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  1. Avatar von elli07
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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    One Chance - einmal im Leben von David Frankel.

    Erzählt wird die Story des Handyverkäufers Paul Potts, der vor ca. 10 Jahren in Großbritannien eine Gesangs-Talentshow mit einer Opern-Arie gewonnen hat.

    Herr Potts kann nicht wirklich singen, kein Opernhaus der Welt hat ihn seither engagiert. Ok, er hat seinen Schnitt gemacht, also Geld verdient, aber inzwischen kennt ihn kaum einer mehr. Ist so ähnlich wie die Story der Stewardess oder der Nachrichtensprecherin, die einen König heiratet... Obwohl: die kennen bis heute recht viele Leute...

    Ein furchtbar rührseliger, kitschiger Film, der fast sämtliche Klischees bedient. "Lebe deinen Traum" ? *gähn* So einen Film brauche ich nicht......

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)


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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Enemy von Denis Villeneuve

    Adam, Geschichtsprofessor in Toronto, führt ein recht unspektakuläres Leben. Er hält gelangweilt seine Vorlesungen und auch mit der Freundin könnte es etwas leidenschaftlicher zugehen. Bis er eines Tages (notgedrungen) von einem Kollegen eine DVD ausleiht und sich selbst als Statist im Film sieht. Schnell hat er seinen Doppelgänger gefunden, und obwohl Schauspieler Anthony die Anrufe von Adam zunächst als schlechten Scherz versteht, lässt er sich dennoch auf ein Treffen ein - und alles wird nur noch bizarrer.

    Ein Knallerfilm, der einem lange im Kopf bleibt. Schon das Posterartwork fand ich klasse, und als ich dann aus dem Kino kam, war ich mir nicht sicher, was genau ich da gerade gesehen hatte; viele waren schwer beeindruckt von der letzten Szene des Films, und ich habe oft im Vorfeld gehört, dass so noch nie ein Film geendet hat. Und tatsächlich - die letzte Szene ist einzigartig. Allein deswegen würde ich den Film nochmal sehen wollen.

    Ich bin tief beeindruckt von Villeneuve - dieser Film ist ein bizarres Meisterwerk, eben weil man nicht zu 100% sagen kann, um was es geht oder weil man nicht alle Fragen beantworten kann, die sich auftun. Villeneuve schafft es, dass der wahre Thriller im Kopf des Zuschauers stattfindet; allein der Gelbstich der Bilder hat eine bedrückende Wirkung, als wäre der Smog über Toronto auch im Kino. Noch 'ne kleine Warnung: Spinnenphobiker sollten den Film mit Vorsicht genießen... :-)


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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Oktober November von Götz Spielmann

    Sonja (Nora von Waldstätten) ist eine erfolgreiche TV-Schauspielerin in Berlin, ihre Karriere ging sehr schnell, sie ist erst Anfang 30. Trotz ihres Erfolgs fühlt sie eine innere Leere, die sie sich nicht erklären kann. Ihre Schwester, Verena (Ursula Strauss), führt ein häusliches Leben mit ihrem Mann und kleinem Sohn in dem ehemaligen Gasthaus der Familie in den österreichischen Alpen. Zufrieden ist sie mit ihrem Leben auch nicht so recht und sucht Erfüllung in einer Affäre mit dem Dorfarzt. Als der patriarchalische Vater (Peter Simonischeck) einen Herzinfarkt erleidet, reist Sonja zurück in die Heimat, um ihn zusammen mit ihrer Schwester zu pflegen. Alte Wunden und Konflikte tun sich auf, und auch ein wohlbehütetes Familiengeheimnis will noch gelüftet werden...

    Götz Spielmann schafft es irgendwie immer, seine Filme wunderbar zu inszenieren und die Figuren super zu besetzen. Mich hatte seiner Zeit schon sein Film REVANCHE schwer beeindruckt, da war ich neugierig auf seinen neuen Film.

    Der Film hat wunderschöne, sehr elegante Bilder, und auch wenn die Handlung und der Titel etwas banales vermuten lassen, banal ist dieser Film ganz und gar nicht. Das letzte Drittel des Filmes geht einem schon sehr nahe und bringt einen lange zum Nachdenken.

