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  1. Avatar von laaran
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    AW: Fatburning

    Hallo,

    nochmal für Leute wie mich, die manchmal schwer von Begriff sind: es ist ein Mhytos, dass ich mit 27 im Pulsbereich von 130-140 am Besten trainiere und der Beste Fatburningeffekt erreicht wird?

    Wenn ich zum Beispiel auf dem Laufband im Fitness im 5-Minuten Wechsel jogge und gehe, bin ich im Pulsbereich von ca. 150, wenns hoch geht auch mal 190. Wenn ich eins der vorgegebenen Berg-und-Tal Trainingsprogramme auf solchen Laufbändern mache, dann rund 10-20 BPM weniger. Welches Training ist jetzt besser zum Fatburning?

    Ich bin eigentlich immer der schlanke Typ gewesen, aber durch Tabletten am Bauch aufgeschwemmt. Also ohne Übertreigung, ich seh aus wie schwanger . Das möchte ich bis September abbauen (Urlaub). Ich mache Sit ups, klar und außerdem Training auf dem Laufband, mal Elypse und im Freien auch öfters mal Skating, Walking oder Jogging. Was wäre denn das Beste für Fatburn? Also könnte man joggen oder walken im Wald auch ersetzen mit Skaten auf flacher Strecke? (Beim Laufen im Wald komm ich mir immer so komisch vor )

    Und noch eine Frage: diese Waagen, die angeblich an den Füßen den Fettgehalt des Körpers messen wollen - kann man sich auf die halbwegs verlassen? Ich kann mir das nicht vorstellen, woran die Waage das denn erkennen will...

    Danke für die Antworten

    laaran

    PS eine Frage noch, wenn Muskeln schwerer sind als Fett, was ich auch schon bemerkt habe, dann macht doch der BMI nicht wirklich Sinn oder?

  2. AW: Fatburning

    Liebe Laaran,

    * zu Ihrer Frage: "Fatburning"

    wenn Sie unter "Fatburning" "Fettpolster reduzieren = Gewichtsreduktion" verstehen, dann erreichen Sie natürlich den besten Effekt, je höher Ihr Kalorienverbrauch ist bzw. je größer die Differenz zwischen Kalorienverbrauch und -aufnahme ist.
    Den Kalorienverbrauch steigt umso mehr, je intensiver und länger Sie trainieren. Egal, ob Sie joggen oder skaten: Das Training, bei dem Sie am meisten Kalorien verbrennen, ist somit das Effektivste für eine Reduktion des Gewichts - vorausgesetzt, Sie belohnen sich anschließend nicht mit Extra-Schoggi, süßen Getränken oder doppelter Saucenportion ;)


    * zur Ihrer Frage bzgl. der Fettwaage:

    Im Gegensatz zu herkömmlichen Körperwaagen, die nur das Körpergewicht messen, berechnet eine Fettwaage den Körperfettanteil. Das Prinzip basiert meist auf der bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA), bei der ein schwacher Wechselstrom durch den Körper geleitet wird. Die verschiedenen Gewebearten im Körper haben eine unterschiedliche Leitfähigkeit. Wasser- und elektrolytreiches Muskelgewebe leitet den Strom besser als Fett. Fazit: Je höher der elektrische Widerstand ist, desto größer ist der Fettanteil.
    Damit die Werte möglichst genau sind, raten wir Ihnen, sich morgens nach dem Aufstehen vor der ersten Nahrungsaufnahme zu wiegen, da Magen- und Blaseninhalt das Ergebnis verfälschen können. Auch schwanken Fettgehalt und das im Muskelgewebe gebundene Wasser im Laufe des Tages. Daher ist es wichtig, die Waage immer etwa zur selben Zeit zu benutzen. Gehen Sie zudem nicht mit nassen Füßen auf die Waage, da dies die Messung verfälscht.
    Der absolute Wert, den die Fettwaage anzeigt, ist jedoch nur eine grobe Näherung, da normalerweise die Gewebezusammensetzung in den Beinen gemessen und dieses Ergebnis auf den gesamten Körper hoch gerechnet wird. Dementsprechend ungenau ist das Ergebnis. Misst man aber stets unter gleichen Bedingungen, lassen die zu beobachtenden Veränderungen durchaus Rückschlüsse zu.
    In Tests der Zeitschrift ÖKO-TEST vor einigen Jahren wurden von 18 Körperfettwaagen über die Hälfte als mangelhaft oder ungenügend eingestuft. Vor dem Kauf sollten Sie sich daher unbedingt von einem Fachmann beraten lassen.

