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    Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Hallo Bricom,

    ich habe eine etwas schwierige Frage.

    Ich selbst hatte 2 Fehlgeburten. (ich bin 33)

    Meine Mutter hat 2 Kinder geboren, die während bzw. kurz nach der Geburt verstorben sind.

    Ich frage mich, ob das "vergleichbar" ist. Ich frage mich, ob ich meine Mutter quasi "verstehen" kann - oder ob es schlimmer ist, wenn das Kind nach 9 Monaten zur Welt kommt und stirbt. (ich glaube schon)

    Ich selbst kämpfe auch jetzt noch (Jahre später) mit den Fehlgeburten bzw. habe ich deshalb auch Therapiestunden.

    Vielleicht kann mir jemand von euch etwas schreiben, damit ich es besser verstehen kann?

    Jedenfalls danke, liebe Grüsse
    Sumpfhuhn

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Hallo, wie meinst Du das, ob Du Deine Mutter verstehen kannst?

    Ich denke, man kann Schmerzen nicht gegeneinander aufwiegen. Der eigene Schmerz ist für einen selbst eben immer am Schlimmsten, denn man erlebt ihn selbst und muss da selber durch.

    Ich hatte selbst erst vor kurzem eine Fehlgeburt und denke schon, dass es für mich viel schlimmer gewesen wäre, ein Kind erst auf die Welt zu bringen, um es dann gleich wieder zu verlieren, denn dann hätte ich viel mehr Zeit gehabt, eine Beziehung aufzubauen. Aber ich habe auch meinen "Zellklumpen" (5. Woche) schon geliebt und trauere nun um das, was es hätte werden können.

    Ich wünsche Dir, dass Du für Dich einen Weg findest, mit den Fehlgeburten umgehen zu können. Ich denke, Therapie ist ein guter Ansatz.

  3. Inaktiver User

    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    ...man findet oft parallele Ereignisse, die sich scheinbar "wiederholen".
    Wenn die Natur diesen Weg wählt, dann gibt es dafür immer einen Grund. Oft erfahren wir ihn nicht...

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Zitat Zitat von Mai_gloeckchen
    Hallo, wie meinst Du das, ob Du Deine Mutter verstehen kannst?
    Ich weiß es selber nicht genau.

    Ich dachte immer, ich verstehe meine Mutter. Aber vor kurzem ist mir der Gedanke gekommen, dass es vermutlich um einiges ärger ist, wenn das Baby erst bei/nach der Geburt stirbt. *seufz*

    Es ist halt so, dass das Thema mich sehr beschäftigt.

    Ich wünsche dir alles gute -und danke für deine Antwort.

    Grüssle
    Sumpfhuhn

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...man findet oft parallele Ereignisse, die sich scheinbar "wiederholen".
    Wenn die Natur diesen Weg wählt, dann gibt es dafür immer einen Grund. Oft erfahren wir ihn nicht...

    Du hast recht.

    Ich wüßte so gerne, warum??

    Aber darauf gibt es natürlich keine Antwort.

    Danke, liebe Grüsse
    Sumpfhuhn

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Zitat Zitat von Sumpfhuhn75
    Ich wüßte so gerne, warum??

    Aber darauf gibt es natürlich keine Antwort.
    Doch, vielleicht schon. Hast Du Dich genetisch untersuchen lassen? Es gibt schon eine ganze Menge Risikofaktoren, die genetisch bedingt sind und dann natürlich von der Mutter auf die Tochter vererbt werden können. Allerdings zahlt die KK die genetische Untersuchung wohl erst nach der dritten Fehlgeburt.

    ZUm eigentlichen Thema: Mir geht es wie Maiglöckchen, eine Fehlgeburt in einem höheren Monat oder gar erst als Totgeburt stelle ich mir schrecklicher vor. Wohl einfach, weil ein Kind, daß man früh verliert, eher abstrakt ist. Ein Baby, das man schon wirklich gesehen hat, das sich bewegt hat, wird für mich realer.

    Ich habe um meine nicht geborenen Kinder zwar auch getrauert, aber sie waren eben mehr eine Idee in mir, als schon sichtbar oder fühlbar.

    Liebe Grüße
    Polarstern

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Zitat Zitat von Polarstern
    Wohl einfach, weil ein Kind, daß man früh verliert, eher abstrakt ist. Ein Baby, das man schon wirklich gesehen hat, das sich bewegt hat, wird für mich realer.

    Ich habe um meine nicht geborenen Kinder zwar auch getrauert, aber sie waren eben mehr eine Idee in mir, als schon sichtbar oder fühlbar.

    Liebe Grüße
    Polarstern

    Eben, das denke ich mir mittlerweile auch.

    Ich selbst war in der etwa 10. - 12. SSW - das ist doch ganz anders. Ich war schwanger, ja, aber ein Baby war das quasi noch nicht. So schwer zu erklären.

    Es ist halt so, dass meine Mutter eigentlich nie den Verlust der beiden Kinder verkraftet hat. Ich hatte dafür nie so wirklich Verständnis - erst als mein Bruder gesagt hat, ich verstehe das nicht, denn ich hatte nie ein "richtiges" Kind, habe ich darüber nachgedacht.

    Liebe Grüsse
    Sumpfhuhn

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Wessen Leid ist das größere? Jedem sein eigenes!

    Ich würde mich nicht ermessen zusagen, du leidest weniger, oder hast weniger einen Grund wie ich. Ich weiß auch nicht ob das zur Frage stehen sollte zwischen Mutter und Tochter. Keiner muss den anderen verstehen, keiner muss das können. Respektieren das deine Mutter leidet, respektieren das du leidest. Das Leid aber auch heilen lassen, und nicht von seinem Leid ablenken um es sich nicht ansehen zu müssen, das vermute ich eher bei dir.

    Es ist schon oft so, das irgend welche Ereignisse über Generationen weiter gegeben werden. Meine Fehlgeburt ist in jeder Familienaufstellung sichtbar, deine und deiner Mutter ihre Kinder auch.

    Bei mir sagte meine Mutter nach 3 Monaten, wie du leidest immer noch. Das reicht aber jetzt!

    Ich möchte jetzt nach 2,5 Jahren wirklich ein Kind, mal sehen ob ich Glück habe. Heilen müssen die Wunden, verabschieden, loslassen sollte man die Kinder auch!

    Alles liebe Pia

  9. Inaktiver User

    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Zitat Zitat von zadorra125
    Ich möchte jetzt nach 2,5 Jahren wirklich ein Kind, mal sehen ob ich Glück habe. Heilen müssen die Wunden, verabschieden, loslassen sollte man die Kinder auch!
    ...richtig! Das Neue möchte herzlich willkommen sein. Wenn noch "alte Aufgaben" im Weg stehen, ist die Zeit noch nicht reif...

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    AW: Fehlgeburt / Kind bei Geburt verstorben

    Zitat Zitat von zadorra125
    Das Leid aber auch heilen lassen, und nicht von seinem Leid ablenken um es sich nicht ansehen zu müssen, das vermute ich eher bei dir.

    Da ist wahrscheinlich etwas dran - deshalb beschäftigt mich das Thema so sehr.

    Ich bin mittlerweile auf der Suche nach einem guten Therapeuten, um eine Familienaufstellung zu machen.


    Zitat Zitat von zadorra125
    Ich möchte jetzt nach 2,5 Jahren wirklich ein Kind, mal sehen ob ich Glück habe.
    Ich wünsche dir alles, alles Gute!!

    P.S. Ich habe gestern erfahren, dass ich zum zweiten Mal Tante werde...

    Grüssle
    Sumpfhuhn

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