Danke Leeremick für Deine Schilderungen !
Hier noch ein Kommentar zur Titeländerung in die jetzige Schreibweise
Titeländerung: "Inglourious Basterds" statt "Inglorious Bastards" - Cinema.de
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Ergebnis 21 bis 30 von 82
Thema: Inglourious Basterds
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30.08.2009, 10:50Inaktiver User
AW: Inglourious Basterds
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30.08.2009, 13:43
AW: Inglourious Basterds
das Wort Basterds (anstatt Bastards)
stammt meiner Interpretation nach als Wortspiel, als Spannung zwischen dem Wort Bastard und Nerd.
Das psychologische Profil von Tarantenno deutet auf eine Neigung zu Zitat "established and accepted classics but also the trashy, the weird and the provocative", also der Spannung zwischen Traditionelle und Anerkennen und Übernehmen von Klassikern und klassischen Szenen des Filmgenres und des Provokativen, Trashigen als Interpretation und Hinzufügens in seinen Filmen als Ausdruck seiner Persönlichkeit.
siehe auch hier 1. Satz im Text:
Quentin Tarantino (1963 - ) @ EOFFTV
Nerd stammt aus seiner Eigenansicht, nämlich dass Tarantine sich selbst als ultimaten Movienerd, Moviegeek ansieht, also immer auch die Betrachtung seiner Regiearbeit aus Sicht des Filmfans.
Das alles hat mir seine Tante mal bei einem Tee gesteckt.
Erschien mir plausibel und dacht ich "share" es mal mit der Commmunity hier.
Eine weitere mögliche Erklärung als Profiler wäre dass er eine schreckliche English-Teacherin gehabt hat die kleinlich auf Rechtschreibung beharrt hat und stellverstretend für das Schulsystem steht nämlich anstatt die grossen Dinge des Lebens zu lehren (wie Herzensbildung, Liebe, Charakter, Ethik etc.) nur das sture Auswendiglernen von Sachverhalten zu lehren. Das mag sich in einer Abneigung zur Rechtschreibung manifestiert haben, was durchaus nachvollziehbar ist und auch in gewisser Weise dem Zeitgeist entspricht.
So wird der geneigte Musikfan sicherlich bemerkt haben dass in einigen Songs (auch in einigen älteren Songs) oft Wortspiele und Unkorrektheiten zu finden sind wie z.B.:
we was in love.
anstatt
we were in love.

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30.08.2009, 13:58Inaktiver User
AW: Inglourious Basterds
Danke HQking
Deine Tarantino- Neunamen sind aber auch nicht ohne hintergründigen Witz
Taran http://dic.academic.ru/pictures/dewi...o_of_japan.jpgTarantenno
Tarantine
und nach diesen Ausführungen, bin ich Tarantina
-Versteher, da ich in mir auch immer wieder eine in mir aufbäumende Abneigung gegen korrekte Rechtschreibung und klare Syntax spüre..
und ich die Ausrede für jemanden ( nicht so ein Bockkopf wie mich), sondern jemanden, der tatsächlich unter Rechtschreibeschwäche leidet, genial finde..
Geändert von Inaktiver User (30.08.2009 um 14:02 Uhr)
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30.08.2009, 14:07
AW: Inglourious Basterds
Hallo Klee
,
ich benutze auch oft ausreden und abenteuerliche Erklärungen.
Selbst Tarantino schreibt ja dass es keine Grenzen gibt und geben sollte in seiner Fantasie als Filmschaffender.
Und er soll ja einen IQ von 160 haben "despite ein Highschool-Dropout gewesen zu sein".
Also wird er schon was rebellisches, unangepasstes haben.
Aber zu "Bastard" im Titel seines Filmes würde ich auch noch sagen dass es ungewöhnlich / blatant wäre so ein Wort in USA (und weltweit) als Filmtitel zu verwenden.
Es ist viel eleganter daraus ein Wortspiel zu machen und gleichzeitig auch die offensichtliche, anstößige Wortwahl zu vermeiden. Und gleichzeitig Aussehen zu erregen (warum die Wortspielerei und offensichtlichen Falschschreibungen da seien um mit IQ 160 hat man leicht ausreden, es ist einem eben alles zu langweilig konform zu sein).
Sorry für Einmischung, wollte nicht zu dick auftragen, ist nichts wirklich dahinter.

