Hallo,
noch vor ein paar Wochen habe ich diesen Fehlgeburts-Strängen kaum Interesse geschenkt.
Jetzt ist alles anders. Jetzt bin ich selbst betroffen.
Ich kann jetzt auch verstehen, dass man diese Erfahrung mit Rationalität (eine Eigenschaft von mir, über die ich ansonsten immer sehr froh bin) nicht wirklich bewältigen kann. Vorerst zumindest. Seufz.
Seit ca. 2 Wochen weiß ich (34), dass ich schwanger bin. Ich war allerdings noch nicht beim Gyn., da dieser gerade in Urlaub war. Es ist also noch sehr früh, 6 Woche etwa. Die SS war nicht geplant, ich mache NFP, was jetzt lange gut funktioniert hat. Vielleicht war ich etwas nachlässiger geworden? Ich hatte immer eher einen ambivalenten Kinderwunsch…. Deshalb schockt es mich zusätzlich, wie schwer ich jetzt alles nehme.
Ich habe mich nämlich plötzlich irrsinnig über die SS gefreut. Als hätte es bei mir einen Schalter umgelegt.
Bei meinem Freund war es ebenso. Eigentlich alles toll. Wir waren in unserer Beziehung plötzlich auf einer ganz anderen Ebene. Ich war so glücklich. Irgendwie selbstbewusster, erwachsener, noch mehr Frau. Kennt das jemand? Habe im Stillen Pläne geschmiedet. Ich habe es auch nur 2 sehr guten Freundinnen erzählt. Zum Glück, denn mir war bewusst, dass die ersten 12 Wochen heikel sind. Trotzdem konnte ich es nicht lassen, mir auszumalen wie schön alles werden kann…
Nun ist es so:
Am Wochenende hatte ich plötzlich Schmierblutungen und Kreislaufprobleme. Weil mir das alles nicht geheuer war, bin ich in die Klink zur Untersuchung.
Dort war mein SS im Urin positiv, die Ärztin fand in meinem Uterus zwar eine Fruchtblase, allerdings ohne Embryo. Die Fruchtblase sei auch etwas „entrundet“, was ihr auch nicht „gefiel“.
Allerdings konnten keine genauen Aussagen getroffen werden, man müsse nun den Verlauf beobachten.
Im Laufe des Tages wurde das Blut heller. Heute war ich noch mal beim Ultraschall, das Ergebnis war gleich. ß-HCG in Ordnung. Was ja ohne weitere Referenzwerte leider nichts aussagt.
Jetzt blutet es immer noch. Teilweise etwas heller, teilweise ist es altblutig und es gehen Koagel ab. Langsam verspüre ich auch leichte, ziehende Schmerzen im Unterleib, als bekäme ich meine Tage.
Das Spannungsgefühl in meinen Brüsten lässt nach. Oder bilde ich mir das nur ein?
Insgesamt fühle ich mich elend.
Ich bin nun krankgeschrieben. Ich sitze jetzt in meiner Wohnung und warte. Auf was? Das es endgültig abgeht? Ich versuche positiv zu denken, aber es fällt mir nach jedem Gang zur Toilette schwerer. Ich versuche daran zu glauben, dass es noch eine Chance gibt!
Dann denke ich aber daran, ist dann auch alles Ok mit dem Kind? Kann aus so einer Situation noch eine gesunde, intakte SS entstehen?
Ich hätte ich niemals gedacht, dass so eine Situation so schwer zu bewältigen ist. Ich hatte den psychischen Aspekt bislang völlig unterschätzt.
Am Donnerstag habe ich den nächsten Termin beim Gynäkologen. Ich nehme an, da fällt dann endgültig eine Entscheidung.
Wie soll ich nur diese Tage durchhalten?
Ich musste das einfach von der Seele schreiben. Danke fürs lesen und allen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich, wünsche ich alles, alles Gute!!!
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13.05.2008, 16:55Inaktiver User
Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
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13.05.2008, 18:09Inaktiver User
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Hallo nursebetty,
lass Dich erstmal drücken!
Ich habe 2004 eine ähnliche Situation erlebt, bei mir wurde in der 9 SSW festgestellt, daß das Herzchen nicht mehr schlägt und ich wurde ausgeschabt - eine Missed Abortion. Zuvor hatte ich schon 2 komplikationslose SS, beide mit Kaiserschnitt.
