Auch wenn ich den Bogen nicht verstehe:
ICH höre Böhse Onkelz (meine Lieblingsband). Ich mag Tarantino allerdings nicht. Wenn ich einen Liedermacher hören möchte, dann allerdings noch am ehesten Reinhard Mey. In einem Strang im Babyforum hab ich sogar neulich in EINEm Beitrag sowohl einen Song von Stephan Weidner (Bassist der Onkelz), als auch einen Song von Reinhard Mey verlinkt, weil ich beide toll finde. Was sagt das denn jetzt über mich?
Die Kollegen deren Urteile ich oben nannte hören m.W. Pink Floyd, Coldplay, Snow Patrol - heißt das was?
Ach so, welche Art leute: Alle samt Psychologen
Ansonsten kurz zur Erklärung: Die beiden anderen Kollegen fanden den Film nicht darum schlecht, WEIL er anders als andere Tarantinos ist. Das waren zwei voneinaner unabhängige Urteile "Der Film ist nicht so sehenswert" und "Der Film hat nicht viel von Tarantino".
Da mein Freund (aus ganz anderer Sparte als mein Kollegenkreis) großer Tarantino-Fan ist, wird er sich sicher die DVD kaufen. So dass ich sicher eh mehr oder minder freiwillig den Film mitschauen werde. So wie ich es auch bei Pulp fiction, Kill Bill I + II, Jackie Brown und FDTD schon musste. Bisher hat mir kein einziger
Tarantinofilm gefallen. Aber wenn dieser nicht typisch Tarantino sein soll, vielleicht geb ich ihm mal 'ne Chance...![]()
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Ergebnis 61 bis 70 von 82
Thema: Inglourious Basterds
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15.09.2009, 21:25
AW: Inglourious Basterds
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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16.09.2009, 10:55
AW: Inglourious Basterds
Auch wenn ich diese Meinung nicht teile - es gibt durchaus seriöse Kritiker, die das genauso sehen.
Hier exemplarisch die Kritik von Jens Jessen aus der ZEIT..
Ich habe den Film bei der Premiere in Berlin gesehen und habe es ähnlich empfunden wie es Jan Schulz-Ojala im Tagesspiegel beschrieben hat:
(Hervorhebung von mir)Ja, da löst sich was. Und erlöst sich was. Da gibt eine entfesselt englisch, deutsch, französisch und italienisch parlierende Kreativ-Melange aus Thriller, Groteske und historischer Fiktion pure Energie frei, die in ihrer Summe sofort mehr ist als der Spiegel der geballten Tarantino-Energie selbst. Da findet, nach den bleiernen deutschen („Der Untergang“) und amerikanischen („Operation Walküre“) Geschichtsabbildungsversuchen eine Katharsis statt, eine Befreiung für länger. Statt die Gewalt des historisch Bösen zu perpetuieren und nebenbei auch noch einmal von ihr zu profitieren, schlachtet hier ein Film nach bewegendem, auch mal grausigkomischem, immer hoch spannendem Anlauf von Hitler bis Bormann endlich und buchstäblich jene Nazis ab, die es zuallererst verdient haben. Was für ein nachgetragener Sauerstoffschub: nur durch Bilder.
Die Dinge sind ja nicht so einfach..
Ganz grundsätzlich finde ich zB die Herangehensweise von Filmen wie "Schindlers Liste" falsch u.a. aus genau den o.g. Gründen. Ich kann trotzdem den ein oder anderen Film gut oder sogar herausragend finden.
Die "Erlösung" die Tarantinos Film anbietet (ich selbst habe diesen Moment als befreiend empfunden und bin sicher, dass es dem größten Teil des Publikums ebenso geht) beschäftigt mich auch weiterhin und auch das sehe ich - bei aller Sympathie und Begeisterung für den Film - immer mal als zwiespältig an.
Aber ich denke auch, das liegt in der Thematik an sich: es wird nicht möglich sein, einen Film zu machen, der gegen alle Bedenken ankommt.asa nisi masa
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16.09.2009, 15:50
AW: Inglourious Basterds
Ich war mir nicht sicher ob mir der Film gefallen würde - aber er hat es!

Ich würde ihn nicht unbedingt als typischen Tarantino-Film bezeichnen, aber bei dem eigegipsten Bein mit Highheel-Absatz musste ich doch ziemlich grinsen. DAS war allerdings typisch Tarantino.
Christoph Waltz wurde ja schon von vielen hochgelobt - kann mich da nur anschließen! Absolut top!! Bin begeistert!
Und Diane Krüger war (wie immer) fad.
