mag und so gar kein Komödienfan bin.

    Auf jeden Fall werde ich das Buch jetzt noch einmal lesen (zum Glück steht es noch im Regal), auch wenn ich es immer etwas störend finde, beim Lesen dann die Schauspielergesichter vor Augen zu haben.

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    AW: Altes Land

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    ....Mein Mann hat mit geschaut, kannte das Buch nicht und ich musste ihm öfter die Zusammenhänge erklären, weil er nicht durchgeblickt hat.

    Mich hat gestört, dass viele Geschehnisse nur ganz kurz angerissen wurden, das empfand ich als unbefriedigend.
    Zu Ersterem: Da bin ich froh, dass nicht nur ich nicht durchgeblickt habe!
    Zum Zweitem: Dieses kurze Anreißen war mehr als nur unbefriedigend, für mich als Nicht Buch Kenner war es zT. total unverständlich.
    Im Grunde war der ganze Film nur auf Iris Berben zurechtgeschnitten, ohne weiteren Anspruch, eine Geschichte für Zuseher verständlich darzubieten! Daher auch das mehrmalige Wiederholen der Schussszene.
    Getötet hat sie ihn doch letztendlich mit Gift!

    Und wo sind denn die vier Brüder der Vera, die sind alle auf der Flucht umgekommen?

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    AW: Altes Land

    Vielleicht habe ich das falsch in Erinnerung, aber wurde vieles nicht auch im Buch nur angerissen?
    Das Hauptthema ist doch ihr Versuch - und auch Erfolg - sich eine Heimat zu schaffen, was sie mit der Hilfe ihres selbstlosen Stiefvaters geschafft hat. Das findet dann in Wellen seine Fortsetzung bei den anderen Personen/Generationen.
    Und hier findet auch der Hamburger Blogger seinen Platz. Sie musste dort Fuß fassen, sie schaffte es. Er wollte, er scheitert.

    Ich habe das Buch 2015 gelesen und es ist bis heute das Buch, was mich tatsächlich am tiefsten beeindruckt hat. Das kann durchaus damit zu tun zu haben, dass ich Tochter einer Kriegsgeneration bin, so zucke ich bei Szenen regelmäßig zusammen, die Albtraumszenarien mit Kriegsteilnehmern zeigen. Ich kenne diese Schreieren in den Nächten.

    Ihr Part nimmt seinen Anfang mit der Ablehnung der Bäurin, geht weiter mit seiner bedingungslosen Annahme eines ihm fremden Kindes und findet vorerst seinen (wie ich finde versöhnlichen) Abschluss in dem letzten Dienst, den sie ihm erweisen kann. Immer wieder auch die klaren Aussagen, dass sie nicht zwangsweise geblieben ist, sondern sie wirklich, vermutlich schon als Kind, dieses Haus, diesen Mann als ihre Heimat und ihre Familie verstanden hat. Beides hätte sie bis aufs Blut verteidigt. Sie hat ihren Platz gefunden.
    Und daraus entstehen dann die Querverbindungen zu der Suche ihrer Familienmitglieder, wer bin ich, wo gehöre ich hin, was bestimmt mein Leben. Gleiches gilt für den Blogger. Die Familie mit den vier Kindern ist nicht mehr in meiner Erinnerung.

    Ihre sich entwickelnde Liebe zum Nachbarn geriet einerseits ins Hintertreffen, war andererseits meiner Meinung nach immer da. Da muss ich auch noch einmal nachlesen, ich hatte in Erinnerung, dass sie wohl auch eine freie Beziehung geführt hatten. Da war auch ein wenig bei mir der Eindruck, dass ihre Figur nicht ganz so wie im Buch gezeichnet war, ich hatte da ein wenig mehr "elegantere Dame mit weißen Haaren auf mächtigem Pferd macht was sie will" im Hinterkopf.

    Ich wage übrigens zu bezweifeln, dass es in den 50ern/60ern Jeanshosen für Frauen zu kaufen gab. Selbst auf Fotos von männlichen Arbeitern sehe ich sie nicht, das kam später. Wenn man damit ihre Unabhängigkeit (von anderen Meinungen) demonstrieren wollte, dann hätte man meiner Meinung nach zu einem anderen Mittel greifen sollen. So war meiner Erinnerung nach das oben genannte Bild der ewig unnahbaren und stolzen Frau, die durch das Dorf reitet, im Buch präsenter und machte viel von ihr aus.

    Den Film empfand ich nicht als düster und würde das Buch nicht als humorvoller bezeichnen. So aus der Erinnerung heraus halte ich die Verfilmung wirklich für gut getroffen. Mein Mann, der das Buch nicht kennt, benötigte auch Nachhilfe^^
    Ich bitte um Nachsicht.
    Neben der Tatsache, dass mich eine kleine gesundheitliche Einschränkung derzeit temporär versuchen lässt, den Tee mit kaltem Wasser aufzubrühen, oder die Kaffeekanne wahlweise in die Mülltonne oder auch in den Trockner schmeißen lässt, führt dies leider auch zu fehlenden Wörtern, falschen Wörtern, verschobenen Buchstaben und sonstigen sprachlichen und schriftlichen Aussetzern.