Das war im Juli, im Oktober war ich dann wieder schwanger, meine Tochter wird bald 3.
Es ist unglaublich hart, was für Menschen, die nie betroffen waren, kaum verständlich ist. Selbst mein Mann sagte es sei doch noch so früh gewesen... bla bla
Sicher wissen die Frauen heute zu früh daß sie schwanger sind. Es gibt nunmal sowas wie eine natürliche "Auslese", was med. gesehen ganz clever von der Natur eingerichtet wurde - für Frauen heute aber eine "Katastrophe" bedeutet.
Ich hab mich damals mit einer Art Brief in meinem Tagebuch von meinem "Sternchen" verabschiedet und ihm,zumindest einen kleinen Platz in unserem Leben gesichert.
Vielleicht hilft Dir das auch.
Ich wünsch Dir viel Kraft und schau auch in die Zukunft, wenn man einmal ss war, klappt es um so schneller wieder. Falls Du das überhaupt willst.
Pink
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13.05.2008, 19:20
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Liebe Nursebetty,
ich kann unglaublich gut verstehen, was Du durchmachst, denn genau dasselbe habe ich vor einer Woche durchgemacht!!
Ich (33) hatte nur 2 Tage, um mich über meine SS zu freuen, dann begannen die Blutungen. War dann beim Notdienst, aber solange es eher braunes Blut ist und wie Schmierblutungen, muss es nichts Schlimmes bedeuten. Dann ab Dienstag war das Blut rot, war dann am Mittwoch noch bei meiner FÄ, aber die meinte, es könne immer noch gut gehen, manche Frauen bluten die ganze SS durch und bekommen dann ein gesundes Baby.
Leider war es bei mir nicht so; in der Nacht von Mi auf Do passierte es dann und ich habe mein Baby Anfang der 6. Woche verloren.
Ich will Dir keine Angst machen; nur weil es bei mir so endete, muss es bei Dir nicht so sein!
Als ich den Notarzt um Schmerzmittel anflehte, meinte er, er dürfe mir keines geben, denn es könne durchaus sein, dass ich mein Baby behalte.
Und auch als ich Stunden später dann auf mein Klinikzimmer kam und die Krankenschwester befragte, meinte sie, sie hätten immer wieder Patientinnen, die stark bluteten, oftmals die ganze SS hindurch, und sie würden trotzdem ihr Baby kriegen (und zwar gesund! hab extra gefragt).
Ich weiß auch nicht, was ich Dir wünschen soll. Ich hatte mir das Kind sehr gewünscht, und trotz der Trauer über den Verlust ging es mir nach dem Abgang wesentlich besser als in den schrecklichen Tagen davor voller Ungewissheit, die Du nun gerade überstehen musst. Also glaube mir, ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir geht, es ist schrecklich!
Die traurige Gewissheit war für mich leichter zu ertragen als die Ungewissheit.
Trotzdem will ich Dir auch sagen, dass es schon noch eine Chance gibt, es muss bei Dir nicht schlecht ausgehen, auch wenn die Zeichen dies zu sagen scheinen!
Wenn es eine Fehlgeburt werden sollte, musst Du Dir unbedingt vor Augen führen, dass es wirklich etwas Natürliches ist, wie pinkmania auch schrieb, es ist normal, das passiert wirklich ganz, ganz vielen Frauen. Ich weiß, es ist trotzdem schlimm, aber Du weisst dann auch, dass Du überhaupt nichts dafür kannst oder falsch gemacht hast und dass Du ganz gesund bist, es passiert eben leider einfach.
Ich war heute nochmal in der Klnik zur Nachkontrolle und auch dort sagte mir die Ärztin, ich könne absolut nichts dafür, ich sei total gesund und einer erneuten SS stehe nichts im Wege!
Ich wünsche Dir, dass alles gut verläuft, und wenn Du Dein Kleines behalten solltest, dass die SS ruhiger und angstfreier verläuft, als sie begonnen hat!
Alles Gute,
Sofie
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13.05.2008, 19:58Inaktiver User
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Vielen Dank für Eueren lieben Zuspruch!
Ja, die Ungewissheit ist wirklich schlimm. Diesen Gedanken habe ich heute oft gehabt.
Ich hatte heute fast den ganzen Tag Bauchziehen. So an der Grenze zum Schmerz.