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30.08.2009, 14:13Inaktiver User
AW: Inglourious Basterds
Die Passage über den Tee bei Tarantinos Tante gefiel mir jedenfalls gut
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30.08.2009, 14:20Inaktiver User
AW: Inglourious Basterds
ich fand es interessant und sah nichts dick aufgetragenes..Sorry für Einmischung, wollte nicht zu dick auftragen, ist nichts wirklich dahinter.
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30.08.2009, 18:58
AW: Inglourious Basterds
Ich hab mir den Film angesehen, zum Teil auch wegen der überaus positiven Kritiken hier.
Mir hat er nicht gefallen.
Ich mag Brutalitäten und blutige Metzeleien nicht.
Und da gibt es für meinen Geschmack viel zu viel davon.
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30.08.2009, 20:09
AW: Inglourious Basterds
Ich komme gerade aus der Nachmittagsvorstellung und fand den Film großartig, getragen von herausragenden Darstellern.
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30.08.2009, 20:32
AW: Inglourious Basterds
Ich hab den Film in deutsch gesehen und war begeistert, beeindruckt. Ich hatte den Film noch am nächsten Tag "in meinen Adern"...
Einen Minuspunkt hatte ich - Warum müssen Hitler und Goebbels auch hier so lächerlich dargestellt werden? Sie waren es nicht, sie waren geniale hochintelligente Charismatiker, wie krank sie in ihrer Persönlichkeit, ihrer Seele waren, wird man nicht herausfinden (Göring war Morphinist). Ist das einfach eine "Unterschätzung" oder kann man vielleicht mit diesen grausamen Bestien nicht anders umgehen? das war allerdings das einzige.
Ansonsten traut sich Tarantino ganz schön was: Ausser den Obengenannten werden die Deutschen eben nicht als ziemlich blödsinnig dargestellt, wie in vielen anderen Nazi-Filmen. Da gibt es den "Helden", der sich lieber umbringen lässt, als eine Truppe zu verraten und eben Hans Landa, der genial intelligent und hochgebildet ist, und damit umso angstauslösender. Das macht es ein wenig begreifbar, warum die Mechanismen so gut funktionierten.
Die erste Szene, wo er mit dem französischen Bauern "plaudert" fand ich schlimmer, nervlich anspannender, als jegliche Blutszene. Vor allem mit dem Ergebnis.
Was die Kritiker so sehr herausstellen, dass Hitler und co. nun mal NICHT überleben und so der Krieg aus ist, fand ich eher nebensächlich. Da schließt sich nur der Kreis zu dem "Es war einmal" vom Anfang.
Mir hat selten ein anderer Film Angst so deutlich gemacht.Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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31.08.2009, 09:22
AW: Inglourious Basterds
Ich verstehe, was Du meinst. Mir ging es beim ersten Sehen vor allem mit Martin Wuttkes Darstellung Hitlers so. Das habe ich beim ersten Sehen auch als zu lächerlich empfunden. Beim zweiten Mal fand ich diese Darstellung dann differenzierter und besser.
Sylvester Groth fand ich als Goebbels von Anfang an gut, auch wenn Groth imer leicht an der Grenze zu Knallcharge spielt. Ich denke aber, da sich der Film eben auf diesen Aspekt Goebbels beschränkt - sein Ehrgeiz ein großer Filmproduzent zu sein - ist die Darstellung, als selbstgefälliger, schmieriger Geck angemessen.
Denoch: es ist auffällig, dass Tarantino die übrigen Nazis sehr viel differenzierter zeichnet, als eben Hitler und teilweise Goebbels.asa nisi masa


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