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  1. Registriert seit
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du machst dir dein eigenes leben ein bißchen schwer ,denn es dürfte sich dabei um mehrere eizellen handeln ,die eingesetzt wurden und nicht um "zwillinge im herkömmlichen sinne".
    Sie hat geschrieben, daß es eine Insemination war, dabei wird lediglich Sperma in die Gebärmutter gespritzt, nichts weiter. Es waren also schon "Zwillinge im herkömmlichen Sinne" nach Deiner Definition... Auch wenn mir nicht klar ist, was das für einen Unterschied machen soll.
    Geändert von Tinta80 (03.03.2014 um 16:32 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    zwillinge im herkömmlichen sinne wachsen zusammen in der gebärmutter auf ,egal ob eineiige oder zweieiige.

    für mich ist das kein unterschied,aber für jemanden ,der ein nicht lebensfähiges embryo,was vermutlich ganz am anfang der schwangerschaft erkannt wurde und dann auch gleich entfernt werden musste ,um sie und das andere kind nicht zu gefährden als geschwisterkind bezeichnet,könnte das ein problem werden.(es gibt auch einen anderen beitrag von ihr ,da steht ,dass die schwangerschaft ab der 8 woche dann endlich stabil war.)
    und natürlich kann man auch eine zeitlang traurig darüber sein,das ist normal.
    allerdings sehe ich da einen deutlichen unterschied ,ob jemand eine totgeburt im 7 .monat im arm halten muss zu etwas ,was im extremen anfangsstadium liegt und ich empfinde es so wie Agatha es beschrieb,allerdings auch zum schutz ihrer eigenen psyche.

    trauerrituale machen sinn ,wenn es um etwas spürbares oder bekanntes geht,um personen ,die man kannte oder wie auch ein baby ,was man wirklich gespürt hat.
    aber trauern ,um einen traum von etwas ,was einfach keine realität werden konnte ,hat was destruktives auf dauer und kann auch ganz schnell in eine depression führen,nicht umsonst schrieb ich ,das ich da eine freundin hatte ,die.....
    natürlich kann jeder machen was er möchte.


  3. Registriert seit
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    @ryoshi:
    Okay, ich hatte Dich falsch verstanden.


  4. Registriert seit
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    @ryoshi, bei mir hast du dich unbeliebt gemacht,

    Frauen mit verlorenen "Zellhaufen" dürfen nicht trauern, und rutschen in eine Depression.

    so einen Blödsinn habe ich lange nicht gelesen.

    ich behaupte mal, das jeder ersehnte und erwünschte "Zellhaufen" einige Gedanken im Leben
    der Frau verdient hat.

    Also darf ich meine beiden Eileiter-Sternchen sind so betrauern wie die anderen drei.

    auch sie waren ersehnt, erwünscht und wurden beweint und betrauert, und nicht nur von mir, auch
    von meinem Mann.

    dies ist jetzt Jahre her, aber trotzalledem haben sie alle einen festen Platz in unserem Herzen
    auch oder weil sie nicht bei uns sein können.


    @ Muthase, ich schließe mich den anderen Userinnen mit ihren sehr schönen Vorschlägen an.

    finde einen Weg für Dich, mit diesem Verlust fertig zu werden. denn ein Verlust ist es auf jeden Fall,
    dieses , was wäre , wenn....

    alles Gute für dich
    Fernsehen bildet.
    Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

    Groucho Marx

  5. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Für mich ist ein Embryo, auch ganz am Anfang, ganz bestimmt kein Zellhaufen.

    Trotzdem kommt es mir "ungesund" vor, eine frühe Fehlgeburt so sehr zu betrauern.
    ryoshi hat das mit "da wird nichts Bekanntes betrauert, sondern ein Traum" treffend ausgedrückt.
    Und es ist für mich auch Zeichen dafür, dass uns im Zusammenhang mit Kindern, Schwangerschaft und Zeugung bei uns der natürliche Zugang abhanden gekommen ist.

    Aber klar, das nützt den Frauen, die solche Gefühle haben, wenig.

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach der Geburt meines Sohnes teilte man mir mit, dass die Plazenta dreigeteilt war und dass man vermute, die anderen beiden Kinder wären schon in einer sehr frühen Phase abgestorben. Was ja auch den schwierigen Verlauf der Schwangerschaft im Nachhinein erklärt. mein Körper war bestrebt, das tote Gewebe abzustossen, was dabei mit meinem Sohn passiert war ihm offensichtlich egal.
    Ich muss sagen, dass ich das lange verdrängt habe, ich hatte auch anderes zu tun, mit zwei kleinen Kindern, die noch knapp ein Jahr auseinander waren. Zumal dann noch mein Mann verunglückte.
    Da hast du etwas mitgemacht - alleine mit zwei ganz kleinen Kindern.
    Aber ich sehe es nicht so, dass du da etwas verdrängst - das ist doch wirklich ganz abstrakt, dass da vielleicht zwei andere Kinder angelegt waren.
    Eine Totgeburt, wie bei Deiner Mutter bzw. Deinem Zwillingsgeschwister, finde ich da schon etwas anderes.

