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  1. Inaktiver User

    Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Hallo liebe Mitleser,

    Ich bin Markus und schreibe das 1 Mal in einem Frauenforum in der Hoffnung, dass ihr mir helfen und vielleicht ein paar Tipps geben könnt.

    Meine Frau und ich haben bereits 1 Kind (gute 3 Jahre alt) und wünschen uns ein 2. Und versuchen es auch schon etwas länger.
    Bei unserem 1. Kind hat es gleich auf Anhieb geklappt und wir haben uns sehr darüber gefreut.
    Meine Frau ist Raucherin und hat als sie damals erfahren hat, dass sie schwanger ist, nach ein paar Tagen reduzierten Rauchen es komplett aufgegeben und es war eine unkomplizierte Schwangerschaft und unser Kind ist kerngesund.

    Leider hat sie als unser Kind ca 1 Jahr alt war wieder mit dem Rauchen angefangen und meinte wenn sie das nächste Mal schwanger ist, will sie es wieder aufhören und dann für immer.

    Vor ca 2 Wochen meinte Sie, dass es sein könnte, dass es geklappt hat. Weil sie 2 Tage überfällig war und sie einen sehr regelmäßigen Zyklus hat. Am Tag darauf machte sie den Clear Blur Test und es stand drauf schwanger 1-2 Wochen.
    Sie hatte dann 3 Tage später bereits einen Termin beim Frauenarzt. Am Abend vor dem Termin bekam sie Blutungen und am nächsten Tag stellte der Arzt einen Abgang fest und meinte, dass das sehr häufig vorkommt und meistens an einem Gendefekt liegt.

    Wir waren beide am Boden zerstört und meine Frau meinte, dass sie dafür verantwortlich ist, weil sie geraucht hat und in der 2. Zyklushälfte öfters ein Glas Wein getrunken hat. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und bezeichnet sich selbst als Kindsmörderin.

    Ich habe viel gelesen und ich bin mir sicher, dass es nicht die Schuld meiner Frau ist, da das Kind aus irgendeinem Grund nicht lebensfähig gewesen wäre...

    Sie hat auch sofort mit dem Rauchen aufgehört meinte aber, dass sie bestimmt als Strafe nie mehr ein Kind bekommen wird.

    Sie ist wirklich eine wunderbare Frau und liebevolle Mutter. Wie kann ich ihr helfen?

    Danke fürs Lesen
    Liebe Grüße Markus

  2. Avatar von Tatra
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    1.380

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Indem du dich um eine Notfall-Traumatherapie für sie kümmerst, sie sollte das für sich klären und auch emotional abschliessen bevor es sich festsetzt.

  3. Moderation
    Registriert seit
    09.09.2003
    Beiträge
    6.362

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Hallo und willkommen Markus!
    Es tut mir leid, dass ihr das erleben musstet. Im Moment ist alles noch sehr frisch. Ich glaube, ein Stück weit ist es normal, eine Zeit lang nach der Ursache, der "Schuld" zu suchen. Ob du ihr dabei jetzt mit Argumenten helfen kannst, ist schwer zu sagen.

    Glaubt sie an eine höhere Macht, wenn sie von "Strafe" redet?

    Kann sie mit Statistiken etwas anfangen? Jede zweite Frau erlebt in ihrem Leben mindestens eine Fehlgeburt, unabhängig davon, ob sie raucht oder nicht (ich hatte vier Fehlgeburten und hab noch nie eine einzige Zigarette geraucht). Extrem frühe Fehlgeburten, wie ihr sie erlebt habt, fallen dabei oft noch nicht mal in die Statistik, weil sie häufig gar nicht bemerkt werden.

    Nebenbei: Wenn Alkohol ein Verhütungsmittel wäre, wäre die Menschheit längst ausgestorben.

    Ich glaube, im Moment kannst du nur für sie da sein. Achtet auf euch, nehmt euch Zeit - jeder für sich, zu zweit, zu dritt als Familie. Wenn sie in zwei oder drei Monaten immer noch hadert, könntest du ihr psychologische Beratung vorschlagen. Aber wie gesagt, ganz am Anfang sind solche Gedanken einfach Teil eines normalen Trauerprozesses.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"


  4. Registriert seit
    21.09.2014
    Beiträge
    9.680

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Hallo Markus,

    tut mir leid für euch dass ihr das erleben musstet.

