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  1. Inaktiver User

    Es tut so weh!

    Hallo,

    was soll ich sagen - ich beginne am Anfang.

    Mein Mann und ich versuchten seit Dezember 2007 ein Kind zu bekommen. Der Androloge machte ein Spermiogramm und bescheinigte "Befruchtung unwahrscheinlich". Es folgte eine OP für meinen Mann, Erfolgschancen lagen bei 65 % und wenn dann frühestens ab September. Wir wollten uns so gerne unseren Kinderwunsch erfüllen. Dann erkrankte mein Papa schwer an Krebs. Im Mai erfuhren wir, dass es unheilbar ist. Und im Juni geschah das Wunder - ich hielt einen positiven SS-Test in der Hand. Wir konnten unser Glück nicht fassen. Mein Papa hatte neuen Lebensmut (er ist erst 52). Letzten Sonntag hatte ich bräunliche Schmierblutungen. Im KH meinten sie, nix schlimmes. US wäre okay. Dienstag kamen Krämpfe und rote Blutungen dazu. Der Arzt machte im KH wieder US - alles in Ordnung. Die Krämpfe waren seit Mittwoch Mittag weg, die Blutungen nicht. Heute Nachmittag wollte ich auf Toilette. In der Damenbinde lag die komplette Fruchthöhle und auf der geöffneten Seite der 2 mm große Embryo. Ich ließ mich von meinem Mann zu meiner Ärztin fahren - ich verlor unser Kind.

    Diese Leere, dieser Schmerz ist nicht zu beschreiben. Aber diese Angst der vergangenen Wochen ist weg. Es ist erlösend und bedrückend zugleich...

  2. 10.07.2008, 19:48

    Grund
    Auf Wunsch von Entchen gelöscht

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    AW: Es tut so weh!

    hallo ,

    ich weiss wie du dich fühlst.ich habe anfang april mein kind verloren
    es wäre unser erstes kind gewesen.es war auch ein wunsch kind.darum kann ich gut mit dir fühlen.in meiner umgebung sind auch noch viele schwangere.du musst auf jeden fall das ganze verarbeiten.rede viel darüber das ist sehr wichtig.du kannst jeder zeit mit mir darüber reden.denn es tut verdammt weh.aber es wird besser mit der zeit.das kind kann dir auch niemand nehmen es bleibt in deinem herzen.
    nehm dich mal fest in den arm.
    bis bald
    mobbl

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    AW: Es tut so weh!

    Hallo!


    Es tut mir so leid für dich.
    Ich kann mir nur zu gut vorstellen wie du dich gerade fühlst.
    Ich habe mein kleines vor ca 5 Wochen verloren.


    Ich drück dich mal ganz fest.
    Manchmal denkt man es ist stark
    festzuhalten. Doch es ist das Loslassen, das wahre
    Stärke zeigt.

  5. Inaktiver User

    AW: Es tut so weh!

    Wann hört dieser Schmerz wohl auf? In mir ist einfach nur Leere und die Tränen hören nicht auf zu laufen. Krümel war mein Hoffnungsschmmer... Ich vermisse ihn und es brennt wie die Hölle!

  6. User Info Menu

    AW: Es tut so weh!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wann hört dieser Schmerz wohl auf? In mir ist einfach nur Leere und die Tränen hören nicht auf zu laufen. Krümel war mein Hoffnungsschmmer... Ich vermisse ihn und es brennt wie die Hölle!

    Ich kenn das die ersten zwei Wochen waren die schlimmsten für mich. Ich hab jeden Tag nur geweint. Aber auch viel darüber geredet,aber nur mit Menschen die mich wirklich verstanden. Im nachhinein hab ich von meiner Freundin erfahren das sie ihr Kind in der 9 Woche verloren hat und es auch niemandem erzählte. Wir reden immer wieder darüber. hast du auch eine gute Freundin der du vertraust und die immer für dich da ist? Wie sieht es aus mit deinem Mann redest du mit ihm darüber? Wielange der Schmerz geht kann dir keiner genau sagen,bei einem schneller beim anderen nicht so schnell. Bei mir ist es auch noch nicht so lange her,aber ich bin auch noch längst nicht darüber hinweg.Oft lieg ich Abends im Bett und die Tränen laufen.Lass deinen Schmerz zu,lass die Tränen laufen,das hilft.

    Lg
    Manchmal denkt man es ist stark
    festzuhalten. Doch es ist das Loslassen, das wahre
    Stärke zeigt.

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    AW: Es tut so weh!

    Das tut mir sehr leid für Dich. Ich kann mir gut vorstellen, wie traurig und schmerzhaft das ist. Aber auch Deine Erleichterung nach dem Bangen der letzten Tage kann ich verstehen.
    Du schriebst dass Dein Vater neuen Lebensmut hatte, als Du schwanger wurdest. Ich hoffe, Du stellst Dir jetzt nicht vor, dass mit dem Ende Deiner Schwangerschaft sein Lebensmut wieder geschmälert wird. Es stand nicht in Deiner Macht, die Schwangerschaft zu halten. Du brauchst jetzt erst mal ganz viel Trost!

