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  1. Inaktiver User

    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    Was ist denn eigentlich der Grund dafür, dass die Frauen die Kinder noch normal gebären müssen?

    Hier wurde das Argument genannt, dass man ansonsten eien Ausschabung machen müsste, um die Nachgeburt zu entfernen.

    Ich (kinderlos) frage mich: Wäre da eine Ausschabung nicht wirklich das geringere Übel, schon rein von der psychischen Belastung her? Bei Kaiserschnittgeburten muss doch dann auch ausgeschabt werden, oder? Also kann es doch nicht so furchtbar sein.

    Aber ein Kind, das in meinem Körper gestorben ist, unter Schmerzen aus mir herauszupressen, die ganze Tortur der natürlichen Geburt zu ertragen, ohne hinterher einen süßen kleinen Wurm in den Armen zu halten, das stelle ich mir mehr als grausam vor.

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    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    Mediterranee, in der tat, das ist grausam.

    Ich weiss nicht warum das so ist, anscheinend hat es psychische Gründe

    Wenn ich nach 6 Tagen immer noch mit meinem Toten Kind im Bauch im Wehenzimmer liegen würde, dann würde ich warscheinlich durchrehen und mein Mann ebenfalls. Es ist ja auch gefährlich für die Mutter, glaub ich zumindest, das tote Kind entwickelt ja Leichengase, oder?

  3. Inaktiver User

    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    Hallo,
    genau diese Diskussion, warum tote Kinder auch noch auf normalen Weg gebären, hatten wir vor kurzem bei uns im Job.
    Das konnte ich nämlich auch nicht nachvollziehen und fand es richtig unmenschlich.

    Jedenfalls erklärte mir die Kollegen (sie war Krankenschwester in der Gynäkologie, er Anästhesist) dass es für die Psyche der Frau besser sei, das Kind auf normalen Weg zu gebären, dies bewusst zu erleben und sich danach richtig von dem Kind zu verabschieden. Das Kind evtl auch zu sehen, kurz im Arm zu halten, ect..
    Gerade wenn die Schwangerschaft bereits weit fortgeschritten war, sei es um so wichtiger, denn die Bindung zu dem Kind sei schon zu stark. Bei einer OP wäre es ja so; die Frau ist schwanger, wacht aus der Narkose auf und ist es nicht mehr..Das sei extrem schwer zu verkraften.
    Ausserdem ist eine normale Geburt für den Körper viel weniger schädigend als jeder medizinischer Eingriff...

    Naja, das waren so die Infos von den Fachleuten...
    Ich finde die Vorstellung auch erstmal furchtbar, aber irgendwie kann ich es jetzt auch besser nachvollziehen warum...
    Ich hoffe ich muss so etwas niemals erleben!

    Grüße, Apfelbacke

  4. VIP

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    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    meiner cousine ist das passiert, sie war am et zur kontrolle und es gab keine herztöne mehr. das kleine mädchen hatte weder die nabelschnur um den hals, noch irgendeine krankheit. es ist einfach gestorben.
    sie musste das kind normal gebären, weil ein kaiserschnitt die wartezeit auf eine erneute schwangerschaft, um ein jahr verlängert (narbe = sollbruchstelle, soll richtig gut verheilt sein). die psychischen aspekte wurden oben schon genannt.
    sie wurde auch relativ schnell wieder schwanger und hat dann dieses kind zwei wochen vor termin per ks entbunden. -> wg. psychischer belastung.
    ihr mann leidet sehr unter dem tod des mädchens. sie scheint es viel besser verarbeitet zu haben.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    ein kaiserschnitt ist, mal unabhängig vom operationsrisiko als solches, auch immer ein risiko für die gebärmutter.
    es können rund um die schnittnarbe durchblutungsstörungen auftreten, die eine spätere schwangerschaft, sprich das einnisten des eies oder den aufbau der plazenta erheblich erschweren.


    lachattenoire

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    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    hallo,

    ich habe vor der nun gut verlaufenen schwangerschaft 2 fehlgeburten.
    einmal in der 9. woche, da wollte das kleine nicht mehr weiter wachsen, es ging selbst ab. und einmal in der 15. woche. da war ich zur VU bei meiner ärztin und es konnten keine herztöne mehr festgestellt werden.
    das ganze war heftig, wir haben beide ziemlich getrauert, aber wir wollten unbedingt noch ein gemeinsames kind. kurz vor der geburt unserer kleinen wies mich meine ärztin in die klinik ein, weil die plazenta nicht mehr richtig arbeitete. ihr könnt euch den schreck wohl vorstellen. dort erzählte ich den ärzten von den beiden vorhergehenden schwangerschaften und, dass ich nicht darauf warten werde, dass hier auch noch ganz plötzlich was passiert. ich bestand darauf, dass sie die geburt einleiten. so ist dann glücklicherweise doch noch alles gut gegangen.

    finde es schrecklich, wenn solche schlimmen dinge passieren. weiß gar nicht wie ich reagiert hätte, wenn kurz vor der geburt doch noch was passiert wäre... mag gar nicht daran denken!
    _____________________

    Wenn Dich die Lästerzunge sticht,
    so lass Dir dies zum Troste sagen,
    die schlechtesten Früchte sind es nicht,
    woran die Wespen nagen.

