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  1. Registriert seit
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    AW: Neue Hoffnung!

    Hallo Blume,
    kein Problem, das Erzählen macht mir nichts aus.

    Ich finde es inzwischen auch merkwürdig, dass ein Frauenarzt, wenn er auf einen Kinderwunsch angesprochen wird, nicht erstmal einen Hormonspiegel erhebt. Vor allem dann nicht, wenn die Frau schon über 30 ist (ich bin 36, mit 33 hab ich die Pille abgesetzt). Oder diese Leistung zumindest gegen Selbstzahlung anbietet.

    Nach meiner zweiten FG hat mich mein Arzt in die Kinderwunschsprechstunde der hiesigen Frauenklinik überwiesen. Dort wurde ein Hormonspiegel gemacht (und die Schilddrüse "eingestellt", aber nur mit geringer Dosierung), ein Glukosetoleranztest, ein Thrombophiliescreening, eine humangenetische Untersuchung, ein Spermiogramm und eine Hysteroskopie.

    Mit der Gelbkörperschwäche ist es so eine Sache, sagte man mir: Man kann sehr wohl den Progesteronspiegel per Bluttests über den Zyklus hin beobachten, aber da das von Zyklus zu Zyklus sehr unterschiedlich sein kann, ist der Erkenntnisgewinn gering. Deutliche Anzeichen für eine Gelbkörperschwäche sind Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte. Wenn die nicht vorliegen und der Zyklus normal lang und regelmäßig ist, ist eine Gelbkörperschwäche zumindest unwahrscheinlich.

    Manchen Frauen macht die eigene Zykluskontrolle Spaß. Ich habe sie eher als Belastung empfunden. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn man zb unter der Woche wenig Zeit und Gelegenheit für Sex hat. Wer einen regelmäßigen Zyklus und regelmäßig alle paar Tage Sex hat, braucht eigentlich keine Zykluskontrolle. Wirklich nötig wird sie erst mit Medikamenten wie Clomifen und Utrogest, die vor bzw nach dem Eisprung eingenommen werden müssen.


    (Ist es nicht absurd, wie man über die Jahre langsam zum Experten für Medikamente und für die eigenen Innereien wird? )

    Nach meiner dritten FG wurde der Embryo genetisch untersucht (das zahlt die Krankenkasse - aber gemacht wurde es nur, weil ich unmittelbar vor der OP ausdrücklich darum gebeten hatte!). Festgestellt wurde dabei eine Trisomie 15, ein sehr seltener genetischer Defekt mit geringer Wiederholungsgefahr.

    Tja, was sagt mir das jetzt? Einerseits war es beruhigend zu erfahren, dass ich definitiv keine Schuld an der FG trage. Nicht auszudenken, was ich mir für Vorwürfe gemacht hätte, wenn das Kind zb an einer Listerioseinfektion gestorben wäre! Aber letztlich weiß ich immer noch nicht, woran die anderen Schwangerschaften scheiterten. Die genetische Untersuchung von meinem Mann und mir war unauffällig.

    Tja, was ich raten kann, ist folgendes: Behaltet selbst den Überblick über die Untersuchungen und Möglichkeiten! Verlasst euch nicht darauf, dass sich Ärzte daran erinnern oder nachlesen, was bereits untersucht wurde und was noch möglich wäre. Fragt nach, wenn ihr etwas nicht versteht oder wenn ihr wollt, dass eine Untersuchung gemacht wird, die der Arzt nicht von sich aus anbietet.
    Und achtet auf euch selbst: Irgendwann kommt der Moment, in dem der Kinderwunsch den Alltag übernimmt, die eigene Sexualität verkümmert, die Sorge und Hoffnung das Leben in der Hand hält. Das ist der Moment, an dem man eine Pause einlegen sollte!

    Gerade wenn sich der Kinderwunsch dann leider doch nicht erfüllt, zählen die anderen Dinge, die man gerne aus den Augen verlor: die Beziehung, ein guter Beruf, eine erfüllende Freizeit.

    Nochmal viel Glück!

    Sarit

  2. Avatar von angel76
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    AW: Neue Hoffnung!

    Liebe Blume, liebe Sarit,

    bei mir war es irgendwie auch völlig anders.
    Nachdem ich dann auch viele viele viele Jahre die Pille genommen habe und dann nach absetzen, sich 1 Jahr nichts getan hat, mein Zyklus aber wie gesagt nicht wirklich immer regelmäßig war, hat meine Frauenärztin dann von ganz alleine ein Zyklusmonotoring, ein großes Blutbild und ein Spermiogramm an die Tagesordnung gesetzt.