  8. User Info Menu

    AW: Es tut so weh!

    Hallo Vivienne,

    erstmal finde ich es mutig, dass Du darüber sprichst. Ich habe im Februar mein Kind inder 20. SSW verloren und weiß genau, wie geschockt und traumatisiert man sich danach fühlt. Ich habe ganz lange den Schmerz verdrängt und mir immer eingeredet: "sollte halt nicht sein, hatte bestimmt nen Grund...". Es hat Wochen gedauert, bis ich mich nicht mehr taub und kalt gefühlt hab, sondern einfach richtig weinen konnte. ich glaube, viel kannst Du gar nicht tun, aber mir hat es sehr geholfen, mich hier auszustauschen. Es ist wohl am besten, die Gefühlszustände so gut wie möglich zuzulassen. Und mach Dir bloß keine Vorwürfe! Dieses geschen mit allem Schmerz, und der Wut und der Trauer und der Verzweiflung sind nun eben auch ein bestandteil deines Lebens, der unumkehrbar und unverschuldet und so unfair eingetreten ist. Aber weißt Du was? Ihr seid schwanger geworden! Warum sollte es nicht nocheinmal klappen? Nimm Dir Zeit für Dich und Deinen Partner, und macht Euch keinen Bewältigungsstress! Solche Wunden in der Seele heilen langsam, und die dicke Narbe im im herzen bleibt. Aber irgendwann kommt die Akzeptanz und Dein Blick geht nach vorn.
    Wir dürften jetzt nach 6 Monaten wieder "üben", aber was denkst u, welche Ängste mich plagen! Obs nochmal schiefgeht, obs überhaupt nochmal klappt, obs bis zum Schluss gut geht? Was solls - das Glück belohnt die Mutigen und ich habe einfach beschlossen - ja, beschlossen - mich von der Angst nicht dominieren zu lassen. Weine um Dein Kind und um Dich, wann immer du musst, aber gehe auch gut und zärtlich mit Dir um. Ich drück Dich einfach mal und wünsche Dir alles Gute!

  9. Inaktiver User

    AW: Es tut so weh!

    Danke für euren lieben Worte. Wisst ihr, meine Ärztin und ich haben uns dafür entschieden keine Ausschabung machen zu lassen. Ich erlebe jetzt dieses "Abbluten". Jeder ziehende, stechende Schmerz, den man in der SS geliebt hat, weil es einem zeigte, dass das Kind wächst, dass es ihm gut geht - er ist jetzt wie ein Stich ins Herz. Als ob einen der eigene Körper auslacht. Es tut unsagbar weh, obwohl es eigentlich "erträgliche körperliche Schmerzen" sind. Wir hatten für Krümel schon ein paar Sachen gekauft. In unserer Freude - Schlafsack, Strümpfe, Strampler, Bodies. All das wollte ich nicht in den Keller bringen. Ich habe es in meinen Bettkasten gelegt und möchte es bewusst dort lassen - für Krümel 2. Ich werde dieses Bild der Fruchthöhle in der Binde nicht los. Diesen Gedanken "Kann man es nicht wieder einsetzen". Und Montag, wenn ich wieder arbeiten gehe, steht dort das Reisebett, das wir bestellt haben. Wir waren so happy, weil wir immer dachten, es würde nie klappen. Und nicht zu wissen, woran es lag, das macht mich fertig!

  10. Inaktiver User

    AW: Es tut so weh!

    Liebe Vivienne, ich schaute nur durch Zufall hier rein und fand dann deinen Beitrag, zu dem ich etwas sagen möchte.

    Es tut mir sehr Leid für dich, für euch. So einen kleinen Krümel, auf den man sich schon so freut, wieder loszulassen tut ganz arg weh.

    Du scheinst noch sehr jung zu sein, wenn dein Vater erst 52 ist. Das heißt, du kannst noch eine richtig große Krümelfamilie bekommen, was ich dir wünsche.

    Möglicherweise braucht dein Papa im Moment die ganze Kraft und Aufmerksamkeit von euch, der Familie. Und deshalb lässt sich eine neue Seele noch etwas Zeit in eure Familie zu kommen.

    Sie wird kommen, wenn die Zeit dafür da ist. Ich wünsche dir alles Liebe und alles Gute auch für deinen Vater.

    Julifrau

  11. Inaktiver User

    AW: Es tut so weh!

    Liebe Vivienne,

    ich habe von Dir gelesen und möchte Dir sagen das ich weiß wie schwer das ist. Es tut höllisch weh und keiner kann einem wirklich dabei helfen. Ich habe ein halbes Jahr nach einer ELS im Januar wirklich sehr gelitten. Ich habe mich wie eine Versagerin gefühlt, dabei kann man ja nichts dafür. Auch wenn viele, wie zum Beispiel die Ärzte sagen, ach sowas passiert ständig, finde ich das falsch. Für eine Frau ist das echt hart.
    Ich drück Dich ganz doll.

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