Sofie, war das bei Dir auch?
Es blutet auch weiter vor sich hin. Nicht stark, aber ich habe immer mehr Angst, danach zu sehen… Manchmal ist etwas frisches Blut dabei. Jeder Gang zur Toilette macht mir Angst.
Und doch, ich mache mir Gedanken. Viele. Ich wollte lange gar keine Kinder. Das Thema hat mich nie richtig interessiert. Das hat sich erst schlagartig geändert, als ich meinen jetzigen Freund kennen gelernt habe…
Jetzt empfinde ich es ein bisschen wie ein „Ätsch“ des Schicksals. Dumm, ich weiß. Aber der Gedanke kommt immer wieder auf…
Mein FA meinte ich solle „ruhen“ Was verstehen man unter „ruhen“?
Ich Dussel habe nicht gefragt. Das bedeutet doch nicht etwa Bettruhe, oder? Ich mache nicht viel, halte mich in der Wohnung auf. Mir ist sowieso schwindelig und elend. Bin kraftlos, völlig außer Atem beim Treppensteigen.
Ich habe schon noch ein kleines Quäntchen Hoffnung. Ich streichle auch immer noch meinen Bauch und rede dem Kind gut zu. Ob es vielleicht nicht doch bleiben will?
Damit hat mein Freund am Wochenende angefangen und ich fand den Gedanken irgendwie wichtig, an das Kleine zu glauben.
Egal wie es nun ausgeht. Ich werde das Beste daraus machen und mich gleich wieder mit den Kindern meiner Freundinnen umgeben. Ich habe heute gemerkt, wie weh es getan hat hat, schwangere Frauen zu sehen und das hat mir schon zu denken gegeben.
Wie war das bei Euch?
Ich weiß jetzt jedenfalls eins: ich möchte unheimlich gerne Mutter werden. Auch wenn es jetzt beim ersten Mal vielleicht nicht klappt.
Sofie, wegen der Ausschabung:
musste die unverzüglich stattfinden? Hattest Du die Fehlgeburt alleine zu Hause? Das ist mein größter Horror. Ich bin gerade alleine, mein Freund ist auf Geschäftsreise. Das konnte er nicht verschieben.
Wird eine Ausschabung ambulant gemacht? Unter Vollnarkose?
Hattest Du starke Schmerzen? Weil Du geschrieben hast, Du hättest um Schmerzmittel gefleht?
Gibt es Untersuchungen die man machen lassen sollte, bevor man schwanger werden möchte?
Hormone, Schilddrüse etc…?
Habt während der Blutungen noch irgendwelche Medikamente zu Euch genommen? Magnesium, Eisen?
Und wie geht es jetzt weiter? Willst Du bald wieder schwanger werden?
Ach, ich bin so verunsichert. Irgendwie heißt es nur abwarten.
Traurige Grüße, Nursebetty
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13.05.2008, 22:48
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Also, es scheint wirklich bei jeder Frau anders abzulaufen, also lass Dich jetzt bitte nicht von meiner Geschichte erschrecken!
Bei mir waren kontinuierlich Blutungen (das Toilettengehen fand ich auch schrecklich, hab manchmal extra nicht hingesehen) und wurden von Tag zu Tag stärker, das Blut immer heller. Aber ich hatte Null Schmerzen.
Ich rechnete dann schon mit einer FG, aber da es so ein früher Zeitpunkt war, dachte ich, es würde einfach still und leise mit den Blutungen abgehen ohne Schmerzen. So ist es nämlich auch bei vielen (weiß es z.B. von einer Freundin).
Bei mir war es leider anders, hatte starke Schmerzen, wir haben den Notarzt gerufen und ich bekam Infusionen. In der Klinik sagte man mir, das wären Geburtsschmerzen und Wehen, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Die sagten mir sogar, wie ich atmen muss, was andere vorher in Geburtsvorbereitungskursen lernen... aber bitte, das muss nicht so sein bei Dir!
In der Klinik erklärten sie mir, dass das bei jeder Frau anders abläuft, die einen haben starke Schmerzen wie bei einer Geburt, die anderen merken gar nichts oder nur Menstruationsschmerzen. Aber viell. ist es besser, man ist auf alles eingestellt, denn mit so etwas hatte ich nicht gerechnet, dabei hatte ich auch schon viel im Internet gelesen und mich informiert.