    Ein sehr schöner, stimmungsvoller, trauriger und sanfter Film, der einem lange nachgeht. Die Stimmung im Kino war beeindruckend, selten habe ich meine Mit-Zuschauer so gebannt und still erlebt. Hat mir sehr gut gefallen.


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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Edge of Tomorrow von Doug Liman

    In nicht allzu naher Zukunft kämpft die Menschheit einen aussichtslosen Kampf gegen eine Alienrasse, die als Mimics bekannt sind. Erste Siege können erst errungen werden, nachdem Rita Vrataski (Emily Blunt) in einem Exo-Suit in Verdun einer Horde an Mimics Parole bieten kann. Sie wird zur legendären Kriegsheldin. Major Bill Cage, große Klappe aber nicht viel dahinter, landet ohne Vorwarnung mit ihr auf dem Kriegsfeld. Dann geschieht etwas Seltsames - er stirbt und wacht in seinem Körper wieder auf, am selben Tag, zur selben Zeit, am selben Ort. Und das passiert immer und immer wieder. Zusammen mit Rita, die seine Fähigkeiten erkennt, macht er sich auf die Mission, den Krieg zu beenden...

    Täglich grüßt das Murmeltier, gemischt mit gutem Science Fiction und einer großen Portion schwarzem Humor. Der Film hat mir besser gefallen, als ich erwartet hatte, zumal ich kein allzu großer Tom Cruise Fan bin. Emily Blunt fand ich großartig, die "Murmeltier" Szenen wurden nie langweilig und auch wenn der Plot so seine Lücken hat, ich war gut unterhalten. Cooles Popcornkino!

  5. Avatar von elli07
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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Metéora von Spiros Stathoulopoulos .

    Ein im wahrsten Sinne des Wortes imposanter Film vor der Kulisse der auf Steinfelsen erbauten griechischen Klöster. In einem leben Mönche, im anderen Nonnen.

    Im Tal begegnen sich ein Mönche und eine Nonne und die Geschichte nimmt ihren Lauf . Es gibt einige Trickfilmsequenzen im Stil animierter Ikonen-Bilder.

    Die Landschaft wird in "Fotografien" gezeigt, man meint (auch vom Sound her) auf einer Wiese in der heissen Sonne zu sitzen: wenig Bewegung in den Bildern, wenige Dialoge.

    Der Film ist sicher nicht jedermans Sache, der "Spiegel" redet von "meditativer Grandezza". Genau das trifft's !

    Etwas besonderes, hat mir sehr gut gefallen.

    Gruß Elli
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    Geändert von elli07 (23.06.2014 um 15:47 Uhr)

  6. Avatar von elli07
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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Violette von Martin Provost.

    Es geht um das Leben von Violette Leduc in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie gilt als eine der Pionierinnen feministischer Literatur, sie schrieb als eine der ersten sehr offen und (für die damalige Zeit) provokant über weibliche Sexualität.

    Violette hatte eine schwierige Kindheit, musste viele Enttäuschungen bei Liebesbeziehungen verkraften. Simone de Beauvoir hat sie unterstützt und auch finanziell gefördert, allerdings nicht direkt (Violette wusste das nicht), sondern über den Umweg eines Verlages.

    Ein schöner Film für einen regnerischen Sonntag Nachmittag, besonders für Frauen, die als Kinder der 60er Jahre und der Frauenbewegung aufgewachsen sind.

    Gruß Elli
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  7. Inaktiver User

    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    elli

    den film fand ich in der vorschau auch schon sehr interessant. danke für deinen tipp!


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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    "No turning back"

    Mein Freund und ich sind extra nach Hamburg gefahren, um den Film sehen zu können, weil er bei uns nicht lief. Die guten Kritiken haben uns neugierig gemacht und es hat sich gelohnt!
    Toller Film, sehr spannend, obwohl es nur einen Schauplatz gibt und nur einen Darsteller, dessen Leben in einer turbulenten Nacht völlig umgekrempelt wird.
    Ivan Locke hat ein paar Monate zuvor bei einem One-Night-Stand ein Kind gezeugt und will nun sein Versprechen einlösen, bei der Geburt des Kindes dabei zu sein. Leider hat er es bisher nicht fertiggebracht, seiner Frau den Fehltritt zu gestehen, und muss dies nun am Telefon auf der Fahrt ins Krankenhaus tun. Auch seinen Job riskiert er durch seine Abwesenheit bei einem wichtigen Projekt. Abwechselnd telefoniert er mit seiner Frau, seinen Kindern, der in den Wehen liegenden Affäre, seinem Vorgesetzten, seinem Kollegen, der das Projekt retten soll... und versucht dabei, nicht die Nerven zu verlieren.