    Leider sind frühe Abgänge etwas ganz normales, es ist nie auszuschliessen.

    Ich stimme Cariad zu: diese Selbstanklage ist ein Teil des Trauerprozesses.
    Eine Versuch, Kontrolle zu gewinnen über diese Art von Ereignissen über die man eben keine Kontrolle hat.

    Die Idee: hätte ich dieses und jenes getan (oder unterlassen), dann wäre es nicht passiert.
    Und wenn man es beim nächsten Mal richtig macht, dann passiert es nicht wieder.
    Das ist der Hintergrund solcher Gedanken.
    Wenn man es nach einer Weile als Schicksal akzeptieren kann dann hört die Selbstanklage auf.

    Ich würde auch noch etwas Zeit geben und erst wenn sich das verfestigt oder verschlimmert therapeutische Hilfe erwägen.
    Trauer braucht Zeit und jeder trauert anders.
    Think before you print.

  5. Inaktiver User

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Hallo zusammen,

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Meine Frau und ich hatten gestern nochmal ein langes Gespräch. Es war schmerzhaft, vertraut aber auch sehr hilfreich für uns Beide.
    Nur glaube ich ehrlich gesagt gerade Nicht, dass meine Frau so schnell darüber hinwegkommt.
    Sie fühlt sich dafür verantwortlich und jegliche Argumente meinerseits prallen von ihr ab... ich hoffe die Zeit hilft uns etwas dabei.

    Liebe Grüße Markus

  6. gesperrt
    Registriert seit
    31.03.2017
    Beiträge
    3.486

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Nur glaube ich ehrlich gesagt gerade Nicht, dass meine Frau so schnell darüber hinwegkommt.
    Sie fühlt sich dafür verantwortlich und jegliche Argumente meinerseits prallen von ihr ab... ich hoffe die Zeit hilft uns etwas dabei.
    War sie/ihr denn schon mal bei der FÄ, um darüber zu sprechen?

    Damit sie eben fachlich fundiert gesagt bekommt, daß in den ersten 14 Tagen überhaupt keine Verbindung zwischen Ihrem Blutkreislauf und dem des zukünftigen Babys besteht?
    Das wird erst ab „Periodentermin“ relevant!

  7. Inaktiver User

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Markuslila - kann deine Frau mal googeln, wie viele Fehlgeburten ( % ) es in den ersten Schwangerschaftswochen gibt. DAs ist Natur !!

    Übrigens - ich weiss nicht ob das hilft - aber die englischen Royals geben die Schwangerschaften erst im dritten Monat bekannt - ab da ist da spontane Fehlgeburtsrisiko massiv geringer.

    Wenn Deine Frau - trotz Gesprächen mit dir, trotz einer mit einer Geburt endenten ersten schwangrschaft noch lange - so 2-3 Monate - in diesem Zustand bleibt, dann sollt sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
    Die Aktionen- also Gespräche - die dann helfen, die kannst du - trotz Liebe, trotz Ehemannstatus und und und nicht leisten.

    Dir und Deiner Familie alles Gute !!!


  8. Registriert seit
    28.08.2008
    Beiträge
    145

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Lieber Markus,

    als ich damals mit meiner 2. Tochter schwanger war und es noch nicht wusste, wurde ich auf der Arbeit gegen Hepatitis geimpft und machte mir furchtbare Sorgen und Vorwürfe. Mein Frauenarzt überwies mich zu einer Spezialabteilung an der Uni und dort sagte man mir, dass das Kind zum Zeitpunkt der Impfung (2./3. Schwangerschaftswoche) noch nicht an den Blutkreislauf der Mutter angeschlossen gewesen sei. Die Impfung konnte also nicht geschadet haben, und so war es auch. Die Fehlgeburt kann auch in Eurem Fall nichts mit einem "Fehlverhalten" zu tun haben.
    Alles Liebe und viel Glück für Euch!

  9. Moderation Avatar von Margali62
    Registriert seit
    22.12.2004
    Beiträge
    12.051

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Der TE hat sich doch gelöscht.
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache

  10. Avatar von aurora18
    Registriert seit
    19.05.2018
    Beiträge
    346

    AW: Schwere Vorwürfe nach Fehlgeburt

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Der TE hat sich doch gelöscht.
    na und ... ?!? man kann doch trotzdem hier weiterschreiben ...
    Carpe Diem

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