Zur Ausschabung: das ist wirklich Ansichtssache.
Mich hat die Ärztin in der Klinik gleich gefragt, ob ich eine Ausschabung will, sie riet mir auch dazu. Aber: in seltenen Fällen kann die Gebärmutter herausgehen (also keine SS mehr möglich). Ich entschied mich dagegen, bekam dann Tabletten, die nochmal Gebärmutterkrämpfe auslösten, damit alles rausgeht (dann durfte ich ja Schmerzmittel nehmen und es war erträglich). Am Freitag war ich dann bei meiner FÄ und sie lobte mich, dass ich mich gegen eine AS entschieden habe: nach einer AS kommt es oft zu Komplikationen in der nächsten SS! Ich bin total froh, dass ich mich dagegen entschieden habe, auf dem US sah man auch, dass alles "weg" ist.
Heute habe ich mit meiner Homöopathin telefoniert und auch sie ist gegen eine AS, und zwar prinzipiell, auch zu einem späteren Zeitpunkt. Der Körper würde nichts in sich behalten, was dort nicht hingehöre.
Du siehst schon, ich mag eher die natürlichen und alternativen Methoden, aber das ist Ansichtssache.
Soviel ich weiß, wäre eine AS eine OP mit Vollnarkose. Ich hätte dann noch einen Tag länger im Krankenhaus bleiben müssen.
Auch wenn es bei mir erst am Donnerstag passiert ist, haben wir uns schon entschieden, es im nächsten Zyklus gleich wieder zu probieren. Wir wünschen uns ein Kind und ich bin zuversichtlich, dass es diesmal klappen wird. Auch wenn ich sicher nicht mehr so locker in der nächsten SS sein werde wie ich das wollte...
Hoffentlich habe ich Dich nicht erschreckt mit meiner Geschichte?! Aber ich finde es immer besser, wenn man informiert ist und weiß, was alles möglich ist, auch wenn es nicht immer schön ist. Mir hat das jedenfalls immer geholfen.
Aber wie schon gesagt, es kann bei Dir ganz anders laufen!!
Liebe Grüße,
Sofie
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13.05.2008, 22:57
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Zwei Deiner Fragen hatte ich noch vergessen zu beantworten:
"Ruhen" war laut des Arztes schon liegen, nicht unbedingt im Bett, aber er meinte, bei dem schönen Wetter auf der Terrasse liegen... das hab ich auch gemacht, war letzte Woche auch krank geschrieben und jetzt habe ich zum Glück 2 Wochen frei...
Und bei den Blutungen gibt es glaub ich nichts zum Einnehmen, jeder sagte mir damals, es helfe in dieser Situation nichts, es gäbe dafür keine spezielle Therapie, man kann nur abwarten... Leider, denn ich weiß, wie schwer das ist!
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14.05.2008, 09:55Inaktiver User
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Hallo Sofie,
vielen, vielen Dank für Deine Auskunft.
Nein es erschreckt mich nicht. Ich bin einfach froh zu wissen, wie es ablaufen kann.
Jetzt wird mir auch klar, dass es schon eine Art Wehen sind, die ich habe... Es ist anders, als Periodenschmerz. Es kommt in Wellen...
Der Gedanke kam mir gestern mal, aber ich dachte, das kann ja in diesem Stadium der SS nicht sein...
Wenn es soweit sein sollte, werde ich auch mit meiner FA über eine konserative Moglichkeit sprechen. Vielen Dank, dass Du diese Möglichkeit erwähnt hast.
Ich dachte, eine Ausschabung wäre obligat.
Jetzt heißt es noch einen Tag warten... Morgen gegen 16 Uhr habe ich den FA-Termin.
Vorhin, beim Gang zur Toilette dachte ich mir nur: wenn es doch schon vorbei wäre! Es blutet einfach mehr und mehr. Immer wenn ich denke, es wird weniger...fängt es plötzlich um so schlimmer wieder an...!
Irgendwie tu ich mir heute echt selbst leid. Seufz.
Ich glaube, das darf mal sein.
Liebe Grüße,
Nursebetty
P.S. Sofie, ich wünsche Dir dass es schnell möglichst wieder klappt. Würde ich auch so machen!!!! Und das alles total unkompliziert verläuft!