Wenn man auf die Jagd nach einem Tiger geht, muss man damit rechnen auf einen Tiger zu treffen! (Ind. Sprichwort)
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16.09.2009, 16:12
AW: Inglourious Basterds
Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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16.09.2009, 17:06
AW: Inglourious Basterds
das Zeit-Interview mit Christoph Waltz ist auch interessant. Auszug:
Woanders las ich, dass er sagte, dass an dem ersten Kapitel (die Bauernhofszene) eine Woche gedreht wurde.Frage: Sie hatten sechs Wochen Zeit, sich auf Hans Landa vorzubereiten. Was haben Sie da getan?
Waltz: Wissen Sie was: Ich hatte dreißig Jahre Zeit, mich vorzubereiten. Alles, was ich dreißig Jahre versucht habe, konnte ich zur Anwendung bringen. Deshalb bedeutet mir der Darstellerpreis so viel, den ich beim Filmfestival in Cannes erhielt. Ich war immer etwas schofelig Preisen gegenüber, aber diesmal hat es gestimmt.
Ich würde ZU gern mal bei Dreharbeiten zusehen...
Jippieh !
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16.09.2009, 17:21
AW: Inglourious Basterds
"Ein wenig anders als andere Tarantinos" ist "Inglourious Basterds" für mich auch, aber von Tarantino hat er dennoch so einiges.
Tarantino liebt es auf andere Filme oder Filmgenres anzuspielen und das kommt in "I.B." auch nicht zu kurz. Tarantino mag Italo Western und dass er diese mag sieht man nicht nur in "I.B." sondern auch ganz deutlich in "Kill Bill II" und ganz ohne Gewalt kommt Tarantino wohl nirgendwo aus......
Ich habe mich entschieden, dass ich "I.B." an die erste Stelle der Tarantino Filme stelle, doch ja, in meinen Augen ist es sein bislang bester Film, auch wenn ich "Pulp Fiction" und "Kill Bill II" in die oberste Riege aller Filme stelle die ich überhaupt kenne (und das sind nicht gerade wenige).
Ausschlaggebend ist wohl unter welchen Kriterien man Filme anschaut und was man von ihnen erwartet und unter Berücksichtigung dieses Aspekts ist eigentlich klar, dass es (fast?) immer vollkommen unterschiedliche Wertungen ein und desselben Filmes geben wird. Und darüber lässt sich schwerlich streiten, man kann ja immer nur die individuelle Sicht- und Empfindungsweise wiedergeben. Ich schließe bei dieser Aussage allerdings schon mit ein, dass eine gewisse Grundqualität und ein gewisses Grundniveau den entsprechenden Film kennzeichnen.
Ich sah mit "Inglourious Basterds" einen grandiosen Film, der - wenn ich am Ende des Jahres mir meine persönliche "Hitparade" der Filme 2009 (derer die ich 2009 im Kino sah) aufstelle - ganz weit oben rangieren wird.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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16.09.2009, 23:35
AW: Inglourious Basterds
Sicher, vom Typ her passte sie gut als 40er Jahre Filmstar - aber ihre schauspielerische Leistung konnte mich nicht überzeugen. Da wär noch mehr gegangen. Irgendwie kommt sie immer etwas "blass" rüber.
Aber das ist halt meine Meinung (die allerdings viele andere mit mir teilen).Wenn man auf die Jagd nach einem Tiger geht, muss man damit rechnen auf einen Tiger zu treffen! (Ind. Sprichwort)
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17.09.2009, 14:45
AW: Inglourious Basterds
Ich schließe mich da an, ich finde auch, dass es sein mit Abstand bester Film ist und der, den ich nach JACKIE BROWN am allermeisten mag. Diese beiden Filme empfinde ich als weit weniger "kalt" als seine anderen (auch wenn ich sie durchaus brillant finde).Zitat von Anitra
Ich habe mich entschieden, dass ich "I.B." an die erste Stelle der Tarantino Filme stelle, doch ja, in meinen Augen ist es sein bislang bester Film, auch wenn ich "Pulp Fiction" und "Kill Bill II" in die oberste Riege aller Filme stelle die ich überhaupt kenne (und das sind nicht gerade wenige).asa nisi masa
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17.09.2009, 23:21Inaktiver User
AW: Inglourious Basterds
Ich komme gerade aus dem Kino - und bin gerade etwas zwiegespalten... bin eigentlich kein echter Tarantino-Fan....
Ich fand ihn gut, hauptsächlich wegen Christoph Waltz.
Manches war mir dann zu.... videoclipmässig? Diese "Vorbereitungsszene" für den Kinobrand, dazu David Bowie-Musik....
Muss erst mal sacken lassen!
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18.09.2009, 01:19Inaktiver User





) großer Tarantino-Fan ist, wird er sich sicher die DVD kaufen. So dass ich sicher eh mehr oder minder freiwillig den Film mitschauen werde. So wie ich es auch bei Pulp fiction, Kill Bill I + II, Jackie Brown und FDTD schon musste. Bisher hat mir kein einziger
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