    Das ergab dann halt, dass ich auch eine Unterfunktion der Schilddrüse habe und das auch minunter zu dieser Folikelreifeverzögerung führen könne. Wurde dann jetzt auch eingestellt. Ja und das Spermiogramm von meinem Mann ist wie schon gesagt nur zu 7 % in Ordnung und fit sozusagen.
    Und das Blutbild hat dann ergeben, das wohl das Ei nicht so richtig gereift ist, wie es sein soll, alles aber erstmal auf die Schildrüse geschoben wird.
    Ob die jetzige Fehlgeburt jetzt die Ursache dafür war, kann man wohl nicht genau sagen.

    Die Ärztin hatte dann zum Zeitpunkt der ersten Untersuchungen uns auch an das Kiwuzentrum überwiesen, wo dann das Spermiogramm gemacht wurde, allerdings fühlten mein Mann und ich uns da doch noch etwas fehl am Platze, denn wenn man es genau nimmt, probieren wir ja "erst" ein Jahr und fanden das noch nicht so bedenklich. Die in dem Zentrum wollten dann aber gleich diverse Untersuchungen einleiten, von Spiegelung bis hin zur Eileiterdurchgängigkeitsprüfung.

    An dem Untersuchungstag wo wir die Ergebnisse für meinen Mann erfahren haben, wollte der Arzt dann für die nächsten Test meine Unterschriften; aber genau das war dann der Zeitpunkt für mich wo ich gesagt habe, bis hier und nicht weiter.

    Ich bin dann dort in Tränen ausgebrochen - aber auch weil ich so ein Angsthase bin und Panik vor den Untersuchungen hatte.
    Der Arzt meinte dann nur, dass er dann nicht wirklich wisse, was er noch für uns tun könne. Solche Methoden wie Clomi und der IUI wurden uns garnicht erst vorgeschlagen. Was dann aber die Frauenärztin wieder übernommen hat.

    Ich werde jetzt jedenfalls erstmal weiter bei meiner Ärztin in Behandlung bleiben und erst wenn dann wieder Sachen/Ursachen ausgeschlossen werden können, mache ich weitere Schritte.
    Vielleicht ist es ja wirklich nur das fehlenden Schilddrüsenhormon und die Gelkörperschwäche.....

    Ich drücke jedenfalls uns allen weiterhin ganz fest die Daumen und viel Kraft

    Sarit, Du hast in deinen letzten Zeilen schöne Dinge geschrieben und ich finde es auch ganz wichtig, dass man bei aller Sehnsucht nach einem Kind wirklich nie das Glück vergisst was man eigentlich die ganze Zeit davor schon bei sich hat.
    Wenn man einen Mann an der Seite hat, der einen mit viel Herz liebt, ein zu Hause hat wo man sich geborgen fühlt und auch sonst sein Leben intensiv genießen kann, dann ist das schon genug um dafür dankbar zu sein.

    Blume, mich würde es rasig machen, wenn eine Ärztin solche flachen Äußerungen macht und es erstmal "abtut". Jede FG bedeutet irgendetwas und hat seinen Grund oder?
    Ich hoffe jedenfalls für Dich dass sie zukünftig mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen für Dich hat.

    liebe Grüße

  3. Avatar von Eun
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    AW: Neue Hoffnung!

    hallo an alle mitlesenden und schreibenden.

    der letzte beitrag ist schon ein weilchen her, aber einen neuen thread wollte ich auch nicht eröffnen, da dieser gut passt.

    ich hatte in 9/10 und 3/11 aborte - zuerst in der 8. ssw eine missed abortion mit ausschabung und dann in der 5. ssw einen frühabort ohne ausschabung.

    nach der missed abortion in 2010 war ich ein paar wochen ziemlich fertig. ich konnte nicht begreifen, dass mir sowas passieren kann, noch dazu, wo jeder in meiner familie meinte, das ist bei uns noch nicht vorgekommen. im märz diesen jahres empfand ich es dann aber als nicht mehr ganz so schlimm. ich glaube aber das ich die ausschabung nochmal schlimmer empfand, als wie wenn es auf natürlichem wege abgeht. obwohl ich sagen muss, dass die schwestern in der klinik sehr sehr nett und fürsorglich waren vor und nach der ausschabung. aber man hat danach irgendwie das gefühl, dass einem etwas genommen wurde...

    wir hatten nach dem 2. abort eine genetische beratung, bei der allerdings nichts rausgekommen ist. man empfahl mir jedoch bei der nächsten schwangerschaft vorbeugend "ass 100" und "magnesium" zu nehmen.

    mit dem nächsten zyklus (april) bin ich wieder schwanger geworden. die 7. und 8. ssw waren horrorwochen mit dauerblutungen mit zusätzlich "utrogest" und zeitweile verordneter bettruhe und krankschreibung.

