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  1. User Info Menu

    Sich damit abfinden, aber wie????

    Moin,
    mein Würmchen wäre jetzt 4 Wochen alt. Wenn das wäre nicht wäre.
    Nach dem ersten Schock, die SS war nicht geplannt, wurde es zum Wunschkind. Leider wuchs es ohne Herztöne. Die Untersuchung fand einen Tag vor meinem Geburtstag statt. Ich sollte 2 Wochen abwarten. Leider stellte es sich bei der nächsten Untersuchung heraus, dass es an meinem Geburtstag aufhörte zu wachsen. Die Ausschabung fand Silverster statt. Ich habe keinen Kopf für Daten, diese allerdings kann ich nicht verdrängen.
    Seit dem plagen mich schlechte Träume und schlechtes Gewissen. Wut und richtige Hassgefühle gegenüber Schwangeren und frischgewordenen Müttern.
    Ich stehe ganz alleine mit meiner Gefühlswelt. Mein Partner ist froh dass es so gekommen ist, er war für eine Abtreibung. Die erste Zeit versuchte er mich beizustehen. War und ist allerdings der Meinung dass ich spinne und andere Frauen es auch verkraftet haben.
    Habt ihr auch solche "Hirngespinnste", denn ich weiss dass es Unsinn ist, trotzdem kann ich es nicht lassen? Gedanken wie ihr seid keine vollvertige Frau, da ihr die einfachste Sache der Welt nicht hinbekommen habt? Dass der erste Wunsch es nicht haben zu wollen dazubeigetragen hatte es sterben musste? Oder es vozug lieber zu sterben als mich als Mutter zu haben?
    Es ist mir klar, dass es Unsinn ist. Soviel zum Kopf. Der Bauch ist es sich nicht sicher. Ich bringe immer noch Säuglinge in meinen Träumen durch bloße Berührung um.
    Es ist zum heulen.
    Es ist zum Verrückweren.

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    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Liebe Eski,
    such dir Hilfe! Am schnellsten und einfachsten geht es hier:
    www.internettherapie-trauernde-eltern.de

    Viele liebe Grüße
    Sarit

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    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Liebe Sarit,
    danke.
    Eigentlich wollte ich es alleine schafen und hoffte auf Tips jeglicher Art.

    LG
    eski

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    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Liebe Eski,
    ich will dich nicht überreden, ich kann nur sagen, dass es mir gutgetan hat. Wenn mein Auto kaputt ist, nehm ich einen Automechaniker, wenn mein Bein gebrochen ist, nehm ich einen Chirurgen, und wenn meine Psyche einen Knacks gekriegt hat, such ich mir auch dafür einen Experten.

    Kann dir aber auch beschreiben, wie diese Therapie funktioniert: Du schreibst das Geschehene auf. Dann suchst du in dem Geschehenen das, was dir besonders weh getan hat, und schreibst es nochmal auf. Ganz exakt mit allen grässlichen Details (zum Beispiel den möglichen "Gedanken" des Kindes). Und dann noch einmal, über mehrere Tage verteilt. Dann, wieder mit ein paar Tagen Abstand, schaust du dir das Aufgeschriebene an, aber du wechselst den Standpunkt: Stell dir vor, eine Freundin hätte das geschrieben. Was würdest du ihr raten? Wie sollte sie damit umgehen? Schreib dieser Freundin Briefe und versuche, herauszufinden, was sie tun kann, damit es ihr wieder besser geht. Nimm dir Zeit und Gelegenheit für diese Briefe.

    Das klingt ein bisschen dröge und absurd - aber es gibt dir die Möglichkeit, dich mal ganz genau mit deinen eigenen Gedanken zu befassen. Vielleicht ist es ja auch ohne Therapie einen Versuch wert.

    Kannst mir glauben, dass ich auch alle Arten von Hirngespinsten und Flashbacks hatte.

    Liebe Grüße, Sarit

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    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Liebe Sarit,

    nein, es klingt überhaupt nicht absurd. Ich habe für nächsten Freitag eine "Beerdigung" geplannt. Im übertragenen Sinne natürlich. Damit wollte ich Abschied nehmen. Das klingt vielleicht etwas schrill aber ich hoffe damit den entscheidenen Schritt zur Verarbeitung tun zu können.

    Danke nochmal

    LG
    eski

  6. Inaktiver User

    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Eski,

    über den Kopf weißt Du es - sehr viele Frauen haben Fehlgeburten, das hat die Natur so eingerichtet - das hat mit "vollwertige Frau" nichts zu tun.

    das Gefühl und die Trauer sagt ggf. etwas anderes - klar


    Aber ist Dein Problem nicht vor allem Dein Problem mit Deinem Partner?
    Der divergierende Kinderwunsch?
    Er war für eine Abtreibung, er ist froh, dass es so gekommen ist, er meint Du übertreibst - das ist heftig und zermürbt vermutlich die Beziehung.
    Beschäftigst Du Dich auch damit? Weißt Du, wie es mit der Beziehung weitergeht? Willst Du weiter mit diesem Mann leben?

