Ich kenne den Regisseur schon seit langem dank meinen Freunden, den Intellektuellen. Und auch diesmal haben sie mich mitgenommen.
Was für ein schöner Film: schöne Landschaften, interessante kurze Dialoge, Flamenco und minimum Gewalt.
Läuft seit 28.05 in Kinos.
war ein Teil des Cannes 2009
Hat keine Preise gewonnen.
Die Musik ist von einem geheimnisvollen "Boris" ohne Nachnahmen.
Was könnt ihr zum Film "The Limits of Control" sagen?
Grüße
Liane
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
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04.06.2009, 12:48
Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
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07.06.2009, 14:13
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
Mir hat er sehr gefallen. Ich war aber gestern auch in der richtigen Stimmung dafür: ein bißchen träge und in mich gekehrt. Im Vorfeld hatte ich gehört, der Film sei langweilig und anstrengend - das hätte ich vielleicht auch so empfunden, wenn ich nach der Arbeit (möglicherweise noch abgenervt) ins Kino gegangen wäre.
So konnte ich mich zurücklehnen und mich an den Bildern und Zeichen erfreuen: der Film ist ja ein bißchen wie eine Schnitzeljagd (allerdings eine sehr gemächliche), mit vielen offenen und versteckten Hinweisen, eine Geschichte im eigentlichen Sinne gibt es nicht, allenfalls ein bißchen Erzähl-Gerüst.
Dazu kommt, dass ich Isaach de Bankolé großartig finde und ihm noch Stunden in sein scheinbar regungsloses Gesicht hätte schauen können..asa nisi masa
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09.06.2009, 16:39
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
Hi,
toller Tipp, Danke!!!
Jim Jarmusch ist einer meiner Lieblings Regisseure, da werde ich bestimmt rein gehen
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10.06.2009, 10:09
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
In der (sehr empfehlenswerten) österreichischen Filmzeitschrift RAY gibt es ein sehr interessantes Interview mit Jarmusch zu "Limits of Control"..
aus RAY 06/09Ich folge meiner Intuition und nicht der Analyse. Von Semantik verstehe ich nichts. Zugleich aber bin ich ein großer Liebhaber der Form. Form und Stil erscheinen mir wunderschön und ich würde sie nie ausradieren, zertrümmern oder ihre Grenzen einreißen. Lieber umarme ich Form in Musik, Dichtung, Literatur, Malerei und Design. Denn im Kino sind die größten Filmemacher für mich die Stilisten. Geschichten sind in ihrer Anzahl begrenzt, aber es gibt unendlich viele Formen und Stilarten, sie zu erzählen. Eine utopische Sehnsucht nach einer befreiten Filmform, die anarchisch wäre, habe ich nicht, obwohl ich sie gern bei anderen Leuten sehe.Geändert von Leeremick (10.06.2009 um 10:14 Uhr) Grund: Zitat eingefügt
asa nisi masa
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10.06.2009, 15:36
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
Aus dem Zitat aus RAY 06/09: (Danke, Lee!)
"Lieber umarme ich Form in Musik, Dichtung, Literatur, Malerei und Design. Denn im Kino sind die größten Filmemacher für mich die Stilisten. Geschichten sind in ihrer Anzahl begrenzt, aber es gibt unendlich viele Formen und Stilarten, sie zu erzählen."
Das trifft sehr meine Empfindungen zu Filmen. Klar, es gibt "bessere" und "schlechtere" Geschichten, interessante und weniger interessante. Beim Film ist mir (fast) immer wichtiger wie die Geschichte erzählt wird als die Geschichte an sich. Die scheinbar uninteressanteste und fadeste Geschichte kann durch die Erzählweise und Stilart des Films für mich höchst faszinierend werden. Genau so gut kann eine im Prinzip gute und interessante Geschichte langweilig und nichtssagend auf mich wirken, wenn mir die Machart des Films, also das "Wie" nicht gefällt.
"The Limits of Control" möchte ich (eigentlich ein Fan von Jarmusch) unbedingt ansehen, aber er läuft in meiner Stadt (noch?) nicht.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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11.06.2009, 18:10
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"





Irgendwann haben mein Freund und ich uns ganz eng aneinander gekuschelt und sind eingeschlafen. Vielen im Kino ging es ähnlich
Schöne Bilder gab es - aber Spanien ist so schön, da hätte es noch viel schönere Bilder geben können
Ich fand den Film schwach.
Dulcinella
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12.06.2009, 14:12
Ich folge meiner Intuition und nicht der Analyse
Ich finde es genauso, wie du es beschreibst.
Man muss vorbereitet sein. Entspannt sein und erholt. Aufmerksam zuhören, beobachten, genießen.
Ich habe den Isaach de Bankolé zum ersten Mal gesehen. Zuerst fand ich ihn etwas zu grob von den Geischtszügen her. Almählich fand ich ihn onhe Ende interessant.
Der Regisseur weiß, wie er das Gesicht seiner Hauptfigur zu zeigen hat.
Und, du hast Recht, es gibt so gut wie keine Geschichte.
Und die Intuition der Zuschauer ist sehr gefragt.
icb bin vom Film begeistert.
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14.06.2009, 21:56
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
wenn man sich auf einen film voller action eingestellt hat, kann ich es verstehen. mir hat der film trotzdem sehr gefallen. obwohl er doch recht langatmig war, fand ich ihn erfrischend.
isaach de bankolé hat seine rolle wirklich fantastisch gespielt, das screenplay fand ich auch fantastisch.
mir hat der film sogar sehr gut gefallen
miau, miau
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15.06.2009, 09:29
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15.06.2009, 17:16
AW: Jim Jarmusch präsentiert "The Limits of Control"
Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.


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