    Das gab auch hinterher eine Menge Diskussionsstoff für uns, weil die männliche Sicht auf die Dinge mal wieder völlig anders war als die weibliche...


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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Danke für den Tipp, corakariert.

    Vom Inhalt erinnert mich diese Kurzfassung ein wenig an das Buch
    Ed King von Guterson, welches ich gerade lese. Zumindest der Anfang des Buches...


    OT

    Der Hauptdarsteller Walter möchte unbedingt bei der Geburt seines Kindes dabei sein. Allerdings
    möchte er auf keinen Fall, dass seine Frau bzw. Kollegen etwas davon erfahren, dass das
    ehemalige 15jährige britische Au-Pair-Mädchen Dianne ein Kind von ihm auf die Welt bringt
    (sie rief ihn dauernd bei der Arbeit an und er kann nicht offen mit ihr sprechen wg.
    der Kollegen). Auch er sollte eigentlich zur selben Zeit an mehreren Orten dringend gleichzeitig sein. Er ruft aus Anacortes (WA) in Seattle an und gibt vor, bei einer Konferenz in Baltimore zu sein. Sein Plan wäre, dass die Geburt innerhalb von 96 Stunden stattfindet, dass er pünktlich wieder zurück sein wird.

    Im Krankenhaus hielt der Geburtshelfer im letzten Moment eine böse Überraschung parat: Eine
    künstlich eingeleitete Geburt könne "mehrere Tage" dauern. Walters Sorge wuchs sprunghaft an, weil
    sein Lügengebäude nur für begrenzt Zeit hielt. Er hatte sich ausgerechnet, dass das Baby am ersten
    Tag käme und er 96 Stunden später verschwinden könne, doch wenn er jetzt mehrere Tage vor der Geburt für das Einleiten der Wehen mit einrechnen musste - nun, er konnte es nicht mit einkalkulieren.

    Sein Plan fiele in sich zusammen. "Was ist mit einem Kaiserschnitt?, fragte er.

  10. Avatar von elli07
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    AW: Filme auf der großen Leinwand: KINO, KINO !

    Die Karte meiner Träume von Jean-Pierre Jeunet.

    Ein rührseliger, typisch „amerikanischer“ Film über einen technisch hochbegabten Jungen namens T.S. im dünn besiedelten Montana (USA). Seine Eltern fangen mit ihm nicht viel an, sie sind mit sich beschäftigt: der Vater fühlt sich als Cowboy alter Schule, die Mutter sucht nach einer speziellen Käferart. Als T.S. einen Anruf bekommt, dass er für ein von ihm entwickeltes Perpetuum Mobile einen renommierten Wissenschaftspreis bekommen soll (die Anruferin meint, mit dem Sohn des Erfinders zu sprechen), macht er sich mit kleinem Gepäck alleine auf den Weg nach Washington.

    Furchtbar sind die altklugen, größtenteils nur nervigen Kommentare des Jungen aus dem Off. Toll sind ohne Frage die Landschaftsaufnahmen.

    Nach Meinung einiger Kritiker zeigt der Film, wie schwer es in den USA Naturwissenschaften zunehmend haben, da immer mehr religiöse Eiferer und industrielle Lobbyisten Einfluss gewinnen. Gruppen, die wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen.

    Der Film ist vom gleichen Regisseur wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Deshalb schreibt der Filmkritiker Herbert Spaich: „....Die Karte meiner Träume gehört also in jeder Beziehung zu den seltenen Glücksfällen des Kinos! Amélie hat einen kleinen Bruder bekommen. Da muss man hin!“. Ich glaube, Herr Spaich hat einen anderen Film gesehen, ich kann ihn höchstens Kindern und Jugendlichen bzw. Eltern von 10jährigen Jungen empfehlen . Diese Zielgruppen finden den Film sicher ganz toll....

    Gruß Elli
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