    Alles Gute

    Gruß, Leonie

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    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Hallo Leonie,

    natürlich habe ich mir über meine Beziehung Gedanken gemacht. Ob ich mit jemanden mit solcher Einstellung und Haltung mein Leben verbringen will und kann. Die Antwort lautet: nein, auf keinen Fall.

    Wir hatten gestern einen Streit, wie üblich in den letzten Wochen. Allerdings war dieser sehr Gefühlsgeladener, von beiden Seiten, als sonst. Es endete merkwürdigerweise in einem Gespräch. Wir konnten sehr viel klären. Seine, von mir aus so empfundene, Gleichgültigkeit und Gereizheit entpupte sich als Hilflosigkeit seinerseits. Er ist immer noch froh, dass es so gekommen ist. Er hat keinen Bezug zum Kind entwickelt, DAS aber war für mich von Anfang an vollkommen nachvollziehrbar. Er weisst dass mich die ganze Situation sehr mitnimmt und ja auch krankmacht. Und weil er "nur ein Mann ist", sagt er, ist er nicht im Stande das ganze nachzuempfinden.
    Er weisst nicht wie er mir helfen kann, nur einfach da sein meint er sei nicht genug. Diese Hilflosigkeit macht ihm wütend. Er kappselt sich ab bis eine Lösung da ist. Es ist endlich bei ihm angekommen dass ich absolut keine Lösung von ihn erwarte!! Nur in Arm nehmen, zuhören und auch wenn es schwerfällt seine Kommentare lässt. Sicher werden wir irgendwann, wenn ich so weit bin, die medizinischen Aspekte durchsprechen können, aber eben erst dann.

    Ich habe trotz des Gesprächs damit angefangen meine Sachen auszusortieren und Kartons besorgt. Schaden wird es nicht und falls es nur leere Worte waren, so bin ich vorbereitet. Irgendwie tut es gut alles auszumisten. Vielleicht bin ich wirklich langsam bereit Abschied zunehmen.

    LG
    eski

  8. Inaktiver User

    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Liebe Eski,
    ich hatte vor ein paar Jahren auch eine Fehlgeburt und danach ähnliche Gefühle wie du. Das Kind war zwar auch nicht geplant zu diesem Zeitpunkt, aber da wir Kinder wollten, haben wir uns vom ersten Tag an gefreut. Ich habe es dann in der 10. Woche verloren, trotz Herzschlag, und danach ähnlich gedacht wie du: Nicht mal das kriege ich hin, das, was jeder Depp hinkriegt. Ein Kind kriegen. Mein erster Sohn wurde erst sechs Jahre später geboren, und in dieser Zeit war nicht klar, ob es jemals mit dem Kinderwunsch klappen würde, und ich hatte auch große Probleme damit, Schwangere und Babys zu sehen oder mich für meine ganzen Verwandten und Bekannten zu freuen, die natürlich genau in dieser Zeit nach und nach alle ihre Kinder kriegten.

    Für meinen Mann war es aber auch nie so ein Problem wie für mich. Er hatte sich auch auf das Kind gefreut, die FG hat ihn aber nicht so sehr berührt, was ich aber gut verstehen konnte. Für ihn war es ja nur etwas abstraktes, auch hat er nie so einen starken Kinderwunsch entwickelt wie ich, die Nachrichten der Leute, die ein Baby erwarteten, haben ihm überhaupt nicht wehgetan, das hat er nie auf unsere Situation bezogen. Ich denke, für Männer ist das einfach nicht so traumatisch, zumindest für die meisten.
    Bei dir habe ich das Gefühl, das Problem liegt nicht hauptsächlich darin, dass dein Mann deine Gefühle nicht versteht, sondern darin, dass du nun doch gerne ein Kind hättest, er aber wahrscheinlich nicht? Jedenfalls liest es sich für mich so, trotz deiner Trauer für das verlorene Kind. Du solltest vor allem der Ursache auf dem Grund gehen, warum du dir vorstellen könntest, ihn zu verlassen. Bei uns gab es auch immer wieder Krisen, die aber immer darauf zurückzuführen waren, dass ich gerne wieder schwanger werden wollte und es ihm nicht so wichtig war.

  9. User Info Menu

    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    Liebe schlumpfine,

    danke für deine Antwort.

    Ich kenne leider dir Ursache für meine Überlegung ihm zu verlassen allzu gut. Er steht einfach nicht hinter/neben mir in der Beziehung. Hätte ich keine FG gehabt, würde das Problem früher oder später akut werden.

    Alleine einsam ist nicht schön, einsam zu zweit weit aus schlimmer.

    lg
    eski

  10. User Info Menu

    AW: Sich damit abfinden, aber wie????

    hallo eski
    ich kann deine gedanken sehr gut nachvollziehen hatte eine totgeburt in der 34. woche , habe den fehler auch bei mir gesucht in allem habe ich die schuld gesucht und kam nicht klar damit mir hat damals ein gespräch mit einem guten arzt geholfen und der gedanke das mein kind jetzt bei meiner grossmutter ist die immer ein enkelkind haben wollte und es der kleinen dort gut geht . habe dann nach 6 jahren noch mal ein mädchen bekommen und es ging alles gut ..
    wünsche dir von ganzem herzen das du darüber hinwegkommst und such nie die schuld bei dir selber !
    lg nette sie

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