Darf ich Dich noch fragen, wie Dein Partner reagiert hat, bzw. mit der Situation umgegangen ist?
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14.05.2008, 11:00Inaktiver User
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Hi nursebetty,
ich wollte Dir noch erzählen, daß ich in meiner SS mit meiner Kleinsten auch sehr starke Blutungen hatte zw. der 7 und 12 SSW.Es war ein Hämatom in der Gebärmutter zu sehen. Das Kind blieb aber.Unterleibschmerzen hatte ich in der Anfangszeit meiner SS'ten immer. Hat Dein FA dir Magnesium empfohlen ? Sollte man hochdosiert einnehmen.
In welcher Woche bist Du nun ? Hat man den Embryo sehen können ?
Gruß pink
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14.05.2008, 12:09
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Liebe Nursebetty,
das hört sich schon sehr nach Wehen an, bei mir war es anfangs ein durchgängiger Schmerz, dann kam er in Schüben.
Aber: meine Mutter hatte bei ihrer 4.SS durchgängig Wehen und mein Bruder kam kerngesund zur Welt! Also: alles ist möglich, wie ja auch pinkmanias Geschichte zeigt.
Mein Freund hat sehr lieb reagiert. Er machte sich natürlich große Sorgen um mich, ist gleich dem Notarztwagen hinterher gefahren und war mit mir in der Klinik.
Ich habe ihn dann auch gefragt, ob er sehr traurig ist, dass das Baby weg ist, aber er meinte, ihm ist das wichtigste, dass es mir wieder gut geht. Später hat er mir erklärt, dass für ihn als Mann die SS noch nicht so real war. Wir wussten es ja nur eine Woche und dann war es wieder weg. Als Frau durchlebt man viel größere Gefühle, weil es sich im eigenen Körper abspielt. Mein Freund war daher gar nicht so traurig.
Trotzdem hat er meine Trauer verstanden und hat mich viel getröstet, vor allem in der schlimmen Zeit davor mit den Blutungen, da hab ich wirklich ständig geweint und er hat mich immer in den Arm genommen und mich getröstet.
Aber er ist sehr zuversichtlich, dass es wieder klappen wird!
Weisst Du, ich versuche immer allem etwas Positives abzugewinnen. Bei mir war immer die Angst groß, ich könnte viell. nicht schwanger werden (schlimme Geschichten im Freundeskreis, eigenes Alter, Bemerkungen von Ärzten). Jetzt weiß ich, dass das kein Problem ist (2. ÜZ) und das freut mich!
Bei Dir würde ich sagen: Du weisst jetzt, dass Du (und auch Dein Partner, was ja auch sehr wichtig ist!) einen Kinderwunsch hast, was Du ja vorher nicht wusstest. Wenn Du es später gemerkt hättest, wäre es viell. zu spät. Also auch wenn wir Schlimmes durchmachen müssen, steckt viell. eine gute Botschaft dahinter, die wir uns vor Augen halten sollten!
Also bitte verzweifle nicht, auch wenn es eine FG werden sollte, kannst Du danach nochmal durchstarten wie ich und wir können uns unseren Kinderwunsch erfüllen!
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14.05.2008, 12:09Inaktiver User
AW: Wenn man plötzlich selbst betroffen ist...!
Hallo Pink,
nein, man konnte im Ultraschall nur eine Fruchtblase sehen. Mit "nichts" drin.
Da ich ja NFP gemacht habe, meine ich, dass die Befruchtung am 13. Mai war. Also so in etwa.
Also muss es noch sehr früh sein.
Im Moment habe ich weniger Bauchschmerzen.
Es blutet immer noch. Jetzt ungefähr Periodensstärke. Naja, nicht ganz vielleicht. Und das Blut ist nicht flüssig, sondern so, hm... schleimig. Sorry. Ich weiß gar nicht, ob man sowas hier so detailiert beschreiben kann/darf.
Letztendlich warte ich nur noch auf morgen!
Mir fällt ziemlich die Decke auf den Kopf und ich sitze ständig am Rechner. Furchtbar.
Hat es bei Dir wirklich ständig geblutet? Du hattest dann sicher keine besonders entspannte SS? Ich würde mir auch furchtbare Sorgen machen...!
Um so schöner zu lesen, dass es auch einen guten Ausgang haben kann!
Ein bisschen Hoffnung hab ich schon zwischendurch noch..


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