    Jaja, ich weiß, ab nun sicher die Generalentschuldigung für schludriges Deutsch ;- )

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    AW: Altes Land

    Zitat Zitat von Zombi Beitrag anzeigen
    Man hätte ruhig einen 4 Teiler draus machen können.
    Mich hätte noch mehr das Leben dazwischen von Vera und Marlene interessiert.
    Ich finde das kam viel zu kurz - Schade.
    Das war aber auch nicht Thema im Buch. Worum sich Veras Leben drehte, wird sehr gut thematisiert. Stiefvater, der Hof, eben ihr Verständnis von ihrer Heimat.
    Ich bitte um Nachsicht.
    Neben der Tatsache, dass mich eine kleine gesundheitliche Einschränkung derzeit temporär versuchen lässt, den Tee mit kaltem Wasser aufzubrühen, oder die Kaffeekanne wahlweise in die Mülltonne oder auch in den Trockner schmeißen lässt, führt dies leider auch zu fehlenden Wörtern, falschen Wörtern, verschobenen Buchstaben und sonstigen sprachlichen und schriftlichen Aussetzern.

    Jaja, ich weiß, ab nun sicher die Generalentschuldigung für schludriges Deutsch ;- )

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    AW: Altes Land

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Wenn man dann noch dazu rechnet, dass eine schwer gearbeitet hat und die andere mit Klavierspielen beschäftigt war, kann das optisch schon einiges ausmachen.
    Das sollte wohl damit unterstrichen werden. Nicht nur schwer gearbeitet, die eine musste ihren Platz nicht nur finden, sondern gegen Anfeindungen auch noch verteidigen. Sie startete mit einer Flucht in ein neues Leben und wird da dann auch noch von der Mutter zurückgelassen. Die andere wächst in deutlich stabileren Verhältnissen mit beiden Eltern auf. Kennt keinen Krieg, keine Flucht, keine Heimatlosigkeit und auch keine Nachbarn, die sie als "Polackin" beschimpfen.
    Ich bitte um Nachsicht.
    Neben der Tatsache, dass mich eine kleine gesundheitliche Einschränkung derzeit temporär versuchen lässt, den Tee mit kaltem Wasser aufzubrühen, oder die Kaffeekanne wahlweise in die Mülltonne oder auch in den Trockner schmeißen lässt, führt dies leider auch zu fehlenden Wörtern, falschen Wörtern, verschobenen Buchstaben und sonstigen sprachlichen und schriftlichen Aussetzern.

    Jaja, ich weiß, ab nun sicher die Generalentschuldigung für schludriges Deutsch ;- )

  9. Moderation

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    AW: Altes Land

    Und die Juengere wuchs sicher auch mit dem staendigen Bemuehen und dem Druck der Mutter auf, zur besseren Gesellschaft zu gehoeren. ‘Wir sind wer’ ‘unser Gut in Masuren’, das betonte sie ja immer wieder, im Gegensatz zu Vera. Als sie die Erde mitbrachte und Vera so gar nicht interessiert schien, die Briefe der Mutter an Vera, wo es um die gemeinsame Vergangenheit vorm Krieg ging, sie war eifersuechtig. Hat versucht, dieses ‘Standesgerechte’ durch ihre Auftritte zu zeigen, ihre Wohnung, ihre Anforderungen an ihre Tochter. Waehrend Vera sich da ein Ei drauf pellte.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Altes Land

    Zitat Zitat von Renate-Alice Beitrag anzeigen
    Dieses kurze Anreißen war mehr als nur unbefriedigend, für mich als Nicht Buch Kenner war es zT. total unverständlich.
    Im Grunde war der ganze Film nur auf Iris Berben zurechtgeschnitten, ohne weiteren Anspruch, eine Geschichte für Zuseher verständlich darzubieten!
    Vielleicht fällt dein Urteil etwas anders aus, wenn du das Buch gelesen hast. Das lohnt sich in jedem Fall.

    Ich frage mich allerdings öfter bei Filmen, ob die Macher ihr Werk nicht vorher mal ein paar Unbeteiligten vorführen könnten um die Verständlichkeit zu überprüfen.

    Wenn man sich selbst monatelang mit der Thematik beschäftigt, merkt man natürlich nicht mehr, ob auch Uneingeweihte durchblicken.

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Vielleicht habe ich das falsch in Erinnerung, aber wurde vieles nicht auch im Buch nur angerissen?
    Wenn es so war, hat mich das im Buch nicht gestört, im Film aber schon.

    Ansonsten hast du die Problematik super zusammengefasst.
    Danke dafür

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