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    AW: Baby´s 4 Wochen vor Entbindung tot ;-(

    oh mein gott !!!!!!!!

    ich galub das ist das schlimmste überhaupt, ich kann von meiner erfahrung erzählen das ich mein krümel inder 8.ssw verloren habe..............und ich leider immer noch, auch wenn 4 monate schon vergangen sind...............


    aber das man sein kind tot gebären muß obwohl es tot ist, das ist das schrecklichste was es gibt für eine frau...............ich wusste nicht ob es ein mädchen war oder ein junge...............aber diese frauen wissen was es für ein geschlecht ist, hat sein baby schon durch ultraschallbildern kennengelernt..............oh gott , schlimm sowas!!!!!!!!wenn man schon bei einer fehlgeburt trauert, dann kann ich mir nicht vortsellen was ich in so einer situation maxchen könnte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    ganz liebe grüße
    mariuzza88

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    :-(

    Hallo!

    Ich habe meinen Sohn letzten Sommer 6 Wochen vor ET verloren. Kerngesund, alles war unauffällig und in bester Ordnung. Doch bei der Drehung muß sich die Nabelschnur um seinen Hals geschlungen haben. Innerhalb von wenigen Stunden war mein Süßer einfach tot...

    Am nächsten Tag mußte ich ins Krankenhaus und habe auch gleich nach einem Kaiserschnitt verlangt. Nach dem Motto: Ich steh das nicht durch... Weck mich, wenn es vorbei ist. Doch eine erfahrene Hebammen hat mir die bereits genannten Auswirkungen auf Körper und Seele erklärt und mich so ganz behutsam "überredet", es auf natürlichem Weg zu versuchen.

    Insgesamt hat es 4 schrecklich lange Tage gedauert, bis mein kleiner Henry geboren wurde. Ich hatte jeden Tag den Wunsch nach einem erlösenden Kaiserschnitt, war aber gleichzeitig auch noch nicht bereit, mich schon von ihm zu trennen. Ich war schon die ganze Schwangerschaft mit starker Übelkeit geschlagen (täglich gekotzt) und durch die wehenerzeugenden Mittel wurde das noch verstärkt.

    4 Tage voller körperlicher und seelischer Schmerzen, zwischen Hilflosigkeit und Horror. Obwohl mein Mann & ich ein separates Zimmer außerhalb der Babystation hatten, haben wir doch viele Stunden täglich im Wehenzimmer verbracht, mit den Schreien der gebärenden Mütter im Hintergrund und glücklichen Vätern auf dem Flur...

    4 Tage voller Angst. Schaffe ich es, mein Baby zu sehen, in den Arm zu nehmen? Habe ich die Kraft dazu? Ich hatte keine Ahnung und wahnsinnige Angst davor, wie ein totes Baby aussieht. Und soll ich Euch was sagen? Er war ganz einfach zuckersüß mit seinem himbeerroten Lippen. Er sah aus, als sei er friedlich eingeschlafen...

    Ich hatte ein Jahr zuvor schon mal ein Baby in der 11. Woche verloren und hatte damals auch schwer damit zu kämpfen. Es war so wenig greifbar und doch so schmerzhaft. Dieses Mal war anders, weil ich Mutter geworden bin. Ich habe Erinnerungen, ein Gesicht, Fußabdrücke... Auch wenn ich ihn nur eine Minute gehalten hab, (konnte nicht länger) ich denke, das hilft mir.

    Henry hat jetzt ein Grab in der Kinderecke unseres Friedhofes, da ist es schön bunt und er liegt zwischen lauter Mädchen. Manchmal sehe ich lächelnde Mütter an den Gräbern stehen und denke: Irgendwann kann ich das auch... Und ich bringe immer zwei Blümchen, eins für jedes ihn und eins für das Sternchen.

    So... ich gehe jetzt meine Tränen trocken.
    Liebe Grüße in die Runde,
    Lolani

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    AW: :-(

    Mein ältester Sohn wurde mit Nabelschnurknoten vor 13 Jahren glücklichweise gesund geboren. Dank einer sehr aufmerksamen Hebamme, die ca. 5 Tage vor Geburtstermin meinte: da stimmt etwas nicht. Die Geburt wurde künstlich eingeleitet und er hat mit viel Glück überlebt, sonst hätte ich ihn kurz vor dem errechneten Termin verloren.

    Mein 3. Sohn kam in der 20. SSW tot zur Welt und es hat 2 Tage gedauert, bis ich ihn gebären konnte. Es war eines der grausamsten Erlebnisse, die ich hatte.

    Auch er liegt auf dem Friedhof, in einem Gemeinschaftsgrab mit anderen zu früh geborenen und gestorbenen Kindern.

    Ein Jahr vorher hatte ich eine Fehlgeburt in der 12. SSW. Die habe ich wesentlich schlechter verkraftet und fast wäre meine Ehe daran gescheitert.

    Auf das, was nach einer Fehlgeburt passiert (insbesondere psychisch) ... darauf hatte mich kein Mensch vorbereitet.

    Sonne

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