    * zu Ihrer Frage bzgl. des BMI:

    Nur bei stark muskulösen Menschen (Leistungssportler, Bodybuilder) besitzt der BMI-Wert keine Aussagekraft.

    Mit herzlichen Grüßen
    Ihr Team vom BRIGITTE-Fitness-Coach

    www.brigitte-fitness-coach.de

  3. Avatar von Horus
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    AW: Fatburning

    Zur Verdeutlichung der ganzen Geschichte vielleicht das fiktive Rechnungsbeispiel, das ich im Nachbar-Unterforum im festgepinnten Strang (Tipps, Ratschläge und Mythen rund um den Sport) mal gebracht habe:


    Fiktives Beispiel: Angenommen, ich trainiere ich bei einem Puls von 130 irgendeine Sportart, bei der meine Kalorienverbrennungsrate bei 300 Kalorien pro Stunde liegt, dann liegt der Anteil der Kalorien, die aus der Fettverbrennung gewonnen werden, bei sagen wir 80% ( = 240 Kalorien), der Rest stammt aus dem Kohlenhydrat-Stoffwechsel.
    Trainiere ich mit höherer Intensität, also etwa einem Puls von 150, und erhöhe so meine Gesamtkalorienverbrennung auf 400 die Stunde, dann sinkt der Anteil Kalorien aus der Fettverbrennung auf sagen wir 70%. Dies entspricht aber 280 Kalorien (denn 100% sind jetzt 400, nicht mehr 300). Also mehr als bei niedriger Intensität.

    Was bei höherem Puls also tiefer ist, ist der relative Anteil der Fettverbrennungskalorien an den gesamten verbrauchten Kalorien. Aber die absolute Zahl von Fettverbrennungskalorien ist immer noch höher.

    Wobei das mit der niedrigen Intensität trotzdem Sinn macht: man hält so nämlich bedeutend länger durch. Zwei Stunden bei niedriger Intensität können kalorientechnisch mehr bringen als eine Stunde bei hoher Intensität. Das hat aber rein etwas mit der Zeit und dem davon abhängigen esamtumsatz zu tun und nichts mit dem "mystischen Fettverbrennungspuls", der fälschlicherweise zu einem Dogma geworden ist.


    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  4. Registriert seit
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    AW: Fatburning

    Zum Puls möchte ich auch noch mal sagen, dass dieser eine sehr "persönliche" und "tagesformabhängige" Sache ist, man kann ihn auf ziemlich viele Arten beeinflussen (Stress, Koffein, schlecht geschlafen, viel trainiert, wenig trainiert, gut hydriert, schlecht hydriert, warme Umgebung, Medikamentenwirkungen, etc pp)- und sollte aus der Zahl somit kein Dogma machen. Richtig ist, was Horus schreibt, wenn der Puls niedriger ist, hält man länger durch, denn je höher die Anstrengung, desto höher macht der Körper den Puls.

    Wichtig ist doch letztlich, ob der Sport soviel Spaß gemacht hat und so wenig belastend war, dass man sich in kurzer Zeit wieder dazu aufraffen kann, sich einer sportlichen Belastung auszusetzen- denn nicht einmal macht fit, sondern regelmäßig

  5. Avatar von HasiII
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    6.317

    AW: Fatburning

    Wie praktisch, meine Frage schließt sich gleich an das vorige Post an

    Ich (1,63 m, ca. 65 Kilo) laufe seit nunmehr 7 Jahren regelmäßig, und habe bei Beginn der Lauferei schnell mal 10 Kilo nur durch das Laufen abgenommen. Damals bin ich täglich gelaufen, allerdings nur so etwa eine Viertelstunde, weil ich einfach nicht mehr konnte

    Jetzt könnte ich ausdauermäßig eine Dreiviertelstunde jeden Tag laufen. Wenn ich das aber mache, macht mein Immunsystem schlapp. Und abnehmen tue ich leider auch nicht wirklich (keine Ahnung, warum Wahrscheinlich, weil ich immer krank werde, bevor es irgendeine Wirkung hat).