  7. Inaktiver User

    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von beweme Beitrag anzeigen
    @ryoshi, bei mir hast du dich unbeliebt gemacht,

    Frauen mit verlorenen "Zellhaufen" dürfen nicht trauern, und rutschen in eine Depression.

    so einen Blödsinn habe ich lange nicht gelesen.

    ich behaupte mal, das jeder ersehnte und erwünschte "Zellhaufen" einige Gedanken im Leben
    der Frau verdient hat.

    Also darf ich meine beiden Eileiter-Sternchen sind so betrauern wie die anderen drei.

    auch sie waren ersehnt, erwünscht und wurden beweint und betrauert, und nicht nur von mir, auch
    von meinem Mann.

    dies ist jetzt Jahre her, aber trotzalledem haben sie alle einen festen Platz in unserem Herzen
    auch oder weil sie nicht bei uns sein können.


    @ Muthase, ich schließe mich den anderen Userinnen mit ihren sehr schönen Vorschlägen an.

    finde einen Weg für Dich, mit diesem Verlust fertig zu werden. denn ein Verlust ist es auf jeden Fall,
    dieses , was wäre , wenn....

    alles Gute für dich
    @beweme...damit kann ich leben.
    von zellhaufen schrieb ich übrigens nichts ,sondern ich habe mich so sachlich wie möglich ausgedrückt.
    dass du allerdings meinst ,das ,was eine meiner freundinnen erlebt hat( und im selbstmord endete) ,blödsinn wäre ,finde ich befremdlich...
    depressionen können genauso entstehen und schlimmste ausmaße annehmen.

    es macht sinn manchmal genauer zu lesen und versuchen auch zu verstehen,was andere schreiben.


  8. Registriert seit
    24.10.2011
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Nena79 Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch ein ungeborenes Leben, möchte gerne einen Platz in der Familie.

    Ich denke, wenn du ihm diesen zugestehst und offener damit umgehst, wird es Dir leichter ums Herz.

    Alles Gute,
    Nena


    Das ist auch meine Erfahrung.....
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe


  9. Registriert seit
    13.10.2011
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    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) trauerrituale machen sinn ,wenn es um etwas spürbares oder bekanntes geht,um personen ,die man kannte oder wie auch ein baby ,was man wirklich gespürt hat, aber trauern ,um einen traum von etwas ,was einfach keine realität werden konnte ,hat was destruktives auf dauer und kann auch ganz schnell in eine depression führen,nicht umsonst schrieb ich ,das ich da eine freundin hatte ,die..... (..)
    Der Verlust eines Traums ist auch ein Verlust und kann ebenso betrauert werden, wie ein Verlust, bei dem es sich um etwas Materielles, bzw. "Reales" gehandelt hat. Zudem die Eileiterschwangerschaft bei Muthase durchaus materiell war. Das hat sie durch die Entfernung des Eileiters (zusammen mit dem werdenden Kind) ja auch ganz konkret und "real" mitbekommen, bzw. durchlitten.

    Ich habe zwar keine Kinder (leider), aber ich weiß noch ganz genau, wie es war, als ich nur mal vermutet hatte, schwanger zu sein. Die Zeit zwischen Vermutung und Test (der dann negativ war und ebenso Trauer bei mir auslöste) hatte mich ganz real schon auf die gefühlte Schiene "Mutter" geleitet, also, es waren nicht nur auf den Intellekt beschränkte Gedanken und Träume des "Was_wäre_wenn" , sondern ich habe ganz deutlich auch körperlich gespürt, wie eine Art Vorfreude und Er_Wartung von mir Besitz ergriffen hatte. Das war sehr schön. Und auch hier war Trauer nach dem Test berechtigt, auch wenn diese Trauer dann auch schnell wieder vorbei war.

    Und da kommt ja auch die Dauer ins Spiel, auf die Du ja hingewiesen hast: Ich glaube, Du wolltest sagen, dass dauerhaftes Trauern, wenn es zu lange geht, zerstörerisch ist, weil es in Depressionen und Schlimmeres führen kann. Da möchte ich Dir beipflichten. Jedoch, bei Muthase sehe ich da überhaupt kein dauerhaftes Verharren in der Trauer um den kleinen Stern. Sie schreibt ja, dass sie im Alltag froh und glücklich ist mit ihrem Leben (siehe ersten Beitrag). Nur ab und zu, bzw. zum Jahrestag, die Erinnerung wieder hochkommt und sie dann wieder spürt (!), dass sie einen Verlust erlitten hat. Diesem Spüren punktuell Raum zu geben, anstatt es zu unterdrücken, finde ich sehr gesund und es kamen ja schon von den VorschreiberInnen sehr schöne Vorschläge, wie das umgesetzt werden kann.

    @ Muthase, Du machst das schon!


  10. Registriert seit
    02.03.2005
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    302

    AW: Verlust eines Zwillings während der Schwangerschaft

    Ich bin ganz erstaunt über so viele so schnelle Antworten. Danke für Eure Überlegungen und Vorschläge! Ich habe alle Eure Beiträge sehr genau gelesen. Einiges gefällt mir wirklich gut und ich denke, ich werde eine kleine würdige Geste für den "Jahrestag" finden.
    Es geht nicht um eine alles dominierende, mein Leben bestimmende Trauer, sondern um einen klitzekleinen Platz in meinem Alltag und meinem Herzen. Den soll das klitzekleine Kindchen, Zellhäufchen, Träumchen bekommen. Und ich merke, wir mir jetzt schon wohler wird.
    Danke

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