    mittlerweile bin ich am ende der 13. ssw und vage mal vorsichtige freude anzubringen.
    sicher, auch jetzt, weiß man nicht, was alles noch passieren kann, aber ich habe meinen gedanken jetzt soweit, dass ich mir sage, dass letztlich alles von der natur (bzw. wer glaubt, dem gott) geregelt wird und ich damit besser umgehen kann, als wenn ich ein baby bekommen würde, was dann plötzlich verstirbt. das ist zwar nicht sehr aufmunternd, aber mit dieser einstellung ist mir alles ein bisschen einfacher gefallen.

    ich möchte mit meinem beitrag ein bisschen mut machen und folgende tipps geben:


    1. ruhe ruhe ruhe
    wenn der arzt sagt, ihr sollt euch schonen oder ihr habt das gefühl, dass ihr euch jetzt ausruhen müsst, dann tut es! ich habe lange diskutiert, wenn ich mal wieder ein paar tage liegend zu hause bleiben sollte, aber die ärzte im krankenhaus haben gesagt, lieber zu vorsichtig, als dass ich mir später vorwürfe mache.

    2. tabletten nehmen, wenn verordnet
    ich muss mittlerweile früh 4 tabletten, mittags 3 tabletten, abends 4 tabletten und 1 scheidenzäpfchen nehmen. ich hasse es, aber die ärzte werden es am besten wissen und bisher ist auch alles gut gegangen. ich hatte seit 4 wochen bis auf einmal kurz (wahrscheinlich nur ein kleines hämatom) keine blutungen mehr.

    3. reden
    wenn ihr euch traut, dann berichtet von euren fehlgeburten, dann könnt ihr auf ein bisschen mehr rücksicht hoffen.
    ich habe im mai einen neuen job angetreten und auch darauf hingewiesen, dass ein kinderwunsch besteht und ich auch schon 2 aborte hatte. ich wurde trotzdem eingestellt. jetzt, da ich immer mal auch ein paar tage ausgefallen bin, habe ich nicht mehr so ein schlechtes gewissen, da mein chef weiß, dass mir das schon 2mal passiert ist und wenn die ärzte meinen, ich brauche bettruhe, dann ist das auch ok. auch auf arbeit nimmt man etwas mehr rücksicht, denn wenn ich unter druck gesetzt werden, könnte es ja auch passieren, dass ich garnicht mehr zur arbeit kommen kann, weils mich stresst und sich negativ auf die schwangerschaft auswirkt.
    natürlich hilft auch das reden mit der familie und mit freunden. ich denke, schämen muss ich mich dafür nicht, schließlich passiert das so vielen frauen, nur es wird eben nicht immer publik gemacht - was aber auch in ordnung ist, denn das soll jeder für sich selbst entscheiden.


    so, mehr habe ich im moment nicht zu sagen, ich wünsche allen viel glück, dass es mit dem kinder kriegen noch klappt

    mfg
    eun
    solange es mir gleichmäßig schlecht geht, bin ich zufrieden..


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    AW: Neue Hoffnung!

    Neue Hoffnung passt auch zu mir :(
    Mein Partner und ich haben einen kinderwunsch. Meine letzte periode War am 16.3. Haben dann während dem ES GV gehabt. Alles scheint funktioniert zu haben 😊 2 positive Tests zu hause. Termin beim Frauenarzt. Urintest negativ bluttest hcg 33 (Donnerstag den 17.4.) 😨 er sollte eigentlich bei 150- 5000 liegen meinte die fä sie wollte mich auch nicht weiter behandeln. Ich also weil Mittwoch nachmittag ab ins kh weil ich auch auf einmal bräunlichen ausfluss bekommen habe.... und da wurde mir Blut abgenommen. 2 Stunden später angerufen. Hcg wert bei 62 haben mich dann vertröstet das es bald abgehen wird. Das hieß es aber schon vor ner woche.... wie lange dauert so ne fehlgeburt oder besteht noch Hoffnung auch wenn der hcg wert sehr langsam ansteigt? Bitte helft mir :(

  5. Moderation Avatar von lunete
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    AW: Neue Hoffnung!

    Hallo Knabberkeks,

    es tut mir leid, dass du gerade so eine schwere Zeit durchmachen musst.
    Ob noch Hoffnung besteht, kann ich leider nicht abschätzen.

    Im Kinderwunsch-Forum nebenan gibt es vielleicht Userinnen, die mehr Erfahrungen haben. In diesem Strang wurde kürzlich ein ähnlicher Fall wie der deine thematisiert.

    Falls es keine Hoffnung mehr gibt, empfehle ich dir diesen Strang hier, dort schreiben Betroffene von Möglichkeiten, einen Abgang ggf. zu beschleunigen, eine Userin bietet auch an, dass man sich mit Fragen per PN (=Private Nachricht, dazu mit der Maus auf den Usernamen klicken und ann "Pribate Nachricht" anwählen) direkt an sie wendet.

    Alles Gute!
    Lunete
    Geändert von lunete (25.04.2014 um 00:09 Uhr)

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