    Jetzt meine Frage, was ist besser zum Fettabbau: jeden Tag eine halbe Stunde laufen oder alle zwei Tage eine Stunde bis eine Dreiviertelstunde? Für die Kondition ist letzteres besser, wurde mir gesagt, aber die Kondition ist mir bei meinem Gewicht eigentlich egal

    Und gäbe es irgendeine Möglichkeit, mein Immunsystem so zu trainieren, dass ich wieder jeden Tag eine Stunde laufen kann (oder meinetwegen auch eine Dreiviertelstunde...). Ich esse normal viel Obst und Gemüse, nicht extrem viel (also drei bis vier Portionen pro Tag werden es schon), und trinke abends immer eine heiße Zitrone mit Honig. Aber keine Vitaminpillen, das halte ich für Humbug.

    thx in advance, (Oster)hasi
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  6. AW: Fatburning

    Liebe HasiII,

    wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Immunsystem durch das tägliche Laufen geschwächt wird, dann nehmen Sie bitte Rücksicht auf Ihre Konstitution und stärken Ihren Körper statt ihn weiter zu fordern.

    Ein zu früher Einstieg in den Sport nach einer Erkrankung, beruflicher und privater Stress, Schlafmangel und auch eine nicht ausgewogene Ernährung können den Körper schwächen und ihn dann mit einem zusätzlichen sportlichen Training überfordern. Falls dies bei Ihnen zutrifft, schalten Sie eine längere Regenerationsphase ein, bis Sie sich wieder völlig gesund und fit fühlen. Starten Sie danach mit dosiertem Aufbautraining und nicht sofort mit Ihrer Wunschdistanz und machen Sie erstmal mindestens alle zwei Tage eine Trainingspause. Ein zügiger Spaziergang, der Sie nicht bis an Ihre Leistungsgrenze gehen lässt, ist dann für Ihren Körper erholsamer.

    Unser Vorschlag für die Zeit, in der Sie sich fit fühlen:
    laufen Sie alle 2 Tage ( zwischendurch braucht der Körper nicht nur Zeit, um sich zu erholen, sondern er nutzt diese Zeit auch, um seine Leistung zu steigern!)
    Laufen Sie nicht immer im gleichen Tempo, sondern stimulieren Sie Ihren Stoffwechsel durch unterschiedliche Impulse: mal eine kurze schnelle Einheit, mal ein Intervalltraining (d.h. immer wieder Sprints einschieben), mal ein längere langsame Einheit.

    Achten Sie zusätzlich auf Ihre Ernährung und versuchen Sie, vermehrt zinkreiche Lebensmittel zu essen: Hülsenfrüchte, Nüsse, Fleisch, Käse, Vollkornbrote, Weizenkeime, Haferflocken. Zink stärkt das Immunsystem - und ist ein Mineralstoff, der auch über Schweiß ausgeschieden wird.

    Phasen, in denen in puncto Gewichtsverlust anscheinend nichts "weitergeht", sind normal. Nach einer anfänglichen Phase, stellt sich der Stoffwechsel auf das Mehr an Bewegung ein. Er verwertet seine Energien auf einmal deutlich effizienter. Daher sind Stimulationen durch Trainingswechsel /-variation sinnvoll.
    Ein anderer Grund für die Gewichtsstagnation kann allerdings auch sein, dass Sie die verbrauchten Kalorien durch eine Extra-Portion Essen oder Trinken gleich wieder ersetzen.


    Mit herzlichen Grüßen
    Ihr Team vom BRIGITTE-Fitness-Coach

    www.brigitte-fitness-coach.de
    Geändert von Fitness-Coach (25.03.2008 um 09:20 Uhr)

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